Montag! Kastration bei Roxy!

  • Hallo,
    also ich kann auch mit dir fühlen - ich mußte meine beiden Damen auch kastrieren lassen. Aucxh wenn beide unterschiedlich darauf reagiert haben - wir haben es überstanden.

    Der Charakter meiner Großen hat ich allerdings leider negativ verändert. Sie hat jetzt Probleme mit anderen Hunden und macht so ziemlich alle blöd an. Das ist in dem Fall etwas sch... weil die andere einfach mitmacht. Ich hab dann immer 2 rotierende "Etwas" an der Leine und steh blöd rum.

    Bei der Kleinen kann ich noch nichts berichten - die Kastation war erst Ende März. Ihre Genesung und Wundheilung (sie hat NICHT geschleckt) hat allerdings
    bestimmt 4 Wochen gedauert. Auch das Aufwachen war bei Ihr etwas schwieriger. Sie hatte allerdings auch mehr Narkosemittel nötig da sie sich ziemlich gegen die Narkose gewehrt hat.

    Aber so allgemein . . . Kopf hoch . . . das wird schon wieder !!!!!

    Und dass es auch Leute gibt die unüberlegt kastrieren lassen wollen gibt es leider doch. . . . als ich einer Frau erzählte dass ich meine Hündin kastrieren lassen müsse sagte sie mir dass die das bei ihrem Hund auch machen lassen will. Als ich sie nach dem Grund/dem gesundheitlichen Problem fragte, sah sie mich mit ganz großen Augen an . . . Ich hoffe , dass ich sie überzeugt habe, dass man nicht einfach so den Hund zerschnippeln lässt.

    Viele Grüße und *Daumen drück* der Patientin
    Terrier-lady

  • Hallo!

    Meine Maus hat soweit wie ich das beurteilen kann alles gut überstanden !
    Wir hatten den Termin um 8:30Uhr ... seit 10:00uhr ist sie hier bei mir zuhause ... ist viel am weinen !
    Sie liegt neben mir und zwischendurch döst sie weg!

    Bin gespannt wies Roxy geht, ich hoffe auch dort ist alles gut verlaufen !

  • @ Juliaaaa

    dann tröste sie mal, ich hoffe das alles schnell heilt!

    Zu Roxy, ist sie schon wieder daheim?

    Gucci habe ich damals am morgen ca. 7Uhr hingebracht und gegen mittag 11 wieder abgeholt, da war sie aber auch schon wieder ganz munter.

    das einzige was sie verändert hat (oder auch nicht) sie ist noch verfressener (falls das überhaupt möglich ist :headbash: :headbash: )

    Ansonsten kopf hoch, es wird alles gut gehen!

  • Ich denk an auch! :smile:
    schon den ganzen morgen
    ich bin auch durch die Hölle gegangen
    bei den kastrationen!
    Aber glaubt mir alles wird gut! :gut:
    Die Hunde kommen da besser mit klar wie
    wir Menschen! :gut:
    Berichtet mal weiter!
    GGGGGl.G Susanne

  • Zitat

    1. Kann es passieren das sich der Charakter verändert??

    kann, kann aber auch nicht - nach meinen Erfahrungen kann man sagen, je älter und selbstsicherer der Hund ist, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich am Charakter/Verhalten nichts mehr ändert

    Zitat

    2. Was für komplikationen können bei der OP auftreten??

    Alle möglichen und keine.
    Es gibt Hündinnen, da geht alles reibungslos. Das ist der weitaus grösste Teil.

    Andere haben Probleme mit der Narkose - meine eigene Hündin hatte zwei Zwischenfälle während ihrer Kastration, das wussten wir aber schon vorher, dass bei ihr ein extrem erhöhtes Narkoserisiko besteht, sie wäre uns beinahe schon bei der Narkose zum HD-Röntgen auf dem Tisch liegengeblieben.
    Eine Hündin bei uns aus dem Verein wurde mit 16 Monaten just for fun kastriert - Narkosezwischenfall, nicht mehr aufgewacht.

