Wurst auf dem Tisch ...

  • Hallo,

    mir ist etwas in der Hundeerziehung unklar, gerade nach dem Durchlesen einiger Threads zu dem Thema.

    Wenn ich bspw. Wurst auf dem Tisch liegen lasse, dann geht mein Hund, wenn er sich unbeobachtet fühlt, an die Wurst dran.

    Er weiß also genau, dass er was Verbotenes tut. Wenn ich ihn erwische, wird er bestraft.

    Andere hier geben als Lösung an, dass man eben den Hund nicht in so eine verlockende Situation bringen darf, und sich mehr oder weniger damit abfinden muss, wenn er die Wurst geklaut (oder Schuhe zerfetzt) hat.

    Wie löst Ihr das?

    Michael

  • Zitat

    Wenn ich bspw. Wurst auf dem Tisch liegen lasse, dann geht mein Hund, wenn er sich unbeobachtet fühlt, an die Wurst dran.

    Er weiß also genau, dass er was Verbotenes tut.

    Nein, das weiß er eben (noch) nicht. Er hat lediglich begriffen, dass es nicht so günstig ist in Anwesenheit seines Menschen die Wurst vom Tisch zu holen ;).
    Esswaren, die unbeaufsichtigt herumliegen, sind für den Hund schlicht Futter, weil der "Rudelführer" ja scheinbar kein Interesse mehr daran hat. Also schlußfolgert der Vierbeiner, dass es in Ordnung ist, sich zu nehmen, was sonst niemandem mehr gehört.

    Ich persönlich führe meinen Hund gar nicht erst in Versuchung ;) (und sollte sie doch mal was stibitzen, weil ich nicht aufgepasst habe, dann ist das halt mein Pech).
    Madame geht aber auch nicht an alles Essbare - es muß schon lecker sein oder sie besonders hungrig.

  • Zitat

    Wie löst Ihr das?


    Ich lasse erst gar keine Situationen entstehen, in denen Hund Ungehorsam zeigen kann.

    Sagen wir mal, ich wüsste nicht ganz genau, ob Hundi im Bleib wartet, wenn ich irgendwas erledigen müsste, kann ihn aber nicht korriegieren, weil ich nicht anwesend bin, dann würd ich ihn mit Leine fixieren, denn so kann kein Nicht-Ausführen des gewünschten Verhaltens auftreten.
    Mit der Wurst ist es dasselbe.
    Kann ich ihn nicht kontrollieren, dann mach ich die Tür zu oder räum die Wurst weg :gut:

  • Hmm, ich bin nicht sicher, ob Maja sich die Wurst vom Esstisch klauen würde, denn der ist definitiv sowas von Tabu und das weiß sie. Beim Couchtisch hingegen weiß ich, dass sie es täte und dementsprechend lasse ich nix Essbares auf dem Couchtisch liegen in Situationen, in denen sie sich unbeobachtet fühlen könnte. Mein Hund würde die Gunst der stunde definitiv ausnutzen und ich kann es ihm nichtmal verübeln... Finde da auch überhaupt nix Verwerfliches dran, solchen Situationen grundsätzlich aus dem Weg zu gehen, statt zu fordern, dass der Hund auch hundertprozentig im Gehorsam steht, wenn ich nicht anwesend bin. Vielleicht, weil ich generell nicht so der Fan von "alles meins, mein Hund hat keine Rechte und muss mir in jeder Lebenslage hörig sein" bin?

    LG, Henrike

  • Erstens versuche ich solche Situationen zu vermeiden und zweitens bringe ich dem Hund bei, dass essen auf dem Tisch tabu ist. Auch wenn ich nicht im Zimmer bin. Genauso wie der Mülleimer tabu ist.
    Klappt bei uns ganz gut. Numa geht zwar zum Tisch und schnuppert, aber sie würde es nicht wagen ans essen zu gehen. Das höchste der Gefühle, was sie manchmal wagt, aber dann muss es schon sehr lecker sein, dass sie am Tisch leckt.

    ich finde, es ist schon wichtig dem Hund das beizubringen, denn man hat ja auch öfter mal Essen auf dem tisch, was für den Hund giftig ist (sei es Tomate oder Schokolade oder so) und wenn dann das Telefon klingelt dann möchte ich da schon drangehen und nicht vorher den Tisch leerräumen müssen ;)

  • Zitat

    Nein, das weiß er eben (noch) nicht. Er hat lediglich begriffen, dass es nicht so günstig ist in Anwesenheit seines Menschen die Wurst vom Tisch zu holen ;).
    Esswaren, die unbeaufsichtigt herumliegen, sind für den Hund schlicht Futter, weil der "Rudelführer" ja scheinbar kein Interesse mehr daran hat. Also schlußfolgert der Vierbeiner, dass es in Ordnung ist, sich zu nehmen, was sonst niemandem mehr gehört.

