"Mich fragen, ob sie zum anderen Hund oder Mensch darf&
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Hallo Ihr Lieben,
Also, ich wüsste gerne mal, wie Eure Hunde so reagieren, wenn sie auf andere Hunde treffen. Ich meine, von dem ersten Entdecken, bis zum Kontakt oder auch Ausweichen, Weiterlaufen, etc.
Summer ist 8 1/2 Monate alt und steckt mitten in der Pubertät. Jeden Tag rechne ich eigentlich mit ihrer Läufigkeit. Generell hört sie gut, aber es gibt halt so Situationen, in denen ich einfach gerne noch souveräner reagieren würde. Das ist auch der Grund, weshalb sie zur Zeit an der Schleppe läuft.
Wenn Summer einen anderen Hund nur erahnt, wird sie ziemlich wuselig...
juhuu...spielen...! Eine gewisse Strecke kann ich dann noch mit ihr zurücklegen (in Richtung des anderen Hundes), aber ihr Adrenalin steigt und die Ohren sind so sehr auf Durchzug gestellt, das es mich manchmal um den Verstand bringt 
Ist der andere Hund noch ca. 25 Meter entfernt, legt sie sich entweder hin, oder steht in der Leine. Somit macht sie uns ein entspanntes Weiterkommen total unmöglich. Also gibt es immer nur 2 Möglichkeiten, entweder ich löse auf und sage ihr, dass sie gucken, bzw. spielen darf, oder ich stehe mit dem Fuss auf der Schleppleine, sage ihr ein Bleib und hoffe, dass der andere Hund entspannt passiert.
Wie bekomme ich sie dazu, mich zu "fragen", ob sie zu dem anderen Hund darf, bzw. wie schaffe ich es, dass sie auch in solchen Situationen entspannt bei mir laufen kann, absitzt, und ich sie dann losschicke.
---> Bin ich zu perfektionistisch, weil ich dieses Bild vor Augen haben? Vielleicht erwarte ich einfach zuviel von ihr, und die Zeit wird es bringen?
Danke für Eure Antworten!
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das von dir erwartete "fragen" ist menschlich gedacht!
der hund aber ist ein tier und reagiert!
was du machen kannst ist am gehorsam arbeiten so das ein fremder hund nicht gleich am rad drehen bedeutet!
lg
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Ich hab das so trainiert, daß ich bei Hundesichtung meine Hunde erst kurz ranrufe und das mit Futter bestätige. Erst auf mein "ok" dürfen sie dann hin. Beim Großen klappt das super, aber auch die Kleine hat's schon zu 99% kapiert. In der Regel dürfen sie ja hin. Und vorher noch einen kleinen Imbiß zu nehmen, das finden sie völlig in Ordnung

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Zitat
das von dir erwartete "fragen" ist menschlich gedacht!
Öhm warum?
Wenn man Hunde beobachtet, "fragen" sie ziemlich oft, lassen es aber irgendwann sein, wenn keine Reaktion darauf erfolgt....
Du übst "trocken" das Kommando "schau" (o.ä.), wenn das 100% klappt, gehst du auf Hundebeobachtungskurs (der andere Hund sollte zu sehen sein, aber weit weg), lass deinen Hund gucken, gib das Kommanfo "schau", wenn sie guckt gibts es eine Belohnung.
Genauso kannst du verfahren, wenn sie Kontakt aufnehmen darf, gucken lassen, zum Gucken auffordern udn dann gibts das Okay als Belohnung.
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Ich will auch, dass meine Hündin nicht unkontrolliert zu andern Hunden rennt. Sie kriegt von mir die Erlaubnis zu gehen, wenn es angebracht ist, ansonsten leine ich sie an.
Sieht sie einen Hund, geht sie ihm etwas entgegen und setzt sich dann, mittlerweile geschieht das ohne Hörzeichen. Ich gehe zu ihr, fasse kurz und leicht ihr Halsband und gebe ihr das Freizeichen. So habe ich immer die Möglichkeit, meinen Hund anzuleinen. Leckerli gibts keine, die Belohnung ist ja der Freilauf. Verbale Bestätigung beim Anhalten und Sitzen hingegen schon.Ist sie angeleint und ein Hund kommt frei entgegen, dann lasse ich sie erst sitzen und gucken, dann erst ist sie frei.
Treffe ich mich mit einer Hundekollegin, dann kommen wir einander mit angeleinten Hunden entgegen und es gibt erst ein paar Leinenübungen: Laia muss dann bei Fuss gehen bis wir die anderen erreicht haben; sobald sie zieht, gibts eine Kehrtwende und einen neuen Versuch. Wir begrüssen uns - dabei bleiben die Hunde im Sitz. Es folgen ein paar kleine Abrufübungen, erst dann gibts Freilauf.
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Schäferschnauze
Also, ich denke nicht, dass das vermenschlicht ist... Sie hat es ja auch gelernt, mich zu fragen, ob sie fressen, aus der Haustür gehen, etc. darf. Erst wenn Sie meine Bestätigung hierzu bekommt, weiß sie, das es in Ordnung ist.Am Grundgehorsam arbeite ich jeden Tag, es ist ja nicht so, dass sie macht, was sie will. Bloß diese Nuss mit den anderen Hunden konnte ich noch nicht knacken...liegt wahrscheinlich auch an mir...

