Umgebung übt Druck aus

  • Hallo,
    wir haben auch einen intakten Rüden. Bisher hat niemand auf die Info, dass er intakt ist (und auch bleibt) irgendwie negativ reagiert. Ich gebe zu, ich hätte denjenigen auch verbal in den Boden gestampft. :headbash: Das fehlte noch, dass irgendwelche Neunmalklugen mir erzählen, was ich mit meinem Eigentum (und das ist mein Hund nun mal) anzustellen habe.
    Wenn bei uns in der Nachbarschaft eine Hündin läufig ist (das passiert zugegebenermaßen eher selten, die meisten sind kastriert), passe ich eben gut auf, notfalls kommt der Hund für ein paar Tage an die Leine, wenn wir besonders aufreizend duftende Stellen passieren, damit er nicht „aus Versehen“ die falsche Abzweigung nimmt…. :lol: Notfalls frage ich die Hündinnenbesitzer (man kennt sich ja irgendwann mal vom Sehen), wo sie während der Stehtage lang gehen, dann meide ich diese Ecken für einige Zeit, damit baue ich jedweden Komplikationen am besten vor. Mein Rüde ist jetzt 3, abgehauen ist er noch nie..toitoitoi!
    Dafür ist die unkastrierte Hündin meiner Eltern seinerzeit insgesamt 3mal „durchgebrannt“, hat aber nie einen Lover gefunden. So kann´s auch gehen. :hust:
    Falls Du ein paar gute Argumente für die Klugsch…in Deinem Umfeld brauchst, google mal nach dem Thema "Auswirkung der Kastration auf Stoffwechsel, Bewegungsapparat und Tumorgenese", da gibt’s einen Aufsatz, der auf den Zusammenhang von Kastration und Kreuzbandrissen eingeht und dessen Inhalt ich persönlich jedem Besserwisser, der mir (ungefragt und unerbeten) eine Kastration anempfiehlt, aufs Butterbrot schmieren würde (ob´s jetzt wissenschaftlich sooo fundiert ist, wäre mir erstmal egal, hauptsache mein Gegenüber ist erstmal ruhig gestellt :D )
    Grüße

  • Zitat


    Wenn bei uns in der Nachbarschaft eine Hündin läufig ist (das passiert zugegebenermaßen eher selten, die meisten sind kastriert), passe ich eben gut auf, notfalls kommt der Hund für ein paar Tage an die Leine, wenn wir besonders aufreizend duftende Stellen passieren, damit er nicht „aus Versehen“ die falsche Abzweigung nimmt…. :lol: Notfalls frage ich die Hündinnenbesitzer (man kennt sich ja irgendwann mal vom Sehen), wo sie während der Stehtage lang gehen, dann meide ich diese Ecken für einige Zeit, damit baue ich jedweden Komplikationen am besten vor. Mein Rüde ist jetzt 3, abgehauen ist er noch nie..toitoitoi!

    Ich glaube, mit dieser herrlichen Unkompliziertheit kämen wir allesamt gut zurecht!

    LG, Chris

  • Mich hat auch noch niemand gefragt ob meine Hunde kastriert sind und unsere Hundefreunde haben auch alle unkastrierte. Höchstens wenn mal einer /eine krank ist.

    Eigentlich lese ich das viele kastrieren nur im IN und bei den TS Hunden.
    Ist so wie ich das sehe, eine Mode Erscheinung.
    Die Leute haben zuviel Geld oder warum lass ich einen gesunden Hund kastrieren nur weil eine Hündin 2 x im Jahr heiß wird und ich ein bisschen aufpassen muß.

  • Ich habe ein geteiltes Umfeld.
    Auf den Hundeplätzen sind die Hunde intakt. Die Zuchtwarte bemühen sich sehr um Aufklärung und daher sind Kastraten in der absoluten Minderheit. Meist sind es ältere Hunde, die eben ein gesundheitliches Problem hatten.
    Daher geht man mit heißen Hündinnen locker um, die trainieren dann eben nicht gerade mit unerfahrenen Jungrüden, fertig.

