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Eine "gute" Hundehaltung

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      Vieles kommt auf den Hund an.

      Für meinen ist es angenehmer, alleine zu Hause zu bleiben statt mit mir auf den Weihnachtsmarkt zu gehen - bei anderen ist das andersrum.

      Für meinen wäre ein Hofhund-Leben draußen gar nix, für andere ist es super.

      Es gibt natürlich "geht gar nicht"-Sachen, über die wir uns wohl einig sein dürften (8 Stunden im Kennel, nie auslauf, solche dinge) - aber innerhalb der Grenzen gibt es eine weite Bandbreite.
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    • Maren schrieb:

      Wenn es nach der breiten Meinung zu gehen scheint, sind auf jeden Fall schonmal die Boxen tabu, das Kacken auf einen Balkon, das Spazierengehen am späten Abend.
      Dann darf ich mich mal bei den Tierquälern einreihen, hab ich alles drei schon praktiziert. Die Box / einen Welpenauslauf gab's in der Welpen-/Junghundezeit für den Terrier zum Runterfahren und "Ruhe im Büro"-lernen, meine Hündin hat(te) einen Löseplatz auf dem Balkon als sie aufgrund ihrer Schilddrüsenunterfunktion so hektisch und unkonzentriert war und zu unmöglichen Zeiten und dann immer sehr schnell raus musste - und ich war sogar auch schon mal Nachts mit den Hunden draußen und weil ich auch öfter mal zum Gassi raus fahre, könnten manche Nachbarn auch die Idee haben, dass die Viecher nie oder selten rauskommen... |) ;)

      Ich finde, "gute Hundehaltung" ist gegeben, wenn sie individuell an die Bedürfnisse des jeweiligen Hundes angepasst ist, innerhalb eines Rahmens, den mindestens der gesunde Menschenverstand, letztlich ja aber auch die Tierschutz-Hundeverordnung vorgibt. Gute Hundehaltung (oder will man auch Abstufungen aufmachen? Was ist "ausreichende", was wäre "sehr gute" Hundehaltung?) gibt es nicht nach Schema F.
      LG,
      Annika mit Filou (Cairn Terrier) und Elsje (Bolonka Zwetna)
      a.k.a. Rattentier und Fledermäusi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mairi ()

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    • Ich finde die Frage relativ einfach zu beantworten: Ein guter Hundehalter ist, wer den Bedürfnissen seines Hundes gerecht wird. Gilt im Grunde für jedwede Tierhaltung.

      Und da jeder Hund oder besser jede Rasse, andere Bedürfnisse hat, ist dieser Anspruch an die Bedürfniserfüllung eben genauso unterschiedlich. Daher ist es so wichtig, sich VORHER darüber im Klaren zu sein, was man sich für einen Hund ins Haus holt.

      Der Rest sind Erziehungsmethoden, wie zB ein Kennel, den ich im Haus nie zum Hundeparken benutzen würde. Sehe ich keinen Sinn drin, auch keinen Lerneffekt für den Hund. So ein Ding kommt bei mir ins Auto, sonst hat es keine Funktion.


      Teetrinkerin schrieb:

      Das war der Moment, wo dann meine Hundetrainerin zur Wasserflasche gegriffen hat. Seither, wenn sie wieder beginnt zu fixieren, gibt es Spritzer aus der Wasserflasche und ich kann sie meistens damit wieder runter holen.
      Sehe ich bei einem unsicheren Hund aus dem Tierschutz als absolut kontraproduktiv. Kann mal bei einem sehr selbstbewussten Hund funktionieren und Verhalten unterbrechen, würde ich bei einem Tierschutzhund aber nie tun. Das ist auch kein Verhalten, was sich wegspritzen lässt, sondern sitzt viel tiefer und hat viel mit der Bindung und der Sicherheit, die ich als Halter geben kann, zu tun. Tierquälerei ist es für mich nicht, aber unnütz und kann im schlimmsten Fall das Verhalten forcieren oder aber dem Vertrauen zu dir schaden.

      Solche Methoden sagen auch im Grunde sehr viel über die Art und Weise aus, wie heute noch mit Hunden umgegangen wird, sogar von Trainern(!) empfohlen wird, nur weil man grad nicht weiter weiss. Das ist das Problem. Inkompetente Menschen (hier Trainer) geben Hilfesuchenden den absoluten Schwachsinn an die Hand. Der Hilfesuchende vertraut darauf und wundert sich, dass kein Fortschritt in Sicht ist....

      Erst wenn man sich die Mühe macht und versucht, das Tier als Individuum mit Bedürfnissen, Instinkten und auch seiner sozialen Kompetenzen zu verstehen und sich darauf einzulassen, wird man weiterkommen. Dafür muss man einen Hund nicht in Watte packen, sondern ihm einfach nur die Struktur und Sicherheit in der Familie geben und die richtige Auslastung, die er braucht, um entspannen zu können.

