Aussi Welpe ---kleine und große Macken

  • Hallo an Alle,

    Unsere Kleine Aussi Hündin mit Namen Fee.

    Sie ist seit 14 Tagen bei uns und hat unser Leben um 180 Grad gedreht.

    Sie ist unser erster Hund und es war keine spontane Entscheidung.

    Wir haben uns gut informiert, allerdings sind diese Informationen natürlich nur theoretischer Natur, da wir leider bei Freunden und Verwandten keinen Hund haben, der uns auch nur Ansatzweise als Vorbild dienen könnte.

    So, nun zur Praxis.
    Es gibt kleine Machtkämpfe, teilweise ist die Maus recht angriffslustig, was man nicht mehr als Spaß auffassen kann.
    Habe ein paar Tips ausprobiert, ignorieren als Erstes, etwas lauter werden als zweites und Fliegenklatsche als drittes.
    Damit wir uns richtig verstehen, sie wiegt jetzt 10 Kg und hat auch reichlich Power.
    Gerade bei meiner Frau versucht sie es immer mal wieder.
    Nur vorab, Essen vom Tisch gibt es nicht, auf die Couch -nein- Essen bekommt sie nach uns, durch die Tür gehen wir zuerst. Das hat die kleine auch akzeptiert, aber Ihre Attacken kommen mitunter völlig unmotiviert, was uns wirklich zudenken gibt.
    Ach ja, ihre Aktivitäten versuche ich zu steuern, sie hat auch Freilauf, aber nicht ohne Ende.
    Die Leine stinkt ihr ganz gewaltig, ob jetzt mit Halsband oder mit Geschirr, ist egal.
    In der Wohnung, die groß genug ist(130qm), darf sie bis auf das Bad und das Schlafzimmer überall rein.
    Mit ihrer Schlafbox (auch sehr groß), klappt es schon ordentlich.

    Ist eine zuckersüße Maus, kann auch ganz lieb sein.

    Nur zur Ergänzung: Mit anderen Hunden - kein Problem, Welpenschule auch besucht, mit anderen Menschen auch keine Probleme, im Grunde ein sehr freundliches Tier.
    Nur was machen wir falsch????

    Für Tips wären wir sehr dankbar.

  • Und wenn ihr gar nichts falsch macht? Vielleicht habt ihr einfach nur einen lebhaften, sehr jungen Welpen und erwartet euch zu viel :roll: !

    Gebt der Kleinen Zeit! Ist doch klasse, wenn sie schon so viel kapiert hat! Das "ich darf Herrchen und Frauchen nicht einfach so mit den Zähnen attackieren" - Phase (die übrigens praktisch JEDER Welpe hat) kriegt ihr auch noch in den Griff!

    Das mit der Fliegenklatsche würde ich lassen, weil entweder der Hund davon Scheu wird, oder (und das glaube ich eher) ihn das Teil noch mehr aufstachelt und er versucht es mit den Zähnen zu erwischen.

    Meine Methode ist bei weitem nicht patentiert, aber sie hat bei unserem Welpen sehr gut funktionniert:

    1) Schnullereffekt: Beisst der Hund an meinem Gewand/Händen/Füssen herum, sag ich nein, nimm ein Stoffseil (oder sonst ein Hundespielzeug) und gib es dem Welpen im Maul. Ich zieh ein, zwei mal daran herum, dann zog Daika meistens eh ganz begeistert ab und zerlegte das Teil. Auf die Art lernte sie, was tabu ist und was sie zerkauen darf.

    2) Ruhephasen: Wenn Daika aufgedreht war wie nur was, und wie eine Rakete durch die Gegend getigert ist. Die Katze angesprungen ist, Berny angesprungen ist, und einfach nur total unkontrollierbar war (auch durch Althund Berny), habe ich sie aus vollem Lauf mit den Armen aufgefangen (wie einen langen Pass beim Football, so in der Ellbogenbeuge), auf den Boden gelegt und mit einem "Ruhe!" festgehalten, bis sie von selber liegen geblieben ist. Das war zwei, drei mal nötig. Wenn ich jetzt "Ruhe!" sag, legt sie sich von selber wo hin und schlaft oder spielt in Ruhe mit ihrem Kauseil.

    Diese "Methode" funktionniert sicher nicht gleich gut bei jedem Welpen, bei uns war es aber die beste.

  • Zitat

    habe ich sie aus vollem Lauf mit den Armen aufgefangen (wie einen langen Pass beim Football, so in der Ellbogenbeuge), auf den Boden gelegt und mit einem "Ruhe!" festgehalten, bis sie von selber liegen geblieben ist. Das war zwei, drei mal nötig. Wenn ich jetzt "Ruhe!" sag, legt sie sich von selber wo hin und schlaft oder spielt in Ruhe mit ihrem Kauseil.

