Rudelprobleme - Trainer gesucht
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Hallo Anja!
Vielen Dank für Deine lieben Worte!
Unsere Hunde sind leider nicht an Maulkörbe gewöhnt.... Und das, wo ich so oft predige, wie leicht es einem das Leben machen kann, wenn die Hunde das können.Wir haben nciht mal einen. Das werden wir natürlich so schnell wie möglich ändern.

Naja, bis zu dem Termin mit Pia bleiben unsere Hunde erstmal getrennt. Wobei sie im Moment nur durch ein Gitter getrennt sind und (freiwillig) nur einen Meter voneinander entfernt liegen und pennen. Was will man bei dem Wetter auch machen.
Das mit dem Kater werden wir mal im Auge behalten. Wobei ich inzwischen denke, dass sie am Kater testet, was wir ihr durchgehen lassen. Und wenn sie den Eindruck hat, das mit dem Kater sehen wir grad nicht so eng, dann guckt sie mal, ob das bei Lotte auch geht.
Schön ist, dass sich inzwischen das Tierheim gemeldet hat und die waren echt nett und hilfsbereit. Jetzt fahren wir nach dem Termin mit Pia hin und berichten erstmal. Wenn wir uns für ein Training entscheiden, dann wird uns die Tierheimeigene Trainerin dabei unterstützen. Schön finde ich, dass es für sie völlig ok ist, wenn wir Pias Trainingsplan mitbringen und dann danach arbeiten. Und sie begrüßt die Idee, sich erstmal möglichst viele Meinungen zu holen und dann zu entscheiden, was wir am besten machen.
Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen, dass das Tierheim nicht grundsätzlich Druck macht so nach dem Motto "Ein Tier darf man doch nicht wieder abgeben" sondern sehr verständnisvoll waren und bestrebt die beste Lösung für alle zu finden. Was auch einschließt, dass wir unter Umständen Trudi abgeben, bevor sie die Gelegenheit bekommt, einen anderen Hund so schwer zu verletzen, dass sie anschließend keine Vermittlungschancen mehr hat.
Ich muß zugeben, die Gespräche mit den unterschiedlichen Trainern und vor allem das verständnissvolle Tierheim haben mir wieder richtig viel Mut gemacht. Nachdem ich heute Morgen eigentlich nur wollte, dass ein Hund hier auszieht, damit endlcih wieder Ruhe ist und ich keine Angst mehr haben muß, kann ich mir jetzt schon vorstellen an dem Problem zu arbeiten, wenn es denn eine Chance gibt.
zu Herrn Kuttert: Ich weiß, dass seine Methoden umstritten sind. Und ich kann sogar verstehen, warum. Ich weiß auch nicht, wie er selbst (persönlich/life) arbeitet. Aber das was er sagte, klang für mich logisch und umsetzbar. Und das ich bei diesem Problem nicht mit dem Clicker weiter kommen werde war mir ja von Anfang an klar. (Zur Beruhigung an alle Skeptiker: Ich denke, Ihr kennt mich und meine Einstellung zu meinen Hunden schon eine Weile und wisst, dass ich unseren Mäusen nicht schaden will. Daher sollte es klar sein, dass ich nicht unüberlegt irgendwelche dubiosen oder gewalttätigen Methoden anwenden würde.)
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Hallo,
Mensch, das ist ja echt ne Großbaustelle...!
Erstmal finde ich es super, daß Du Dir so viele Gedanken um die beiden Mädels machst und Du hast ja auch schon Schritte eingeleitet, um daran zu arbeiten.
Über Kuttert habe ich nur kurz mal was gelesen (Zeitungsberichte), was sehr nach Schema F aussieht. Er mag nicht schlecht sein und vielen geholfen haben, geht mir aber alles zu sehr in die Rudelführer-Schiene.
Die anderen Kontakte, die Du geknüpft hast, lesen sich sehr gut. Persönlich kann ich da nichts zu sagen, aber ich bin gespannt, was bei den Terminen rauskommt und wie das Training aussehen wird.
