Junghund knurrt mich an
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Hallo,
hab da mal eine Frage:Mein Hund (5Mon) ist es gewohnt, dass ich ihm (Spiel, Knabber und andere) Sachen mit "Aus" wegnehme.
War nie ein Problem, auch nicht bei Ochsenziemern oder Pansen.Heute hat er ein Stück gekochten Suppenknochen von mir bekommen, bin dann kurz raus und nach 5 Minuten wollte ich ihm den Knochen wieder abnehmen.
Hui, da hat er mich aber angeknurrt, ich hätte mich nicht getraut, den Knochen anzufassen. Weiß nicht, ob er nicht gebissen hätte. Klang jedenfalls sehr bedrohlich.

Hab ihn dann aus dem Raum geschoben und ihm die Tür vor der Nase geschlossen, sodass ich den Knochen weggeben konnte.
Das hat mich schon geschockt.
Soll ich ihm dann einfach den Knochen in Zukunft lassen oder muss er das lernen, mich nicht anzuknurren???Etwas ratlos.
Lillan - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo!
Also das hier:
ZitatHeute hat er ein Stück gekochten Suppenknochen von mir bekommen,
würde ich erst einmal sein lassen.
Knochen werden nach dem Kochen spröde und können leicht splittern, und dann wird es gefährlich für den Hund.
Wenn schon Knochen, dann bitte nur roh.
ZitatHui, da hat er mich aber angeknurrt, ich hätte mich nicht getraut, den Knochen anzufassen. Weiß nicht, ob er nicht gebissen hätte. Klang jedenfalls sehr bedrohlich.

Nun,
ich würde mal sagen, daß Dein Junghund nun in der Flegelphase ist. Er wird sich nun nicht mehr alles gefallen lassen und öfters seine Grenzen austesten.
Zitat
Das hat mich schon geschockt.Das glaube ich Dir gerne.
ZitatSoll ich ihm dann einfach den Knochen in Zukunft lassen oder muss er das lernen, mich nicht anzuknurren???
Nun,
ich tendiere ja eh dazu, daß, wenn mein Hund schon einen Knochen von mir bekommt, daß ich nicht ständig hinrenne und ihn ihr wieder wegnehme. Auch nicht, um dies "nur mal so trainiere".
Geschenkt ist nun einmal geschenkt!
Hat mein Hund ihren Knochen von mir bekommen, wird sie damit in Ruhe gelassen. Ganz einfach!Zum anderen würde ich mit dem Knurren auch aufpassen.
Klar, man liest viel darüber: Hund soll Menschen nicht anknurren!Aber,
wenn Du das Knurren nun "wegtrainierst", wirst Du am Ende viel größere Probleme haben, als die, die Du jetzt schon evenutell hast.
Das Knurren ist eine ganz deutliche Warnung vom Hund.
Würde er nicht mehr warnen können, dürfen, oder gar sollen, dann würde der nämlich sofort zuschnappen, oder gar beißen.
Und das wollen wir doch ganz bestimmt nicht?!Ich würde echt versuchen herauszufinden, ob da nicht etwas schief gelaufen ist bei Euch.
Das kann aber nur ein Trainer vor Ort machen. Der sich das Ganze mal anschaut und Dir dann hilft, Deinen Hund zu lesen und Euch beiden zusammen trainiert.Ich an Deiner Stelle würde dem Hund nicht mehr so viel geben, und ihm dann extra das "Aus" trainieren. Könnte sein, daß Du es ein wenig zu oft gemacht hast.
Besonders nicht, wenn es um Fressen oder um Kausachen geht!Ansonsten, würde ich mal mit Spielzeug versuchen zu Tauschen.
Also, wenn der Dir seinen Ball, sein Seil oder ähnliches gibt, bekommt der von Dir ein Superleckerchen, oder ein anderes SpielzeugSchöne Grüße noch
SheltiePower -
Also ich hab da ja ne andere Meinung
Ich will meinem Hund alles wegnehmen können, egal ob das Socken, der Ball oder eben ein Knochen ist. Ich verwalte, verteile und ziehe die Ressourcen auch wieder ein.Aber natürlich nicht von jetzt auf gleich.