    Diese "Methode" funktionniert sicher nicht gleich gut bei jedem Welpen, bei uns war es aber die beste.

    Hallo,

    ich denke, ich verstehe sehr gut, wie Du das meinst. Du solltest es vielleicht etwas genauer ausführen. Hatte beim Lesen so den Gedanken, daß man das für einen Alphawurf halten könnte im Sinne von Unterwerfung. Ich bin mir sicher, daß Du das nicht meinst.

    Deine Tips find ich prima...um Ruhe reinzubringen, wenn sie aufdreht, würde ich zusätzlich noch auf die Box (die ihr ja bereits vertraut ist) zurückgreifen und sie dort mal 2 Minuten "runterfahren" lassen. Laßt sie aber nicht allein dabei. Sie könnte Angst bekommen. Bleibt in der Nähe und ignoriert sie solange, bis sie sich beruhigt hat, dann darf sie selbstverständlich auch wieder raus. Während der "Auszeit" kann man ihr auch ne Kau-Alternative anbieten (gefüllter Kong, Rinderohr...).

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Zitat

    Es gibt kleine Machtkämpfe, teilweise ist die Maus recht angriffslustig, was man nicht mehr als Spaß auffassen kann.
    Habe ein paar Tips ausprobiert, ignorieren als Erstes, etwas lauter werden als zweites und Fliegenklatsche als drittes.

    Hallo.
    Wir haben auch Aussies. Mein Rüde ist jetzt 7 Monate alt und das Verhalten, dass Du beschreibst kenne ich nur zu gut.
    Von meinem kenne ich, dass er sich, je mehr ich auf sein Verhalten eingegangen bin, immer mehr hochpushte und richtig "kopflos" zu handeln schien. Sofern es zu ignorieren war, habe ich das auch getan. Umgedreht, weggegangen, Spiel abgebrochen etc.
    Wenn dieses aufgedrehte Verhalten nicht mehr zu ignorieren war (und meiner konnte auch sehr sehr ehrgeizig werden, wenn es darum ging sich Aufmerksamkeit, wie auch immer geartet, zu erhaschen) kam er in seinen Zimmerkennel. Dort blieb er dann 5 Minuten und hat sich "heruntergefahren".
    Mit lautem Schimpfen oder gar der Fliegenklatsche wird euch auf Dauer nicht geholfen sein. Es kann sein, dass ihr die Kleine damit noch weiter anstachelt.
    Ruhe ist bei unseren im ersten Jahr das höchste Gebot. Auch Spielzeug liegt nicht frei herum. Das gibts nur im Zusammenhang mit mir, oder eben garnicht, wenn die Spielregeln nicht eingehalten werden.
    Wird gezwickt beim Spielen (also absichtlich in die Hände), Aua rufen, Spielabbruch, ignorieren(den Hund also weder anfassen noch anschauen).
    Das ist natürlich mit etwas Geduld verbunden, aber die Kleine wird schnell begreifen, dass ihr Handeln ins Leere läuft.
    Da meiner auch so eine "wilde Sau" war, weiß ich genau wie ihr euch fühlt. Aber das geht alles vorbei. Welpen können, entgegengesetzt zu ihrem Aussehen, wirklich kleine Monster sein, die einem ziemlich viele Nerven kosten. Damit seid ihr nicht alleine. Mit Geduld wird das schon. :smile:

    Edit: Habe ich grad iwie überlesen. Könntest du das

    Zitat

    aber Ihre Attacken kommen mitunter völlig unmotiviert, was uns wirklich zudenken gibt.

    einmal näher beschreiben? In welcher Situation fängt sie denn an zu "randalieren"?

  • Euer Welpe ist jetzt 14 Wochen alt.

    Das Krokodilgebiss und die Spielattacken sind sehr normal und gehören zum Aussie, wie zur Dogge und allen anderen Welpen.

    Soweit macht ihr das doch schon klasse, nur bitte keine "Gewalt".

