Er weigert sich aufzustehen! :((

  • Zitat

    Mein Hundetrainer vertritt die Meinung ein Hund sollte etwas nicht nur tun um ein Leckerchen zu bekommen und den Ansatz finde ich nicht schlecht. Deswegen ohne Leckerchen.

    Dann mach weiter - ohne Leckerchen - :hust:

  • Warum sollte dein Hund denn sonst was tun??

    Ja, ich weiß wegen der Bindung und du Chef etc. Aber warum es euch beiden so schwer machen??

    Clara steht nachts auch nie auf (macht aber sonst in die Wohnung), aber sobald ich den Leckerchen Schrank öffne, ist sie da. Und da der gleich neben der Wohnungstür steht, krieg ich sie dann auch raus.. :D

    Tragen würde ich auf jeden Fall auch noch, sollte man wegen der Gelenke mind. ein halbes Jahr!! Hab am Ende auch ganz schön gejapst, aber tapfer durchgehalten.

    Ich denke auch, ein Hund sollte nicht nur reagieren, wenn du Leckerchen dabei hast, daher muss man nicht jedes Mal was geben, aber so ein bisschen. Macht doch beiden das Leben schöner.

  • Ich verstehe das schon, ich arbeite selbst (fast) ohne Leckerlie.

    Es gibt da nur zwei grundlegende Dinge dabei zu beachten:

    1. Die Belohnung muß auch eine Belohnung für den Hund sein, dann ist es egal WAS es ist. Ob Spiel, Leckerlie, Streicheleinheit, einfach die Stimme, Umweltreize... volkommen egal.

    2. Bei der Leckerlie-Methode sollte der Hund nicht etwas FÜR ein Leckerlie tun, sondern dieses als Belohnung bekommen, wenn er etwas richtig gemacht hat. Das ist der Unterschied zwischen Belohnung und Bestechung ;)

    Wenn dein Trainer das beachtet muß er dir ja gesagt haben, wie du deinen Hund belohnst. Dann kannst du natürlich diese Belohnung gut verwenden.
    Hat er das nicht beachtet, und meint der Hund tut dann das alles, weil der Hund dich so gern hat oder ähnliche Aussagen, wird alles sehr viel länger dauern und recht unzuverlässig sein :)

    Ansonsten hab ich dir ja schon den Tip mit der Hausleine gegeben, wenn du Angst vor der Schnapperei des Kleinen hast.

  • Ja meine Tochter hatte anfangs Angst vor ihm! Das haben wir aber binnen weniger Tage sehr gut in den Griff bekommen. Auch ohne Leckerchen.

    Schön finde ich, dass man immer gleich als völlig ahnungslos hingestellt wird wenn man eine Frage stellt. Ich habe mich sehr wohl ganz genau mit der Materie beschäftigt finde es trotzdem sehr hilfreich Erfahrungen von anderen Hundebesitzern zu hören.

    Ich versuche es soweit ohne Leckerchen weil ich keinen kleinen Söldner will für den ich ständig Leckerchen mit mir rumtrage. Das ist meine Meinung.

    Es ist mit Sicherheit keine Drohung wenn er mich "anlächelt". Ich drehe ihn dann meistens rum und trage ihn noch die Treppe runter, nur lange werde ich das nicht mehr können. Abgesehen davon lässt es sich auch nicht vemeiden dass er irgendwann die Treppe runterläuft.

    ich denke ich werde ihn ab jetzt direkt im Haus an die Leine nehmen und ihn so zur Tür führen, ich dachte nur ich würde hier eine andere Methode finden.

  • Achja, zum Thema schnappen. Wir hatten das nicht so direkt als Abwehr, sondern nur im Spiel, dass sie am Anfang eben noch nicht wusste, was geht und was nicht. Wir haben laut gequiekt und für eine Weile das Spiel unterbrochen. Klappte sehr gut.

  • Zitat


    ich denke ich werde ihn ab jetzt direkt im Haus an die Leine nehmen und ihn so zur Tür führen, ich dachte nur ich würde hier eine andere Methode finden.

    Wenn er drauf steht, könntest du mit ihm ein Spiel beginnen und ihn so zur Tür "locken". Das kannst du ein paar mal, immer so dazwischen machen, und dabei immer ein bestimmtes Signal geben (ab zur Tür, oder spazierengehen oder irgendwas), dann wird er bald was lustiges damit verbinden und wahrscheinlich auch aufstehen :)

