OP oder nicht - schwierige Entscheidung

  • Oh je, was für ein Schock, kann Deine Aufregung und Tränen gut verstehen *tröst* !

    Am besten jetzt tief durchatmen und ganz viele Informationen sammeln, um dann richtig entscheiden zu können.

    Hast Du denn schon eine Ahnung, was bei der OP genau gemacht werden soll, oder erfährst Du das auch erst Dienstag? War mir bisher unbekannt, dass ein Hund am offenen Herzen operiert werden kann.

    Ich wünsche euch alles Gute!

    Liebe Grüße
    Wauzihund

  • Hallo,

    ja, ich hatte solche Gedanken schon, allerdings bei Hunden die deutlich älter gewesen sind. Dort habe ich auch bewusst auf Eingriffe verzichtet und dem Hund ein restliches nettes Leben ermöglicht.
    Bei einem so jungen Hund würde ich mich erstmal informieren, was denn die Herzinsuffienz genau bedeutet. Was genau wird operiert und was ist das Ziel der OP. Und wie das Leben nach der OP aussähe im Idealfall und als Worstcase.
    Ich würde mir auch eine 2.Meinung bei einem anderen Kardiologen einholen.

    Lässt Du den Eingriff nicht machen, dann wäre es wohl blauäugig zu denken, dass der Hund einfach irgendwann nach einem spaßigen Spaziergang tot umkippt und bis dahin alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.
    Du musst damit rechnen, dass er noch einen mehr oder weniger langen Leidensweg vor sich hat mit vielen TA-Besuchen und letzlich steht dann für Dich irgendwann doch die Entscheidung an, den Hund einschläfern zu lassen.
    Ich glaube auch, dass der Hund die Zeit nach einem Eingriff sehr gut überstehen kann, wenn man sich entsprechende Gedanken über die Auslastung macht. Und wenn er nach der Genesung die Chance hat, wieder fröhlich durch die Gegend zu hopsen, dann wirst Du Dich vielleicht fragen, wieso Du jemals auf andere Gedanken gekommen bist...

    Ich drück Euch die Daumen.

    Grüße aus HH
    Silke

  • die tierärztin meinte irgendwas von bypass. ich hab aber irgendwie gar nichts gefragt, war zu schockiert. obwohl ich schon was geahnt hatte. daher waren wir auch da. sie meinte aber, sie macht jetzt nicht groß diagnostik (hat nur mal abgehört), sondern dass soll in der klinik gemacht werden. und murmelte noch was von hund kann jeden moment tot sein :(
    die klinik sagte auch, dass es dringend ist, wir aber erst dienstag kommen sollen

  • Hallo,

    habe mal gegoogelt, guckst Du hier:
    http://www.intervet.de/News/Fokusthem…eprinzipien.asp

    Und vielleicht bekommst Du hier in diesem Forum auch gute Ratschläge:
    http://www.tierkardiologie.lmu.de/sys/cgi/yabb/YaBB.cgi

    Dringend ist jetzt sicherlich erstmal die genaue Diagnostik und die obliegt der Tierklinik. Hoffentlich haben die einen vernünftigen Kardiologen.
    Mit den Infos der Diagnose kannste dann auch eine vernünftige Entscheidung fällen. Im Moment ist es doch eher das Herumstochern in der Glaskugel.

    Grüße aus HH
    Silke

  • Wenn die TÄ lediglich aufgrund ihrer "Abhöraktion" von Bypass spricht, finde ich das nicht wirklich verantwortungsbewusst, das muss ich schon sagen. Und wenn Dein Hund "jeden Moment tot sein" könnte - warum musst Du dann bis Dienstag warten? Was erwarten denn TÄ und Klinik von Dir, dass Du jetzt fast eine Woche beruhigend auf Deinen Wauzi einredest, damit er sich möglichst wenig bewegt??

    Wie SilkeHH finde ich auch erstmal eine eindeutige Diagnose (vielleicht sogar zwei) wichtig.

    Bei unserem Bobby ergab das Abhören eine Insuffizienz. Herz-Ultraschall (bei einem Kardiologen) zeigte, dass sein Herzilein pumperlg'sund ist.

    Ruuuhe bewahren!

    LG
    Wauzi

  • Zitat

    hattet ihr auch schon solche gedanken? was meint ihr?

    Ich hatte solche Gedanken erst, als meine Hündin ganz alt und unheilbar an Krebs erkrankt war. Vorher hab ich alle nötigen OPs machen lassen, weil ihr dadurch geholfen werden konnte. (Bei meinen jetztigen beiden Mädels würd ich genau so verfahren.)

    Wenn die Aussicht auf eine deutliche Besserung des Zustandes bzw. Lebensverlängerung besteht, würde ich eine OP nicht ablehnen.

    Sicherlich sind wochenlanger Schongang und Schmerzen für einen Hund nicht angenehm, aber in meinen Augen auf jeden Fall vertretbar. Besonders bei einem so jungen Hund, der noch sein ganzes Leben vor sich hat. Ich finde da stehen die blöden Wochen in keiner Relation zu der langen guten Zeit, die durch die OP kommen könnte. Vielleicht mag sie danach nicht mehr gerne zum TA gehen, aber ich glaube nicht das sie daran zerbrechen würde.

