Welpenkurs - SO solls ausschaun!

  • Hallo!

    Hab beim Surfen dieses Video hier gefunden:

    http://www.youtube.com/watch?v=2WPzMzBC3Zc

    Also mir ist ja erst mal nur die Kinnlade offen geblieben, WAS DIE ZWERGE SCHON ALLES KÖNNEN!

    Anfangs dachte ich mir ja auch noch "Eh klar, sind ja alles Borders, Aussies und Pyr Sheps, das ist die next generation der Obedience- und Agilityelite". Aber da sind auch Möpse, schweizer Sennenhund, Malamute,...

    Erster Eindruck: WOW! Auch dass die Hunde auch im Welpenkurs sehr auf ihre Besitzer fixiert sind, und nicht nur miteinander spielen, gar nicht blöd.

    Aber: Ist vielleicht eine dumme Frage, aber sollte das Sozialisieren im Welpenkurs nicht an erster Stelle stehen? Es hat ja auch seinen Sinn, dass Welpen miteinander spielen sollen. Ist es nicht etwas egoistisch den Welpen so extrem auf sich zu prägen?

    Bin ich da altmodisch, mit meiner Idee, dass Welpen spielen und die Welt entdecken sollen. Die Hundesprache perfektionnieren und nebenbei die Regeln fürs Zusammenleben mit dem Menschen lernen. Ausser hier und sitz habe ich mit Daika nie viel geübt. Ich war beschäftigt mit Vorbeugung gegen Berührungsangst (ausgiebig und am ganzen Körper durchknuddeln, bürsten, das Berühren der Pfoten schönfüttern) und Besuche in der Stadt (Park, Strassenbahn, Bus, Menschenmassen, Bahnhof) dort spielen, spielen, spielen.

    Trau ich meinen Welpen zu wenig zu??

    PS: Unser nächste Welpe kommt wahrscheinlich so September-Oktober zu uns. Jetzt frag ich mich, wie ich das angehen soll.

  • Hallo Iris,

    ich hab das Video nicht komplett angeschaut, finde es aber auch erstaunlich was die alles machen. Auf welches Alter schätzt du die Hunde? Scheinen ja schon halbes Jahr oder älter zu sein?

    Unser Golden Retriever Welpe ist 15 Wochen alt, geht seit 6 Wochen in die Hundeschule und beherrscht Sitz, Bleib, Komm, Platz, Steh, Zurück und ist grad auf einem guten Weg zur Leinenführigkeit und bei Fuß gehen. In unserer Hundeschule ist 10 Minuten spielen angesagt und danach 45 Minuten wirkliches Training und zum Schluss nochmal 5 Min. spielen. Da durchlaufen auch schon die 9-wöchigen den aufgebauten Kurs mit Slalomstangen, Röhren, Trampolin, Wackelteller etc.

    Ich finde man kann da nicht früh genug anfangen. Unsre Klee ist total lernwillig, ich glaube ohne das tägliche Training wär sie geistig unterfordert.

    Sind zwischendurch auch mal in einer anderen Hundeschule gewesen, dort wurde fast ausschließlich gespielt. Das war unserer Hündin und auch uns zu wenig.

    Viele Grüße
    Julia mit Amy

  • Hi,
    also in meinen Welpenstunden wird auch nicht nur gespielt...ich kenne das auch nicht, dass nur gespielt wird und wundere mich immer über diese Berichte.
    Eine Welpenstunde soll sozialisieren- richtig. Nur: die kleinen Hunde haben zu diesem Zeitpunkt bereits 8-12 Wochen intensive Sozialisierung mit ihren Geschwistern geübt, natürlich muss das weiterentwickelt werden aber eben auch die Sozialisierung auf viele andere Dinge.
    Denn der Welpenkurs ist schließlich auch die Basis für die Grunderziehung. Wenn ich nach der Welpenzeit mit dem Grundkurs starte, dann möchte ich, dass die Welpen schon möglichst gelassen mit allen möglichen dingen umgehen können- insbesondere mit dem Frust, genau JETZT nicht spielen zu dürfen, sie sollten sich am Führer orientieren, einige ruhige Übungen schon in vielen Reizlagen können (bspw. "sitz"), Ruhe gelernt haben und HH und Hund sollten auch bereits eine saubere Kommunikation beherrschen.
    Ganz ehrlich, ich finds ne Frechheit, wenn Leute dafür Geld bezahlen, dass ihre Welpen einfach rumtoben können- das kann ich an jedem Feldrand haben, da muss ich keinen Trainer für bezahlen.

    lg susanne

  • Keine Ahnung wie alt die Hunde sind, aber ich zweifle da sehr dran, wie lange sie das behalten und ob das die Zwerge nicht überfordert... ich hätte ehrlich immer Angst, meinen Welpen damit irgendwann zu überfordern und zweitens, dass ich einfach selber größenwahnsinnig werde, weil ja alles so schnell geht... ich kenne einige Geschichten, da konnten die Welpen mit 5-6 Monaten auch total viel, es wurde immer und immer wieder geübt - klappte ja alles so wunderbar.. und dann kam der große EInbruch mit ca. 7-8 Monaten und alle Kommandos mussten komplett neu aufgebaut werden... ich seh das etwas kritisch, ich finde eher, dass die Welpen die Welt entdecken sollen, natürlich mit Basiskommandos, auch Besitzerbindung, aber übertreiben sollte man es eher nicht..

