Hat der Hund mich verteidigt?

  • Zitat


    :D Schön das wir uns nun (bis auf Schopenhauer) alle einig sind. ;)

    Ach, jeder darf seine eigene Meinung haben. Der Erfolg in der Hundeerziehung spricht dann für sich. Mein Hund würde schon gar nicht zum anderen Hund hingehen, wäre ihm nämlich zu doof. Bei mir ists nämlich spannender. :D Meine Philosophie baut sich nämlich völlig anders auf. Und darin liegt schon der entscheidende Unterschied. Meine Denkweise ist völlig anders, deswegen muss sie aber nicht falsch sein. Und davon bis ich zu 100% überzeugt. Und deswegen lese ich die Hunde auch total anders. Zum Glück für meinen und viele anderen Hunde!

    Mit nem einfachen Hund kanns nämlich jeder, die Kunst ist es mit schwierigen Hunden klar zu kommen und das zu sehen, was unter den Hunden wirklich abgeht. Aber das ist ein zu weites Feld!

    @ Fräuleinwolle
    Ich schreib dir mal über PN.

  • Zitat

    Ach, jeder darf seine eigene Meinung haben.


    Natürlich, solange es dem Tier dabei gut geht.

    Zitat

    Der Erfolg in der Hundeerziehung spricht dann für sich.


    Tja, definiere Erfolg. Jeder hat andere Erwartungen an seinen Hund und an dessen Erziehung.

    Zitat

    Mein Hund würde schon gar nicht zum anderen Hund hingehen, wäre ihm nämlich zu doof. Bei mir ists nämlich spannender. : D


    Hm, kein Hundekontakt als Ziel. Nee, das wäre nicht mein Ziel. Mein Hund kommuniziert gerne mit anderen Hunden. Er ist dabei weder gestresst, noch überfordert. Er hat gelernt sich unter Artgenossen angemessen zu artikulieren. Auch das war ein wesentliches Ziel meiner Erziehung.
    Natürlich rennt ein Hund, der mit seinen Artgenossen nichts anfangen kann, unsicher im Umgang mit ihnen ist, nicht zu anderen Hunden. Problem gelöst. :lol: Aber nicht wirklich das, was ich für meinen Hund möchte. Schön ist es, wenn der Hund trotz anderer Interessen immer noch (gerne) auf seinen Halter hört. Das ist für mich Erziehung. Einen souveränen, selbstsicheren Hund zu führen, dem sein Hundeführer sehr wichtig, aber eben nicht alles ist. Das ist nicht immer einfach, aber ich möchte es auch gar nicht auf Kosten meines Hundes einfacher haben.

    Zitat

    Meine Philosophie baut sich nämlich völlig anders auf. Und darin liegt schon der entscheidende Unterschied. Meine Denkweise ist völlig anders, deswegen muss sie aber nicht falsch sein.


    Ich kenne ja deine Philosophie nicht, daher kann ich auch nicht beurteilen, ob ich ihr folgen kann. Und ob eine Philosophie falsch oder richtig ist, das lässt sich sowieso nie entscheiden. Ich kann höchstens sagen, dass sie für mich aus meiner Sicht, subjektiv betrachtet, nicht stimmig ist, aber wie gesagt, deine kenne ich ja gar nicht.

    Zitat

    Und davon bis ich zu 100% überzeugt. Und deswegen lese ich die Hunde auch total anders.


    Das Lesen der Hunde hat aber wiederum nichts mit der eigenen Philosophie zu tun. Egal nach welcher Philosophie ein Hund erzogen wird, körpersprachlich unterscheidet er sich nicht von anderen Hunden. Aber natürlich deutet man (Mensch) je nach Philosophie bestimmte Verhaltensweisen unterschiedlich. Der eine wünscht es so, der andere so. Wie gesagt, mein Ziel ist der souveräne, selbstsichere Hund im Umgang mit fremden Hunden, Menschen und Umweltsituationen.

    Zitat

    Zum Glück für meinen und viele anderen Hunde!


    Wenn du damit sagen willst, dass andere Hunde, die nicht nach deiner Philosophie erzogen werden unglücklich sind, dann kann ich dir nur sagen, dass ich diesen Eindruck nicht habe. ;) Aber das hast du dir sicher schon gedacht. Ich finde es sogar ziemlich vermessen, Anhängern anderen "Philosophien" zu unterstellen, dass ihre Hunde es nicht so gut getroffen haben wie deine.

