ANZEIGE

Hund rennt auf andere Menschen zu und hört nicht auf mich!!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hund rennt auf andere Menschen zu und hört nicht auf mich!!

      ANZEIGE
      Hallo!

      Ich habe momentan ein großes Problem und ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
      Wir haben einen 1,5 Jahre alten Pinscher namens Louie. Er kam aus einer eigentlich sehr guten Familie, sie haben sich gut um die Welpen gekümmert und er wuchs dort zusammen mit seiner Mama, seinen 5 Geschwistern und einem anderen großen Hund auf. Wir haben ihn dann, als er 3 Monate alt war zu uns geholt.
      Jedoch haben wir einige Probleme mit ihm. Louie ist schon immer ein sehr ängstlicher Hund gewesen, ganz am Anfang hat er sich fast an gar keine fremden Menschen und Hunde getraut. Mittlerweile ist es schon besser, aber er ist immernoch sehr zurückhaltend gegenüber Menschen und verbellt erstmal jeden der bei uns zu Besuch ist. Jedoch zu meinem eigentlichen Problem:
      Ich kann einfach nicht normal mit Louie spazieren gehen. Ohne Leine geht es gar nicht. Er kommt nicht zurück wenn ich ihn rufe,er schnüffelt lieber überall herum, und das schlimmste ist, wenn jemand entgegen kommt, sei es ein Hund oder Mensch, er rennt immer sofort auf sie zu (oder versucht es zumindest weil ich ihn meistens an der Leine habe). Und zwar ist es kein freundliches Rennen, meistens läuft er geduckt und bellt sie dann anschließend an. Da bringt auch kein Zurückrufen mehr, er ignoriert mich einfach komplett. Ich habe schon sehr viel mit Schleppleine, Leckerlies, Hundepfeife, alles mögliche probiert und es bringt nichts. Spaziergänge machen einfach absolut keinen Spaß mehr :/ Dazu reagiert er auch noch in letzter Zeit aggressiv auf andere Hunde. Heute zum Beispiel: wir laufen vorbei, Louie läuft wie immer geduckt auf den Hund zu und wenn wir schon fast aneinander vorbei sind fängt er an zu bellen und zu knurren und zieht wie verrückt an der Leine. Eigentlich hat er immer sofort angefangen zu spielen wenn er anderen Hunden begegnet ist aber jetzt reagiert er irgendwie immer aggressiver...
      Ich bin der Meinung ein Hundetrainer der zu uns nach Hause kommt würde gut tun, denn ich komme einfach nicht mehr mit ihm klar. Aber meine Eltern sind total dagegen und meinen, dass es nur Geldverschwendung sei. Da ich erst 14 Jahre alt bin, kann ich auch nicht einfach mal selber einen organisieren. Hundeschule mit Gruppenstunden geht auch überhaupt nicht, wir waren schon in Spielstunden in einem HUndeverein und Louie hat sich da total daneben benommen und absolut gar nicht auf uns gehört, er ist einfach immer nur auf andere Hunde konzentriert.
      Mein Vater meint außerdem, dass das alles nur daran liegt weil Louie nicht kastriert ist. Deswegen wollen sie ihm einfach bald diesen Kastrations-Chip einpflanzen lassen. Er meint dadurch wird er dann ruhiger und das Problem wird gelöst sein. Meine Eltern haben aber nicht wirklich viel Ahnung von Hunden...

      Ich würde mal gerne eure Meinung dazu hören. Wäre ein Hundetrainer angebracht für uns? Wie soll ich mich verhalten wenn Louie zu den anderen Hunden und Menschen hinzieht bzw hinrennt? Tut mir Leid für den langen Text aber ich bin momentan echt am Verzweifeln :tropf:

      Liebe Grüße
    • Schön das Du Dir solche Mühe mit Louie gibst , das ist bestimmt alles nicht sehr einfach.