    Ach ja, bzgl. Welpenstunde schließe ich mich meinen Vorrednern an.

  • Jetzt konnt ich nimmer editieren.
    Das was Ännchen schrieb, wollt ich grad anfügen. 60min. am Stück ist zuviel, es geht nie länger als 5min. am Stück, dann kurz lockern oder ruhen und weiter.
    Denn wie Ännchen schrieb, da kann man später die Folgen spüren.
    Aber nur spielen- nee, das kann nicht sein. Der Grat zwischen überdrehtem Knallkopf ranziehen, ausgeglichen leistungsstarken Hund ranziehen/ausgeglichenen Familienhund ist halt ein schmaler.

    lg susanne

  • Ich sehe das so wie dasaennchen. Natürlich muss ein Welpe auch schon lernen wie mache ich sitz, wie laufe ich an der Leine etc. Aber gerade die besonders lernwilligen wie Retriever, Border Aussies etc müssen einfach manchmal ein bissel gebremst werden. Ich kenne einige Hunde, die mit 3,4,5 Monaten ne Menge toller kommandos kannten, alle perfekt beherrscht haben etc. Irgendwann kippte die Situation und die Hunde wurdennervös, fahrig, verloren den Spass an der Sache.
    ich finde man sollte den Welpen ruhig ihre Zeit lassen. Kein Hund muss mit 6 Monaten ne BH laufen können. Natürlich kann man den Hund fördern aber mit Sinn und Verstand.

  • In unserer Welpenstunde wurde zu ca. 60 % gespielt und zu 40% geübt. Die Übungen waren hauptsächlich aus dem Spiel abrufen und Fuss gehen. Je älter die Hunde dann wurden, desto mehr wurde geübt und desto weniger gespielt.

    Ich finde es gut, dass die Welpen von Baby an lernen lernen. Tricks bringen einem Hund ja bei, wie Hundetraining funktionniert ("du musst ein bisschen herumprobieren, und wenns das richtige ist, gibts eine Belohnung").

    Aber ich weiss nicht, ich sehe Hunde so gerne untereinander spielen, mir ginge das in so einer reinen Übe-Welpenschule ab.

  • Schon erstaunlich was die alles können!

    Da guck ich natürlich schon beim ein oder anderen neidisch auf das "Fuss", und die ganzen Tricks die die schon drauf haben, Hut ab. Nur was machen die mit ihren Hunden wenn sie 5 Jahre alt sind? ;)

    Ich persönlich zweifle aber auch etwas an der "Nachhaltigkeit" vor allem der Motivation der Hunde.
    In meinen Augen ist das sehr viel. Und für mich stellt sich die Frage, ob nicht für den einen oder anderen irgendwann zuviel.

    Ich sehe das ähnlich wie mit dem "Kennenlernen" in der Welpenzeit. Vieles ist wichtig und gut, zuvieles, kann aber eben auch zuviel sein.

    Ich kenne ein Beispiel, da wurde wie in diesem Video von Anfang an unheimlich viel gelernt, halt auch viel gefordert und erwartet. Sicher spielerisch, aber trotrzdem stand da ein merklicher Druck dahinter. Mit nicht mal einem Jahr dann der volle Einbruch. Null Motivation für nichts mehr. Kein Interesse, nur noch hier Bammel und da Verweigerung. Die Arbeit jetzt, das alles wieder zu retten, die ist enorm.

    Sicher wird da mit Spass gearbeitet, aber ich denke die Gefahr von Leistungsdruck ist gross. Und selbst wenn man das selbst nicht so merkt, der Hund merkt das, bin ich überzeugt.

    Und ich persönlich finde es schon beinahe beängstigend, wenn ein Welpe mit 16 oder 17 Wochen ein perfektes "bleib" hinlegt und sich wirklich nicht ablenken lässt oder mal losrennt. Ist doch irgendwie typisches Verhalten für Kinder, ob nun in der Menschen oder Tierwelt (nein ich vermenschliche nicht).

    Mein Hund musste in dem Alter vor allem lernen, wie man anständig mit Menschen spielt, dass man auch mal schlafen muss, manche Dinge nicht in den Mund nimmt. Irgendwie hatte ich zu der Zeit andere Baustellen :D

    Welpengruppen, seh ich auch so, sind keine Spielstunden.

  • ganz ehrlich....gerade die Anfangsequenz hat für mich nichts mit "können" zu tun. Ich sehe da nur ziemlich junge Hunde die gestreßt dem Futter hochschauen ! Von locker neben einem her laufen sind die ganz weit entfernt. Die kannste ja so vor nen Laternenpfahl laufen lassen bis sie es merken.

    Ansonsten denke ich die ganze Zeit beim schauen.....sind das Zirkuspferde ?

    Ich bin froh das mein 7 Monate alter Rüde das alles NICHT kann, dafür ein ausgeglichener, fröhlicher zu allen freundlicher Hund ist.

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