Schwimm - Physiotherapie

  • Hallo Ihr Lieben,
    mein Spyke wurde am Freitag beidseitig in den Ellenbogen wg. ED arthroskopiert. Er ist wieder recht fit und wird sicher während der 6 Wochen Leinenpflicht vor Langeweile ausflippen.

    Meine Frage:
    Wann kann ich mit der Schwimm-Physiotherapie beginnen? Mein Arzt meint frühestens nach zwei Wochen.
    Welche Übungen werden da nach Eurer Erfahrung gemacht? Kann ich auch alleine mit ihm und Schwimmweste schwimmen gehen? Was muss ich beachten?

    Danke für Euren Input.
    LG Jens

  • Huhu, ihr seid ja Leidensgenossen. Wir haben das gleiche am Mittwoch in Gießen machen lassen.

    Wir machen auch keine Physio. Hatte ich überlegt, aber die meinten Schonung und gleichmäßige Bewegung wäre gut. Schwimmen im See wäre mir zu gefährlich. Nico würde die Chance nutzen und rumtoben und außerdem ist es ja meist nicht so ebenerdig...

    Aber gute Besserung für euch.

    Wie geht es ihm denn jetzt? Nico hat nen riesen Kragen-läuft aber schon wieder recht gut... fast als wenn icht wäre und ich hab Mühe ihn zu beschäftigen...

  • also wir hatten das ganze anfang september, aber nur am rechten ellenbogen. wir haben nach 5 wochen angefangen mit physio (akkupunktur, Blutegel, massage, ultraschall und magnetfeld und ein paar minuten unterwasserlaufband). die ersten 4 wochen absolute ruhe!!!!nach 2 wochen ist meiner meinung nach viiiel zu früh und dann nach 5 wochen erst piano machen. auch bei einer arthroskopie ist es ne menge arbeit fürs gelenk.

    Falls noch fragen sind, immer her damit..... :D


    P.S. und schwimmen im See oder so ist jetzt zu kalt, an einem frisch operierten ellenbigen, da kann es zu arthrose kommen, also leiber lassen. das wasser im unterwasserlaufband ist warm :gut: :gut:

    lg alexandra

  • Danke Ihr Beiden.

    Spyke ist super munter, will immer laufen und springen. Er humpelt noch leicht, manchmal sehe ich ihm auch den Schmerz an. Aber er ist ein zäher Junge. Bin total überrascht, wie gut alles läuft, aber gleichzeitig auch ein wenig hysterisch, wenn er bspw. aufs Sofa springt.

    Ok, dann gedulde ich mich noch ein bisschen mit der Physio. Ist ja auch logisch. Ich hatte nur die Hoffnung, ein bisschen Abwechslung in sein tristes Leben zu bringen. Fünf Minuten Spaziergänge sind halt nicht wirklich spannend.

    Warum ist das Rheinwasser zu kalt? Hab immer gehört, dass das nen Labbi nix anhaben kann. Oder wegen der Wunde?
    Will alles machen, damit der kleine fit wird, aber definitiv nix, damit er Schaden nimmt. Ist leider manchmal ein schmaler Grat.

    Danke für die Antworten.
    Jens

  • Ich würd ihn nicht springen lassen! Nico draf zur Zeit nicht aufs Sofa. Haben sogar was draufgestellt...

    na ja rhein... stell dir vor du gehst nach ner Knie Op im Rhein schwimmen...

    ich glaub das ist schon zu krass wegen der Strömung, Wasserkälte und Entzündungsmöglichkeit... davon würde ich absehen...

    @alexandra...wie geht es deinem Hund heute?hat die OP was gebracht oder humpelt er noch?

  • Hallo Jens,
    ich antworte mal in meiner Eigenschaft als Tierphysiotherapeutin.

    Ganz allgemein kann das Schwimmtraining begonnen werden, wenn nach dem Fädenziehen die OP-Wunde absolut zu ist. Da meist die Fäden am 10. post-OP-Tag gezogen werden, ist die Aussage "frühestens nach 14 Tagen" schon eine gute Richtlinie. Die letzten Krusten von den Fäden sollten weg sein und die OP-Narben Dich "zartrosa" anleuchten - dann paßt das.

