Notfall beim Hund - wie weit würdet ihr gehen?
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Als unser Doggenrüde seine Magendrehung hatte, ist glücklicherweise alles gut gegangen und wir waren schnellstmöglichst in der Klinik (wobei wir nicht hirnlos andere gefährdend gefahren sind, aber ca. 20 Verstöße gegen das Straßenverkehrsrecht unterwegs bewußt in Kauf genommen haben...).
Eine Woche später lag zu derselben Uhrzeit (in aller Herrgottsfrüh..) ca. 50cm Neuschnee - im Fichtelgebirge und die TK ist ca. 30 km entfernt...
Trotz großer Geländewagen mit entsprechender Ausrüstung, wäre eine Notfall-Fahrt unter solchen Bedingungen eine Katastrophe gewesen.
Und die Zeit bis zur Klinik-Ankunft hätte sicher nicht ausgereicht.Für solche Fälle sind wir jetzt vorbereitet.
Ich bin Rettungsassistentin und Intensiv-Pflegekraft, also in Sachen Notfallmedizin gewappnet.
UND gleichzeitig durch Fortbildungen und Ausbildung als Tierphysiotherapeutin und THP soweit anatomisch bei den einzelnen Tierarten gefestigt, dass ich weiß, wo sich was befindet und im Notfall auch entsprechend sicher reagieren kann.Da wir immer Doggen dabei haben und die MD immer über einem schwebt, haben wir die Notfall-Ausrüstung, um im aller-äußersten Notfall durch eine Punktion der Aufgasung das nötige Zeitfenster bis zum Erreichen der Tierklinik herzustellen. Plus Kreislauf-Stabilisierung durch Infusionen und alles, was nötig wäre, um mit solch einem Tier die Klinik noch lebend erreichen zu können.
Noch ein allgemeiner Hinweis - Handy hat man heutzutage doch eh fast immer dabei und wenn ich irgendwo in der Pampas bin und es ist irgendwas und ich weiß nicht, wie ich richtig reagiere, Tierklinik anrufen und sich telefonisch Handlungs-Rat geben lassen.
Ich wünsch uns allen, dass unsere Zivil-Courage nie nötig sein wird.
LG, Chris
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Ich würde alles unternehmen was in diesem Moment nötig wäre. Sei es eine Tracheotomie bei angeschwollenem Rachen oder Mund zu Nase-beatmung bei Atemstillstand.
Alles, was mir möglich wäre, würde ich tun. -
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Die Frage geistert mir schon seit einiger Zeit im Kopf rum.
Ich lese immer mal wieder "Hund hat Ball oder ähnliches verschluckt und ist daran erstickt" oder "Hund wurde von Wespe in den Rachen gestochen und ist erstickt".
Wie weit würdet ihr gehen um eurem Hund zu helfen? Wenn der Hund einen Ball geschnappt hat und droht daran zu ersticken, gibt es ja die unterschiedlichsten "Empfehlungen" wie zB Hund ins Maul greifen und versuchen den Ball zu fassen. Jetzt habe ich schon das ein oder andere Mal gelesen, dass der Ball dermaßen tief und fest im Rachen sass, dass kein Rankommen war, bzw. der Ball auch so glitschig war, dass er nicht zu fassen war. Und was mach ich wenn ich nen kleinen Hund hab?
Oder Hund wurde in den Rachen gestochen. Innerhalb von Sekunden schwillt der Rachenraum so an, dass der Hund keine Luft mehr bekommt.
Oder bei einer Magendrehung. Mir wurde gesagt, dass der Hund nicht an der Magendrehung selbst verstirbt bzw. versterben kann, sondern an dem "Aufgasen".
Deshalb nochmal die Frage. Wie weit würdet ihr gehen. Würdet ihr zB einen Luftröhrenschitt machen um die Chancen von Null auf wenigstens ein bißchen zu erhöhen? Auch wenn die TA empfehlen, da die Finger weg zu lassen?
Würdet ihr den "aufgegasten Bauch" anstechen?Ich wuerde alles tun was in meiner persoenlichen Macht und Kapazitaet steht.
