Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Wann aufgeben?
-
-
Zitat
nein, einen Blutcheck haben wir noch nicht machen lassen. Was könnten Schilddrüsenprobleme auf sich haben? Körperlich ist sonst so weit ok, wir hatten die TÄ grad da.
Schilddrüsenunterfunktion kann Verhaltensprobleme zur Folge haben. Ich würde das testen lassen, wenn man im Training immer wieder unerklärbare Rückfälle hat, oder man nicht vorhersagen kann, durch was Problemverhalten ausgelöst wird (50 Omas kein Problem Oma 51 wird verbellt...)Zitat
Zu 2 + 3 möchte ich nichts sagen. Ich bin noch neu hier und habe bereits schlechte Erfahrungen im Netz machen müssen und möchte daher einigermaßen anonym bleiben. Ich hoffe Du verstehst das. Ich werde aber mit der Frau Cordt Kontakt aufnehmen und mal hören ob sie etwas für uns tun kann.
Ja, verstehe ich. Ich wollte aber auch nicht Stadt, Straße und Hausnummer - PLZ Bereich würde reichen, um zu wissen in welcher GEgend ich einen zu empfehlenden Trainer suchen muß
ZitatGearbeitet wurde mit den üblichen Programmen. Dem häuslichen Programm, Leinenführungstraining, dem Hund beibringen/zeigen wie langweilig andere Hunde doch sind indem man ihnen den Rücken zuwendet etc.. Ich denke das waren so die üblichen Methoden. Es ging in erster Linie darum uns halt die berühmte Dominanz zu verschaffen. Die andere Trainerin war total auf die Partnerschaftlichkeit zwischen Mensch und Hund aus. Aber das passte nun so gar nicht.
An den Problemen bezüglich der Tatsache das er auch auf den einen oder anderen Menschen schlecht zu sprechen ist kann man nicht wirklich arbeiten, denn es ist ja nie vorhersehbar wann er mal jemanden nicht mag. Wir kamen also nicht in die Verlegenheit mal zu demonstrieren wie er sich dann benimmt.
Hm.
Muß ich wohl präziser fragen. Wie wurde Leinenführung trainiert. Mit Leinenrucken, mit positiver Bestärkung? Wie wurde vermittelt, dass andere Hunde langweilig sind (eigentlich ist die Frage, warum war der Anspruch, dass andere Hunde langweilig sind?).
Dominanz und Partnerschaft sind für mich nicht kompatibel, entweder der Hund ist ein Partner, und ich versuche mit ihm zusammenzuarbeiten, oder ich will ihn unterornden, also der "Rudelführer" werden/sein/bleiben.Doch, man kann an den Problemen, dass er manche Leute nicht mag arbeiten, nämlich indem man sein Verhalten bestärkt, dass er zeigt, wenn er die Leute mag. So lernt er nämlich, dass das die richtige Version ist.
Warum kann man nur lernen, was richtig ist, wenn man es falsch macht?Zitat
Daher sag ich ja, es ist schwer mit ihm an gewissen Dingen zu arbeiten, weil er so unvorhersehbar ist. Und es ging ja jetzt auch lange Zeit gut. Was aber sicherlich in erster Linie dem zu verdanken war, das wir gewisse Maßnahmen getroffen haben.Massnahmen treffen ist gut
! Der Trick, an den unvorhersehbaren Sachen zu arbeiten, ist, dass man verstärkt das bearbeitet, das schon "Richtig" läuft. Man darf das eben nicht als selbstverstänlich nehmen.Mal zurück zu dem 51. Oma Problem. Es ist doch nicht unvorhersehbar, dass er Problem mit Omas hat, sondern nur mit welcher, richtig? Wenn er mit 50 Omas richtig umgeht und das jedes mal bestärkt wird, wird es vielleicht nicht die 51. Oma sein, die dann mal Probleme macht, dondern die 97ste. Das Problem wird nie 100%ig weg gehen, aber das Auftreten kann gewaltig gesenkt werden.