Daß Trudi Lotte gepackt und auch geschüttelt hat, klingt wirklich dramatisch, aber ein Grund, aufzugeben, ist es tatsächlich nicht.
Ich verstehe Dich gut. Eine Hündin abzugeben, wäre sicherlich eine Lösung, aber doch hoffentlich erst die allerletzte.
Ich versuche mal, in Worte zu fassen, wie ich es einschätze.
Noch ne Frage...: Wie lang hast Du die beiden und wie lang leben sie zusammen? Wie alt sind sie?
Es scheint, daß Trudi ranghöher ist (sein will). Ihr "Futterproblem" macht es natürlich nicht leichter, aber das hast Du ja erkannt und betreibst ein super Management, wie ich finde.
Das ist ja eindeutig eine Ressourcen-Sache, die Du im Griff hast (solange Du anwesend bist, wenn ich das richtig verstanden habe). Bist Du nicht dabei, regelt Trudi das Ganze.
Mit dem Pflegi Diego sehe ich das ähnlich. Auch wenn beide Hündinnen kastriert sind, heißt das ja nicht, daß sie kein Interesse an ihrem Rang/anderen Rüden haben. Trudi hat wohl auch bei Diego gedacht, er ist "ihrs". Da Diego aber wohl besser mit Lotte konnte und ihr schöne Augen gemacht hat (wie Du schreibst), konnte Trudi das nicht dulden. Sie ist Lotte angegangen. Klingt für mich erstmal logisch. Die Alphahündin beansprucht den Rüden für sich. Daß es in der Folge auch zum Streit um einen Stock kam, ist auch klar.
Eventuell war vorher (bevor Diego kam) schon einiges unklar und er war der Auslöser (wie hier ja auch schon beschrieben).
Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute für die anstehenden Termine. Ich bin der Meinung, daß das in den Griff zu bekommen ist.
Gute Besserung erstmal für Lotte, daß die Verletzung gut heilt.
Halte durch für's Erste. Eine Hündin abgeben kannst Du immer noch, wenn alles scheitert. Es scheint ja keine grundsätzliche Antipathie zwischen den beiden zu geben. Es ist ja immer situationsabhängig.
Bin gespannt, wie es weitergeht. Ich drück Dich mal ganz dolle.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Zitat
Mensch, das ist ja echt ne Großbaustelle...!
Nicht kleckern, klotzen....

Danke Dir für Deine Einschätzung.
Also, wir haben beide Hunde seit Mai 08. Sie sind beide kastriert und beide ungefähr 3 Jahre alt. (Dass das nicht die beste Kombination ist, weiß ich heute auch....
)Aber nachdem ich den Schock überwunden habe, denke ich auch, dass es noch Hoffnung gibt. Beide haben sich schon wieder - sehr freundlich - durch das Gitter beleckt und beschnuppert. So an der Schnauze, wisst ihr, was ich meine.
Kuttert geht tatsächlich sehr in die (Rudel-)Führungs-Schiene. Ich sehe das grundsätzlich auch durchaus kritisch, aber wie schon geschrieben, ich werde dieses Problem nicht wegclickern können. Und das Gespräch mit ihm hat mir sehr geholfen, die Ideen für das künftige Training zu entwickeln und zu strukturieren.
Zwei Sachen sind uns noch eingefallen:
1. Lotte riecht ja sehr gut. Ich weiß die gesamte Rudel/Rangordnungsthematik ist umstritten und ich bin mir auch noch nicht sicher, wie ich das letztendlich bewerte, aber eine Erklärung wäre ja, dass Turdi in der Rangfolge über Lotte steht und jetzt empört ist, dass Lotte es wagt, trotzdem Läufig zu werden. Ich bin mir nicht sicher, wie viel an der Theorie dran ist, behalte das aber im Hinterkopf.