      Das Hauptproblem sehe ich persönlich darin, dass heute viel zu viele Hunde bzw. Hunderassen in einem Umfeld leben, in dem sie einfach nicht glücklich werden können, weil man ihren Bedürfnissen in Erziehung und geistiger/körperlich Auslastung nicht gerecht wird.

      day-flying moth schrieb:

      auf lange Sicht hilft ihr das selbst ruhiger zu werden was sich definitiv positiv auf euch beide auswirkt.
      Und das halte ich schlichtweg für falsch.

      Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich. -Fürst Bismarck-
    • Maren schrieb:

      Mal im Ernst, was macht für Euch eine "gute" Hundehaltung aus?

      Den Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden.

      Bedürfnisse können sehr individuell sein.
      Der eine Hund braucht mehr Bewegung/Beschäftigung/Nähe/Konsequenz/Sicherheit/... als ein anderer Hund.
      Die primären bedürfnisse haben aber alle Hunde gleich (vielleicht unterscheidlich stark ausgeprägt)
      Nach Sicherheit, Nähe, Zugehörigkeit, Fairer & kompetenter Führung, nach Konsequenz und klarer Regeln, nach Bewegung und Beschäftigung, nach "artgerechter" Betätigung wie schnüffeln und markieren, nach Nahrung und Ruhe, nach körperlicher Unversehrtheit, ...


      Bei den meisten Sachen kann man sich einfach überlegen:

      Ist es für ein hochsoziales Lebewesen gut und gerecht, viele Stunden am Tag oder/und in der Nacht alleine und isoliert zu verbringen?
      Ist es für ein so bewegungsfreudiges Tier gut täglich nur 10 Minuten laufen zu dürfen?
      Ist es für einen Hund als soziales Lebewesen, welche nun mal feste Strukturen/Regeln/Hirachien (Worte gibt es da viele) benötigen,
      gut, wenn ich mich völlig inqonsequent und wirr verhalte? Heute rucke ich wie blöd an der Leine wenn er einen anderen Hund anknurrt, und morgen soll er auf der Hundewiese bitte schön jede Begegnung alleine managen.

      Geht anders herum natürlich auch:

      Um meinem Hund Nähe zu geben, muss er dann auf die Couch oder kann ich einfach zu ihm runter kommen und Kuscheleinheiten anbieten?
      Muss ich ihm unbedingt Barf oder selbst gekochtes geben oder geht auch ein Trockenfutter welches er gut verträgt (Fell, Output, Zähne, Gewicht i.O.) und mag?
      Muss ich die Box verteufeln, oder kann ich damit dem Bedürfniss nach Ruhe und Sichereheit nachgehen?


      Für mich läuft das meiste wirklich auf Bedürfnisbefrieidung hinaus ...

      Ist das Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit befriedigt, sagt es nix über die Hundehaltung aus ob der Hund ins Bett darf oder nicht.
      Erfährt der Hund einen fairen, respektvollen, konsequenten Umgang, ist es trotzdem gute Hundehaltung wenn das Herrchen an den alten Regeln "Hund niemals als erster durch die Tür!!" oder "Ich muss essen bevor der Hund frisst!!" festhält.
      Wenn der Hund auf dem Weg ins Freilaufgebiet (wo er von der Leine gemacht wird) nur im beifuss laufen muss ohne schnüffeln oder markieren, ist auch das gute Hundehaltung.
      Wenn der Hund genügend Bewegung draußen und Möglichkeiten zum schnüffeln/markieren hat, ist es auch noch gute Hundehaltung wenn er auf ne Hundetoilette oder den Balkon kackt. (und ihm das nix ausmacht)


      Man kann gute und schlechte Hundehaltung meistes nicht an einem einzigen Punkt festmachen.
      (manchmal reicht ein Punkt - z.B. 10h Isolation täglich sind für mich definitiv keine gute Hundehaltung - egal ob im Zwinger oder in der Stube)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Manfred007 ()

    • @Mia2015
      aber woher willst du denn wissen, was wir vorher schon alles unternommen haben? Und du weißt doch auch gar nicht, warum mein Hund das macht -> Unsicherheit? Lust am Pöbeln? Aggression? Angst?

      Ich finde es etwas befremdlich, dass du einen dir völlig unbekannten Menschen als inkompetent bezeichnest.