    Dann gibt es Hündinnen, die haben zwar keine Probleme mit der Narkose. Dabei aber evtl. eine erhöhte Blutungsneigung. Aktuell ist es ja beim Hund noch nicht unbedingt üblich, Gerinnungstests etc. machen zu lassen - wenn dann die Hündin unerkannter Bluter ist .......

    Dann gibt es alle möglichen Varianten von anatomischen Veränderungen an den Organen, die Komplikationen hervorrufen können. Selbstverständlich hängt das auch etwas damit zusammen, ob nur die Eierstöcke entfernt werden oder auch die Gebärmutter.

    Im Nachhinein kann es zu Komplikationen bei der Wundheilung kommen, Nachblutungen und solche Sachen.

    And last but not least kann es auch zu Fehlern durch den TA kommen. Muss man ganz ehrlich sagen, selbst der beste Operateur kann mal einen Fehler machen.
    Bei einer Hündin eines Vereinskollegen, die auch nur just for fun kastriert wurde, stellte sich Jahre später heraus, dass ein Harnleiter verwachsen war. Der Verdacht liegt nahe, dass das durch eine Verletzung des Harnleiters während der Kastration geschehen ist. Ob dem so tatsächlich so war oder nicht, konnte man im Nachhinein nicht mehr feststellen (ok, durch eine Obduktion hätte man das eventuell gekonnt, aber nun ja .... wer will es dem Halter verdenken, dass er seinen Hund nicht noch obduzieren lassen will). Auf jeden Fall musste die Hündin im Alter von etwa 8 Jahren wegen hochgradigen Nierenschadens eingeschläfert werden.

    Zitat

    3. Wielange ist sie ausser gefecht gesetzt??

    Das hängt individuell vom jeweiligen Hund, seiner Konstitution und seiner Kondition ab.
    Die einen wachen aus der Narkose auf und würden am liebsten sofort wieder Bäume ausreissen. Die anderen sind erst mal ein paar Tage platt.

    Zitat

    4. Wie war das bei euch so?

    Bei Tessy ist es zu lange her um noch genaues sagen zu können, allerdings war es bei ihr eine echte Not-OP (hochgradige Pyo kurz vorm Platzen) und soweit ich mich erinnere, war sie die nächsten Tage etwas schlapp und ko. Da sie allerdings schon die Tage davor ebenfalls sehr krank war .... nicht weiter verwunderlich.

    Bei Nele war es zwar medizinisch angezeigt, aber keine Not-OP. Sie hatte nach jeder Läufigkeit Gebärmutterentzündungen. Da konnten wir erst mal behandeln und dann den "gesunden" Hund operieren. Sie meinte bereits am nächsten Tag, dass Springen und Toben adäquate Beschäftigungen für einen Hund mit Bauchschnitt sind :headbash:

    Zitat

    5. Was kann ich gegen meine angst machen??

    Nichts - da es medizinisch wohl notwendig ist, Augen zu und durch. Frag mich nicht, wie ich gezittert habe bei meinem weissen Chaostier - da wussten wir ja, dass ein extrem erhöhtes Narkoserisiko vorliegt. Steht auch bei unserem TA ganz gross mit Warnzeichen etc. im Computer drin. Trotzdem wurde es zweimal sehr sehr knapp - hatten allerdings den Vorteil, dass das eine Tierklinik ist in der alle möglichen Überwachungsgeräte vorhanden sind. Und auch das Personal dazu, diese Überwachungsgeräte zu bedienen.
    Allerdings muss ich gestehen, ich hätte da nicht mit im OP-Saal sein dürfen.

  • OT: Yane, was hast du für einen Hund? Einfach interessehalber. Und alter Schwede , eine Pyo kurz vorm platzen ist der Horror schlechthin.

    OT Ende

    Die arme Maus, Paula hat zum Glück nicht geweint, uns aber fast schon vorwurfsvoll angestarrt.

    Ich hab zwar zwischendurch leise den Fernseher laufen lassen, habe aber gemerkt, dass Paula besser schläft, wenn alles ganz still ist.

  • Hunde sollte man nach einer Narkose in einem dunklen Zimmer langsam aufwachen lassen.

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