2. Probleme entstehen ja immer dann, wenn Trudi "verlorenes" Futter findet. (Also Fressen, das wir Menschen nicht beanspruchen, meist, weil wir gar nicht wissen, dass es da ist.)
Die Überlegung ist jetzt, dass wir heimlich Futter verteilen und dann - mit den gesicherten Hunden - üben, dass das auch uns gehört. Erst nur mit einem Hund, dann werden die Situationen mit beiden - gesicherten - Hunden provoziert. Meint Ihr, das kann was bringen?
Zu der Situation mit Diego: Das sah für mich/uns ganz anders aus, als die Futterkämpfe. Da hat ganz klar Lotte Trudi provoziert und umgekehrt. Erst Verkleidet als Spiel, dann eben im Ernst.
Das ist - wenn es um Futter geht - ganz anders. Dann geht Trudi sofort auf Lotte los. Tues sagte nochmal, dass sie meint gesehen zu haben, dass Lotte noch versucht hat weg zu kommen. Aber sicher sind wir uns nicht. Das geht immer soooo schnell.
So, vielen Dank Euch allen. Ich bin todmüde und muß jetzt entspannen und dann schlafen.
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Ich finde, das klingt alles schon wieder richtig gut
Sicher wird es nicht einfach, aber wenn selbst die Trainerin sagt, es ist durchaus nicht hoffnungslos, sondern trainierbar, wunderbar! Und ihr setzt ja nun wirklich Himmel und Hölle in Bewegung, um das zu regeln. Nicht aufgeben! Wenn wirklich alles scheitert, kann man immer noch überlegen, einen Hund abzugeben, wenn wirklich gar nix anderes geht.Umarme dich, glg
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Hallo,
bestehen denn Zweifel an der Kastration von Lotte...? Ich meine nur, weil Du von Läufigkeit sprichst. Wäre ein Ansatz, durchaus, aber wenn sie kastriert ist, dürfte das ja eigentlich nicht sein.
ZitatDie Überlegung ist jetzt, dass wir heimlich Futter verteilen und dann - mit den gesicherten Hunden - üben, dass das auch uns gehört. Erst nur mit einem Hund, dann werden die Situationen mit beiden - gesicherten - Hunden provoziert. Meint Ihr, das kann was bringen?
Die Idee find ich gut. Trudi muß lernen, daß ALLES Freßbares Deins ist.
Wird bestimmt ein langes Training, aber der Ansatz gefällt mir. Wie willst Du es anders trainieren...? Würde Lotte aber erst dazu nehmen, wenn Trudi 100%ig begriffen hat, daß rumliegendes Essen Deine Ressource ist. Erst dann würde ich die Situation mit beiden Hunden nachstellen und trainieren.Wenn Du morgen wieder ausgeschlafen und fit bist, magst Du dann nochmal erklären/verdeutlichen, wie Ihr darauf kommt, daß Lotte den Konflikt in bezug auf Diego provoziert hat? Wie sah das aus?
Hat sie Trudi direkt gedroht? Oder meinst Du mit "Provokation" ihr Verhalten gegenüber Diego? Vielleicht war der Auslöser einfach nur Lottes veränderte Körperhaltung gegenüber Diego, die Trudi provoziert hat? Evtl. hat es Lottes Selbstvertrauen gesteigert, daß Diego sich für sie interessiert hat? In einem Rudel wird ja nur das ranghöchste Weibchen gedeckt. Die "Turtelei" alleine kann ja schon ausreichen, daß Trudi Lotte zurechtweist.
Du hast auch beschrieben, daß Trudi Lotte maßregelt, wenn sie unterwegs andere verbellt, richtig? Besonders während der Zeit mit Diego hat sie das getan, stimmt's?