Der Hund braucht einfach mehr Info = Rückmeldung: "Ja, Dein Verhalten mit Oma Nr. 45 ist super, hier Deine Belohnung dafür!"ZitatDie Körpersprache zu beschreiben fällt mir ehrlich gesagt schwer. Das muss ich vor Augen haben. Ich muss auch sagen, dass ich denke, dass das vielleicht auch keine so gute Idee ist, denn wenn ich nicht anständig und verständliche beschreibe verzerrt sich doch auch wieder das Bild, oder nicht?
Wir könnten es andersrum versuchen.
Ist der Körperschwerpunkt ehr nach hinten und er sieht "flacher" aus als im "normalzustand", möchte er die Situation lieber verlassen - selbst wenn er knurrt, bellt ist das mehr ein "Bitte bleib weg, wenn ich nicht ausweichen kann muß ich Dich beißen!"Ist er größer als sonst, sein Körperschwerpunkt vorne, und scheint auf den Zehenspitzen zu stehen, hat die Ohren nach vorne und starrt den Gegner an, dann ist er wahrscheinlich ehr selbstsicher und sagt: "Du machst Dich besser vom Acker! Du kannst mir keine Angst einjagen! Nötigenfalls komme ich und mach es klarer!!"
Versuch ihn die nächsgten Tage mal daraufhin zu beobachten: einfach nur auf den Körperschwerpunkt achten: vorne oder hinten.
Dann achtest Du einen Tag nur auf Ohren.
Dann nur auf die Augen.
Man braucht etwas Übung, bis man den ganzen Hund so weit im Blick halten kann, dass man mehrere Sachen genau beschreiben kann.Der Körperschwerpunkt ist realtiv leicht zu erkennen, auch von oben oder von hinten, und sagt deutlich was über die BEwegungsabsicht dens Hundes aus: nach vorne, oder nach hinten... das ist doch schon mal eine wichtige Info, ob er sich auf die Oma stürzen wird, oder wegrennen...
Versuch, viel über körpersprachliche Signale der Hunde herauszufinden.
"Beschwichtigungssignale" von Turid Ruugas ist ein guter Einstieg
-
2. August 2009 um 18:16
schau mal hier:
Wann aufgeben? - Vor einem Moment
- Anzeige
Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
Und was soll ich sagen, Buddy liebt sein neues Futter. Die ganze Suche hat sich absolut gelohnt.
Falls ihr ihn noch nicht getestet habt, hier geht’s direkt zum Futtercheck! Das dauert weniger als eine Minute.
Und am Ende könnt ihr euch sogar kostenlose Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern sichern.
👉 Hier nochmal der Link zum Futtercheck!
LG Steffi mit Buddy
-
-
Zitat
Unser Hund ist nämlich zwar ein HSH, aber alles andere als ein urtypischer HSH. Er ist super verschmust, hat im allgemeinen kein Problem mit Fremden und kein total heftig ausgeprägtes Teritorialverhalten. Er hasst es draussen zu sein und möchte schon eigentlich immer gern mit. Er weint wohl auch oft wenn wir ohne ihn unterwegs sind. Und er würde uns für jedes Kaninchen stehen lassen und es wäre ihm wohl wurscht wenn uns dann etwas passieren würde (so von wegen Schutztrieb und so). Auch wählt er absolut willkürlich aus wen er als Bedrohung empfindet.
Natürlich kommen die Gene auch durch, z.B. in der Dämmerung oder in der Tatsache das er doch meist überlegt ob er einem Komando nachkommen möchte oder nicht, oder wenn bei Spaziergängen jemand zwischen uns ist, dann passt er natürlich auch auf aber wie gesagt er ist kein extrem seiner Art.Das ist aber dann natürlich auch wieder kontraproduktiv, denn unser Hund war bisher nie Einzelhund, Hundebegegnungen hat er aber nun ehr selten weil wir sie zu vermeiden versuchen, hat zur Folge der Hund ist unglücklich.
