Notfall beim Hund - wie weit würdet ihr gehen?

  • Die Frage geistert mir schon seit einiger Zeit im Kopf rum.

    Ich lese immer mal wieder "Hund hat Ball oder ähnliches verschluckt und ist daran erstickt" oder "Hund wurde von Wespe in den Rachen gestochen und ist erstickt".

    Wie weit würdet ihr gehen um eurem Hund zu helfen? Wenn der Hund einen Ball geschnappt hat und droht daran zu ersticken, gibt es ja die unterschiedlichsten "Empfehlungen" wie zB Hund ins Maul greifen und versuchen den Ball zu fassen. Jetzt habe ich schon das ein oder andere Mal gelesen, dass der Ball dermaßen tief und fest im Rachen sass, dass kein Rankommen war, bzw. der Ball auch so glitschig war, dass er nicht zu fassen war. Und was mach ich wenn ich nen kleinen Hund hab?

    Oder Hund wurde in den Rachen gestochen. Innerhalb von Sekunden schwillt der Rachenraum so an, dass der Hund keine Luft mehr bekommt.

    Oder bei einer Magendrehung. Mir wurde gesagt, dass der Hund nicht an der Magendrehung selbst verstirbt bzw. versterben kann, sondern an dem "Aufgasen".

    Deshalb nochmal die Frage. Wie weit würdet ihr gehen. Würdet ihr zB einen Luftröhrenschitt machen um die Chancen von Null auf wenigstens ein bißchen zu erhöhen? Auch wenn die TA empfehlen, da die Finger weg zu lassen?
    Würdet ihr den "aufgegasten Bauch" anstechen?

  • Theoretisch würde ich ja sagen :???:

    Ich hab diverse "Erste Hilfe" Kurse gemacht, das hilft zumindest für die grobe Einschätzung was man machen kann.

    Hätte ich ein solch dringendes Problem, ich würde versuchen irgendeinen meiner TÄ zu erreichen und mir zumindestens beratende Hilfe zu holen (wenn die Fahrt zulange dauern würde). Ich glaube im Notfall würde ich auch einen Luftröhrenschnitt machen - hätte nachher aber garantiert Alpträume :sad2:

    Meine TÄ hatte es beim Gassi bei der eigenen Hündin und mußte sich mit dem helfen, was sie hatte (der klassische Kugelschreiber im Hals) ... Ich möcht aber nie in so eine Situation kommen.

    Gruß, staffy

  • ich denke in der tiefsten verzweiflung würde ich auch alles machen, hab aber nicht wirklich ahnung davon und würde vorher intensivst versuchen anderweitig hilfe zu bekommen.
    aber ich denke im notfall macht man einfach alles (obwohl ich sonst auch kein ml blut sehen kann)

  • Das ist mal eine gute Frage und meine Alpträume :/

    Bei einem Insektenstich in den Hals habe ich mal gelesen man soll einen Gummischlauch einschieben (aber wie krieg ich den da rein) :headbash:
    und vor allem, wo bekomme ich den so schnell her :???:

    Bei einem Ball das stell ich mir schlimm vor, wie soll man den raus bekommen?
    Ich würde wahrscheinlich auch ganz schnell versuchen einen TA zu erreichen.

    Ein Horror das ganze :gott:

  • Hallo,

    ich denke ich würde auch einen Luftröhrenschnitt versuchen, bevor er mir in den Armen erstickt.

    Zum Thema Ball: Mein Hund hat keine Bälle ohne Noppen oder Band, das verringert diese Gefahr. Er darf auch nicht mit Stöckchen spielen. Bin da halt vorsichtig.

    Bei Magendrehung wüsste ich nicht was ich tun kann, außer TA.

    lg
    Angela

  • http://www.ike-jocca-mohnwiese.de/start.htm

    Geht mal auf der Seite auf Jocca und dann auf Gedenkseite.
    Das ist der konkrete Grund weshalb ich gefragt habe. Da bin ich gestern drüber gefallen.
    Der Hund hat den Ball auf dem Feld gefunden :zensur: und sie bekam ihn nicht mehr raus. Sie hat 1 Stunde um das Leben des Hundes gekämpft.

    Allein der Gedanke, alleine auf weiter Flur, keine Hilfe weit und breit und ich muss hilflos zusehen wie mein Hund erstickt.