      Eine Kastration wird Euer Problem leider nicht lösen. Wie sollte es auch ? Meine Hunde sind zwar kastriert, aber ruhiger ist dadurch keiner geworden .

      Euer Hund scheint eher ängstlich und sehr unsicher zu sein. Als Pinscher hat er eher die Tendenzen nach vorne zu gehen, nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung. Gehorsamkeitstraining hilft da nicht begrenzt, weil ein Hund mit Ängsten vieles nicht mehr wahrnimmt. Also solltet Ihr an seinen Unsicherheiten arbeiten und da kann ein guter Hundetrainer sehr helfen.

      Inzwischen versuche zu vermeiden das er auf fremde Menschen und Hunde zuspringen kann. Gehe rechtzeitig Bögen und belohne ruhiges Verhalten. Wenn der Hund kein Leckerlie nehmen kann bist du zu dicht.
      Liebe Grüße Jana und Wuffel
    • ANZEIGE
    • Hallo,
      ich schließe mich mal Ninmas Worten an

      lou78 schrieb:

      Ich habe schon sehr viel mit Schleppleine, Leckerlies, Hundepfeife, alles mögliche probiert und es bringt nichts.
      Vielleicht liegt da des "Pudels Kern". Du hast schon viele Dinge ausprobiert und vermutlich, wenn dieses Training nicht so funktionierte, wie Du Dir das vorgestellt hast, das nächste probiert, oder? Bleibe länger bei einer Sache, vor allem nimm den HUnd an die ​SL

      lou78 schrieb:

      Dazu reagiert er auch noch in letzter Zeit aggressiv auf andere Hunde. Heute zum Beispiel: wir laufen vorbei, Louie läuft wie immer geduckt auf den Hund zu und wenn wir schon fast aneinander vorbei sind fängt er an zu bellen und zu knurren und zieht wie verrückt an der Leine.
      Laufe einen großen Bogen um die fremden Hunde und versuche, die Aufmerksamkeit Deines Hundes zu bekommen. Das Aufmerksamkeitstraining allerdings trainiert Du anfangs ohne Ablenkung, am besten im Haus. Beispiel: Nimm ein Leckerchen in die Hand und fordere Deinen Hund auf, Dich anzusehen. Macht er das, bekommt er den Keks.
      Wenn das gut funktioniert, kannst Du es in ablenkungsarmer Umgebung draußen versuchen und dann steigern
      Viele Grüße
      Conny


      Unsere Geschichte

      Dago in meinem Herzen(1999-2015)





    • ANZEIGE
    • Ich würde tatsächlich ein paar Stunden bei einem guten Hundetrainer nehmen.
      Der kann euch helfen einen guten Weg für euch zu finden und das Problem in den Griff zu bekommen.

      Eine Kastration wird gar nichts daran ändern.
      Meine Hündin war früher auch so drauf und die ist schon kastriert bei mir eingezogen :D

      Hier findest du gute Trainer:
      Trainer - Umkreissuche
      Your Love is like a Soldier, loyal till You die.
      ~James Blunt~

      * Finya - serbische Terpitzprinzessin *
      * Frodo - der Überflieger-Kleinpudel *


    • Eine Kastration wird Euch da mit Sicherheit nicht weiterbringen - die Aufmerksamkeit wird trotzdem nicht bei Euch sein. Im Gegenteil, ein unsicherer Hund wird durch die Kastration u.U. noch unsicherer - damit is nix gewonnen, nur Geld zum Fenster rausgehauen. Für das Geld kriegt Ihr bestimmt schon 5 Stunden Hundetrainer.... *gg (wenn Du da wen kontaktieren möchtest, gib hier bitte mal Deine PLZ an, dann bekommst Du von uns Trainertips in Deiner Region - nicht, daß Du an nen Falschen gerätst....)

      Dein Hund ist einfach nur unsicher, wie oben schon geschrieben, und geht deswegen nach vorne. Er möchte sich die andren Hunde vom Hals halten.