    Wenn Dein Labbi das Schwimmen an sich gewohnt ist, gerne schwimmt und es auch gewohnt ist, bei kalten Temperaturen zu schwimmen, kannst Du die Schwimmübungen auch getrost in Eigenregie durchführen.

    Allerdings ist es in der Anfangszeit nicht ratsam, den Hund auf eigene Faust schwimmen zu lassen - einfach, weil viele Hunde dann auf eigene Ideen kommen und zu viel machen... Zu Beginn ist auch ein fliessendes Gewässer mit schwer einschätzbarer Strömung recht riskant... Auch wenn ein Hund ansonsten ein guter Schwimmer ist, kann das Anpaddeln gegen eine starke Strömung zu viel werden.

    Da würde ich mir eher ein stehendes Gewässer suchen, Wathose mit dicken Klamotten drunter anziehen, den HUnd per Schwimmweste sichern und mit ca. 1 Minute Schwimmen anfangen. Und dies über einige Tage allmählich steigern... So dass Du nach 20 Tagen bei ca. 10 Minuten angekommen bist. Wichtig ist, dass der Hund Dir nicht aus der Hand gehen kann, denn eine Überlastung wäre katastrophal. Nicht nur das Schwimmen an sich ist großartig - weil die Bewegungen im Ellbogen mit einer wesentlich größeren Bewegungsamplitude durchgeführt werden als "zu Fuß", sondern auch das Schritt-Gehen gegen die Strömung in einem Bach - also die Arbeit gegen Widerstand. Dazu muss der HUnd gar nicht mal bis zur Brust ins Wasser abtauchen, es genügt, wenn die Beine bis oberhalb der Karpal-Gelenke im Wasser sind. Das Waten gegen Widerstand wird mit den Unterwasser-Laufbändern nachgestellt.

    Beide Methoden greifen aber an unterschiedlichen "Stellen" an - das Schwimmen ermöglicht ein maximales Durchbewegen des Ellbogengelenkes ohne die Gewichtsbelastung in Kombination mit einer guten körperlichen Auslastung und das Waten trainiert die gelenkumgebende Muskulatur.

    HTH,
    LG, Chris

  • Hallo!

    Meine Hündin hatte eine Gelenks-OP (Splitterentfernung) und das aller wichtigste danach war RUHE RUHE RUHE!! Ich würde noch einige Zeit warten (5-6 Wochen) und den Rat der Tierärzte berücksichtigen. Lieber langweilt sich der Hund ein paar Wochen, bevor sich das Gelenk entzündet.

    Ich wäre damit äusserst vorsichtig ;)

  • Hallo nochmal

    und besonders @ Nikki:

    Deine Aussage "RUHE RUHE RUHE!! Ich würde noch einige Zeit warten (5-6 Wochen)" kann und darf ich so nicht stehen lassen.
    Was die Ruhe angeht, hast Du zwar dahingehend vollkommen Recht, was die Einhaltung des Leinenzwanges und damit die erwünschte Schonung angeht, aber eine korrekte Physiotherapie (bei Mensch und Tier) setzt idealerweise bereits am 1. post-OP-Tag ein. Ganz besonders, wenn Gelenk-OP´s stattgefunden haben.
    Der Grund dafür ist recht einleuchtend: Jede OP ist ja ein "gewolltes" Trauma, indem die einzelnen Schichten, Haut, Muskulatur, Gelenkkapsel, etc. durchtrennt werden. Je nach Art der Manipulationen im Gelenk kann da einiges zusammenkommen. Wenn ich nun solch ein Gelenk in "Ruhe" lasse, passiert folgendes: In jeder einzelner dieser Schichten bildet sich Narbengewebe. Narbengewebe ist immer deutlich unelastischer als das Ursprungsgewebe. Je länger ich mit der Physiotherapie warte, desto mehr hat sich dieses Narbengewebe schon etabliert (frisches Narbengewebe ist noch weich, älteres schrumpft zusammen) und es ist schwer bis unmöglich, dann noch eine normale Funktionsfähigkeit des Gelenkes wiederherzustellen. Durch Ab- und Umbau-Prozesse im und um operierten Gelenk herum entstehen "Verklebungen" - je länger ich damit warte, solche Verklebungen zu lösen, desto schmerzhafter wird es.