Ich finde es total typisch Herdi, ... lies Dich doch mal auf den diversen Herdi-Seiten durch.
Die sind innerhalb ihrer Familie alle total verschmust, richtige Kuschelbären.
Jagen ist auch total normal ... in ihrer ursprünglichen Haltung mussten die sich oft selbst mit Fleisch versorgen.
Das willkürlich auswählen, wer oder was Bedrohung ist ...
besondere Wachsamkeit bei Dämmerung und Dunkelheit ...
die Eigenständigkeit, das Überlegen ob ein Kommando befolgt werden kann und soll ...
alles typisch HerdiTypisch für einen Hund, der bereits so oft in seinem Leben rumgereicht wurde: nicht allein bleiben wollen, extreme Anhänglichkeit und immer mitwollen ... daher auch nicht allein draußen sein wollen.
Okay ... das bringt Dich jetzt nicht weiter - war nur zur Info

Bei einem guten Trainer wird auch eine Möglichkeit für innerartliche Sozialkontakte gefunden - sei es eine "Rüpelgruppe" ... sei es erstmal eine Zusammenführung am sichernden Zaun.
Sollte das alles in Eurer Familie nicht händelbar sein, wird Euch ein guter Trainer auch auf diesem schweren Entscheidungsweg begleiten und helfen, eine gute Lösung zu finden.
Ich wünsch Euch viel Glück ...
und ganz viel Geduld und Ausdauer.lg
susa -
Hallo Maifeuer,
ich hoffe jetzt mal das ihr keine Hundeanfänger seid. Denn ein Herdenschutzhund ist kein einfacher Hund.
Einen HSH der schlechte Gewohnheiten entwickelt hat umzuerziehen ist selbst für erfahrene Hundehalter eine Herausforderung.Es erfordert sehr viel Geduld,Zeit und Konsequenz. Da die Hunde einen starken Schutztrieb haben und sehr selbstständig (unabhängig) sind.
Woran du sehr stark arbeiten müsstest wäre eure Bindung, Gehorsamkeit, Sozialisierung und Respekt dir gegenüber.
Das heisst u.a. das dein Hund lernt sich besser an dir zu orientieren.
Er hat z.B zuzulassen das sich Fremde, die sich in deiner Begleitung befinden, unbehelligt auf eurem Grundstück oder im Haus bewegen dürfen.
Zudem muss er lernen das er andere Hunde in seiner Nähe zu tolerieren hat.Zudem würde ich ihm einen eingezäunten Garten oder ein Grundstück anbieten, dort kann er dann seinen Wach- u. Schutztrieb ausleben. Natürlich sollte das Grundstück sicher sein, damit kein Fremder es zufällig betreten kann.
An deiner Stelle würde ich mich auf die Suche nach einem kompetenten Trainer oder sonst jemanden machen der explizit über genügend Erfahrung mit Herdenschutzhunden verfügt.
Denn ein erfahrener Trainer hätte dir schon längst gesagt das das Verhalten deines Hundes unter diesen Umständen nicht allzu sonderbar und verwunderlich ist.Ich wünsche dir noch viel Kraft und Durchhaltevermögen.
-
@ Shoppy
ah ja ok, wir haben glaub ich etwas aneinander vorbei geschrieben. Nun hab ich auch kapiert was Du von mir wolltest.
Einen Teil kann ich jetzt schon beantworten hab aber nur kurz Zeit. Rest folgt dann später.
Ja, ein Trainer hat mit diesen Sachen wie Leinenruck, den Hund wenn er ausflippt quasi am Halsband aufhängen und diesen Dingen gearbeitet. Dewegen schrieb ich im Post 1 Brachialmethoden. Die nächste war eigentlich nur darauf aus unserem Hund ein besseres Leben zu verschaffen indem sie und ständig erzählt hat wie schlimm es für einen Hund ist immer angeleint sein zu müssen etc.. Und dann war da noch einer der der Meinung wäre alles wäre doch tutti. Hausbesuche oder sowas hat keiner angeboten. Bei den meisten hatte man das Gefühl die wollten nur mal nen HSH in ihrer Schule haben. Echt ein Ding was sich so Huntetrainer nennen darf...