Ich habe bei meinem Junghund von Welpenbeinen an getauscht. Wie hast du das AUS aufgebaut?
Ich habe nie einfach weggenommen. Er hat immer was dafür bekommen, entweder das gleiche oder eben ein anderes Spielzeug/Leckerchen was auch immer. Heute gibt er mir einfach alles.Ich würde noch mal von vorne anfangen mit dem AUS- Trainieren, und das möglichst positiv!
Es liest sich ein wenig so, als ob du Angst gehabt hättest? Geht ihr in eine Hundeschule?
Gibt es sonst noch Probleme?
LG
Arnie
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Ich kann mich Arnie nur anschließen! So würde ich das auch machen.
LG Eva
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Hallo,
momentan sind wir noch im Welpenkurs, ab Mitte April im Junghundekurs.
Ansonsten gibt es keine Probleme. War auch das erste Mal, dass ich ihn Knurren gehört habe.Dass ich ihm den Knochen wieder weggenommen habe, hatte einen Grund. Hab das im Natural Dogmanshipbuch von Jan Nibojer (oder so ähnlich) gelesen.
Hund soll Knochen bekommen, wenn Frauli weggeht (und dafür auf seinem Platz bleiben) und dann wenn Frauli wiederkommt soll der Knochen sofort weg kommen.
Damit einfach das Alleine Sein positiv besetzt werden.
Für mich klang das einleuchtend.
Ansonsten bin ich auch der MEinung, dass mir der Hund alles geben soll, wenn ich es verlange.
Einfach aus dem Grund, weil er auch mal Sachen schnappt, die einfach nicht für Hunde geeignet oder vorgesehen sind.Das "Aus" hab ich nach Anleitung meiner Trainerin trainiert: Leckerli über die Schnautze halten und "Aus" sagen. Er gibt die Sachen eigentlich für ein Leckerli immer her. Oder aber er bekommt sein Lieblingsspielzeug dafür.
Gegen den Knochen war mein 0815 Leckerli wohl doch nicht gut genug.
Danke für eure Antworten.
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Hallo,
ZitatIch will meinem Hund alles wegnehmen können, egal ob das Socken, der Ball oder eben ein Knochen ist. Ich verwalte, verteile und ziehe die Ressourcen auch wieder ein.
grundsätzlich ja nicht falsch, ABER für mich gibt es einen riesengroßen Unterschied, ob ich ihm eine Ressource zuteile, also gebe bzw. überlasse, oder ob der Hund sich etwas NIMMT.
Zitatziehe die Ressourcen auch wieder ein
Das tue ich nie. Warum auch? Ich hab's ihm überlassen, wo liegt (für den Hund) der Sinn darin, daß ich es ihm wieder abnehme? Gilt zumindest für Freßbares. Spieli ist wieder was anderes, da geht es um Spaß MIT Frauchen, Knochen kaut er alleine.
Etwas wieder herzugeben, was der Hund sich von sich aus nimmt, kann man trainieren. Gebe ich ihm was zu Kauen, lasse ich es ihm auch.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Ich verwalte, weil ich das will und kann. Und ich finde, das soll jeder halten, wie er lustig ist.
Es gibt immer nen Grund, für das Wegnehmen (wurde hier auch schon 100-fach diskutiert), und jetzt wird natürlich unterstellt, dass das 5 x mal am Tag passiert.
Das kommt vielleicht einmal im halben Jahr vor. Aber ich bin eben der Meinung, dass das gehen muss.
Es ist zumindest bei uns eine Vertrauenssache zwischen Hund und Halter. Wenn es wirklich mal vorkommt, schauen die Hunde ganz erwartungsvoll, was jetzt wohl passiert. Da gibt es keine Konflikte. Aber das ist erarbeitet.