CorinnaS
Das mit dem Ranrufen klappt bei Hundesichtung aber nur noch bedingt. Obwohl sie sonst, z.B. im Spiel, beim Schnüffeln, etc. mittlerweile sehr gut abrufbar ist. Rufe ich sie aber zu mir, wenn sie den anderen Hund schon sieht, besteht die Gefahr, dass mein Komando im Winde verweht, und das ist ja genau das, was ich nicht möchte, denn damit mache ich mir ja mehr kaputt, als dass ich es verbessere.
Anders ist es natürlich, wenn ich den Hund zuerst sichte. Dann kann ich sie ohne Probleme zu mir rufen, sie durch andere Komandos oder Suchspielchen ablenken, dann absitzen lassen, auf den Hund warten und dann ins Spiel schicken...das ist der Idealfall, denn das klappt natürlich mit und ohne Leine.Wie weit sind denn die Hunde bei Deiner Sichtung noch voneinander entfernt? Klappt das auch noch bei einer kleinen Distanz?
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Meiner ist ja in etwa gleichalt, jetzt ist er zwar eigentlich ganz entspannt bei Hundebegegnungen, dennoch habe ich von Anfang an so geübt, dass er auf jeden Fall NICHT zum Erfolg kommt, wenn er UUUUNBEDINGT etwas will.
D. h. wenn er nach vorn will, wenn er zum anderen Hund hinwill, dann werd ich nen Teufel tun und ihn frei geben.
Auch wenn Mücke bereits loslaufen darf ( ich weiss, ist gemein ) und hallo sagen darf, MUSS er sich zurücknehmen und mich wahrnehmen. ERst wenn ich sehe, dass ich wieder präsent bin bei ihm ( was nicht heisst, dass ich ihn ablenke) , wenn sein Körper nicht mehr gespannt ist, wenn der Schwerpunkt wieder nach hinten geht, DANN darf er laufen.
Hört sich irgendwie komplizierter an, als es ist...glaub ich

Das mach ich im Prinzip mit allen Dingen so. Erst, wenn er sich zusammenreißt, dann stellt sich der Erfolg ein

Das was ich beschreibe ist im Prinzip die Selbstkontrolle, die der Hund über sein Handeln hat, die sich natürlich in der Leinenführigkeit und generell in allen Situationen mit hoher Reizlage widerspiegeln.
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Klar, das ist wirklich schwierig! Du könntest es konsequent mit SL üben, um es auch wirklich durchzusetzen.
Für mich ist es eine Frage der Sicherheit. Ich brauche einfach eine Möglichkeit zum Einwirken, falls Gefahr vom andern Hund drohlt. Und meine Hunde würden ja auch keinen Unterschied machen, ob der andere nun angeleint oder frei ist.Bei Kalle klappt es auch auf kurze Distanz. Ihn kann ich dann auch ohne Leine gut bei mir halten. Allerdings haben wir das auch "ewig" trainiert. Ich fand das so ziemlich das schwierigste Kapitel im Bereich Rückruf (nebst Wild). Bei Lilo schaffe ich es auf kurze Entfernung noch nicht, da muß ich noch viel üben. Aber die ist ja man grad knapp 6 Monate alt.
Bleib am Ball! Auch wenn es lange, lange dauert.
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Hallo,
das mit den Hundebegegnungen ist bei uns auch gerade unser tägliches Training.
Diego darf eigentlich zu keinem Hund ohne zu fragen.
Ich habe ihm das Kommando "warte" beigebracht, was bedeutet, dass er sich in meiner unmittelbaren Nähe aufhalten soll. Wenn er mich dabei anguckt, gibt es eine Belohnung. nach dem 2. 3. oder 4. Mal gebe ich ihn frei. Das haben wir zuerst ohne Hunde geübt.
Mittlerweile üben wir es auch mit Hunden und er läuft zu keinem Hund einfach hin. Und er darf auch nur hin, wenn ER Blickkontakt aufnimmt. Wenn er das nicht tut, gehe ich mit ihm am Halsband an dem Hund vorbei und er darf gar nicht hin. Ich achte allerdings darauf, dass ihn frei laufende Hunde dann nicht bedrängen oder von hinten schnüffeln kommen.Wir üben zur Zeit noch daran, dass ich nicht mehr soviel eingreifen muss, sondern, dass er sich noch mehr auf mich konzentriert.
Sprich, dass wenn ich eben nicht will, dass er zu einem Hund geht, dass er ohne murren und mucken einfach dran vorbei geht.
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Zitat
das von dir erwartete "fragen" ist menschlich gedacht!
der hund aber ist ein tier und reagiert!
was du machen kannst ist am gehorsam arbeiten so das ein fremder hund nicht gleich am rad drehen bedeutet!
lg
Ob menschlich gesehen oder nicht, sie haben zu fragen und sie tun es. Entscheide ich, dass kein Konatkt stattfindet, ist es ok und wir gehen weiter. Laße ich den Kontakt zu, gehen sie hin. Die Entscheidung liegt bei mir.
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