Weitermachen oder umdenken?
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Hallo,
sehr interessanter Fred, wo ich solche probs mit meiner Fußhupe auch kenne. Sie war ein Fundhund aus dem TS, hat vorher nicht bei menschen gelebt. Sie ist auf mich und in zweiter linie auf meine kleine Tochter fixiert.
Es sorgt inzw. für allg. Heiterkeit, dass dieser Hund permanent hinter mir hertappelt. Ich sag immer, ich hab nen klettverschluß am Bein.
Insges. ist das etwas besser geworden, sie muss jetzt nicht IMMER mit, meist aber doch.
Wo ich das hier so lese scheint mir, sie ist auch ein kontrollfreak. Sie hat nämlich anfangs mal nach Kids geschnappt, die an ihr vorbeigerannt sind. Barry, hier aus dem Forum war ein paarmal hier und meinte, sie massregelt die kids, weil sie sich nicht so verhalten, wie sie das möchte.
Könnte es sein, dass beides zusammenhängt? Da sie ein Kontrollfreak ist muss sie alles maßregeln, was sich ihrer meinung nach falsch benimmt?Könnte es sein, dass Dein Hund Fahrradfahrer und Jogger maßregeln will, eben weil sie sich "falsch" benehmen und er "Kontrolle" ausüben will?
Ich meine das hier wirklich als Frage. Das kam mir gerade so in den Sinn, als ich meine Hündin und Deinen Hund verglichen habe.
Wenn dem so wäre, müßte ich wohl das Hinterherlaufen unterbinden, oder?
LG Claudia
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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gern geschehen
ich hoffe es bringt dir was -
wildsurf
Ja, ich denke, dass es mir schon helfen wird, wenn mich jemand in der kritischen Situation beobachtet und aufzeigt, was und warum in dem Moment bei uns falsch laeuft.hotelmama
Ja, Kontrolleure halten sich dafuer verantwortlich, dass Ruhe herrscht und sie immer vornedran sind, wenn und wo was passiert. Von dem wie du deinen Hund beschreibst, sehe ich da schon Parallelen. Sie fuellen eine Rolle aus, fuer die ihrer Meinung nach jemand zustaendig sein muss, auch wenn sie selber total unsicher und damit ueberfordert sind. Und wenn sie nicht schaffen, allein durch ihre Anwesenheit das Geschehen zu beherrschen, kommen sie durchaus auch auf die Idee, koerperlich zu massregeln. Meiner hat das frueher auch versucht (bei meinem Vater, der Hunden gegenueber etwas unsicher ist), und da hatte ich auch ueberhaupt keine Skrupel, ihn massiv und nachhaltig in seine Schranken zu weisen (weil sowas geht gar nicht!). Vielleicht weil es da so klar und offensichtlich war, dass der Hund sich ohne Stress und koerperliche Not ne ungeheure Frechheit herausnimmt.Bei den Radfahrer-Geschichten war mir das nicht so klar, und da habe ich eben geglaubt (und wurde mir von der Trainerin auch so vermittelt), dass der Hund in dem Moment nichts dafuer kann, dass er Stress hat etc. und dass man durch Ignorieren und postitive Bestaerkung zum Ziel kommt. Aber wie gesagt, wir doktern nun schon viel zu lange daran herum, und ich sehe inzwischen auch, dass es das nicht sein kann.
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Hallo,
oh ja, wir doktern auch. Erschwert dadurch, dass die hündin schon 2 war, als wir sie bekamen, also erwachsen.
Als erstes hat sie den Rüden untergebuttert.Wir Menschen in der Familie sind alle toll, aber anfangs wurde alles, was draussen herumlief angekeifft. Besonders in direkter Nähe zu unserem Haus.
Barry meinte damals, ich soll sie zurückschicken, sobald ich merke, dass sich etwas anbahnt, also ein Fußgänger am Horizont
.
Fand sie anfangs doof und wollte sich an mir vorbeischlängen (ist auch nicht einfach so einen zwerg abzublocken, die wuseln sich extrem schnell vorbei).
Aber es hat zum Erfolg geführt. Nicht sofort, die ersten Male kam sie vorgeschossen, wenn der passant dann da war, aber nach ein paar Tagen war sie ganz zufrieden damit, dass ich die "Wache" übernehme.Bei meiner kleinen Tochter klappt das nicht. Die beiden lieben sich abgöttisch. Der Hund tanzt tatsächlich auf den Hinterbeinen und quietscht wenn sie nachhause kommt, aber meint halt auch die Verantwortung für das kind übernehmen zu müssen. Eine 10-jährige schafft es auch einfach nicht konsequent und bewußt mit dem hund zu arbeiten, damit es bei ihr auch klappt (meine 10-jährige jedenfalls nicht
)Da haben wir noch zu tun. Aber wenigstens sind die meisten Dinge deutlich besser geworden und Besuch wird auch nicht mehr gefressen.