Und nochmal: ich gesagt, ich sehe das so. Ich habe nicht gesagt, dass das das Alleinseligmachende ist
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Zitat
Es ist zumindest bei uns eine Vertrauenssache zwischen Hund und Halter.
Seh ich auch so. Allerdings halte ich es für eine übertriebene Erwartungshaltung, dass das schon bei einem 5 Monate alten Hund klappt. Sicher geht das bei dem einen oder anderen, aber grundsätzlich würde ich das in dem Alter noch nicht erwarten
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Zitat
Allerdings halte ich es für eine übertriebene Erwartungshaltung, dass das schon bei einem 5 Monate alten Hund klappt. Sicher geht das bei dem einen oder anderen, aber grundsätzlich würde ich das in dem Alter noch nicht erwarten

Richtig, der Hund ist dafür einfach noch zu jung. Lilly hätte das in dem Alter auch nicht freiwillig her gegeben, obwohl sie mich nicht angeknurrt hätte wäre sie immerhin mit ihrem Kauzeug abehauen oder hätte es zumindest versucht. Auch heute gilt noch: "Was ich dem Hund gegeben habe, gehört dem Hund und das darf sie behalten" aber sie spuckt mir sogar ihren Ochsenziemer auf Kommando vor die Füße, weil wir das geübt haben und sie weiss das es dann ein Leckerchen gibt.
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Ich halte es einfach nur für absolut alltagstauglioch, wenn ich jedem meiner Hunde einfach alles auch mal wegnehmen kann, auch, wenn es schon zur Hälfte an den Rachenmandeln vorbei ist
. Bei mehreren Hunden kann es immer zu einem Moment kommen, wo es besser ist, ausgeteilte Knochen oder Spielzeug oder von einem einzelnen Hund zur besonderen Ressource erklärte Gegenstände zu konfiszieren, damit es nicht zu zwischen-hündischen Streitigkeiten kommt.
Oder weil man eine Tablette im Futter vergessen hat.
Oder weil man versehentlich die Näpfe vertauscht hat und der eine gerade das teure Nierenfutter vom anderen frißt.
Oder, oder, oder....Aber ich erwarte nicht von meinen Hunden, dass sie das "einfach so" können und es sich einfach so gefallen lassen, sondern ich übe das ganz gezielt mit ihnen. Wobei einige Male, entweder in Form von Tauschgeschäften (gegen was noch besseres, wobei das aus Hundesicht so ne Sache ist...) oder in Form von kurz nehmen und gleich wiedergeben "geübt" wird. Das genügt erfahrungsgemäß, damit die Hunde dies problemlos mit sich machen lassen. Aber dennoch behalte ich immer im Hinterkopf, dass es eigentlich nicht "normal" ist für Hunde, sich alles mal wegnehmen zu lassen - was für mich bedeutet, dass ich den Hund z. B. anspreche, bevor ich mich hinhocke und die Hand zu seinem Napf ausstrecke oder, dass ich unsere Dogge, die gern mal Kuscheldecken als "drei, zwei, eins, meins" interpretiert mit einem "So, mein Mädchen, das genügt jetzt" anspreche und ihr die Decke wegnehme, ohne eine für sie bedrohliche Körperhaltung einzunehmen.
Ein Knurren in solch einem Moment bedeutet aus Hundesicht für mich mehr so ein "HM, ich will das aber gern behalten" und ich als Halter sollte in der Lage sein, den Hund überzeugen zu können, dass es ok ist, wenn ich ihm das DING trotzdem jetzt wegnehme.
Man weiß nie, wann man das braucht - das Haus brennt, aber wir können erst evakuieren, wenn der Hund mit dem Ochsenziemer fertig ist....
Fazit: Man sollte es nicht als selbstverständlich erachten, aber man kann es üben.
LG, Chris
- Vor einem Moment
- Neu
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