    Auf den Spaziergängen sieht es anders aus. Kastraten sind in der Mehrheit. Da hat man dann "lustige" Begegnungen. Rüden werden einfach in mein Paar hereinlaufen lassen, der Hinweis auf die läufige Hündin wird weggewischt, "weil das ja nicht sein kann". "Man kann kein intaktes Paar halten und da der Rüde offensichtlich Bömmel hat, sei unsere Hündin kastriert." :schockiert: :hust:

    LG
    das Schnauzermädel

  • erstens: dein hund, deine entscheidung.
    aber zweitens: andere leute, ihre entscheidung. ihre entscheidung, ob sie ihre hunde kastrieren lassen, wo sie langgehen, wann sie da lang gehen.

    wie die anderen schon sagten, egal wann und wo du gassi gehst, es wird einem immer wieder passieren, dass man mit intaktem rüden ne läufige hündin trifft und umgekehrt. aber das weiß man doch, dass das passieren kann. man muss eben immer aufpassen, ist so. selbst wenn du ben kastrieren lässt, kann es soweit ich da informiert bin, sein, dass er immernoch interesse an hündinnen zeigt.

    teddy ist seit 11 jahren kastriert, aber toll riechen tun die damen für ihn immernoch. einziger unterschied: es kann nix bei rum kommen. :roll:

    ich war letztens grade mit meiner schwester und ihrer läufigen hündin unterwegs (stehtage) und es kam uns natürlich ein intakter rüde entgegen. dass wir stehen blieben und die hund fest machten hat die besitzer zwar gewundert, aber das wars dann auch schon. mehr als festmachen und rufen kann man nicht machen. es müssen eben alle aufpassen und rechtzeitig reagieren.

    da hilft alles aufregen nicht. üben, üben, üben....

  • Also bei uns sind auch fast alle intakt. Da musste ich mir anfangs mehr Sprüche anhören, weil ich meinen Gismo LEIDER kastrieren lassen MUSSTE (extreeem hypersexuelles Vieh ;) ).
    Da hab ich auch von leuten die mich nicht kennen und vorallem Gismo VOR der Kastra nicht kannten, dumme Sprüche gedrückt bekommen.
    Er sei ja nun kein ganzer Kerl mehr :roll: :headbash:

    Also es gibt solche und solche Sprüche.
    Hat dein Hund sonst keinen Streß mit den läufigen Hündinnen oder ne andere medizinische Indikation würde ich ihn auch NICHT kastrieren lassen. Warum auch?

    Mit Joker versuche ich jetzt auch immer mal wieder Kontakt zu läufigen Hündinnen zu finden, um ihn daran zu gewöhnen und ihn trotzdem Kopfmäßig bei mir zu haben. Also als Übung.
    In der Hoffnung, dass er damit später keinen Streß bekommt.

    Letztens wollte er zum Beispiel auf eine Hündin drauf, mit der wir sehr regelmäßig spazieren gehen und die läufig war/ist. ich hab ihn zwei Mal runter geschubst und ein bissel UO gemacht. Hat super geklappt. Beim dritten Mal musste ich nur "naaaa" sagen und er ist abgezischt :D

  • Habe mich mit einigen Rüdenbesitzern unterhalten und die Erfahrung gemacht, dass die meisten
    -bei auftretenden Problemen den Hund nicht "erziehen" wollen, sondern ihn Kastrieren
    - andere haben den Hund (auch Hündinnen) aus Bequemlichkeit kastrieren lassen, weil sie keine Lust auf einen Rüden haben, der vielleicht wegen einer läufigen Hündin abhaut, oder sich mit einer läufigen Hündin nicht rumägern wollen
    -dann hatte mir eine Frau erzählt, dass sie ihren Rüden hat kastrieren lassen, weil sie es ekelig findet, wenn ein Rüde ständig aufreitet und dieses Risiko wollte sie bei ihrem nicht eingehen.

    Dann habe ich auch Antworten gehabt wie z.B. das der Rüde nicht mehr so aggressiv ist und man nun entspannter mit dem Rüden gehen könnte. Dieses wäre für mich ein Grund, wo ich vielleicht auch schwach werden könnte.

  • >Dann habe ich auch Antworten gehabt wie z.B. das der Rüde nicht mehr so aggressiv ist und man nun entspannter mit dem Rüden gehen könnte. Dieses wäre für mich ein Grund, wo ich vielleicht auch schwach werden könnte.<

    Hallo,
    ich habe mir sagen lassen, daß das aber auch mächtig nach hinten losgehen kann, besonders wenn der Rüde schon älter ist! Ich kenne auch Kastraten, die gar nicht so gut auf andere Rüden zu sprechen sind und bei Rüdenbegegnungen z.T. genauso den Macho heraushängen lassen wie intakte Rüden.
    Wäre mir jetzt eine zu unsichere Sache, denn wieder annähen kann ich dem Kerl die besten Stücke ja hinterher nicht mehr... :lachtot:
    Grüße

  • Sowas hatte ich bei meiner Umfrage auch gehört:
    -ein Rüde wurde eingeschläfert, weil er nach der Kastration total agressiv war, schlimmer als vorher.

    Dann hatte ich noch gehört:
    - Tierarzt hat Kastration empfohlen, weil Hund so unruhig war ... nun ist es noch schlimmer als vorher.

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