      Ich mache mir sehr wohl Gedanken um die Befürfnisse meines Hundes. Sorry, aber dein Post ist ziemlich übergriffig, denn du unterstellst Dinge, die du nicht wissen kannst.
    • Teetrinkerin schrieb:

      Sorry, aber dein Post ist ziemlich übergriffig, denn du unterstellst Dinge, die du nicht wissen kannst.
      Dem schließe ich mich ebenfalls an. @Mia2015 Vor allem das man sich das Recht herausnimmt zu urteilen was falsch ist und was nicht, wenn man weder den Hund noch den Halter kennt. Und dann noch anzunehmen, man wüsste es besser wenn man hier ja nur die Eckdaten der Hunde kennt.
      Love wins ... what's up with that? Mia "Borders"


      Ernie (Border Collie - Weißer SSH Mix) *01.05.2017: Schaf im Wolfspelz
      Lacey, rest in peace

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von day-flying moth ()

    • 02wotan schrieb:

      ...ist, wenn ich meinen Hund so halte, dass er sich wohlfühlt.
      Das sehe ich auch so, jeder Hund ist anders. Meine Curly-Hündin z.B. ist sehr gerne lange spazieren gegangen, wollte aber nie im Garten sein auch nicht wenn ich auch im Garten war und da irgendetwas gearbeitet habe. Sie hat dann nur kurz geschaut und ist lieber wieder reingegangen und hat sich in ihr Körbchen gelegt, das war ihr liebster Platz im Haus. Mein Spanischer Wasserhund ist sehr gerne im Garten, er liegt gerne irgendwo draußen rum, reibt seinen Kopf durchs Gras und beobachtet gerne von der Terrasse alles. Klar könnte er auch ohne Garten leben, aber er hat schon Spaß an einem Garten, meiner Hündin war er völlig egal.
      Im Fall Chico weiß man doch eigentlich gar nicht, wie wirklich mit dem Hund umgegangen wurde, nur weil dort ein Zimmerkennel stand, heißt das doch nicht, dass der Hund den ganzen Tag dort drin gesessen hat.

      LG
      Sabine
    • Mia2015 schrieb:



      Teetrinkerin schrieb:

      Das war der Moment, wo dann meine Hundetrainerin zur Wasserflasche gegriffen hat. Seither, wenn sie wieder beginnt zu fixieren, gibt es Spritzer aus der Wasserflasche und ich kann sie meistens damit wieder runter holen.
      Sehe ich bei einem unsicheren Hund aus dem Tierschutz als absolut kontraproduktiv. Kann mal bei einem sehr selbstbewussten Hund funktionieren und Verhalten unterbrechen, würde ich bei einem Tierschutzhund aber nie tun. Das ist auch kein Verhalten, was sich wegspritzen lässt, sondern sitzt viel tiefer und hat viel mit der Bindung und der Sicherheit, die ich als Halter geben kann, zu tun. Tierquälerei ist es für mich nicht, aber unnütz und kann im schlimmsten Fall das Verhalten forcieren oder aber dem Vertrauen zu dir schaden.
      Solche Methoden sagen auch im Grunde sehr viel über die Art und Weise aus, wie heute noch mit Hunden umgegangen wird, sogar von Trainern(!) empfohlen wird, nur weil man grad nicht weiter weiss. Das ist das Problem. Inkompetente Menschen (hier Trainer) geben Hilfesuchenden den absoluten Schwachsinn an die Hand. Der Hilfesuchende vertraut darauf und wundert sich, dass kein Fortschritt in Sicht ist....

      Erst wenn man sich die Mühe macht und versucht, das Tier als Individuum mit Bedürfnissen, Instinkten und auch seiner sozialen Kompetenzen zu verstehen und sich darauf einzulassen, wird man weiterkommen. Dafür muss man einen Hund nicht in Watte packen, sondern ihm einfach nur die Struktur und Sicherheit in der Familie geben und die richtige Auslastung, die er braucht, um entspannen zu können.

      Das Hauptproblem sehe ich persönlich darin, dass heute viel zu viele Hunde bzw. Hunderassen in einem Umfeld leben, in dem sie einfach nicht glücklich werden können, weil man ihren Bedürfnissen in Erziehung und geistiger/körperlich Auslastung nicht gerecht wird.

      day-flying moth schrieb:

      auf lange Sicht hilft ihr das selbst ruhiger zu werden was sich definitiv positiv auf euch beide auswirkt.
      Und das halte ich schlichtweg für falsch.
      Wer sagt denn, dass jeder Tierschutzhund unsicher ist? Bei uns im Tierheim sind mindestens 60% der Hunde rüpelige Rüden, die zu wenig Führung bekommen haben.
    • RafiLe1985 schrieb:

      Naja, objektiv würde sowas das Veterinäramt entscheiden...
      Nun, dieser Thread ist unter anderem daraus entstanden, weil das eben nicht der Fall ist. Das VetAmt besteht auch nur aus Menschen die in einem gesteckten Rahmen immer noch nur subjektiv entscheiden können. Tierquälerei ist nicht immer nach außen und bei einem kurzen Besuch ersichtlich.

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