an manchen Tagen könnt ich echt weinen!

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  • Wo bist du denn her ? Ich hatte nur Luxenburg gelesen !!

    Mein Ansatz wäre vermutlich ein anderer, aber einfacher ist natürlich jemand, der den Hund sieht.

    Gruß, staffy

  • Staffy, ich bin gebürtige Luxemburgerin, wohne aber seit einigen Jahren in D. und wir sind vor kurzem nach Hirschbach (Bayern) umgezogen.
    Das liegt in der Nähre von Amberg und Sulzbach-Rosenberg.

  • Tucker hats schon angesprochen - Situation unterbrechen und Superleckerchen sind ganz wichtig!

    Aaaalso:
    1. Abbruchwort
    2. Ablenken
    3. Belohnung

    Im Buch ist das so beschrieben: Hund bellt, du sagst das Abbruchwort - egal ob der Hund aufhört - wichtig ist das Signal, die Handlung baust du ja erst auf. Dann gehst du ruhig und gelassen zum Hund und zeigst ihm das Superleckerchen (bei meinem Dicken geht nix über gebratene Rindfleischstreifen). Das ist nur die Ablenkung (er darf noch nicht an das Lecker herankommen), seine Nase wird zu deiner Hand wandern und er wird sehr wahrscheinlich sein Bellen unterbrechen. Warte die Millisekunde Ruhe ab und gebe ihm das Lecker dann. Danach gehst du wieder ruhig und entspannt an deinen alten Platz zurück. Schlaue und verfressene Hunde checken das recht schnell und drehen sich bei Flurgeräuschen automatisch zu Frauchen, das ist das was du erstmal erreichen willst. Das ist die Alternativhandlung. Später kannst diese Handlung nur noch sporadisch belohnen, aber im Anfang gehts darum, die o.g. Vorgehensweise konsequent durchzuführen.

  • ok klasse und danke für die erklärung!
    werd's mal so probieren.
    Ich hab Sam jo soweit dass er Ruhe gibt bei meinem Abbruchsignal und wenn er ruhig ist lobe ich ihn und er weiss dass es dann ein Leckerli gibt und kommt so zu mir gerannt....meistens.
    Aber wie gesagt, bis dahin ist er schon aufgesprungen und hat schon mehrmals laut gebellt.

  • Hast Du´s schon mal versucht, einfach sein Gebelle zu unterbrechen, und wenn er nicht SOFORT aufhört - ab ins nächste Zimmer, Tür zu! Damit er erst mal kapiert, daß das Gebelle unerwünscht ist. Hat den netten Nebeneffekt, daß nicht das passiert, was Du oben schreibst: Hund ins Zimmer und kommt dann wieder raus - logisch, daß der dadurch nur lernt, daß er machen kann, was er will! Wenn er im Zimmer bleiben soll, dann einfach Tür zu und fertig (spart Dir 1000mal wieder reinschicken und gibt dem Hund nicht das Wissen, daß er rauskommt, wenn auch nur für Sekunden, bis Du ihn weider reinbringst!)! Meckert er im Zimmer weiter, gibt´s Ärger - verbal oder er wandert zusätzlich in eine Box, die verschlossen werden kann. Immer negative Konsequenzen für dieses Verhalten. Sei mir net böse, und korrigier mich, wenn ich den falschen Eindruck habe - aber es scheint mir so, als hätte Dein Hund derzeit einfach eben immer wieder Erfolg damit, das zu tun, was er will. Hand aufs Herz, stimmt das so?
    Und wenn Du rausgehst - Hund in ein Zimmer, das so abseits liegt, daß er Geräusche aus dem Flur nicht so mitkriegt - ist das möglich in der Wohnung?
    Hast Du wirklich in der Wohnung angefangen, ganz klein, ihn ans Alleinsein zu gewöhnen? Das fängt damit an, ihn beim Gang zur Toilette auszusperren aus dem Bad, mal aus der Küche zu schicken, wenn Du kochst etc., Kleinigkeiten halt. Erst wenn er das akzeptiert, kannst Du einen Schritt weitergehen - Briefkasten, Keller, Zigarettenautomat, 5 Mnuten, 10 Minuten, dann mal wieder kürzer (er darf nicht lernen, daß Du jedesmal, wenn Du ihn alleine läßt, länger wegbleibst!!) etc., kurze Gänge eben. Wenn er kläfft, wenn Du heimkommst: einmal (ernsthaft) böses "EEeeey!" und ab ins Zimmer sperren. Zack, weg damit! Er muß verknüpfen, daß Rumkläffen einfach Ärger gibt, auch wenn Du nicht grad da bist. Verknüpfung: wenn ich kläffe, werd ich ins Zimmer gesperrt (die kurze Aufmerksamkeit, die er hat dadurch, daß er Dich "zurückruft" -weil Du ja beim kläffen reinkommst- bringt ihm dann nix, wenn er trotzdem "weggesperrt" wird.)
    Sobald er sich einmal vernünftig verhält, d.h. nicht bellt bei Geräuschen, SOFORT loben!
    Klingt zwar alles ein bißchen bös - aber mal im Ernst - was ist schlimmer, ne Weile "böse" (sprich konsequent) zu sein, oder Hund weggeben zu müssen? Das ist doch kein Leben so für Euch!
    Evtl. kannst sogar die Nachbarn einbinden: "ich will Nägel mit Köpfen machen, gehe jetzt ne runde spazieren, und wenn er kläfft, rufen Sie mich bitte SOFORT an! Ich komme umgehend heim!" Das zeigt den Nachbarn, daß Du wirklich ernsthaft trainierst, und sie mutieren von quengelnden Nervern zum Helfer! Denn wenn Du im Flur stehenbleibst, um zu lauschen, merkt der Hund das! So kannst rausgehen, und die rufen Dich, wenn´s laut wird.
    So, das waren meine spontanen Ideen. Vielleicht ist was dabei, das Du noch nicht versucht hast!
    Wünsche Dir ganz viel Erfolg!
    LG,
    BieBoss
    Estandia: besteht dabei nicht die Gefahr, daß er erst recht lernt, zu bellen, weil er für´s Aufhören was kriegt? Weißt schon, von wegen Verhaltenskette einüben und so....

