Glaube ein Trainer/in mit eigenen Kindern, könnte sich gut in deine Lage versetzen.
Deine Kinder sind ja auch noch sehr klein und erleben wie ein Hundekind auch immer wieder Entwicklungsphasen, die den Alltag durcheinander Wirbeln.
Bei uns wird nächstes Jahr ein Welpe einziehen. Zu mir und meinem Kind mit Schwerbehinderung. Deswegen mache ich mir da unheimlich viele Gedanken zu, wie ich die Hunde und Kinder Erziehung Alleinerziehend umsetzen kann. Einfach Hund und Kind zusammen durch die Wohnung laufen lassen, würde bei uns nicht funktionieren, egal welche Rasse oder Charakter der Hund mitbringt.
Darum will ich da mit Gittern und Boxen etc. arbeiten. So das die Räumliche Trennung zwischen Kind und Hund gut und Positiv aufgebaut jederzeit Möglich ist.
Welpen brauchen Raum, z.B. wenn sie ihre dollen 5 Minuten haben und da ist ein Kind mitunter "gefährdet", wenn es im Weg steht. Auch brauchen Welpen/Junghunde und Erwachsene Hunde ihren Schlaf.
Hunde brauchen ihren eigenen Bereich, wo sie ungestört Ruhen können. (Das empfinde ich als schwierig, einem kleineren Kind oder einem Kind mit Behinderung zu erklären)
Ebenso müssen Hunde ungestört knabbern oder etwas Fressen können. Ohne Trenngitter etc. wäre das bei uns gar nicht möglich. Mein Kind würde immer wieder zum Hund hingehen, wenn das Ruhe Plätzchen nicht mit einem Gitter deutlich Visuell getrennt werden würde.
Hunde zieht es ja gerne zu ihren Menschen und Kinder gerne zum Hund... Ich denke da braucht es auch Konsequente Erwachsene, die dafür sorgen, dass sich Hundekinder und Menschenkinder nicht ständig Gegenseitig pushen.
Mein Kind scheint am besten verstehen zu können, wenn ich ihm erkläre, "Das Hundekinder wie Menschenkinder, dringend Mittagsschlaf brauchen. Und dazu noch Vormittagsschlaf und Nachmittagsschlaf
".
Die Rassewahl nach Rassebeschreibung ist immer so eine Sache. Am besten man lernt eine Rasse Live möglichst gut kennen.
Vielleicht ist eine Dogge, da wirklich nicht das passende?
Wenn "sanftmütiges Wesen" gleichzusetzen ist, mit sensibles Nervenkostüm wie es hier in einigen Kommentaren schon steht, stelle ich mir das mit Kindern anstrengender vor für den Hund.
Meine Rassewahl Entscheidung fiel ganz Plump auf eine Rasse, mit der ich schon 2x zusammen gelebt hatte. Da weiß ich nämlich auch, was bei den "Rassebeschreibungen" verschwiegen oder beschönigt wird.
Wie du die Beißhemmung beibringst, sollte dir eigentlich jeder gute Trainer erklären können. Zur Beißhemmung gibt es zwischen mir und meinem Kind die Absprache, das er nicht mit unserem Welpen toben darf. Ich bringe die Beißhemmung bei.
Und Kind und Hund sollen zum gemeinsamen spielen andere Dinge bekommen. z.B. Slalom Stangen für draußen und Apportier und Such Spiele für draußen und drinnen(Ein gewisses Verständnis für die Beißhemmung, sollte ein Hund da aber schon drauf haben. Sonst wird selbst bei solchen Kontaktlosen spielen noch nach den Kindern geknappt).
Vielleicht kannst du euren Trainer auch mal auf die Art und Wiese drüber schauen lassen, WIE du Kommandos gibst. Training ist ja eine ganz andere Situation, wie mit 2 Kindern im selben Raum. Wenn du bisher Verbale Kommandos gegeben hast, funktioniert das eventuell gar nicht, wenn im selben Raum deine Kinder noch dazwischen quatschen. Oder sogar deine Kommandos nachbrabbeln.
Hunde können zum Beispiel auch sehr gut mit Handzeichen Kommandos lernen. Oder Handzeichen und Verbal als Unterstützung.
Meine verstorbenen Hunde konnten beides. Wichtige Kommandos waren auch immer Nonverbal nur durch Handzeichen möglich. Was viel weniger Störungsanfällig durch die Umwelt ist, wenn man mit der Konzentration noch anderes im Blick behalten muss oder sich nebenbei noch mit jemanden Unterhalten muss.
Ein Clicker ist dazu ein, von deinen Emotionen und deiner Stimmlage, unabhängiges Lob Signal für den Hund.
Ich werde einen nutzen, weil meine Emotionen in der Stimme hörbar sind und Bsp. mit dem Kind mal schimpfen und gleichzeitig den Hund ein kurzes Lob Signal geben, würd ich ohne Clicker nicht hin kriegen.
Was das Alter deiner Kinder angeht, bzw. den Zeitpunkt für einen Hund, da empfinde ich deinen gewählten Zeitpunkt nicht als "falsch". Nach dem Baby Alter, folgt das Kleinkindalter, die Magische Phase, die Autonomiephase, dann kommt irgendwann die Wackelzahn Pubertät und ob deine Kinder nicht eine Neurodiversitäten haben, kann jetzt auch noch keiner genau Wissen. Nach der Wackelzahnpubertät soll es ne kurze Zeit entspannter werden. Aber dann kommt schon die Vorpubertät mit direktem Anschluss an die richtige Pubertät...
Soll heißen, deine Kinder werden immer ne Menge Aufmerksamkeit brauchen.
Ein Hund verändert euren Tagesablauf und eure Tagesroutinen gewaltig!
Du brauchst Zeit fürs Training mit dem Hund. Training mit Hund alleine und mit den Kindern zusammen(eventuell einen zweiten Erwachsenen dabei). Du musst bei Wind und Wetter mit Hund und 2 kleinen Kindern täglich vor die Tür...
Die Frage die du dir stellen musst ist ob du das für dich als Positiv empfindest oder als störend?