Aggressionen ohne Grund?!

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  • Hallo,

    seit Neustem hat unser Arthur die Angewohnheit uns, meines Erachtens nach, grundlos anzuspringen und in den Arm zu zwicken/schnappen.
    Dies passiert in ganz unvorhersehenden Situationen.
    Wenn ich z. B. mit ihm draußen war und reingehe, fängt er an an der Leine zu zerren. Diese nehme ich ihm ab (da wir ja dann drin sind) und beim hochlaufen der Treppe beginnt er schon, an meinem Ärmel zu zerren. Ein "Nein" oder "Aus" nimmt er gar nicht wahr. Wenn ich den "bekannten Schnauzengriff" mache, jault er kurz auf und macht dann aber geich wieder weiter, dann aber schon aggressiver. Packen wir ihm am Nacken hört er auch kurz auf, macht dann aber wieder weiter und schnappt jedes Mal fester zu! Er hört gar nicht mehr auf!
    Schupst man ihn weg, springt er einen an (und zwar nicht ohne) und schnappt wieder nach den Arm oder nach der Hand. Das Schnappen wird dann auch immer fester und bisher hat er uns zwar noch nicht ernsthaft verletzt, aber soweit soll es ja auch nicht kommen!

    Arthur geht auch zur Hundeschule. Dort ist er auch noch nie negativ aufgefallen, im Gegenteil, er benimmt sich wie ein Musterschüler und ist auch sehr lernfähig und aufmerksam.

    Wie können wir ihm dieses Verhalten unterbinden und was machen wir falsch...?!

    Hoffe auf Eure Antworten!
    Grüsse
    Rafana

  • Hallo,

    für mich hört sich das einfach nach Übermut an...
    Was sagen denn die Trainer von der Hundeschule? Hundplatz ist auch etwas völlig anderes als zuhause. Das darfst Du nicht vergessen.

    Was ein Hund auf dem Hundeplatz kann, kann er nicht automatisch auch zuhause, und umgekehrt.

    Hunde lernen ortsbezogen.

    Ich würde da gar nicht so lange rummachen, denn der Hund putscht sich ja immer weiter hoch.
    Mit jedem Mal wo Du ihn ansprichst, zurückweichst, ihn wegstubst, ihn körperlich maßregelst, wird sich das nicht ändern.
    Kurz runterdrücken, so dass er auf seinen Pfoten steht, ein Nein dazu und weitergehen. Versucht er es nochmal, dann sich ihm direkt entgegenwenden, ihn quasi abfangen, ihn wieder auf den Boden stellen und ein energischeres (bei mir ein ruhigers, drohendes "Nein") Nein. Normalerweise ist dann auch gut.

    Vielleicht versucht er es nochmal, oder ein paar Tage später wieder, aber wenn Du da versuchst ruhig und energisch aufzutreten, dann ist das meist bald erledigt.

    Liebe Grüße und viel Erfolg

    Steffi

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hi Steffi,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort.

    Die Traninerin beim Hundeplatz hat noch nicht viel dazu gemeint, da ich sie nur mal auf die Leinenzerren angesprochen habe (das schnappen macht er erst seit wenigen Tagen).

    Wie genau kann ich das "auf den Boden stellen" verstehen?
    Ich habe das Gefühl, dass desto mehr Körperkontakt und Aufmerksamkeit er in diesem Moment bekommt, umso wilder wird er... Aber ignorieren ist ja auch keine Lösung...

    Danke + Grüsse
    Rafana

  • Zitat

    Wenn ich den "bekannten Schnauzengriff" mache, jault er kurz auf und macht dann aber geich wieder weiter, dann aber schon aggressiver. Packen wir ihm am Nacken hört er auch kurz auf, macht dann aber wieder weiter und schnappt jedes Mal fester zu! Er hört gar nicht mehr auf!

    Würdest du bitte solche Erziehungsmethoden sein lassen, die sind, wie du ja selber festgestellt hast, kontraproduktiv.
    Damit erreichst du nur, das du für deinen Hund unberechenbar wirst.
    Wie alt ist dein Hund eigentlich :???:

  • Zitat

    Würdest du bitte solche Erziehungsmethoden sein lassen, die sind, wie du ja selber festgestellt hast, kontraproduktiv.
    Damit erreichst du nur, das du für deinen Hund unberechenbar wirst.
    Wie alt ist dein Hund eigentlich :???:

    Und wie sollte die TS die Sache angehen?

  • Zitat

    Und wie sollte die TS die Sache angehen?