      Frage ist nun: wie kriegst Du das Verhalten (langfristig) weg? Ganz einfach: indem DU das regelst. Sprich, der Hund muß merken, er ist bei Dir sicher, Du beschützt ihn vor andren Hunden/Menschen, Du blockst ungewünschte Kontakte ab und sorgst dafür, daß er dies nicht selbst zu machen braucht. Ganz einfach - also, zumindest in der Theorie *gggg Aber wenn man das verstanden hat, kann man im Alltag besser reagieren. Klappt bestimmt nicht von heute auf morgen zu 100%, aber man wird besser im Laufe der Zeit.

      So - und jetzt zum WIE *gg Sonst hilft Dir ja die beste Theorie nicht...

      Beobachte Deinen Hund - und Du mußt agieren! Nicht erst reagieren, wenn Hund schon rumspinnt, sondern VORHER. Sobald er das, was bei ihm Auslöser für das Nachvorngehen ist, wahrgenommen hat. Gib ihm Anweisung, was er zu tun hat. Es hilft ihm nicht, wenn Du schimpfst, wenn er wen anbellt - deswegen weiß er trotzdem nicht, was er stattdessen tun kann, um sich die Leut vom Hals zu halten. Stichwort hier: ALTERNATIVVERHALTEN, wenn Du Dich dazu weiter schlau machen möchtest. Das heißt, zeig ihm, was er tun soll, wenn er etwas tut, das Dir nicht gefällt.

      Du könntest ihm zB das Kommando "hinten" (erstmal daheim, bis es "sitzt, dann mit ein wenig Ablenkung, und dann mit etwas mehr Ablenkung, dann mal draußen mit wenig, mehr und viel Ablenkung - also nicht gleich in der Situation selbst, wenn Hund zu aufgeregt ist! Wer zu aufgeregt ist, kann sich nix merken - is wie in der Schule.... *gg) beibringen, was bedeutet, er möchte sich hinter Dich stellen bzw. hinter Dir laufen. Du übernimmst vorn die Führung, und wehrst u.U. sich nähernde Hunde ab. Schick sie weg, sprich die Leute an, ihre Hunde einzusammeln, weich in großen Bögen dem andren Hunde/Menschen aus, wenn möglich. Laß niemanden an den Hund dran zum Streicheln, wenn er das doch nicht mag. Er muß sich nicht von Fremden "begriffeln" lassen! HINTEN kann auch einfach bedeuten (je nach Situation), daß Du ihn am Wegrand hinter Dir absetzt, und Dich davorstellst, um Leute/Hunde zu blocken. Wie es halt gerade machbar ist. Ich halte mehr von Bewegung, weil der Hund sich, sobald er zB sitzt, auf das Herankommen des "furchterregenden" Gegenübers konzentrieren und dabei total hochspulen kann. Dann haste nix gewonnen. Aber manchmal, auf engen Wegen ohne Ausweichmöglichkeit, bleibt einem nix Andres übrig, da ist ein Absetzen am Wegrand und sich davor positionieren besser, als mit ängstlichem Hund die direkte Begegnung mit einem Fremdhund zu provozieren. Wie gesagt, da kannst Du nur situativ entscheiden, ob Du weitergehen kannst mit Hund hinter Dir oder besser stehenbleibst. Und laß Dich da auf keine Diskussion mit dem Gegenüber ein, warum Dein "armes Hundilein" jetzt nicht "spielen" darf, sondern konzentrier Dich einfach auf den Hund. Guck den Hund an, behalt ihn im Blick, lob ihn, sag "Nein, BLEIB" (falls er aufstehen will), gib ihm Handzeichen, sag höflich (mit dem Blick weiterhin auf Deinem Hund, das signalisiert "Beschäftigtsein") "wir üben gerade, könnten Sie bitte weitergehen", block den Fremdhund bei Bedarf ab - sei einfach "beschäftigt" mit Deinem Hund, dann brauchst Dich auf keine Diskussion einzulassen, irgendwann gehn die Leut schon weiter *gg Sehen ja dann, daß Du keine Zeit zum Labern hast *gg