    Zitat

    Mit nem einfachen Hund kanns nämlich jeder, die Kunst ist es mit schwierigen Hunden klar zu kommen und das zu sehen, was unter den Hunden wirklich abgeht.


    Natürlich, jeder der mit seinem Hund nicht klar kommt, der hat einen schwierigen Hund. :lol: Naja, vllt passt auch nur die Methode nicht? :?
    Was ist ein schwieriger Hund?
    Woran erkenne ich, ob es sich um einen schwierigen Hund handelt oder ob er einfach nur in den falschen Händen gelandet ist, man falsch mit ihm umgeht?
    Die schwierigsten Hunde können in anderen Händen plötzlich ganz einfach und unkompliziert sein. Wer das verkennt, der hat keine Ahnung!
    Und wer immer wieder einen schwierigen Hund "abbekommt", der sollte vllt einmal seinen Erziehungsstil überdenken.

    Zitat

    Aber das ist ein zu weites Feld!


    Hast du eigentlich jemals in diesem Forum schon einmal näher etwas zu deiner Philosophie, deinen Arbeitsmethoden, deiner Sichtweise geschrieben? :?

  • Zitat


    Mit nem einfachen Hund kanns nämlich jeder, die Kunst ist es mit schwierigen Hunden klar zu kommen und das zu sehen, was unter den Hunden wirklich abgeht. Aber das ist ein zu weites Feld!


    Es gibt mehrere Leute, die mit einem 'schwierigen' Hund gut klarkommen.

    Und es ist KEINE KUNST Hunde zu lesen. Man kann es lernen.

    Gestehe doch bitte auch Anderen zu, dass sie das können.

    DEINE Philosophie, ist ganz bestimmt nicht die einzig Glückbringende, die auf jeden Hund und jedes Problem anwendbar ist.
    Das tatsächlich anzunehmen fänd ich unrealistisch und anmaßend.

    Damit spreche ich dir nicht deine Kompetenz ab. Im Gegenteil, ich habe schon mehr von dir gelesen... :smile:

    Ich würde von dir erwarten, dass du Allen den Spielraum läßt für ihre eigenen Ideen und Einschätzungen.
    Das gibt jedem die Gelegenheit, verschiedene Sichtweisen zu überdenken und daraus die passenden Schlüsse zu ziehen.
    Läßt man nur eine Sichweise zu (am besten die Eigene) nimmt man sich selbst die Möglichkeit zur Weitsicht, schränkt sein eigenes Denken ein, beeinflußt damit zum Teil auch Andere.
    Schade!

    Ich wünsche mir, du liest das noch. Es sieht für mich so aus, als würdest du meine letzten Beiträge ignorieren. :|

  • @ Sascha

    Meine Philosophie ist, dass ICH der beste Partner meines Hundes bin. ICH bins. Andere Hunde sind wichtig, der Hundekontakt auch, aber ICH bestimme, wann, wohin mein Hund gehen darf, nicht der Hund. Dennoch ist der Hund mein Parnter.

    Dazu denke ich, dass ein Hund beschäftigt sein muss. Ersatzarbeit, damit er zufrieden und ausgelastet ist. Jeder Hund wurde zu irgendetwas gemacht und das muss ich berücksichtigen. Ich kann einen Herdenschutzhund weder mit einem Border noch mit einem Retreiver oder Terrier vergleichen.

    Außerdem bin ich der Meinung, dass eine vernünftige Erziehung beim Hund vorhanden sein muss. Das gepaart mit Beschäftigungen unterwegs. Ich habe den alltagstauglichen, zuverlässigen Hund vor Auge, den ich problemlos überall mitnehmen kann und nur mit wenigen Signalen händeln kann. Hundesport ist zum Beispiel meine Ersatzarbeit, die ich im Alltag auch einsetzte.

    Ich erwarte von meinem Hund, dass er nach mir guckt, nicht ich nach ihm. Dazu arbeite ich mit Spielzeug und Futter, nicht mit Zwangmitteln. Lernen und arbeiten sollte dem Hund Spaß machen. Dabei respektiere ich das Verhalten meines Hundes. Und wenn die einen Junghund erzieht und ihm klar macht, dass es so nicht geht, dann ist das ok. Vielleicht nicht für den anderen HH, aber wenn der seinen Hund nicht im Griff hat, muss er damit leben, dass es eben ein anderer Hund tut.