    Steffi.E. hat die Vorgehensweise gut beschrieben...man muss ja nicht 5 Seiten dasselbe predigen ;) . gegebenfalls den Hund ein paar Minuten in einen anderen Raum (Box) schaffen, dass er runterkommt.
    Wenn er sonst intelligent und lernfreudifg ist, würde ich das als überdreht einstufen und ihm ne Pause "verordnen". Und wenn er einfach nicht stoppt, ihn eben so abtrennen, dass er mich nicht anhüpfen kann.
    Grad bei aufgedrehten Kandidaten, wo die Halter es so nicht hinkriegen würde ich ihn an ne Box gewöhnen, als angenehmen ruhe und Pauseort.
    Wie man das übt ist hier oft beschrieben- Suchfunktion benutzen, Stichwort "Box, gewöhnen".

    lg susanne

  • Zitat

    Wenn ich den "bekannten Schnauzengriff" mache, jault er kurz auf und macht dann aber geich wieder weiter, dann aber schon aggressiver. Packen wir ihm am Nacken hört er auch kurz auf, macht dann aber wieder weiter und schnappt jedes Mal fester zu!

    Diese beiden Erziehungsmethoden sind veraltet und antiquiert und gehören nicht mehr in die Hundeerziehung ... oder sollten da nicht mehr hingehören. Was meint die Hundeschule zu diesen Methoden? Ich hoffe sie befürwortet sie nicht oder empfiehlt sie womöglich?

    Du schreibst "ignorieren bringt ja auch nichts" aber genau das ist es. Folge einfach dem was Steffi geschrieben hat, dass ist schon der Beste Tipp den man dir geben kann.

    Mit "auf den Boden stellen" ist lediglich gemeint, dass du durch abdrängen dafür sorgst, dass er dich nicht anspringt sondern seine Pfoten wieder auf dem Boden sind. Sprich dich abdrehen, wegdrehen, ihn ins leere springen lassen, ihn mit den Pfoten wieder auf den Boden bringen. Agiere zügig, ohne erst abzuwarten, dass er handelt. Versuche schon im Ansatz zu vermeiden, dass er dich anspringen kann, dafür brauchst du ein gutes Timing. Wenn er dich anspringt handele wie Steffi es beschrieben hat und gehe dann einfach weiter als wäre nichts gewesen und ignoriere diese Unart.

    Du kannst sehr viel erreichen einfach indem du mit entsprechender Körpersprache agierst (nicht körperlich) und deiner Stimme den richtigen Tonfall gibst (fest/selbstsicher nicht laut).

  • Hallo,
    laut Vorstellung hast Du einen Rotti von 7 Monaten. Dein Arthur kommt gerade so richtig schön in die Pupertät und testet aus.
    Du mußt jetzt den längeren Atem haben.

    Bleib konsequent. Wenn er die Leine schnappt, nimm sie ihm weg und steck sie in die Tasche, schon kann er sie nicht mehr schnappen. Das macht er ja nur, wenn Du schon zu Hause bist, oder?
    Wenn er hochspringt, dreh Dich weg, so daß er ins Leere springt. Es dauert und es wird mit Sicherheit hart, denn die Pupertät ist seeeehr anstrengend ;) aber sie geht vorbei und Du wirst hinterher drüber lachen, was er als "Jugendlicher" für ein Blödsinn gemacht hat :D

  • Hallo zusammen,

    Danke für Eure Antworten!

    Das Anspringen macht er auch nicht überwiegend.
    Schwierig und sehr nervend ist es, wenn er sich in den Arm fest schnappt und meint, er kann an der Jacke zerren. Hätte man keine Jacke an, könnte das ziemlich schmerzhaft werden.
    Auf "Nein" reagiert er 2-3x, dann wird er auch gelobt.
    Nach wenigen Sekunden macht er aber weiter und da hilft auch ein konsequentes "Nein" nicht.
    Was kann ich denn tun wenn er nach unseren Armen / Händen schnappt und diese in den meisten Fällen auch erwischt?!
    Wegziehen, klar. Dann macht er aber weiter und hört auf kein "Nein" und garnichts mehr.

    Möchte einfach nichts falsch machen und hoffe auch, dass die Pubertät irgendwann ein Ende nimmt! Wenn wir ihm dieses Verhalten aber nicht bald abgewöhnen, nimmt es wohl nie ein Ende... :-(

  • Ich bin da sehr rigoros gewesen, wird bei "Nein" nicht losgelassen, wird die Lefze hoch zu den Zähnen gedrückt und dann lassen sie freiwillig los.
    Hört sich vielleicht brutal an, ist es aber nicht.
    Irgendwo ist halt eine Grenze!!

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