Leo bewegt sich nicht in fremden Wohnungen (mit Parkett)

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  • Hallo Foris,

    in 16 Tagen werd auch ich wieder im Lande sein und eine Woche später ist geplant dass ich meine Schwester besuchen werde. Der Hund soll eigentlich mit, 1. möchte ich ihn nicht direkt das erste Wochenende nach 3 Monaten wieder allein lassen und 2. ich nehm ihn halt gern mit.

    Aber ich weiß jetzt schon dass das wieder ein Problem innerhalb der Wohnung geben wird.
    Das Problem ist dass er in fremden Wohnungen quasi bewegungsunfähig ist, ganz schlimm wenn Parkett liegt. Ich denke es liegt daran dass es viel zu rutschig ist und wir zu Hause auch keines haben (zumindest nicht in seinen Bereichen). aber was tun? Rutschesocken helfen bei Parkett nicht, wir haben früher mal Schuhe ausprobiert aber mit denen ist er selbst auf unseren Fliesen gerutscht wie Bambi auf dem Eis. Ich bräuchte Schuhe mit Spikes drunter :D

    Aber auch wenn das Problem geklärt wäre. Von sich aus geht er nicht in fremde Wohnungen rein, liegt kein Parkett, Laminat ect. dann kommt er wenn man selbst rein geht auch hinterher. Ist das aber nicht der Fall, haut er schon von weitem alle vier Beine in den Boden. Mit Kommandos kommt er, weil er ja muss. Aber er bewegt sich als wurde er gerade verprügelt.

    Und ich hab schon alle Methoden die mir einfallen versucht. Leckerchen auslegen - kein Interesse. Völliges ignorieren - dann steht er stundenlang da wie bestellt und nicht abgeholt, bis seine Beine das nicht mehr mitmachen und er sich hinkauert. Seine eigene Decke mitgebracht - passiert das gleiche wie beim ignorieren.
    Er entspannt sich wenn ich die ganze Zeit bei ihm bleibe - hab also mal einen ganzen Abend auf den Boden gesessen und hatte die Hand irgendwo auf ihm liegen - aber das kann ich ja auch nicht immer machen. Und ist auch nicht Lösung des Problems.

    Da er ein Hund ist der, soweit ich das in den letzten Jahren beobachten konnte, seine Schmerzen immer auf die Umgebung bezieht dacht ich halt, dass er Schmerzen in den Hüften hat auf so einem Untergrund.


    Wer noch eine Idee hat, bitte her damit, wäre mir ziemlich wichtig dass Problem anzugehen.

    Lieben Gruß
    Sandra

  • Ich würde hinfahren, Hund in die Wohnung und dann kein weiteres Theater drum machen. Hund fühlt sich nur bestätigt wenn du ständig rufst und lockst und beruhigen willst. Du zeigst ihm geradezu das Parkett/Laminat/Fliesen furchtbar gefährlich sind. :) Lass ihn einfach. Verhalte dich als wäre alles so wie immer und kümmere dich um die Person die du besuchst. Der Hund braucht vielleicht Zeit, aber er wird sich schon dran gewöhnen. :)

  • Zitat

    Ich würde hinfahren, Hund in die Wohnung und dann kein weiteres Theater drum machen. Hund fühlt sich nur bestätigt wenn du ständig rufst und lockst und beruhigen willst. Du zeigst ihm geradezu das Parkett/Laminat/Fliesen furchtbar gefährlich sind. :) Lass ihn einfach. Verhalte dich als wäre alles so wie immer und kümmere dich um die Person die du besuchst. Der Hund braucht vielleicht Zeit, aber er wird sich schon dran gewöhnen. :)


    Dann passiert genau das:

    Zitat

    Völliges ignorieren - dann steht er stundenlang da wie bestellt und nicht abgeholt, bis seine Beine das nicht mehr mitmachen und er sich hinkauert. Seine eigene Decke mitgebracht - passiert das gleiche wie beim ignorieren.

    Und ich hab es einige mal versucht. Er bewegt sich keinen cm. Und da war kein ansprechen zwischendurch von irgendeinem. Alle haben so getan als gäb es ihn nicht. Nichts zu machen.