    Ich bin der Meinung, dass Hunde Sozialverhalten unter Hunden brauchen und lernen müssen. Das mache ich aber nicht mit jedem Hund unterwegs, den wir treffen, ich kenne ja die anderen Hunde nicht. Ich entscheide, ob gespielt werdne darf oder nicht. Nur ist es bei meinem Hund, und das hat man auch bei vielen älteren Hunden so, dass wenn der Partner interessant ist und viel mit dem Hund macht, er gar nicht oder selten mit anderen Hunden spielen will. Besonders im Training ist das auffällig. Die älteren Hunde wollen arbeiten, nicht spielen. Sie stehen fragend da, nach dem Motto: Was machen wir jetzt?

    Hunde brauchen nicht ständige Spaziergänge mit anderen. Die Menschen tratschen, die Hunde sind nebenbei, aber nicht wichtig. Wenn ich mir aber Zeit für meinen Hund nehme, dann ist mir dieser wichtig. Da brauche ich keine anderen, mein Hund auch nicht. Wie sonst sollen wir ein Team werden?

    Was ist ein schwieriger Hund? Rumänienhunde, hier gebeamt, plötzlich in einer anderen Welt. Sie kennen nichts und wollen nur weg hier. Jetzt sind sie aber da. Da muss man den Besitzern helfen, mit den Hunden hier klar zu kommen. Man muss den Besitzern zeigen, wie sie mit dem Hund umgehen müssen, damit sie hier Fuß fassen.

    Was ist noch ein schwieriger Hund? Hunde, die ihre Grenzen testen, und zwar heftig. Mit dem nicht jeder klar kommt. Die ganz klare Ansagen brauchen. Die man eben nicht nur laufen lassen muss, um sie zu beschäftigen. Die suchen sich nämlich sonst ihren Job selber und das kann sehr unangenehm werden.

    Schwierige Hunde sind Charakterhunde, ich liebe sie. Sie denken und entscheiden selber. Das muss man händeln können.

    Insofern ist Hundetraining hauptsächlich Menschentraining. Der Mensch muss lernen, freudig mit seinem Hund zu arbeiten, dem Hund soll es Spaß machen. Und wenn ein Tierheimhund in 9 Monaten nach dem TH zur BH kommt und besteht, sehe ich das als Erfolg!

    @ Bluesua

    Ich habe nie behauptet, dass andere nicht mit schwierigen Hunden klar kommen können. Es gibt viele Wege und Methoden und jeder soll sich die Methode raussuchen, die ihm gefällt. Nicht jeder Hund und nicht jeder Mensch ist gleich. Ich habe nie jemanden verurteilt, ihr seid alle die, die mich hier zu 100% in Frage stellen. Ich jedoch sage, ich sehe und mache es anders. Also bitte, akzeptiert das. Deswegen muss mein Weg, auch wenn ihr alle es anders seht, nicht falsch sein.

    Sicherlich ist es keine Kunst, Hunde zu lesen. Aber es kann nicht jeder, oder es wird absolut fehlinterpretiert. Natürlich ist meine Philosophie nicht die einzig Glück bringende. Es gibt doch kein Backbuch für Hundeerziehung. Nur das Rezept klappt. Nee, das mag schon bitte jeder selber entscheiden.

    Aber hier ging es ursprünglich um Hundesprache und um Splitten von Hunden. Und so wie ich es dargestellt habe, so sehe ich es auch und da bin ich nicht alleine. Und zur Hundebegegnung habe ich nur gesagt, dass das ein höfliches, normales Verhalten von Hunden ist. Wenn ihr das anders seht, bitte schön. Ich habe den schwierigen Hund und ich bin mir sicher, das Verhalten meiens Hundes würde nicht jeder tolerieren, weil er es nicht verstehen würde. Dabei verhält er sich nur wie ein richtiger Hund!

    Und ich ignoriere deine Beiräge nicht, oh man, was geht in den Köpfen ab, ich hab schlichtweg keine Zeit hier ständig zu lesen und zu schreiben. Ich hab nämlich noch was anders zu tun.

    Ich bin nur überrascht, wie man hier kollektiv versucht eine gemeinsame Meinung zusammenzubringen. Es tut mir leid, aber eure Ansicht von Hundesprache kann ich einfach nicht teilen und damit müsst ihr leben. Deswegen muss man hier nicht versuchen sich zusammenzuschließen, und so wie es Sascha gemacht hat, mit klitzekleinen Bermerken, die man fast nicht lesen kann, aufzumischen. Das kommt ja einer Abstimmung gleich. Wer ist für die Methode? Hand hoch. Wer ist gegen Schopi? Hand hoch.