      Wenn der Hund weiß, was "Hinten" für ihn bedeuten soll, dann wird allein das Kommando von Dir (sobald Hund den Andren wahrgenommen hat!) ihm schon sagen, daß Du jetzt übernimmst, und Dich kümmerst, und dafür sorgen, daß er sich entspannen kann (selbst wenns nicht immer gleich klappt anfangs!). Da ist Timing wichtig: du mußt die Handlungsanweisung "hinten" schon geben, BEVOR Hund anfängt, nach vorn zu gehen, aber NACHDEM er den Andren bereits gesehen hat. So lernt er, was er tun kann, um den andren unheimlichen Gestalten (sei es 2- oder 4beinig) zu entkommen. Statt nach vorn zu gehen und zu kläffen.
      LG,
      BieBoss
      _______________________________
      Biene - Zwergpudel-Pinscher-Mix, *7.02.2007
      Bossi - Dt. Jagdterrier-Foxterrier-Mix, *4.06.2006
      Frieda - Dt. Jagdterrier, *~5.02.2001
    • sorry, hat net alles in einen Beitrag gepaßt.... :-)

      Bis das so richtig funktioniert, würde ich versuchen, auszuweichen, abzubiegen, umzukehren, Bögen um die Leute/Hunde herum zu gehen, andre Hunde/Leute zu blocken, zu sagen, daß er keinen Kontakt möchte (nicht so einfach - viele Menschen nehmen Teenies noch nicht wirklich ernst.... Da mußt Du echt nachdrücklich sein, damit sie Dich ernst nehmen! Oder anfangs die Eltern mitnehmen zum Gassi....). Nach einer Weile merkt der Hund, daß Du Begegnungen ganz gut im Griff hast, und wird zunehmend entspannen. Was den Vorteil hat, WENN Du mal zu langsam reagierst, daß Hund trotzdem wesentlich entspannter auch in den Kontakt geht, weil er schon vorher gelassener in die Situation reingeht (und nicht schon auf 180 ist!), und dann auch nicht so schlimm pöbeln wird. Es wird immer wieder mal passieren, daß Du nen Kontakt nicht zu 100% verhindern kannst. Aber: Allein, indem Du agierst, wenn Du wen siehst, zeigst Du damit dem Hund, daß Du sein Problem verstanden hast, und ihn unterstützen möchtest. Das schafft ganz viel Vertrauen, und so könnt Ihr das dann zusammen schaffen. Natürlich nicht von heut auf morgen, klar. Aber das wird schon!

      Parallel kannst Du zB ein ENTSPANNUNGSSIGNAL (kannste googeln oder hier im Forum da nach suchen - gibt tausend Threads dazu, glaub ich *gg) einführen, sei es taktil (also eine Berührung), oder verbal (also akustisch). Dieses kannst Du dem Hund geben, wenn Du merkst, er wird nervös - und er wird sich etwas entspannen, und so die Situation weniger aufgeregt besser meistern können. Aber auch das muß man natürlich daheim erstmal einführen und üben, bevor es draußen bei Aufregung eingesetzt werden kann und dann auch wirkt - logisch.... Und muß immer mal wieder daheim "aufgefrischt" werden, in passenden Situationen. Zusammengefaßt: Man übt das generell einfach über eine Verknüpfung ein: wenn Hund entspannt daliegt, sagt man das Wort dazu oder wendet diese Berührung an. Auf Dauer verbindet der Hund die Berührung mit der entspannten Situation, und man kann das auf andre Situationen übertragen, und Hund entspannt, wenn man ihn dann genauso berührt.
      Das geht auch mit Düften- nur macht das in der Situation keinen Sinn, denn dann müßtest Du bei jeder Fremdhundbegegnung dem Hund den Duft unter die Nase halten zum Entspannen *ggg Bissel unpraktisch *hust..... Sowas ist besser, wenn Hund zB bei Freunden oder im Restaurant nicht entspannen könnte, daheim aber schon. Dann kann man nen Entspannungsduft daheim verknüpfen, und dann zu den Freunden mitnehmen und dort zB ein Halstuch am Hund damit beträufeln.