  • Hallo!
    Ich kann deine Verzweiflung verstehen. Wir wohnen Gott sei dank im eigenen Haus, aber ich könnte mir vorstellen, was passiert, wenn ich in eine Mietwohnung müsste.
    Mein Tipp: Hast du mal versucht, mit den Nachbarn zusammen zu arbeiten? Geh bewusst auf sie zu, erkläre ihnen die Situation. Erzähl ihnen, dass du versuchst, dran zu arbeiten, dass das aber bei einem Hund ein sehr langer Lernprozess ist. Und dann frag sie, ob sie dir nicht helfen wollen, damit es im Haus wieder ruhiger wird. wenn du Zeit hast, bestelle sie vorbei, dass sie immer im Hausflur rauf und runter gehen und mit den Türen klappern oder sich unterhalten.
    Dann weißt, du, wann es passiert und bist drauf vorbereitet und kannst bewusst mit deinem Hund arbeiten.
    So habe ich das mit dem Hund von meinem Freund gemacht, der nicht richtig spazieren gehen konnte, wenn wir Kinder oder Jogger getroffen haben. Da hab ich mir welche von der Straße geholt und sie gefragt, ob sie nicht ein paar Mal an uns vorbei laufen können. Du selbst hast dann einfach nicht den Überraschungsmoment und kannst sofort auf deinen Hund eingehen.
    Probiers mal aus, vielleicht machen deine Nachbarn ja mit.
    Ganz liebe Grüße und viel Erfolg!

  • weißt du, was bei uns geholfen hat? tür auf! ich hab einen ganzen tag die wohnungstür aufgelassen, laika war an der leine. sie sah alle, die vorbeiliefen, anfangs war sie in größter anspannung. irgendwann fiel die ab, und sie ist eingeschlafen. ich hab währenddessen am laptop gearbeitet. manche, die vorbeikamen, fütterten sie auch mit leckerli- die nachbarn waren da sehr nett und haben mir sehr geholfen, obwohl sie sagten, dass sie es gut finden, wenn der hund bellt, wenn jemand vorbeigeht- da passt wenigstens jemand auf :) lange rede, kurzer sinn: die "üblichen" schritte hält sie jetzt auseinander und bellt nicht mehr. wenn mal jemand ganz fremdes kommt, wufft oder knurrt sie kurz, das wars dann auch schon.