Ich kenne die Situation in ähnlicher Form. Als wir ne Pflegehündin hatten, die so ziemlich alles draußen verbellt hat, verhielt sich Ronja auch so. Allerdings nur bei Hunden, die ihr wichtig sind, sag ich mal. Also wenn der Pflegi bekannte Hunde, die Ronja mag, angeblafft hat, bekam der Pflegi ne Ansage. Ich deute das so, daß Ronja dem Pflegi in dem Moment klargemacht hat, daß er nix zu melden oder zu regeln hat und gefälligst die Klappe zu halten hat. Ronja war in dem Moment im Rang höher und dem Pflegi stand es nicht zu, irgendwen zu verbellen.
So deute ich es auch bei Deinen beiden. Trudi will die Situationen kontrollieren/regeln und wenn Lotte sich in ihren Augen die Frechheit rausnimmt, jemanden zu verbellen, kriegt sie auf die Mütze. Das steht ihr nämlich (aus Trudis Sicht) nicht zu.
Verstehste, was ich meine...?
Aber jetzt schlaf erstmal gut. Ich lese dann morgen wieder von Dir/Euch.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
PS.: Ich fresse nen Besen, wenn die Trainertermine zu der gleichen Einschätzung kommen. Ich bin ja alles andere als ein Experte...

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Hallöchen!
Oh man, ihr Armen! Das kostet ganz schön Nerven!
Deine Idee mit dem training des herumliegenden Futters ist eigentlich gar nicht schlecht. Das könntet ihm mit Trudi natürlich mal üben. Ich würde jedoch Lotte erst einmal komplett aus dem Thema raus lassen, bis ihr das wirkliche Problem mit einem Trainer erörtert habt. Vielleicht steckt da doch noch was anderes hinter und ihr verbaut das noch bestehende Verhältnis zwischen euren Hunden unbewusst.
Ich finde, dass ihr es immoment richtig macht die Hunde erst einmal zu trennen. So kann jeder Hund seinen Individualabstand selbst bestimmen und Lotte ist geschütz, falls Trudi doch mal meint, dass Lotte zu nah ist. Den Kontakt durch das Gitter würde ich auf jeden Fall zulassen, mehr aber erst einmal nicht! Wer weiß, vielleicht findet zwischen den Beiden eine Komunikation statt, die man als normaler HH gar nicht so wahr nimmt. Oder vielleicht kann Lotte Trudi nicht richtig lesen und dadurch ergeben sich die Probleme.
Bevor ihr selbst versucht ein Training zu beginnen wäre mir erst einmal wichtig zu wissen, was wirklich das Problem ist. Vielleicht ist das alles ein wenig Tiefgründiger und eure Versuche dann kontra-produktiv. Das ist meine Einschätzung. Ich würde erst einmal bis zum Termin mit Pia warten und mit ihr gemeinsam einen Trainingsplan ausarbeiten.Ich bin übrigens verdammt stolz auf euch, dass ihr doch noch mal eure ganze Kraft zusammennehmt und an dem Problem richtig arbeiten wollt!!! Ich drücke euch dann auch ganz ganz fest die Daumen, das ihr das in den Griff bekommt!!!
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Vielen Dank für Eure Antworten

So, ich versuche mal, alles verständlich zu erklären. Nich bös sein, wenn ich was vergesse, ich hab den Kopf grad ziemlich voll...
Vorweg: Das einzige was wir im Moment trainieren ist Grundgehorsam und Impulskontrolle. Und zwar genau so, wie wir es vorher auch getan haben nur etwas intensiver und gründlicher. Alles andere ist nur so ein Plan, für die Zeit nach den Trainerterminen, bzw. sind es Dinge, die ich dann mit den Trainern gern besprechen würde.
So, zu der "Möchte-gern-läufig-sein"-Lotte: Seit Ostern diesen Jahres riecht Lotte (scheinbar) wie eine läufige Hündin. Viele Untersuchungen sind inzwischen gelaufen, aber was genaues wissen wir noch nicht. Die wahrscheinlichste Erklärung (laut TA) ist, dass die Nebennierenrinde Hormone produziert, angeregt durch den Geruch anderer läufiger Hündinnnen. Oder es ist ein Tumor an der Nebenniere, der auf dem Ultraschall nicht zu sehen ist. Es könnte auch sein, dass bei der Kastration Gewebe im Bauch geblieben ist und jetzt die Hormone produziert. Da wäre das Problem, wenn es bei der ersten OP nicht gefunden wurde, dann wird es vermutlich auch bei einer zweiten OP nicht gefunden werden könne. Naja, wir haben noch einen Termin in Hochmoor, aber das dauert noch was.