LG Claudia
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Ich habe mal drübergelesen und musste ein bisschen Schmunzeln. Du schreibst zwar, dass einige Probleme besser wurden, aber in meinen Augen ist es nur eine Problemverschiebung. Ist das eine weg, kommt eine Neues.
Ich würde Dir auch zu dem Vorgehen wie Staffy schrieb raten.
Vor lauter Bemühungen den Hund gut zu erziehen scheinst Du vergessen zu haben, dass Hunde nicht 24 Stunden am Tag die erste Geige spielen.
Übrigens ist es oftmals Folge, dass Hunde, die sehr "frei" erzogen wurden an bestimmten Stellen hochfahren und sich nicht mehr einbekommen. Liegt ja auch nah - sich zurücknehmen und auch unter Stress mal nicht hochzugehen wird da ja selten bis gar nicht geübt.
Viele Grüße
Corinna -
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Hallo Corinna (& all)
Hm, Problemverschiebung trifft es nicht ganz. Was Neues kommt ja nicht wirklich dazu, sondern nur die ganzen alten Sachen wieder... und wieder... und wieder...

Aber du sagst es, vor lauter den Hund perfekt erziehen wollen, nehm bzw nahm ich ihn wohl zu wichtig. Es trifft mich z.B. ziemlich persönlich, wenn mein Hund mich nervt und bei Radfahrern ausrastet, und ich kann dann auch Kritik an ihm schwer nur ertragen. Aber das ist eher ein persönliches Problem (jeder trägt sein Kreuz...) und liegt nicht am Hund.
Ich bin ja auch nicht beratungsresistent, sondern tu mich eher schwer, eine Veränderung der Einstellung auch in schweren Zeiten durch zu ziehen (sprich: Stress im Job, oder alle starren mich an in der Fussgängerzone, oder einer schimpft mich Tierquäler weil ich den Velo-Stalker schimpfend am Geschirr zurückreisse damit niemand vor Schreck vom Rad fällt
). Da verlässt mich einfach der Mumm, weil ich mir in dem Moment eben nicht mehr 100pro sicher bin, ob ich das Richtige tue.Aber - wir können auch anders. Ich hab nämlich die Empfehlungen von staffy postwendend durchgezogen, und mein Partner (sonst noch ein grösserer Wattebauschjongleur als ich
) zieht tapfer mit. Wir haben beschlossen, wir wollen das nicht mehr, und der Hund hat sich anzupassen, fertigaus.Und jetzt genier ich mich fast, weil es so einfach war, aber: Er verfolgt mich seit Tagen nicht mehr. Er bleibt auf seinem Platz. Ich klingel an der Haustür und er bellt nicht mehr (dasselbe wenn jemand anderes klingelt). Ich gehe auf Arbeit aus dem Büro und hol mir nen Kaffee, er bleibt auf seinem Platz ohne dass ich etwas sagen muss. Wenn jemand auf dem Flur rennt, bufft er höchstens noch, aber bellen ist nicht mehr. Er geht auf meinen Fingerzeig anstandslos in den Korb und bleibt dort. Zwischendurch auf Arbeit hab ich irgendwie ganz vergessen dass er da war... Ach ja, und wenn ich kuscheln will befehle ich ihn gnadenlos aufs Sofa, puhle gnadenlos an ihm herum, und dann wieder tschüssikovski ab in Korb.
Leut, ich seh ja auch, dass es erschreckend einfach ist. Aber habt bitte Verständnis, dass manche Leute den einfachen Weg erst nach vielen Umwegen finden, oder erst dann wenn ihnen die guten Ausreden ausgehen.
Ich glaube trotzdem nicht, dass wir die Radfahrer-Geschichte allein optimal in den Griff bekommen, weil ich Schwierigkeiten habe, souverän und konzentriert mein Ding durchzuziehen, wenn ich merke dass mich Leute anstarren und denken entweder der Hund ist plemplem oder ich. Das ist leider momentan noch so, drum brauch ich ja auch nen Trainer

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das tönt doch super
schön dranbleiben! Der kleine Herr hat anscheinend bereits kapiert dass ein neuer Wind weht 
Also ich finde es super dass du nach Lösungen suchst und dran bleibst! Da gibt es nichts zu kritisieren... jeder fängt mal an, jeder Hund ist anders etc.
Und glaub mir, "unsere" HuSchu in Ehren (du weisst von wem/was ich spreche) aber hätte ich das Wissen dort erhalten, das ich jetzt beim Trainer bekomme... wir hätten diverse Probleme gar nicht erst gehabt bezw. bereits als Junghund gelöst.
Jänu, man lernt nie aus
Wir haben auch ein paar Umwege gemacht - war etwas steinig dort
aber jetzt sind wir auf Kurs.Wirst sehen, das klappt schon!
p.s. warst du gestern im Irchelpark unterwegs Richtung Wald? Ich hab gerade platz und Triebunterbruch mit Caron geübt am Bach, hatte ne sehr grüne Jacke an..