    Könnt ihr es nicht aushalten, dass hier ganz offen und ehrlich jemand sagt, was er denkt und dazu auch noch wiedersprochen hat? Ganz ehrlich, macht doch was ihr wollt.

  • Ich hab die ganze Zeit still mitgelesen, weil ich Staffys Ansatz sehr interessant fand. Wer nun wirklich Recht hat vermag ich nicht zu beurteilen, logisch betrachtet neige ich dazu, Staffy zuzustimmen. Ich vertrete sowieso die Meinung, das jedes Lebenwesen nur aus purem Egoismus heraus handelt, und auch wir Menschen nehmen uns da nicht aus.

    Zitat

    Meine Philosophie ist, dass ICH der beste Partner meines Hundes bin. ICH bins. Andere Hunde sind wichtig, der Hundekontakt auch, aber ICH bestimme, wann, wohin mein Hund gehen darf, nicht der Hund. Dennoch ist der Hund mein Parnter.

    Zitat

    Ich erwarte von meinem Hund, dass er nach mir guckt, nicht ich nach ihm. Dazu arbeite ich mit Spielzeug und Futter, nicht mit Zwangmitteln. Lernen und arbeiten sollte dem Hund Spaß machen. Dabei respektiere ich das Verhalten meines Hundes. Und wenn die einen Junghund erzieht und ihm klar macht, dass es so nicht geht, dann ist das ok. Vielleicht nicht für den anderen HH, aber wenn der seinen Hund nicht im Griff hat, muss er damit leben, dass es eben ein anderer Hund tut.

    Du nennst es deine Philosphie und das du eben anders denkst wie andere Hundehalter, aber ich konnte bei deiner Beschreibung nicht erkennen, was du so anders machst, als wir anderen. :???:

    Zitat

    Sicherlich ist es keine Kunst, Hunde zu lesen. Aber es kann nicht jeder, oder es wird absolut fehlinterpretiert.

    Und woher weißt du, das du um beim Thema Splitten zu bleiben, nciht absolut auf dem Holzweg bist, und das gezeigte Verhalten fehlinterpretierst?

    Zitat

    Ich bin nur überrascht, wie man hier kollektiv versucht eine gemeinsame Meinung zusammenzubringen. Es tut mir leid, aber eure Ansicht von Hundesprache kann ich einfach nicht teilen und damit müsst ihr leben. Deswegen muss man hier nicht versuchen sich zusammenzuschließen, und so wie es Sascha gemacht hat, mit klitzekleinen Bermerken, die man fast nicht lesen kann, aufzumischen. Das kommt ja einer Abstimmung gleich. Wer ist für die Methode? Hand hoch. Wer ist gegen Schopi? Hand hoch.

    Warum nimmst du eine Diskussion so persönlich? Nur weil die anderen eine andere Meinung vertreten und das auch so zum Ausdruck bringen? Jeder soll seine Meinung haben, aber manchmal sollte man über die eigene eben auch mal nachdenken und vielleicht korrigieren.

  • Jedem seine Meinung, wer dran glaubt mag doch so leben.

    Eine Frage, Schopenhauer.
    Ist der jetzige dein erster Hund ?
    Hast du je mehr als einen Hund gehabt ?

    Gruß, staffy


  • Das genau, ist auch meine Philosophie! :gut:
    Davon würde ich jedes Wort unterschreiben.

    Zitat


    Schwierige Hunde sind Charakterhunde, ich liebe sie. Sie denken und entscheiden selber. Das muss man händeln können.


    Du liebst meinen Hund!! Wie schön! :roll:

    Zum eigentlichen Thema: Ich glaube weiterhin, die Wahrheit liegt in der Mitte.
    MEINEM Hund gestatte ich meistens nicht zu splitten. Sie will sich oft wichtig tun.
    Das heißt aber nicht, dass ich es ihr verbiete, bei Junghunden erzieherisch tätig zu werden. Das macht Sinn.
    In dem Thema, sind Hunde untereinander besser, als es Menschen jemals sein könnten.

    Meine Meinung: Die Gründe für das Splitten unter Hunden, können unterschiedliche Motive haben. Ich halte die soziale Motivation in einer Situation, genauso für wahrscheinlich, wie die egoistische (Ruhebedürfnis, Dominanz austesten, ect.).
    Um das, in der jeweiligen Situation richtig einschätzen zu können, muß man vielleicht vor Ort sein.

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