3 1/2 monatige Hündin ist chronische Trinkerin

  • Hallöle,

    wir haben folgendes Problem. Wir haben einen Pflegehund, nur noch bis zum 27.08., die vorübergehend hier war, weil die Familie sie vernachlässigt hat. D.h. das Jugendamt wurde eingeschaltet, weil die 20 jährige Frau mit einem schwerstbehinderten Säugling, einer 4 jährigen, drei Katzen und eben dem Welpen überfordert war. Das Jugendamt schaltete das Veterinäramt ein, die estimmte Auflagen machten. Damit die Familienhilfe und die Haushaltshilfe erstmal in der Wohnung Klarschiff machen konnte, bestanden die darauf, dass die Tiere erstmals wegkommen, aber wieder zurückkommen.

    Wir haben die Kleine jetzt seit etwas über einer Woche. Uns ist gleich aufgefallen, dass sie sehr, sehr viel soff, als sie herkam. Es lief auch 10 Minuten später hinten wieder raus. Geruchs- und farblos, aber eben Pippi. Bis zum Samstag hat sich das zwar mit dem Trinken etwas normalisiert, aber das Pinkeln war immer 10 Minuten danach fällig. Ich habe somit den Rythmus von ihr übernommen und so wurden die Malheure weniger, aber waren in der Wohnung nicht immer zu unterbinden.

    Nach Rücksprache mit der Haushaltshilfe erfuhr ich, dass sie sehr unregelmäßig Wasser bekam. Gestern sind wir dann zum TA mit den Besitzern. Wir waren in Sorge. Den TA, bei dem wir auch schon einige Zeit waren, war sehr besorgt und machte gleich eine Blutuntersuchung und zählte die schlimmsten Krankheiten auf, schloß aber, dass es auch ganz harmlos sein könnte. Die junge Frau brach in Tränen aus um Sorge über die Kleine und sie tat uns leid.

    Wir mußten 30 Minuten auf das Ergebnis der Blutwerte warten. Kurzum, sie ist völlig gesund, alle Werte in Ordnung. Der TA vermutet nun, dass sie chronische Trinkerin ist. Sie soll jetzt zwei Tage Kamillentee bekommen und wir sollen messen, wieviel sie trinkt. Den haben wir gestern Abend noch gemacht und das Wasser entzogen. Als sie endlich was zu trinken hatte, soff sie auf Ex 800 ml von dem Tee.

    Mein Mann und ich besprachen das nun in aller Ruhe zu Hause und leider viel zu spät sind wir drauf gekommen, dass es an der jungen Familie nur liegen kann. Wir wollen nun heute nochmal mit ihr zum TA und mit ihm alles in Ruhe besprechen. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Stubenrein kann sie erst werden, wenn sie das richtige Trinken raus hat und sich ihr Körper daran gewöhnt hat, dass er Wasser bekommt. Aber wie geht es weiter, wenn sie nicht mehr bei uns ist? Wir dürfen sie ja leider nicht so behalten, die Familie will sie zurück. Aber wir haben Angst um die Kleine und uns in sie verliebt.

    Wißt Ihr vielleicht Rat?

    Wir selber haben einen 11 jährigen Rüden, d.h. wenn sie bleiben sollte, müßte sie kastriert werden.

    Aber wir sind so unsicher, was wir tun sollen. Diese junge Familie tut uns zwar leid, aber die Kleine ist für uns wichtiger. Wie gesagt, heute Nachmittag wollen wir nochmal mit dem TA offen sprechen und ihm sagen, was los ist. Die Familie bestreitet leider, dass sie oft kein Wasser stehen hat.

  • Ich nehme an, daß der Welpe wirklich sehr wenig Wasser bekommen hat und das ist schlimm.

    So wie du das beschreibst, würde ich alles versuchen den Hund zu bekommen.
    Da du ja Kontakte hast, würde ich die einschalten, setz dich doch mit dem Vet. in Verbindung.
    Leider ist die Situation der jungen Frau nicht die beste und da bezweifle ich, daß sie noch Zeit hat, sich um einen Welpen zu kümmern.

  • :???: Was bekommt sie denn zu Fressen? Oder hab ich das überlesen? :ops: Das mit dem vielen Trinken kenn ich von meiner her und dann läufts echt hinten wie Wasser wieder raus? Das war aber nur zu den Zeiten, als sie Trockenfutter bekam, sie hat manchmal zwei Schüsseln Wasser gesoffen und die Dritte fast noch hinterher, wenn ich ihr die nicht weggenommen hätte. :schockiert: Und dann ging das gerenne natürlich los. Seitdem ich Nassfutter gebe hat sich das gelegt. Vllt. wäre das mal zu überlegen. :ka:

  • Ich sehe die Kastration hier als das kleinere Übel an.

    Die Wassermenge würde ich gezielt anbieten, d.h. gucken, wieviel dieses Kleine braucht und dann über den Tag verteilt, diese Menge anbieten, was auch für die Verdauungsorgane besser wäre.

  • Sie bekommt Trockenfutter. Sonntags gibt es Nassfutter für alle. Sie bekommt spezielles Junior-Futter. Das haben wir hier gleich umgestellt, seitdem geht sie kaum noch an Kot fressen und ihr Fell hat endlich Glanz bekommen.

    Ich messe heute über den Tag den Verbrauch, was sie trinkt. Bislang hat sie 200 ml getrunken. Sie hamstert da richtig das Wasser.

  • könnt ihr das nicht mit der jungen dame abklären? ihr ins gewissen reden das es besser sei für den Welpen und sie eventuell entschädigen?! Ich würde ihr sagen das sie ihn jeder Zeit besuchen kann wenn sie möchte. Ich denke mal wenn sie ein behindertes baby hat und noch eine Tochter dann ist für sie das beste wenn sie sich erst um ihre Kinder sorgt bis alles über dem Berg ist... ihre Wohnung bekommt sie ja nicht mal selbst hin. Sagt ihr wie schlimm es werden könnte wenn sie denn kleinen behält da dieser ja auch seine Zeit fordert. Ich würde erstmal mit der Dame in Ruhe reden vielleicht lässt sie sich besinnen.

  • @ Milana

    zuerst hieß es, sie sei 6 Minate alt. Doch uns war klar, dass sie jünger ist. Gestern sagte die junge Frau da endlich die Wahrheit.

    Wir hatten leider erst einen Sonntag und da war ihr Trinken ja schon etwas normalisierter. Sie trank zwar mehr als unser Großer, aber nicht mehr so verrückt.

    @ Mesia

    wir haben es gestern schon versucht, aber sie macht nichts ohne ihren Mann und der ist ein Ar.... r wollte den Hund, die Kinder usw. aber kümmert sich null darum. Er geht arbeiten und abends ist er der Pascher. Die junge Frau ist mit 15 Mutter geworden und hat null Selbstbewußtsein. Leider sind wir auch nicht krösus, um die Kleine abzulösen. Ein zweiter großer Hund wäre für uns auch eine finanzielle Belastung, wegen Steuer, Haftpflichtversicherung, Arztbesuche und Futter. Aber wir würden das in Kauf nehmen. Uns liegt halt viel an der Kleinen.

    Die Familie hat auch schon einen richtigen Verschleiß an Hunden. Der erste ist mit Rattengift vergiftet worden, der zweite hatte ein Hormonproblem, den Dritten mußten sie abgeben, weil der zu wild war und sie den nicht in den Griff bekommen haben.

    Sorry, aber in dieser Situation bin ich für Zwangskastration bei Männern und Hundehalteverbot

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