    Ist das schon wieder ein Problem was ich hinnehmen muss? Langsam häuft sich das bei uns :???:

    lg
    Sandra

  • unser Hund hat das gleiche Problem bei glänzenden Fliesen (Wir haben nur aufgeraute Fliesen im Haus). Ich würde den Hund mitnehmen, ihn in die Wohnung bringen und komplett ignorieren. Irgendwann kriegt der sich schon ein. Es dauert vielleicht sehr lange, aber irgendwann dürfte das klappen. Du kannst ihm auch (völlig kommentarlos) einen Napf mit (möglichst riechendem) Lieblingsfutter hinzustellen.
    Eine andere möglichkeit wäre ihn mit Kommandos in die Wohnung zu "zwingen" und ihn dann auf seiner Decke (die möglichst gross sein sollte) abzulegen. So machen wir das in Restaurants wo ein stundenlanges Stehenlassen eben nicht möglich ist.

  • Hallo Sandra,
    wenn ich als Tierphysiotherapeutin zur Erstbefundung eines Hundes mit Arthrosen (egal wo) oder HD zu den Besitzern nach Hause fahre, gehört zu den ersten Dingen, auf die ich hinweise, das Auslegen von rutschhemmenden Unterlagen auf glatte Fliesen-/Parkett- und Laminat-Böden.

    Wenn Du den geringsten Verdacht hast, dass Dein Hund irgendwo Schmerzen haben könnte, würde ich das zunächst abklären lassen. WENN der Hund Probleme mit dem Bewegungsapparat hat, führt die Bewegung auf solchen Flächen zu allerkleinsten Mikro-Traumen in den betroffenen Gelenken und das ist für die Hunde so schmerzhaft, dass man wirklich nicht von ihnen erwarten kann, auf solch einem Boden rumzueiern.

    Für unsere etwas wackelige alte Hündin liegen auch überall kleine Teppiche mit Anti-Rutschunterlage und meine TÄ hört schon aus dem Behandlungsraum heraus, dass ich mit der Jenni-Oma da bin, weil es dann nämlich ein typisches Geräusch im Wartezimmer gibt: das Schleifen der Eingangsfußmatte über den Boden bis vor einen Stuhl, damit Jenni auf den glatten Fliesen beim Warten Halt hat...

    Probier doch einfach mal einen rutschsicheren - noch handlichen Teppich, den Du zusammengerollt mitnehmen kannst und leg ihn auf solchen Böden hin, plus Decke drauf. Dann hat Dein Hund einen Ort, wo er sich hinstellen, setzen, legen kann, ohne dass es ihm - für uns fast unsichtbar! - fast die Beine weghaut...und ohne, dass es ihm durch die kleinen Wegrutscher und schnellen kurzen Ausgleichsbewegungen ständig in die Gelenke "knallt"...

    Mein Motto ist bei sowas immer eher "im Zweifel für den Angeklagten", deshalb würde ich da reine Erziehungs- oder Untergrund-Trainings-Probleme an unterste Stelle setzen und erst mal gesundheitliche Probleme vermuten.

    Einem Hund auf einem tückisch-rutschigen Untergrund zunächst mal ein sicheres Gefühl zu verschaffen, würde ich auch nicht als Erziehungsversager ansehen - stell Dir einfach vor, in Deiner Wohnung wäre plötzlich eine einzige Eisfläche....wie Du dann rumeiern müsstest...

    Viele Hunde kommen problemlos mit solchen Böden klar, die, die es nicht schaffen, haben auch meistens einen Grund dafür.

    Liebe Grüße,
    Chris

  • Ich seh schon, auch hier gibt es keine Möglichkeit dass zu trainieren. Aber ich dachte ich versuchs mal.

    Chris: Danke für die ausführliche Antwort ;) Leo hat HD, Arthrose, O-Beine ... so ne ganze Palette. Ich hab ja auch die Vermutung dass er die Untergründe deswegen meidet. Obwohl Fliesen für ihn völlig normal sind, er darauf aber auch nicht rennen darf!
    Das ist mit Sicherheit auch einer der Gründe wieso dass Auto so schrecklich für ihn ist, trotz Training usw.

    Also gut, dann werd ich das gar nicht erst groß üben. Hund rein, Decke bzw. Unterlage mitbringen und dann klappt das. Oder zur Not lass ich ihn wirklich zuHause, aber das schau ich dann kurz vorher.

    Danke euch trotzdem.

    @LasPetitas: Danke fürs Thread raussuchen. Den les ich mir heute Abend mal in Ruhe durch.

    lg
    sandra

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