Aggressiver Hund-Besitzer ignoriert das völlig!

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  • Hallöchen!

    So jetzt ist Ruhe eingekehrt und ich würde gern eure Meinung hören.
    Ich versuche, den Beitrag neutral zu halten, wie ich das finde, was passiert ist könnt ihr euch bestimmt denken ;)

    Kleo ist am Montag von einer Hündin attackiert und am Kopf/Ohr verletzt worden. Sie musste unter Vollnarkose genäht werden, ein Stück Ohrknorpel ist dabei auch draufgegangen. Es geht ihr zwar den Umständen entsprechend wirklich super, aber wir alle sind dadurch natürlich sehr eingeschränkt.
    Meine Mutter war morgens früh im dunkeln mit ihr unterwegs, deshalb hat Kleo ihre Angreiferin einfach nicht kommen sehen und konnte sich nicht wehren weil sie nageleint war. Die Besitzerin hat ihre schließlich mit einem Besen verscheuchen können. Sie hatte Schnee im Hauseingang gefegt und mal wieder nicht aufgepasst.

    Die Geschichte ist etwas länger hier erstmal die Zusammenfassung:

    Frau und Hund (Großer flinker Mix, kein "Listenhund"!) wohnen auf einem uneingezäunten Grundstück direkt am Ortsausgang. Jeder, diesseits der Hauptstraße, der ins Grüne will muss zwangsläufig dort vorbei. Die Hündin greift vorbeikommende Hunde ohne Vorwarnung an. Dies ist logischerweise nur möglich, weil ihre Besitzerin sie weder ordentlich beaufsichtigt noch anbindet.
    Diese Frau behandelt ihren schlichtweg aggressiven Hund wie einen altersschwachen Goldenretriever, der keiner Fliege was zu Leide tut.
    Ohne Vorurteile zu haben, in meinen Augen ist sie einfach etwas abgedreht, das alles sieht irgendwie nach Anti-Autoritärer-Erziehung aus.

    Im Sommer hat die Hündin sich mal auf der Straße auf unsere Hündin gestürzt, Kleo hat sie kommen sehen und in die Flucht geschlagen. Ich hab mich total erschrocken und die Frau, die hinterm Haus im Garten gearbeitet hat zum ersten mal richtig angeschrien. Ich habe sie nicht beleidigt oder so, sondern nur sehr laut darauf hingewiesen, dass ihr Verhalten unverantwortlich ist und dass ich beim nächsten Vorfall dieser Art sofort die Polizei rufen werde.
    Drei Tage später war ein Haken in der Garagenwand und der Hund zumindest die meiste Zeit angeleint.

    Trotzdem gab es immer mal wieder Vorfälle, mal kam grad ein Hund vorbei als sie mit unangeleintem Hund zu Auto wollte, mal als sie den Müll rausbrachte und die Hündin durch die offene Haustür entwischte und und und.. Etwas "schlimmeres" als ein Inlinerfahrer der auf der Nase lag ist aber wohl nicht passiert, meist gehen die Beißereien wohl glimpflich aus oder sie rennt bloß mit ner Bürste einmal rum und trollt sich wieder.

    Das jetzt diese Woche war die Krönung: Wir sind den Abend nach der Atacke hin um mit ihr zu reden, und ihr den Tierarztbericht samt erster Rechung unter die Nasen zu halten.
    O-Ton:"Oh Gott die arme (Kleo), mensch dass ist ja blöd, mmhhh.. naja, dann werde ich die XY jetzt wohl morgens besser anleinen,hhmmm"
    Diese Person ist wie ein Schaf,die hätte auch sagen können "määäh, mää mä mä määä, määäähhh...!" - das soll keine Beleidigung sein, ich kann das einfach nicht anders beschreiben.

    Fakt ist, dieser Hund ist in den Händen dieser Frau wie eine geladene Pistole in den änden eines Kindes.
    Viele hier im Forum haben Hunde, die aus verschiedenen Gründen nicht immer gut mit Artgenossen klar kommen, unsere ist auch manchmal nicht ohne, aber gerade dann hat man doch die Aufgabe diesen Hund anständig zu sichern!

    Lange Rede, kurzer Sinn - Was tun?
    Anzeigen, kommt einem in den Sinn, aber wo, und was passiert dann?

    Bin auf eure Antworten gespannt!
    P.S.wenn ich wichtige Infos vergessen habe einfach fragen!

  • Wenn reden unmöglich ist (und so würde man ja anfangen), dann würde ich, da es sich ja um Wiederholungsfälle handelt, zum Ordnungsamt gehen und eine Anzeige machen.

    Hilfreich wäre, wenn du andere Zeugen benennen könntest, denen Gleiches widerfahren ist.

    Bei einem Hund der zubeißt und dessen Besitzer nicht handelt würde ich zur Anzeige raten, zum Schutz der anderen Hunde.

    Gruß, staffy

  • Danke für deine Antwort!

    Zeugen gibt es einige. Klar versucht man es erst mit reden, grade aufm Dorf ist da ja fingerspitzengefühl gefragt, aber nach der allerallerallervorletzten Warnung ist irgendwann schluss :/

    Wenn sie angezeigt worden ist, was passiert dann als nächstes?

  • Hier wäre es so, daß ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes sie anschreibt. Dann muß sie dort erscheinen, sie kann Stellung zu den Vorwürfen machen und dann wird das weitere Vorgehen entschieden.
    Bei uns gibts dann nen Ortstermin und man würde in dem Falle der Dame eine ausbruchsichere Umzäunung vorschreiben und weitere Maßnahmen falls erneut Vorfälle gemeldet werden.

    Bei den meisten wirkts ja erst, bzw. erkennen sie erst den Ernst der Lage, wenn jemand offiziell vorbei kommt.