Also Diego da war, konnte man schon sehen, dass Lotte Trudi immer wieder mal provoziert hat. Da hat es auch begonnen, dass die beiden sich gegenseitig gemaßregelt haben, wenn eine von beiden (egal welche) einen anderen Hund angebellt hat. Vorher haben die immer gemeinsam den anderen Hund verbellt.
Und als es dann zu der außeinandersetzung kam, haben beide an dem selben Stock gezogen. (Stöcke sind denen sonst völlig egal) Das "Spiel" wurde immer heftiger und wir konnten sehen, wie die Grenze überschritten wurde. Nur leider nicht mehr schnell genug eingreifen.
Aber wenn selbst ich diese Steigerung gesehen habe, dann hat auch Lotte das gesehen und hätte "nachgeben" oder deeskalieren können.
Ich finde übrigens, dass die beiden mit anderen Hunden ganz normal kommunizieren. Daher denke ich nicht, dass sie einander nicht lesen können. Verständigungsschwierigkeiten gibt es aber schon, wenn es um Favorisierte Ressourcen geht. Die beiden haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, was "wertvoll" ist und brauchten eine weile, um zu verstehen, was der anderen wichtig ist.
Bei allen anderen Situationen (außer Futter) bei denen ich denken würde, es könnte Rangordnungskämpfe auslösen, gibt es gar keine Schwierigkeiten. Also wenn ich auf der Couch sitze und Hund 1 springt hoch, kann Hund 2 immer folgen. Da gibt es kein rumgezicke. Auch wenn ich heim komme und die Hunde kommen um mich zu begrüßen, gehen die sich nicht geneseitig an.
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Zitat
Bei allen anderen Situationen (außer Futter) bei denen ich denken würde, es könnte Rangordnungskämpfe auslösen, gibt es gar keine Schwierigkeiten. Also wenn ich auf der Couch sitze und Hund 1 springt hoch, kann Hund 2 immer folgen. Da gibt es kein rumgezicke. Auch wenn ich heim komme und die Hunde kommen um mich zu begrüßen, gehen die sich nicht geneseitig an.
Hallo,
für mich sieht das ganz eindeutig danach aus, daß DU für die beiden keine Ressource bist, die es zu verteidigen gilt. Sie akzeptieren Dich beide als Führer, deshalb gibt es in bezug auf Dich auch keine Machtkämpfe oder Gezicke.
Was das angeht, scheinst Du alles richtig zu machen.
Soll nicht heißen, daß Du in anderen Punkten Fehler machst, aber in bezug auf andere Ressourcen (Futter, andere Hunde...) meinen die beiden wohl, es untereinander selbst regeln zu müssen. Wenn Du nicht dabei bist, ist es ja noch schlimmer. Dann fehlt beiden wohl die Führung und Lotte scheint die Rangfolge momentan in Frage zu stellen. Da sie ja in bezug auf Diego durchaus provoziert hat und somit mal ausprobiert hat, ob sie nicht doch mal die Oberhand gewinnt. Schade, daß es mit einer Verletzung geendet hat, aber das kann man ja jetzt nicht mehr ändern.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Huhu Trillian!
ZitatAber wenn selbst ich diese Steigerung gesehen habe, dann hat auch Lotte das gesehen und hätte "nachgeben" oder deeskalieren können.