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Hoi Kathrin,
Ja, das waren wir gestern. Ich hab euch auch erkannt, aber wollte nicht stoeren, weil ich gesehen habe, dass ihr arbeitet
. War auch ganz schoen glatt auf dem Weg...Hm, ja, ich denke schon, dass Milo was geschnallt hat. Aber ich will nicht zu begeistert toenen, immerhin besteht das Problem draussen ja noch (angerufen in Bremgarten habe ich noch nicht, ich kalkuliere noch, ob ich mir diesen Monat noch die Stunde leisten kann, aber glaube schon).
Mein Freund meinte am Wochenende allerdings auch, dass ich Kommandos praeziser und kompromissloser gebe als vorher, und viel weniger mit dem Hund "diskutiere". Da er uns nur an den Wochenenden sieht, faellt ihm eine Aenderung natuerlich eher auf als mir.
Also toitoitoi, wir bleiben dran.
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Zitat
Aber ich will nicht zu begeistert toenen, immerhin besteht das Problem draussen ja noch ...
Das kann auch nicht alles auf einmal funktionieren, soll es ja auch gar nicht.
Erstmal: Schön, daß du angefangen hast etwas zu verändern und ja, es ist einfach. Und zwar deshalb, weil man endlich mal deutlich mit dem Hund kommuniziert, sagt, was man meint und sich auch mal durchsetzt. Einfach eine klare, verständliche Sache.
Dein erster Schritt ist schonmal erfolgreich, aber enorm wichtig für den Rest. Jetzt schaut Milo schon anders, nimmt dich ernster und fragt bei manchem gar nicht nach.
Dort, wo du vorher gar nicht mehr an ihn herankamst, da wirst du jetzt (natürlich immer noch rechtzeitig reagiert) schon leichteres Spiel haben.Der nächste Schritt wären jetzt die "Ersatzkonflikte", einfach mal Dinge, die er gerne tuen würde, die du aber nicht willst, zu deinen Gunsten, ohne Diskussion durchsetzen. Was das ist ... ja, da fehlt wieder der Trainer vor Ort, der aus eurem Alltag Dinge sieht, die man dafür nehmen kann.
Ich würds erstmal so weiter durchziehen. Draussen, wenn möglich, rechtzeitig reagieren und, wenn nicht möglich, ohne viel TamTam aus der Situation gehen. Reagieren ohne etwas zu erreichen ist ungünstiger, als mit einer "mir egal" Einstellung und keifendem Hund weiterzugehen.
Gruß, staffy
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Danke, staffy, fuer deine Einschaetzung und die Tips.
Ja, ich denke auch, dass wir auf einem guten Weg sind. Auch wenn er scheinbar manchmal nicht so beeindruckt ist, wie ich mir das wuensche, kommt wohl einiges anders bei ihm an als vorher.
Er ist ja nicht doof, tut aber gerne so. Letzte Woche sprang er z. B. beim Befehl "ab in die Kiste" manchmal vorher noch wie ein Bloeder ueber die Kiste, in die Kiste, wieder raus und drumherum ("was, Kiste? was ist eine kiste? meinst du diese kiste? soll ich rein in die kiste? oder raus? oder so? oder was?"). Da hab ich ihm das halt jedes Mal noch lang und breit "erklaert". Jetzt schnipp ich einmal mit dem Finger, zeige drauf und klar ist, weil er sprintet los und wirft sich in die Kiste. Denn wenn er nicht gleich geht, wird er wortlos gegangen :sm: .
ZitatDraussen, wenn möglich, rechtzeitig reagieren und, wenn nicht möglich, ohne viel TamTam aus der Situation gehen. Reagieren ohne etwas zu erreichen ist ungünstiger, als mit einer "mir egal" Einstellung und keifendem Hund weiterzugehen.
Das ist glaub ich fuer mich der ultimative Ratschlag, danke. Zumindest bis ich MEIN richtiges Verhalten mit nem Trainer ueben kann. Ich hab naemlich KEINE LUST mehr auf dieses Theater, hektisch nach Leckerchen suchen, den Hund herlocken und unter beschwoerenden Worten abwarten, bis Feind endlich weg ist, dann supidupi und Party machen....
Versteht mich nicht falsch. Ich hab das Monate lang gemacht und bin eigentlich total fuer positive Bestaerkung. Aber was ich mittlerweile festgestellt habe: mein Hund ist kein Welpe mehr, und er ist alles andere als geistig unflexibel. Er will in der Situation nun mal lieber keifen und hetzen, und wir muessen ueben, dass er das nicht darf, und nicht, dass etwas anderes (sprich ich mit meinen Leckerchen) toller und spannender ist. Isses naemlich nur, wenn er ganz dollen Hunger hat, oder muede ist oder wenn es regnet (dann ist eh alles doof) :sauer:
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