    Hunde stecken solche großen OPs viel besser weg als wir Menschen.

    Ich bin selbst schon viele Male operiert worden. Die ersten Male als ich 4 Jahre alt war und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es damals für mich noch leichter war, weil ich selbst nicht genau wußte was mit mir geschied und welche Risiken das Ganze hat. Es ist einfach so mit geschehen und ich hab es ertragen. Ich denke da sind Kinder Hunden ganz ähnlich. Sie fügen sich in ihr Schicksal ein.

    Die Tage im Krankenhaus ohne dich werden für die Kleine bestimmt nicht schön sein, aber wenn sie erst wieder zu Hause ist wird es für sie die Hauptsache sein das sie bei dir ist.

    Alles Liebe und Gute für euch Zwei! :knuddel:

  • Hey,

    erstmal tut es mir natürlich sehr Leid dass dein Hund so krank ist und ich drück euch die Daumen dass es deiner Hündin noch lange gut geht.

    Lass dich von solchen Sätzen der Tierärzte nicht unterkriegen.

    Zitat

    und murmelte noch was von hund kann jeden moment tot sein :(
    die klinik sagte auch, dass es dringend ist, wir aber erst dienstag kommen sollen

    Die Tierärzte müssen das ja quasi sagen, sie müssen uns über alle Möglichkeiten aufklären darunter fällt auch nunmal der Tod. Obwohl ich der Meinung bin dass sie sich das manchmal einfach sparen sollten... ginge es nach den Ärzten wäre mein Hund schon 3x gestorben - also deswegen erstmal Kopf hoch. Unsere Hunde sind ziemlich zäh.

    Mit der Krankheit bin ich noch nicht in Berührung gekommen *auf Holz klopf*, aber meiner hatte auch mit 7, fast 8 Monaten eine große OP am Bewegungsapparat. Das ist natürlich etwas völlig anderes, aber die OP selbst und die Schmerzen hat er sehr gut weggesteckt. Allerdings hat er noch heute einen Knacks weg von der Zeit danach, in Bezug auf andere Hunde mit denen er lange Zeit danach nicht in Kontakt kommen durfte. Trotzdem kein Grund für mich es nicht wieder machen zu lassen. Denn das ist einfach eine Sache des Trainings ;) Und wie ich von vielen anderen hier mittlerweile auch gehört habe, nicht die Regel. Viele sind ein paar Wochen nach OP's wieder fit.

    Mach dich nicht verrückt, auch was man so im Internet liest ist oftmals Horror. Schreib dir die Fragen auf und löcher den Tierarzt am Dienstag. Wenn er gut ist dann wird er sich Zeit für euch nehmen und du kannst ihn auch anrufen wenn dir noch Fragen einfallen.

    Nach unserem Gespräch mit dem TA damals, wurde der Familienrat einberufen und es wurden alle für(s) und wieder(s) diskutiert. Bei uns jedoch hat der Punkt, dass der Hund erst 7 Monate alt ist am meisten geholfen. Denn das ist doch kein Alter für einen Hund.


    Aber ich muss sagen dass ich deine Gedanken verstehe. Ich habe mich damals schon damit auseinandergesetzt was wäre wenn... und tue es immer noch. Denn jetzt ist meiner z.B. 4,5Jahre alt und eine weitere OP würde ich nicht mehr machen lassen. Hätte keinen Sinn, wäre nur Verlängerung des Ganzen. Das würde ich besonders nachfragen. Ist sie danach wie vorher? oder bleibt es immer so? und wenn Schäden zurückbleiben, wie lebt sie dann damit?

    Lass dich mal drücken und mich würde interessieren was der Arzt am Dienstag sagt.

    Ganz lieben Gruß
    Sandra

  • Mh, irgendwie klingt mir das komisch! Da ich selbst bzw. Nico schon Opfer eines TA war, der mit seiner Diagnose so falsch lag, kann ich dir nur raten eine gute Tierklinik aufzusuchen. Und zwar eine, die sich damit auskennt und die ständig sowas machen! Eine Uniklink zum Bespiel. Lass deinen Hund dort ordentlich untersuchen und entscheide dann. Alles Gute für euch!

  • also, die diagnose würde ich mir auch von einem zweiten arzt bestätigen lassen

    und JA ich würde die op machen lassen.
    hunde erholen sich sehr schnell, und wenn er schmerzen hat, wird er sich automatisch nicht so sehr anstrengen und bewegen.

    mein bosco wurde auch desöfteren operiert - die letzte war eine milz-op mit einer ca 30 cm narbe am bauch.........auch das ging - hunde rappeln sich schneller als man denkt


    kopf hoch!

    lieber operieren lassen, als mit der angst zu leben, der hund könnte bei einem schönen spaziergang neben dir tot umfallen.

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