    Gruß, staffy

  • Ich sehe es genauso wie staffy.
    Wenn es keine Möglichkeit einer vernünftigen Aussprache/Absprache gibt, würde ich auch das OA informieren.

    Es ist nachzuvollziehen, dass man als Hundehalter nicht gern andere HH anzeigt, doch die Sicherheit sollte Dir wichtiger sein.

    Wenn die Hundehalter mit diesem Hund spazieren gehen, ist er dann ohne Leine und attackiert andere Hunde genauso oder ist das "nur" vor seinem Garten .
    Macht er das draußen auch, kommt es seitens des OA's noch zu einem Wesenstest, der, soviel ich weiß, vom Veterenäramt durchgeführt wird.

  • Wenn sie die Rechnung bezahlt und den Hund anleint würde ich von einer Anzeige absehen, ich halte nichts davon wegen "Kleinigkeiten" zur Polizei zu rennen, die haben Wichtigeres zu tun und gerade innerhalb kleiner Ortschaften kann sowas die Stimmung versauen.

  • Hi,
    ich sehe das ähnlich wie die anderen HH. Wenn man von einem Unfall oder Missgeschick sprechen könnte, würde ich das anders sehen.
    Aus eigener Erfahrung, mein Hund wurde auch schon mal gebissen, aber da beide unangeleint waren bekam ich von der geg. Vers. nur 50% bekommen, der HH hat von sich aus keinen Cent dazu gezahlt. Ich hab mich schwarz geärgert.

    Ok, ein bißchen abgeschweift, aber worauf ich hinaus wollte, wenn mir sowas passieren würde, dann würde ich mich erst mal entschuldigen.

    Da die Tante aber kein Einsehen zeigt, und es kein Einzelfall ist, würde ich in dem Fall auch zum OA gehen. Sprengen ist ja leider verboten, von daher gibts keinen anderen Weg.

    Gruß
    Martin

  • Hallo Nina,

    zuerst mal GUTE BESSERUNG für Kleo. Kann sie sicher brauchen *seufz*.

    Ich zögere bei solchen Leuten nicht mehr.
    Wenn die Angrifft bislang so abgelaufen sind, wie Du es beschreibst, also dass die Verletzungen (bis auf den aktuellen Vorfall) sich in Grenzen hielten, dann habe ich mir vorgenommen, künftig so vorzugehen:
    1. Angriff: Freundliche und ruhige aber bestimmte Aufforderung, den Hund künftig an der Leine zu führen.
    2. Angriff: Info an den Hundehalter, dass ich beim nächsten Angriff das Ordnungsamt informieren werde.
    3. Angriff: Schreiben an das Ordnungsamt mit Angabe der bisherigen Angriffe.

    Bislang musste ich zu Schritt 3 nur einmal greifen. Wobei ich da aber mehrmals Schritt 1 und 2 versuchte. Leider immer ohne Erfolg.
    Als der Schäferhundmix Baffo erneut angriff, dessen Geschirr aufbiss, so dass Baffo panisch an der Hauptstraße hin und her rannte (im Berufsverkehr) und ich zu Fall kam, hatte ich die Faxen dicke.

    Da bekam die Dame einen Brief vom Ordnungsamt, ich bekam eine Kopie.

    Außerdem war ein Polizeihundeführer bei ihr und schilderte ihr, welche Probleme sie bekommen kann und vor allem (sie wohnt an einer Hauptstraße), dass sie Menschen und Tiere gefährdet, sollte ihr Hund über die Straße rennen, um einen Hund anzugreifen und dabei einen Unfall verursachen.

    Leinenzwang gab es auch. Das bedeutete, die Frau musste eine Betreuung für den Hund beauftragen, mit dem Hund zu laufen, denn sie selbst war nicht in der Lage, den Hund zu halten. Deshalb lief er ja vorher frei :-/ Mittlerweile wohnt die Frau nicht mehr hier. Es hieß, der Hund sei im Tierheim, aber das weiß ich nicht genau.

    Bei einem Golden Retriever, der ebenfalls an dieser Hauptstraße wohnt und der von seinen Haltern einfach vom Haus rausgelassen wird, ohne dass die Halter mitgehen, kommt beim nächsten Angriff auf Baffo auch Schritt 3. Zu den Zeiten, wo ich normalerweise dort vorbeilaufe, ist der Hund jetzt im Haus. Aber ich weiß, dass er zu anderen Zeiten nach wie vor einfach ohne Aufsicht draußen herumstromern und andere Hunde belästigen darf. Nur werde ich meine Spaziergehzeiten sicher nicht nach dem Goldi richten.

    Die beiden waren/sind aber totale Ausnahmen. Ansonsten haben wir hier im Umfeld wirklich nur super tolle Hunde. Ob groß ob klein, ob Rassehund oder Mix, ob alt oder jung. Und wenn wir über Feld und Wiesen laufen, treffen wir eh so gut wie nie einen Fremdhund.

    Viele Grüße

    Doris

  • ich seh das so: entweder der dame wird ein zaun spendiert und aufgestellt, oder das ordnungsamt holt den hund da früher oder vielmehr später nach diversen weiteren angriffe von der frau weg..

    der hund wird nicht von alleine freundlicher, der perfektioniert eher seine strategie immer weiter, und was heute noch fremde hunde sind, sind ggf demnächst schwache oder kleine menschen, die er vertreiben will...

    vllt gibts ja bei euch sowas wie ne nachbarschaftsfreundlichlkeit, sowas wie VERA HILFT.. und sie kriegt tatsächlich nen zaun von der gemeinde?(das wär doch mal was, wovon alle was hätten ;) )

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