    Ich hab auch schon Bälle mit ner Schnur gehabt. Die hatte Otto so fest gepackt, dass die Schnur rausgeflutscht ist, deswegen gibts nur noch große Bälle.
    Künftig werd ich also auf jeden Fall zusätzlich zu Leckerlie, Kacktütchen, Clicker etc. auch noch ein Taschenmesser mitnehmen. Und v.a. ein funktionsfähiges Handy

  • Grundsätzlich würde ich mal sagen: Ja, in verschiedenen Notfall-Situationen würde ich tun, was getan werden muss. Woran ich scheitern würde wäre wahrscheinlich, dass ich bei so manchen Dingen nicht wüsste, WAS ich tun kann. Deshalb habe ich immer ein Handy dabei, immer aufgeladen und die Nummern von Haustierarzt und Klinik abgespeichert.

    Gott sei Dank habe ich von meiner Mutter "geerbt" in solchen Situationen den Überblick zu behalten. Der Nervenzusammenbruch kommt bei mir immer erst hinterher, wenn alles schon gelufen ist. Kann auch schonmal Stunden später sein...

  • Ich habe zwar auch Erste Hilfe Kurs am Hund gemacht, aber ich würde sicherlich nicht meinem Hund den Bauch aufschneiden. Ins Maul langen würde ich noch. Da hab ich auch schon was rausgeholt.

    Wespenstich bzw. Bienenstich hatten wir auch schon, da schwoll Hund auf wie ein Nilpferd und bekam Atemnot.

    Also ganz ehrlich, solange es geht und einer in der Nähe ist, würde ich den TA oder die Tierklinik anrufen (sollte man vorher immer tun) mein Hund einpacken und los fahren. Sofort.

    Beim Wespenstich gibt es aber auch Nodfallmedikamente, die man auch selber zur Erstversorgung verabreichen kann.

    Mein Hund hatte mal nen Stock in den Hals bekommen und sich die Rachenmandel erstochen. Da gabs nur eines, Hund ins Auto und zum TA fahren. Dank Not-Op ging alles gut.

    Einen Erste Hilfe Kurs für den Hund kann ich jedem ans Herzlegen. Werde demnächst wieder einen machen.

    Ball im Hals? Entweder rausholen oder versuchen mit dem nächstbesten Auto zum Ta zu kommen. Meine Bälle sind alle so groß, dass der Hund sie nicht verschlucken kann. Und gefundene Bälle darf sie nicht nehmen.

    Ein Handy sollte man an sich immer dabei haben, hab ich aber auch nicht immer.

  • Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich machen würde, natürlich würde ich irgend wie versuchen meinem Hund zu helfen. Als ich das hier gerade gelesen habe, habe ich Paco's Tennisball auf den Tisch gelegt, damit er erst einmal nicht mehr damit spielen kann.
    Aber ich kann ja meinen Hund nicht vor allen möglichen Gefahren schützen :???: Es kann so vieles passieren und an einige Sachen denkt man wahrscheinlich gar nicht, man kann auch nicht auf alles vorbereitet sein.
    JayJay hat sich damals als Junghund im Wald fast an einem umgefallenen Baumstamm aufgespießt. Ich konnte den spitzen Ast nicht sehen, weil er auf der anderen Seite des Baumstammes war und habe ihn gerufen... Es war Glück, das er nicht im vollen Lauf gekommen ist, sonst wäre das Ding wahrscheinlich durch seine Brust durch... so hat er nur eine tiefere Schramme abbekommen... aber er hat so geschrien, das werde ich nie vergessen...
    Das kam mir jetzt gerade in Gedanken, auch da hätte ich ihn nicht schützen oder wirklich helfen können.

    Was die Hilfe angeht:

    Als "Laie" hat man doch aber gar nicht das Wissen, wo man diesen Schnitt setzen müßte oder wo man in den aufgeblähten Bauch stechen kann, ohne das man andere lebenswichtige Organe oder Arterien verletzt. Zumindest ich wüßte es nicht... :???:

  • Schoppenhauer, was für Medikamente verabreichst du deinem Hund bei einem Wespen-/Bienenstich?? Bekommt man die frei in der Apotheke oder müssen die vom TA verschrieben werden?? Aaron reagiert allergisch auf die Stiche. Dieses Jahr hatten wir noch die Zeit, zum TA zu gehen.

    Danke dir schon mal im Voraus.

    Noch kurz zum Thema: Da ich ich der Typ bin, der bei sowas eher umfällt, ist mein Erstes, was ich mache, den TA anrufen (Handy hab ich immer bei). Da ich auch öfters allein mit Aaron gehe, kann ich nur hoffen, dass er nie so verletzt wird, dass ich ihn transportieren muss, denn das ist bei 35 kg ziemlich schwer. Einen Luftröhrenschnitt o. ä. könnte ich nie machen. Da fehlen mir auch einfach die anatomischen Kenntnisse.

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