Der Hund will auf keinen Fall aus der Situation heraus wenn er etwas entdeckt hat. Er macht dann ganz leicht diesen "Schleichgang", vorne runter, langsamer werden und wenn man dann neben dran ist wird er wieder größer, stellt sich in die Leine und führt sich auf wie ein Hofhund an der Kette. Als er allerdings die eine Dame angegegangen ist, hat er teilnahmslos gestanden, hatte sie noch nicht mal im Visir und sprang dann auf einmal los. Da war nichts mit Rute irgendwie verändern oder Ohren anlegen oder sowas. Ich stand etwas weiter weg und konnte das gut beobachten.
@ susami
Ich hab ja auch nicht geschrieben er verhält sich gar nicht wie ein HSH, sondern nicht wie ein urtypischer, der keinen Fremden duldet, keinerlei Veränderungen erträgt und immer in Angriffsstellung lauert. Den Hof bewacht auf Leben und Tod. Natürlich hat er HSH Eigenschaften, aber nicht so ausgeprägt. Viele andersrassige Hunde die ich kenne, verhalten sich nicht viel anders als unser Hund. Zu den meisten Dingen die Du aufgeführt hast, habe ich ja geschrieben, dass das seine HSH Eigenschaften sind.
Das mit dem Jagen, ist ja auch so eine Sache, "eigentlich" jagen HSH nicht, denn sie dürfen ja ihre Herde nicht allein lassen. Aber da scheiden sich wohl die Geister ob ja oder nein.So, muss nun erstmal weg...
-
Hallo!
Auch ich habe keinen einfachen Hund (Boxer-Mix, 2 Jahre).
Er ist sehr wachsam und hat uns gegenüber einen ziemlichen Schutztrieb.
Mit sehr viel Training haben wir inzwischen einen Hund, den wir zu 100 % einschätzen können und dementsprechend reagieren. Er hat einen sehr guten Grundgehorsam (ohne den geht es nicht) und lernt, sich auf uns zu verlassen.
Macht euch doch mal eine Liste, wo ihr reinschreibt, was er gut macht, was er nicht gut macht, und was schon besser geworden ist.
Ich müßte lügen, wenn ich sagen würde, daß ich nie den Gedanken hatte, ihn abzugeben. Ich hab mir dann immer vorgestellt, daß ich meinen Dicken nie wiedersehen würde, und diesen Gedanken konnte ich nicht ertragen.
Mein Tip für euch:
Kein Spielzeug zur freien Verfügung - ihr entscheidet, wann Anfang und Ende des Spiels ist.
Fressen nur auf Kommando.
Jedes gegebene Kommando muß befolgt werden, ihr sagt platz, dann muß er platz machen.
Er muß einen festen Platz in der Wohnung haben, wo er auf Befehl hingeht und auch bleibt.
Sucht euch einen guten Hundetrainer, jemand, dem ihr wirklich vertraut.
Versucht, wieder eine Basis zu schaffen, wo der Hund auch mal Selbstvertrauen aufbauen kann, wo ihr ihn mal loben könnt, daß er etwas richtig gut gemacht hat.
Gebt dem Hund noch eine Chance, er hat es verdient, aber natürlich müßt ihr alle dahinterstehen!Ganz liebe Grüße
optimus und eine dicke Fellnase - Vor einem Moment
- Anzeige
Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
-
Zitat
Die Körpersprache zu beschreiben fällt mir ehrlich gesagt schwer. Das muss ich vor Augen haben. Ich muss auch sagen, dass ich denke, dass das vielleicht auch keine so gute Idee ist, denn wenn ich nicht anständig und verständliche beschreibe verzerrt sich doch auch wieder das Bild, oder nicht?
wäre es eine Idee, wenn du dir angewöhnst, deinen Hund bei den Spaziergängen zu filmen? Dann könnte man sich im Nachhinein die Aufnahmen, wo es Vorfälle gab, anschauen.