Wo mir aber schwummerig wird.....wie viele HH's wissen denn schon wo sie eine Hohlnadel einstechen muessen um Gase aus dem Magen zu lassen? Und wo man fuer eine Tracheotomie ansetzen muss?
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Puh, es gibt ja Dinge.....die möchte man nie erleben und doch passiert es.
Was würde ich machen???
Also vor einer Tracheotomie hätte ich schiss, da mache ich mehr falsch, als das ich helfe....auf der andere Seite könnte ich nicht zusehen wie mein Hund erstickt
Mund zu Mund Beatmung...klar, keine Frage.
Meinen Finger in jede Öffnung stecken, wenn viel Blut austritt.....klar keine Frage.Bruno reagiert allergisch auf Wespenstiche, hatten wir schon. Da ich nicht gesehen habe, dass er gestochen wurde, konnte ich die Anzeichen erst nicht deuten, erst als die Lefzen und der Kopf anschwollen und mein Hund ohmächtig wurde. Schwups saß ich im Auto und war seh schnell beim TA. Auch nicht verkehrgefährdend, aber verdammt schnell

Mich würde auch interessieren, was Schopenhauer da empfehlen kann.
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Mich würde auch interessieren, was Schopenhauer da empfehlen kann.
Einen EpiPen....der injiziert eine Dosis Epinephrin bei anaphylaktischen Schock.
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Einen EpiPen....der injiziert eine Dosis Epinephrin bei anaphylaktischen Schock.
Den bekomme ich und kann ihn für Notfälle daheim haben???
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Den bekomme ich und kann ihn für Notfälle daheim haben???
Ob er in D frei verkaeuflich ist in der Apotheke weiss ich nicht...aber ein TA kann ihn Dir auf jeden Fall besorgen.
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mh... ich weiß nicht...
ich hätte nicht mal einen anflug einer hemmung, meinem hund in alle möglichen verbluteten, vereiterten, verk*tzten, etc.- öffnungen zu greifen o.ä., mund-zu-nase-beatmung, keine frage, herzmassage inkl. rippenbrechen auch ok.
wahrscheinlich könnte ich im größten zweifelsfall auch eine kanüle durch die bauchdecke in den magen stechen oder, sollte der hund mir in den händen ersticken, eine tracheotomie durchführen, wenn mir jemand vorher mal gezeigt hätte, wo in etwa und wie der schnitt gemacht werden muss. aber ich stelle mir gerade situationen vor, in denen das wirklich die bessere alternative wäre zu einem blitzstart zum nächsten tierarzt... denn draußen würde ich ehrlich gesagt weder ständig mit messer noch mit kanüle bewaffnet herum laufen, und sobald wir an der eigenen haustür angekommen sind ist der TA keine 10 fahrminuten mehr entfernt. da würde ich dann also eher zu handy und autoschlüssel als zu octenisept und klinge greifen. -
Zitat
aber ich stelle mir gerade situationen vor, in denen das wirklich die bessere alternative wäre zu einem blitzstart zum nächsten tierarzt... denn draußen würde ich ehrlich gesagt weder ständig mit messer noch mit kanüle bewaffnet herum laufen, und sobald wir an der eigenen haustür angekommen sind ist der TA keine 10 fahrminuten mehr entfernt. da würde ich dann also eher zu handy und autoschlüssel als zu octenisept und klinge greifen.
Es war auch mehr eine Hypothetische Frage.
Kanüle muss nicht sein, mit einem Kugelschreiber geht 's auch
Und wenn dein Hund aufgrund eines angeschwollenen Rachens droht zu ersticken, hast du auch keine Zehn Minuten mehr. -
EDIT:
in dem erstehilfekurs, den ich einmal absolviert habe, habe ich mal die frage bzgl. der punktion des magens bei verdacht auf eine MD geäußert. die TÄ, die den kurs geleitet hat, hat die hände über dem kopf zusammen gschlagen und gemeint, ein laie treffe dabei dann nachher noch die milz und dann wäre alles zu spät, weil der hund verbluten würde, etc...
der dr. dörfler hat bei menschen tiere und doktoren ja mal nach der punktion eines aufgegasten labmagens ein feuerzeug an den luftstrom gehalten, um zu demonstrieren, dass er richtig getroffen hatte und methangas brennt ^^... - Vor einem Moment
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