    Was vorher geschrieben wurde, mit dem Kennel, finde ich eine super Lösung oder einen Laufstall. Wenn Welpi nicht runterfährt, in den Kennel oder Laufstall und wenn er sich beruhigt hat, dann darf er wieder raus Belohnung. Das dauert mit Sicherheit nicht lange, dann hat er den Unterschied raus :D

  • Das mit dem Kennel oder so kann ich nur bestätigen...meine Kleine meinte auch so richtig aufdrehen zu müssen und dann aber nicht mehr runterzukommen...am Anfang wusste ich auch nicht was ich machen sollte. Viele Tips der Hundetrainerin mit festhalten bis sie nachgibt oder ignorieren oder oder...alles half nicht wirklich...zumindest hattei ch den Eindruck es halt SIE nicht beeindruckt. Schlußendlich hab ich sie mir geschnappt, wenn sie zu wild wurde, und hab sie mit einem entschlossenen ruhigen NEIN in ihre Box "gesperrt". Das wirkte Wunder...zwar nicht sofort..aber nach ein paar Wochen nun haben wir das echt gut im Griff und in die Box brauch ich sie gar nicht mehr zu sperren, da geht sie nun freiwillig rein :lol: :gut: Viel Glück und viel Durchhaltevermögen

  • Euer Problem ist mehr auch sehr bekannt! Habe es jedoch recht gut in den Griff bekommen (und das ganz ohne Fliegenklatsche). Es ist nur ein ganzes Stück Arbeit.

    Der Aussie ist ein Hund, der recht ruppig spielt und sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Deshalb ist es wichtig, dass er lernt sich zurück zu nehmen. Spiele, die zu wild werden solltet ihr deshalb zügig beenden. Nur, bitte nicht grob werden!
    Emma hat das "Komando" Schluss gelernt. Also, immer wenn sie heftiger wurde habe ich Schluss gesagt, bin aufgestanden und habe sie ignoriert. HAt sie weiter gemacht und ist nicht heruntergekommen habe ich ihr eine kurze auszeit im Zimmerkennel geben müssen. Der Aussie muss es erst lernen zur Ruhe zu kommen (gibt natürlich auch andere Rassen, die das müssen).
    Versuche möglichst viel Ruhe in deinen Hund zu bekommen. Verlange nur nicht zuviel von deinem Hund und von dir. Es ist noch ein Baby!!! Klare Regel ja, aber bitte nicht mit Gewalt und Druck druchsetzen wollen. Konsequenz bedeutet nicht, dass dein Hund Angst vor dir haben soll! Leider wird das von manchen noch so propagiert. MEine Divise ist da eher den Hund mit Liebe und Verstand zu erziehen.

  • Zitat


    ich denke, ich verstehe sehr gut, wie Du das meinst. Du solltest es vielleicht etwas genauer ausführen. Hatte beim Lesen so den Gedanken, daß man das für einen Alphawurf halten könnte im Sinne von Unterwerfung. Ich bin mir sicher, daß Du das nicht meinst.

    Du hast schon recht, es geht hier definitiv nicht darum den Hund zu "unterwerfen", damit er mich als seinen "Meister" ansieht :roll: . Bei uns war es echt nur ein immobilisieren. Die sollte sich nicht mehr bewegen können. Wenn sie dann ruhig war, hab ich sie wieder losgelassen und meistens ist sie dann eh eingeschlafen. So richtig, richtig aufgedreht war sie ja nämlich meistens dann, wenn sie eigentlich eh schon müde war, aber einfach nicht von ihrem Trip runterkam.

    Diese "Methode" haut aber wirklich nur hin, wenn der Welpe noch sehr klein ist, dann ist sie aber dafür um so effizienter. Absolut kontraproduktiv wäre, wenn man versucht den Welpen so zu immobilisieren, er aber durch strampeln wieder rauskommt und das ganze für ein geniales Spiel haltet. Dadurch, dass wir es schon von Baby an so gemacht hat, hat im Junghundealter dann ein einfaches "Ruhe" mit eventuellem kurzem Festhalten vollkommen gereicht.

  • Diese Methode nennt man "Calm down". Der Hund wird festgehalten bzw. an seinem Bewegungsradius gehindert, bis er sich entspannt. :)

    Ihr seid doch in einer Huschu, oder? Frag doch mal den Trainer, ob er eine Einzelstunde mit euch macht.

    Bei Aussies sind Entspannungsachen ganz, ganz wichtig, weil die meisten ein sehr hohes Erregungsniveau haben. Gib mal in der Forensuche "konditionierte Entspannung" ein und schau mal, was du so findest. :)

    Wichtig ist, dass auch in der Welpenstunde auf Entspannung geachtet wird.

    LG Theresa

  • Man sollte aber dran denken, daß das "Calm down" (ich lerne immer wieder dazu :D ) nicht bei allen Hunden umsetzbar ist.
    Ich kenne auch Welpen, die sich das nicht gefallen lassen und man sollte nicht mit dem Hund kämpfen müssen.
    Dann lieber die Kennel-Lösung, ohne Kampf und ohne Kommandos, ganz easy.

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