Beim Spaziergang selber auch ggf. mal die Ereignisse kommentieren wie "Radfahrer nähert sich" oder Oma nähert, Hund kommt ran, etc.
Und auch immer nachträglich die Aufnahmen nach jedem "ereignislosen" Spaziergang betrachten: Was machen die Ohren, wie ist die Körperhaltung?Das übt schon mal.
-
Zitat
wäre es eine Idee, wenn du dir angewöhnst, deinen Hund bei den Spaziergängen zu filmen? Dann könnte man sich im Nachhinein die Aufnahmen, wo es Vorfälle gab, anschauen.
Bei allem Respekt für gut gemeinte Ratschläge meine ich, dass man sich zuvor einmal vorstellen soll, was es bedeutet, einen Hund, wie von der Themenstarterin beschrieben, zu führen.
Man geht nicht mehr locker flockig und entspannt spazieren und filmt lustig in der Gegend rum. Ein solcher Hund erfordert, dass man ständig die Gegend abscannt und gleichzeitig seinen Hund im Blick hat. Eine Hand ist permanent in der Handschlaufe der Leine und greift gleichzeitig die Leine. Die andere Hand ist immer einsatzbereit, um die Leine ggf kürzer zu nehmen. Unter Umständen wird der Hund auch am Halti oder mit zwei Leinen geführt.
Der Hund muss gerade bei erwarteten möglichen Kontakten, die zu seinem zumindest für den Halter unberechenbaren Verhalten führen, fast durchgehend Kommandos ausführen, um ihn auf die jeweils abgewandte Seite zu bringen und seine Aufmerksamkeit auf einen selbst zu richten.Mit einem solchen Hund ist man froh, einen Spaziergang überstanden zu haben, ohne dass er ausgerastet ist. Physische oder psychische Kapazitäten für gleichzeitige Handhabung einer Kamera bleiben zumindest in der von der TS beschriebenen Ausgangssituation nicht.
Halbwegs entspannt kann man mit dem Hund nur gehen, wenn es sicher ist, dass nichts passieren kann. In diesen Situationen bringt aber auch die Filmerei nichts.
Mir ist schon klar, dass sich die angespannte Haltung auf den Hund überträgt. Und mir ist auch klar, dass man Situationen, in denen man trainieren will, nur dann durchführen sollte, in denen man selbst dazu in der Lage ist und nicht nur mit Befürchtungen durch die Welt läuft.
Die TS schrieb aber, bereits jegliche Freude an gemeinsamen Aktivitäten verloren zu haben. Wenn man an diesem Punkt ist, schafft man es sicher nicht, den Hund noch sicher zu führen, selbst entspannt zu sein und gleichzeitig zu filmen...
Vielleicht seh' ich es ja auch falsch und argumentiere zu sehr aus eigener Betroffenheit heraus.
Aber es ärgert mich immer, wie schnell im Forum grundsätzlich irgend welche Vorschläge in den Raum gestellt werden, bei denen ich zumindest oft den Eindruck habe, sie erfassen die Situation nicht.LG
-
Zitat
Man geht nicht mehr locker flockig und entspannt spazieren und filmt lustig in der Gegend rum. Ein solcher Hund erfordert, dass man ständig die Gegend abscannt und gleichzeitig seinen Hund im Blick hat. Eine Hand ist permanent in der Handschlaufe der Leine und greift gleichzeitig die Leine. Die andere Hand ist immer einsatzbereit, um die Leine ggf kürzer zu nehmen. Unter Umständen wird der Hund auch am Halti oder mit zwei Leinen geführt.