    Deshalb sollte eine korrekt durchgeführte Physiotherapie ab dem 1. post-OP Tag passive Bewegungen im operierten Gelenk beinhalten. Das IST schmerzhaft, aber Abwarten macht es nur noch schmerzhafter. Wohlgemerkt, wir sprechen jetzt von passiven Bewegungsübungen, nicht von Schwimmtherapie oder anderen aktiven Dingen.

    5 - 6 Wochen komplette Ruhe sind auch aus einem anderen Blickwinkel absolut ungünstig: Das ist nämlich genau der Zeitraum, in der sich die Muskulatur eines vorher fitten Hundes komplett zurückgebildet hat. Und da dann wieder den ganzen Hund aufzubauen, ist mühsam, umständlich, kontraproduktiv und absolut unnötig.

    Schwimm-Trining, nach Verheilen der OP-Wunde, langsam gesteigert, ist ein äußerst sinnvolles Mittel zur Rehabilitation nach OP´s am Bewgungsapparat. Aber auch da sprachen wir von einem eher moderaten Schwimm-Training, das bei jedem Labrador für "Lachkrämpfe" sorgen dürfte...

    "Chef" in allen Physiotherapie-Fragen nach OP ist der behandelnde TA. Und der hat sich lt. Eingangsposting ja klar geäußert.

    LG, Chris

  • Also meine süße humpelt im großen und ganzen nicht mehr. :gut: aber da wir ab der 5ten woche die zeit die wir spazieren gehen steigern sollen, kann es wenn es sie doch noch nciht soweit belastbar war es schonmal vorkommen kann das sie leicht humpelt. aber das gibt sie sich dann wieder....anders wär es mir lieber, aber das sie auch mal ihre 5 minuten bekommt (sie ist eben noch recht jung).....aber wir versuchen es so gut es geht zu unterbinden :sad2:
    seit einer woche bekommt sie auch keine schmerzmittel mehr.
    aber sie macht sich gut. problem bei ihr:da sie anfänglich links mehr belasted hat als rechts, hat sich eine entzündung in die bizepssehne gesetzt hat.
    aber das haben wir dank ultraschall und blutegel schon wieder gut im griff.
    jedoch werde ich bei der nach untersuchung anfang november die schulter links mit im Ct nachschauen lassen.... :/ ich hoffe halt echt das da nicht auch noch was dran ist.
    Wir werden sehen...drückt uns die daumen, das wär echt der supergau...

    Achso, meine hatte nur 3 tacker im ellenbogen, die waren nach ner woche wieder draußen, schwimmen duften wir aber schon nach 5 tagen, da war es wetter auch noch gut :D

    lg alexandra

  • Hallo Chris2406 !

    Ich hab ja nur geschildert wie es bei mir war ;) . Meine Hündin musste ganze 6 Wochen nach der OP einen festen Verband tragen. 4 Wochen lang sogar einen sehr festen. Die Bewegung (auch passive) des Gelenks war somit unmöglich. Spazierengehen durften wir in den 6 Wochen auf 15 min steigern. Danach wurde weitere 6 Wochen geschont (bedeutet: kein Spielen, und Steigerung der Spaziergänge auf die normal gewohnten 2 Stunden).

    Nunja.. jetzt ist sie gesund, kann das Gelenk normal benutzen (ohne Vernarbungen, trotz kompletter Öffnung des Gelenks) und ich bin total froh, dass alles so gut abgeheilt ist.

    Das sind nur meine Erfahrungen :) Aber vielleicht helfen andere Sachen, wie passive Bewegungen noch besser.. ich bin ja kein Tierklinik-Arzt..

    LG

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