    Ich persönlich führe meinen Hund gar nicht erst in Versuchung ;) (und sollte sie doch mal was stibitzen, weil ich nicht aufgepasst habe, dann ist das halt mein Pech).
    Madame geht aber auch nicht an alles Essbare - es muß schon lecker sein oder sie besonders hungrig.

    genau so ist es! :gut:

  • Zitat

    und wie reagiert ihr wenn ihr euren Hund gerade dabei erwischt?
    Verwendet ihr ein "Nein" oder lässt ihr euren Hund weiteressen?

    :lachtot: Das hätte mein Hund wohl gern!

    Es gibt natürlich ein scharfes "Nein!" und Numa wird weggeschickt.
    Als Numa sechs Monate alt war, hat sie mir mal ne ganze Pizza geklaut. Die doofe Nudel ist damit auch noch an mir vorbeigerannt um die Pizza in der küche auf ihren Platz zu fressen! Danach dürfte ich die halbe Wohnung putzen und den halben Hund, denn die Pizza war viel zu groß und sie ist beim Laufen ständig in die Pizza reingetreten... :lol:

    Üben tun wir das aber eigentlich jeden Tag, wenn wir Essen. Wenn Numa zu nah an den Tisch rankommt, dann wird sie weggeschickt. Sie muss nicht auf ihrem Platz bleiben, da kann sie machen, was sie will, aber mir ist es auch schon passiert, dass numa sich direkt neben dem tisch geschüttelt hat und dann flog Sabber auf mein Brot. Daher gilt jetzt: Mindestabstand von 2m! :D

  • Da wir häufig im wohnzimmer essen und der couchtisch nur ca 45 cm hoch ist war klar, dass wir sowas üben mussten. wir haben das mit allen drei hunden sehr bewusst aufgebaut und es hat auch noch nie einer was vom tisch geholt (und der ridge hat 61 cm schulterhöhe)
    zuerst haben wir das normale "nein" konditioniert. danach impulskontrolle. also runterfallen von essen, vorbei gehen an futter. zusätzlich wird jedes leckerli (nicht die für belohnung) und futter mit "ok" freigegeben. den hunden war klar, bekomm ich kein ok, darf ich es nicht nehmen. sie haben das eig einfach für den tisch übernommen. weiß ich jetzt, dass mein hund was vom tisch nimmt wenn ich aus dem raus bin würde ich mit annonymer bestrafung arbeiten. je nach hund, akkustisch oder mit wasser. würde mich an der tür verstecken, sodass sich der hund allein fühlt. geht er an das futter, mit wasser "bespritzen" (aktiv O2 flasche). ist eine möglichkeit. wichtig ist, dass erst der aufbau "das ist tabu" sitzt. der hund weiß sonst nicht, dass er das nicht darf. die art der bestrafung richtet sich nach der mentalität des hundes.
    ich kann heute den guten schinken und käse alleine lassen. auch meinen teller kann auf den boden stellen und raus gehen. da geht keiner ran. mein futter ist tabu.
    meine hunde sind nicht futterneidisch, ich schon.

  • Ich lasse einfach kein Essen stehen. Robin frisst ALLES, wenn er drankommen kann, also lautet die Devise: "Und führe mich nicht in Versuchung."
    Irgendwie kann ichs auch verstehen, das er versucht, an alles Essbare zu kommen. Wenn man die ersten drei Monate seines Lebens Kohldampf geschoben hat und seine eigene Kacke fressen musste, um zu überleben, kann ichs ihm kaum verdenken, das er klaut.
    Der Kerl war sein eigenes Röntgenbild, als ich ihn bekam :sad2:

    LG
    Claudia

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!