  • Huhu!
    Wollt euch kurz von unserem ersten Erfolg beim Alleine sein berichten.
    Hab gestern und heute ganz seriös an der Gegenkonditionierung geübt.
    So bin ich zig mal auggestanden, Schlüssel geholt, Jacke an, Sam Kong gegeben, mich hingesetzt (oder durch die Wohnung gelaufen), Schlüssel wieder hingelegt, Jacke ausgezogen und Kong weg genommen.
    Laut McConnell verbindet der Hund früher oder später das Geräusch vom Schlüssel mit "ohhh jaaa, jetzt gibt's lecker Kong" und daraus ändert sich sein Verhalten, er soll nicht mehr nervös sein will der HH weg geht, sondern soll sich auf's weggehen freuen denn es gibt ja was leckeres.
    Naja, auf jeden Fall haben wir das unzählige Male so gemacht, zwischendurch habe ich mal die Türklinke angefasst, mal hab ich die Tür geöffnet und gleich wieder geschlossen. Als von Sam noch immer keine Reaktion kam hab ich mich einfach mal rausgeschlichen und siehe da! Sam war ruhig.
    Keine Ahnung ob ich zu schnelle in meinen Uebungsschritten voran gehe, aber beim 3. Mal war ich 5 Minuten lang weg und Sam war absolut ruhig und mit dem Kong beschäftigt.

    Auch arbeiten wir weitere dran dass Sam mir nicht immer und überall nachlaufen soll. Ich schick ihn jetzt mit "raus" aus der Küche und/oder Bad und das klappt...naja, mal gut, mal muss ich ihn 20 Mal wieder rausbringen.

    Zitat

    weißt du, was bei uns geholfen hat? tür auf! ich hab einen ganzen tag die wohnungstür aufgelassen, laika war an der leine

    Dran hab ich auch schon gedacht. Leider wohnen wir im Dachgeschoss und sind die einzige Wohnung hier oben, daher würde Sam die Geräusche besser wahrnehmen, könne trotzdem nicht kucken was das ist, wer da gerade kommt oder geht. Ein Versuch ist es aber auf jeden Fall wert...haben ja nix zu verlieren.

    Zitat

    Hast Du´s schon mal versucht, einfach sein Gebelle zu unterbrechen, und wenn er nicht SOFORT aufhört - ab ins nächste Zimmer, Tür zu!

    Dadurch dass Sam zu anhänglich ist und eh Probleme damit hat alleine in einem Raum zu sein, wollen wir erst daran arbeiten ihn selbständiger zu machen und ihn langsam aber sicher daran gewöhnen auch mal alleine in einem Raum zu sein.
    Ich denke dass es unseren ganzen Uebungsprozess zerstören würde, wenn ich jetzt Sam zur Strafe in ein anderes Zimmer bringen würde.
    Kein sein dass ich mich irre, aber wir trainieren zu schon so lange daran, dass ich keinen Rückschlag riskieren möchte.

    Danke nochmal für all die Tipps und Ratschläge, freu mich über jede Antwort und jedes feedback!
    LG,
    Lynn

  • Hallöchen

    das was Tucker geschrieben hat ist :gut:

    Wir hatten/haben ein ähnliches Problem.
    Seit Yukon Schilddrüsentabletten bekommt ist er aber suveräner
    ( hoffentlich richtig geschrieben ) geworden. Seine Werte waren zwar soweit o.k. ,
    aber es gibt Hunde bei denen der Wert angehoben werden muß.
    (Jetzt allerdings ein Leben lang) Solltet Ihr mal testen lassen.
    Zum zweiten gehen wir wenn er bellend zur Tür rennt, langsam und wortlos hinter Ihm her
    ( wir "bellen" nicht mit) und drängen ihn langsam und lautlos mit dem Körper wieder ins Wohnzimmer/Büro zurück.
    Dabei mit ausgestrecktem Arm und Zeigefinger.
    Ist er für eine Sekunde ruhig -Gutzi und loben, loben, loben.
    Bei uns hat es sehr gut geholfen.

    Möglicherweise hilft es Euch ja auch
    und vor allen wie Tucker schon sagte ruhig bleib,niemals schreien ,rufen oder sonstiges.
    Ist schwer, aber auf Dauer das Beste was Ihr machen könnt.

    Bis bald

    Karin[/b]

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