      Generell wird der Hund, wenn Du die Begegnungen künftig übernimmst, eh langsam entspannter werden draußen, weil er nicht dauernd auf "hab Acht!" sein muß, wenn Du das für ihn tust.

      Weiterhin kannst Du Dich mit andren Hundehaltern (also immer nur 1 Hund - das reicht erstmal!) verabreden zum Gassi. Man trifft sich unterwegs, wenn Hund schon bissel Bewegung hatte und die erste Energie rausgelaufen hat. Dann einfach miteinander weitergehen, Hund jeweils an der Leine, ohne Kontakt. Wenn beide Hunde entspannt laufen, kannst Deinen mal ableinen - dann siehst schon, ob ersich dem Andren nähert, oder entspannt weiterlaufen kann, oder sogar vorsichtig evrsucht, Kontakt aufzunehmen. Sowas ist beim Miteinanderlaufen einfacher, als wenn es jemand ist, der frontal entgegenkommt, denn dies wirkt auf den Hund generell eher bedrohlich, wenn frontal wer auf ihn zukommt. Wenn das gut geht, kann man das ein paar Tage später ja wiederholen (bitte nicht gleich am nächsten Tag, gib ihm Zeit, die Begegnung zu verarbeiten!). Klappt das wieder, mal mit nem andren Hunde versuchen. Auch wieder erstmal angeleint miteinander ein Stückerl laufen, und Kontakt nur bzw. erst, wenn beide entspannt sind.
      Wichtig dabei: wenn Du Deinen bei so nem Spaziergang echt von der Leine machst, dann LAUFT WEITER! Nicht plötzlich rumstehen, und beide Hundehalter starren erwartungsvoll auf den Hund und warten drauf, (daß) was passiert.... *gg Einfach weiterlaufen, das wirkt ganz natürlich, zeigt, daß auch Du entspannt bist(!), und daß ein Miteinanderlaufen oder gar Kontaktaufnehmen nix Aufregendes zu sein braucht.

      Weiterhin kannst Du am Selbstbewußtsein des Hundes arbeiten. Indem Du ihm ganz viele Aufgaben stellst, die er aber bewältigen kann. Also nix, was ihn dauernd überfordert, aber einfach mal kleine Abenteuer, die ihn stärken: sei es, unterwegs auf nem Baumstamm zu balancieren, irgendwas "Komisches" zu entdecken, mit Dir zusammen etwas zu bewältigen. Aber nicht für jeden "Schiß" loben - sonst fühlt Hund sich vera...scht! *gg Muß schon echt was sein, das (bisher) nicht alltäglich ist. Wenn er sich zB über ne fremde Brücke getraut hat, und das vorher ein Problem war, oder so!

      Und: auch Eure Bindung kannst Du immer wieder stärken, indem Ihr gemeinsam Aufgaben löst. Wenn er nicht weiter weiß, hilfst Du ihm halt. Z.B. bei der Suche nach einem Gegenstand, den Du versteckt hast. Er sucht, und wenn er nicht weiter weiß (weil er zB an den Gegenstand, zB das Lieblingsspieli, nicht rankommt, weil er am Baum hängt!), hilftst Du ihm oder so. Das fördert die Teamarbeit und Fokussierung auf Dich unterwegs - weil er die Erfahrung macht, mit Dir kommt er ans Ziel, Du hilfst ihm. Kann auch ne kurze Fährte mit ner kleinen Schwierigkeit sein, über die Du ihm hinweghilfst. Sodaß auf Dauer aus dem "HUND muß unterwegs aufpassen" ein "WIR bewältigen den Spaziergang" wird.