Der Hund muss gerade bei erwarteten möglichen Kontakten, die zu seinem zumindest für den Halter unberechenbaren Verhalten führen, fast durchgehend Kommandos ausführen, um ihn auf die jeweils abgewandte Seite zu bringen und seine Aufmerksamkeit auf einen selbst zu richten.Mit einem solchen Hund ist man froh, einen Spaziergang überstanden zu haben, ohne dass er ausgerastet ist. Physische oder psychische Kapazitäten für gleichzeitige Handhabung einer Kamera bleiben zumindest in der von der TS beschriebenen Ausgangssituation nicht.
Das Filmen solcher Situationen ist eine übliche Methode, wenn Besitzer sich schwer tun die Körpersprache ihrer Hunde zu erklären.
Und niemand sagt, sie müsse selbst filmen. Sie könnte einen Freund bzw. ihren Mann bitten mitzugehen und zu filmen.
Das haben wir auch gemacht, als wir uns noch nicht in Sekundenbruchteilen sicher waren, wie wir den Hund deuten sollen. Und im Nachhinein hat man dann ganz deutlich die Anzeichen erkannt.Vielleicht sollte man selbst nicht so vorschnell urteilen und versuchen Situationen aus mehreren Perspektiven zu sehen.
-
Vielleicht habe ich es übersehen... Was macht ihr um den offenbar immens vorhandenen Jagdinstinkt auszulasten?
-
Ich kann Deine "Verzweiflung" und Überlegungen verstehen,ich kenne diesen "Stress" wenn man mit dem Hund raus muß und sich dabei unwohl fühlt und gar keinen Spaß an irgendwelchen Unternehmungen mehr hat.
Ich hatte mit meiner Hündin annähernd das gleiche Problem,denke mal nicht so ganz extrem,aber schon sehr ähnlich.
ich empfand es als sehr belastend nie wirklich rauszufinden warum sie mal terror machte und mal nicht,also diese Unberrechenbarkeit!
Es war alsoluter Horror für mich mit dem Hund rauszugehen -in der schlimmsten Zeit habe ich wohl das verkehrteste gemacht was man machen konnte:ich ging nur noch ganz früh morgens und ganz spät abends raus,so das jeglicher Kontakt zu Menschen/Hunden ausgeschlossen war.
Irgendwann "wachte" ich dann aber auf und habe genau solche "Treffen" provoziert,erstmal nur leicht zu händelnde Situationen (es gibt zeiten wo z.B. nur Kleinhundehalter zu 90% unterwegs sind) und habe mit meiner Süßen solche Situationen und Treffen geübt.
Auch mit Kinderbesuch bei meinen eigenen 3 Kids warund ist esauch jetzt noch nicht einfach,aber die Situationen haben sich immens entschärft.Ich selbst habe gemerkt,das ich durch mein -langsames-Ablegen der Angst es könne wieder einen Zwischenfall von Aggression geben(gebissen hat sie nie-hätte es aber in manchen Situationen wohl,wenn sie gekonnt hätte) und das bewußte Vermeiden von Streß, den Hund heute so habe,das das Spazierengehen etc. wieder relaxed für beide ist und wir beide wieder Spaß miteinander haben.Zuhause gab es außer bei Besuch nie Probleme!
Ans abgeben des Hundes habe ich damals nicht gedacht-gelitten haben aber wohl sie und ich in der Zeit....Es ist nicht unbedingt ein Vergleich mit Deiner Lage ,meine Hündin ist eine Schäfi-Colli-Mix mit starkem Jagdinstinkt,erst 2 Jahre alt.
Ihr Verhalten ist damals wohl eher der "Junghundezeit" zuzuschreiben...
üben tue ich heute noch viele Situationen immer wieder..........man kann Euch /Dir viele Tipps zum weiteren Vorgehen geben,aber IHR müßt klarkommen und ein gutes Gewissen bei der Haltung des Hundes haben............
Wenn das nicht da ist,und auch die Bindung nicht mehr von beiden Seiten besteht,dann solltet ihr dem Hund -leider- ein anderes Zuhause suchen.Ich hoffe,ihr könnt der Lage Herr werden ,toi,toi,toi.
- Vor einem Moment
- Neu
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!