  • Asterix:
    "Machen wir uns nichts vor, wenn man falsch reagiert, dann gibt es eine falsche Verknüpfung beim Welpen, auch wenn er noch so klein und süß ist, aber auch die können einem das Leben schwer machen."
    Ja, da stimme ich Dir natürlich zu - den/die anderen Thread(s) hab ich natürlich net noch gelesen, bin in der Arbeit ;-)
    Einigen wir uns darauf: natürlich kann bei falscher Reaktion ("huch, er beißt" - in Verbindung mit Gewährenlassen durch denjenigen, nach dem geschnappt wurde) auch ein erst spielerisches Ausprobieren des Hundes ausarten, weil er merkt, er kommt damit durch! Aber ich denke wirklich, daß es in dem Alter erst mal nur ein Ausprobieren ist (aber die Monsters lernen ja bekanntlich schnell....), und daher mit entsprechend richtiger Reaktion sehr bald aufhört.
    Was auch immer es ist, daß die Thread-Erstellerin hier um Hilfe fragt, zeigt ja, daß sie bereit ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und das eben nicht so eskalieren zu lassen. Das wird schon - auch mit etwas weniger Erfahrung und dafür mehr Unterstützung kann´s klappen!
    @an die TS:
    Das mit er Belohnung hört sich so schon ganz anders an: Gemeint ist nämlich, daß Du Leckerli nicht als Bestechung nutzt, sprich mit dem Leckerli in der Hand winkend zum Herkommen aufforderst (dann tut der Hudn das nur fürs Leckerli, richtig). Aber wenn Du´s richtig einsetzt, nämlich erst, WENN der Hund etwas gut gemacht hat, das Leckerli zücken, ist das natürlich ok. Dann gehorcht der Hund nämlich auf das Kommando und nicht weils Leckerli angekündigt wurde. War vielleicht vom Trainer aus so nicht richtig rübergekommen. So kann ich das voll und ganz unterstützen. Auf die Situation umgesetzt: Hundi nach dem Schnappen deutlich zeigen, daß das nicht gewünscht wird (Hey! oder Nein! + kleiner Schubser), dann einfach nehmen (auf den Arm/an die Leine) (evtl. mit Kommando "Gassi", wenn Ihr das sonst auch verwendet) und rausgehen mit ihm. Nach dem Pieseln Leckerli. Dann hast Du den Hund nicht zum Mitnehmen mit Leckerli gelockt, auch nicht für´s Schnappen belohnt, sondern fürs Draußen-Pieseln belohnt - so wie´s sein sollte, und ihm gezeigt, daß das Geschnappe Dich überhaupt nicht beeindruckt.
    So, jetzt ist es vielleicht besser rübergekommen ;-)
    LG,
    BieBoss

  • Und warum sollte der Hund etwas sonst tun, wenn nicht für ein Leckerchen???

    Motivation muß immer sein und die Belohnung bestimmt der Hund... Du kannst den Hund nur mit Dingen belohnen, die er auch wirklich richtig gut findet und zwar auch in dem bestimmten Moment.

    Ansonsten mußt Du auf Meidemotivation bauen: Der Hund wird nur etwas tun, weil er Angst vor den Konsequenzen hat.

    Aus Liebe oder Respekt tut kein Hund der Welt etwas...

    Oder gehst Du arbeiten für ein, weil Du Deinen Chef so gut leiden kannst???

  • Zitat

    Mein Hundetrainer vertritt die Meinung ein Hund sollte etwas nicht nur tun um ein Leckerchen zu bekommen und den Ansatz finde ich nicht schlecht. Deswegen ohne Leckerchen.

    Die Idee mit der Leine ist gut, ich hoffe, daß das auch gut klappt.

    Zu dem ohne Leckerchen. Für mich sind das auch zwei Dinge, früher habe ich auch immer gesagt, menno, der Hund macht nur was, wenn er weiß, daß er ein Lecker bekommt. Pustekuchen, andersrum wird ein Schuh draus. Er bekommt mal eins, dann mal nicht, dann zweimal ja, dreimal nein.

    Bei meinen Hunden ist es jetzt so, daß sie den Blickkontakt suchen und mich vor allem suchen, was lange Zeit nicht der Fall war. Ich habe sie zu oft beachtet, mit denen zuviel gequatscht und auf sie entsprechend eingewirkt.
    Heutzutage mache ich es anders, ich gehe weg, mache mich interessant in dem ich weggehe und belohne, wenn sie dann zu mir kommen. Sie kommen aber nicht, weil ich sie gerufen habe.
    Und auch dann gibt es nicht jedesmal was, denn ich habe ja keine Leckerchen-Fabrik zu Hause :hust: sondern nur dann, wenn ich es will. Sie fordern es aber auch nicht und kommen das nächste Mal auch wieder angerannt. Hat schon riesige Vorteile, wenn man einen Jäger hat, der mal ohne Leine laufen darf :D

    Und ich wollte Dich nicht als ahnungslos hinstellen, falls das so angekommen ist. Aber ich möchte Dir eins sagen, hör einfach mal auf Dein Gefühl und nicht nur auf das, was Dir der Trainer predigt. Natürlich sollte es so sein, daß ein Trainer mehr Ahnung hat, aber er lebt mit dem Hund nicht zusammen, sondern Du.
    Ich habe damals auch auf "Trainer" gehört. Bei mir war es, der Stachel gehört an einen Hund, damit er hört. Ich habe auch nicht selbst nachgedacht. Was habe ich davon gehabt, die ganzen tollen Tipps haben das Vertrauen meines Hundes in mich zerstört.
    Und genau aus dem Grund gehe ich jetzt auch mit dem Bauch vor. Ich prüfe erstmal, ob das für mich und meine Hunde der richtige Weg ist.
    Und ich gebe Dir recht, ich möchte auch keine Dealer-Junkie Beziehung zu meinen Hunden. Aber auch wenn es nicht vorstellbar ist, ich gehe auch ohne Leckerchen raus und die Beiden schauen trotzdem nach mir.
    Der goldene Mittelweg ist richtig, nicht eine Richtung, die uns jemand vorgeben will ;)

    Gruß
    Bianca

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!