      Und: ich würde unterwegs JEDES Zeichen dafür, daß er Dich wahrnimmt, auf Dich hört oder nach Dir guckt, bestätigen. Wenn er wo auf Dich wartet. Wenn er Dich anguckt, ob Du rechts oder links gehen möchtest. Wenn er von sich aus im Freilauf zu Dir kommt, mal zu Dir zurückguckt. Ein Spielzeug/nen Stock bringt. JEDEN Blick zu Dir bestätigen. --> "es ist erwünscht, daß ich Fraule öfter mal angucke, das lohnt sich!". Sinn der Sache: er hat Dich immer im Hinterkopf. Damit ist er dauerhaft für Dich ansprechbar, sprich "auf Empfang". Hat er zB grad Nachbars Katze im Kopf, wird er ein Kommando von Dir gar nicht richtig wahrnehmen. Hat er Dich aber immer irgendwo im Hinterkopf, weil er gelernt hat, daß sich das lohnt, wird er immer für Dich ansprechbar sein, und Kommandos wahrzunehmen in der Lage bleiben. Später dann eben auch, wenn er mal Streß hat. In dem Fall ist die Belohnung dann für ihn die Sicherheit, die Du ihm vermittelst, indem Du ihn hinter Dich nimmst oder Fremdhunde blockst. Und das ist ja genau das, was er möchte - also ist diese Sicherheit die tollste Belohnung überhaupt für ihn, dadurch wird er das, wenn ers mal raus hat, von sich aus anbieten.
      Ganz großes Kino: wenn er auf Dauer gemerkt hat, Du greifst bei Begegnungen ein, und er guckt Dich irgendwann zum ersten Mal erst an, wenn er jemanden entgegenkommen sieht, statt nach vorn zu gehen, dann mach PARTY!! Das bedeutet, er hat gemerkt, daß Du eingreifen kannst, und er wartet darauf, daß Du was tust, er vertraut Dir, daß Du eingreifst und ihm Sicherheit gibst.

      Aber ganz wichtig: AGIEREN statt REAGIEREN! Also dem Hund rechtzeitig das Alternativkommando geben, bevor er sich reinsteigern kann. Denn tobt er erstmal, ist er für Dich nicht mehr ansprechbar, Du kannst nur noch reagieren. Damit Hund Dir aber zu vertrauen lernt, muß er sehen, Du erkennst vermeintlich gefährliche oder unangenehme Situationen von alleine, und bietest eine sinnvolle Lösung an, sodaß es für ihn gar nicht erst unangenehm wird, weil wer zu nah an ihn rankommt.

      So - das war jetzt eeeweig viel Text, aber ich denke, wenn Du Dir das vlt. ausdruckst udn immer wieder mal durchliest, und nach und nach immer einen Punkt aufgreifst, sollte Euch das schon ein gutes Stückerl weiterhelfen - auch ohne teuren Trainer...

      Viel Erfolg!
      LG,
      BieBoss
      _______________________________
      Biene - Zwergpudel-Pinscher-Mix, *7.02.2007
      Bossi - Dt. Jagdterrier-Foxterrier-Mix, *4.06.2006
      Frieda - Dt. Jagdterrier, *~5.02.2001
    • Eine kostenlose aber gute Variante der Online-Hundeschule wären Steffis Videos Hundepension Sal
      Trotzdem sollte jetzt erstmal euer oberstes Ziel sein, dem Hund Sicherheit zu geben, er muss lernen dass du ihn beschützt. Also Bogen laufen, Menschen und Hunde blocken und jegliche Art der Kontaktaufnahme bestätigen :)

      Wenns garnicht anders geht, kein ausweichen und Hund steigert sich in seine Bellarie dann würde ich ihn kurz hochnehmen und zügig weitergehen.

      Ah, wurde schon gelöscht und gesperrt. Sehr gut @Mods
      Mein kleiner Taschenwolf - Gustav Ignatius *4. April 2017
      101 Garnelen und ihre Hausschnecken lassen grüssen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KleinGustav ()

    ANZEIGE