Das ist ein wichtiger Punkt, denke ich. Wahrscheinlich wollte sie es drauf ankommen lassen, vielleicht ja wirklich, weil sie sich durch Diegos Aufmersamkeit und ihre "Scheinläufigkeit" (ich nenn's jetzt einfach mal so ;)) einfach in einer stärkeren Position fühlt. Ich halte dies durchaus für möglich, auch wenn ich immer vorsichtig bei solchen Rangfolgefragen bin. Ich habe einfach zu wenig über Rangfolge in Hunde"rudeln" gelesen, um mir da wirklich eine Meinung zu bilden, aber bei meinen beiden hatte ich durchaus auch den Eindruck, daß sich da was verschiebt. Nellie hat sich Kiras Übergriffe ja vorher jedesmal gefallen lassen, bis zu dem Zeitpunkt, wo es eskaliert ist. Damals war sie gerade 2 Jahre alt geworden und sie hatte ihre zweite Läufigkeit hinter sich, was ihr bestimmt mehr Reife und Selbstbewußtsein gegeben hat. Und obwohl Nellie Kira bei der Auseinandersetzung am Hals gepackt hatte und schüttelte, hat Kira keineswegs nachgegeben. Beide schienen es austragen zu wollen, und ich frage mich nachwievor, ob da immer noch was brodelt und ob sie es irgendwann erneut versuchen würden. *schauder* Derzeit wirkt alles halbwegs harmonisch und geklärt, aber man steckt halt nicht drin!
ZitatBei allen anderen Situationen (außer Futter) bei denen ich denken würde, es könnte Rangordnungskämpfe auslösen, gibt es gar keine Schwierigkeiten. Also wenn ich auf der Couch sitze und Hund 1 springt hoch, kann Hund 2 immer folgen. Da gibt es kein rumgezicke. Auch wenn ich heim komme und die Hunde kommen um mich zu begrüßen, gehen die sich nicht geneseitig an.
Das ist schon mal gut! Ist das bei deiner Frau eigentlich auch so? Oder ist Trudi da besitzergreifender? Ich frage nach, weil das bei uns leider ein großes Thema ist. Da mein Freund Kira jedesmal bestätigt, wenn sie sich kläffend dazwischendrängelt, bleibt bei uns die Ressource Mensch ein Thema. Zwar fährt Kira bei mir deutlich schneller runter, weil sie weiß, daß ich sie komplett ignoriere, bzw. auch deutlich korrigiere, wenn sie nach Nellie schnappt, aber insgesamt hakt es an dem Punkt nachwievor, weil sie eben bei der Begrüßung meines Freundes immer wieder Erfolge hat. Bei so Sachen kann es echt schwierig werden, wenn sich die Menschen nicht einig werden. Bei euch hatte ich jetzt aber den Eindruck, dass ihr wirklich an einem Strick zieht.

Geht ihr eigentlich getrennt mit den beiden spazieren? Oder ist Zusammenlaufen kein Problem?
Liebe Grüße und natürlich weiterhin gedrückte Daumen!
Anja -
Bei meiner Frau ist das leider ein wenig anders. Entweder betrachtet Trudi sie als Ressource, die es zu beschützen gilt, oder sie glaubt, dass Tues die Dinge nicht selbst regeln kann und sie das tun muß/darf.
Es gab bisher zwei Situationen, bei denen ich nicht (so richtig) anwesend war. Einmal war ich auf der Toilette, einmal (vorgestern) habe ich geschlafen.
Im Moment gehe ich nicht mit beiden Spazieren. Eigentlich war das nie ein Problem (außer in der Phase mit Diego, da haben sie sich eben gegenseitig für das "andere Hunde anbellen" korrigiert.) aber ich hab grad zu viel Schiß. Wir wohnen hier am Ende der Welt und ich hab kein Auto hier. Wenn da was passiert, steh ich ziemlich dumm da. Zu Zweit ist das kein Problem. (Klar, da können wir im "Notfall" die Hunde mittels Leine auf Sicherheitsabstand halten)
Spannend finde ich, dass beide Hunde gleichermaßen akzeptieren, ausgesperrt zu werden. Ich wechsel ja regelmäßig, damit beide mal bei mir sein können.
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