Andere Seiten aufziehen, HELP! ( sehr lang )

  • Hallo Foris,

    ich brauch einfach mal Eure Meinung zu folgendem, vielleicht ein paar Tipps und wenn es sein muss, dann auch gerne ne Schelte ;)

    Ronja ( 1 Jahr ) ist nun 6 Wochen bei uns. Machen viel mit Ihr und nehmen sie überall mit hin, ausser natürlich auf die Arbeit.
    Dadurch hat sie schon ein bisschen Angst vor fremden Menschen verloren. Es sei denn, man beugt sich über sie, grr... Aber wenn man es denn weiss...

    Zur derzeitigen Situation:

    Am Wochenende waren wir auf einem Campingplatz mit Ihr. Waren natürlich auch andere Hunde da, unter anderem die Hündin der Ellis. Da Ronja ja nun gar nicht mit anderen Hunden klar kommt, wenn sie an der Leine ist, haben wir uns schon auf Theater eingestellt. So war es auch. Gekeife, gequietsche und das, obwohl die Beiden sich nur gesehen haben und noch nicht mal Kontakt hatten.
    Sind dann zusammen spazieren gegangen. Ronja war nur am rumhüpfen, läuft friedlich durch die Gegend und schnuffelt. Dann kommt der andere Hund ihr zu nahe und schon wird wieder geknurrt.
    Leckerlievergabe zum Testen an beide: Beim ersten mal kein Problem. Beide Hunde nehmen Ihr Leckerli und sind friedlich. Beim zweiten mal geht Ronja auf den anderen Hund los und will sie von der Leckerli-Hand wegscheuchen. Rest des Gassi-Ganges verläuft friedlich an der langen Leine.
    Wieder zurück am Campingplatz geht wieder das gekeife los. Ellis Hund sitzt unter dem Pavillion, unser Hund steht 10-15 Meter davon entfernt und flippt völlig rum! Es wäre alles kein Problem, wenn man die beiden mal laufen lassen könnte. Aber der andere Hund hört noch nicht gut genug, so haben Ellis Angst, dass der stiften geht :(

    Selbe Problematik beim Gassi-gehen zu Hause. Andere Hunde werden angekeift. Ronja kennt dann auch kein Freund und Feind. Sie schnappt dann um sich und erwischt dann auch gerne mal meine Finger. Tut nicht weh, es zwickt halt nur aber muss nicht sein. Aber dennoch, das muss ich abstellen, ganz klar.


    Actionplan ;):

    Seit dem Camping-WE und ein paar Tipps von einer dort dauercampenden Hundetrainerin werden wir nun mal ein paar andere Seiten aufziehen.

    1. Ronja bekommt nun bei jedem Gassi-Gang von mir Stoff. Ziehen an der Leine ? Nein! Ist nicht. Stehen bleiben, umdrehen, Hund zurück pfeifen und sitzen lassen, wenn sie anfängt zu maulen, Platz machen lassen und dann erst weiter gehen. So haben wir gestern für 20 Minuten Weg knapp 1,5 Stunden gebraucht :D Aber egal, da müssen wir nun durch. Treppen werden nur noch hinter mit passiert, raus und rein gehe ich zu erst ( obwohl ich das eigentlich für quatsch halte ) und sie muss so lange in der Küche sitzen bleiben, bis wir in Ruhe Ihr Futter fertig gemacht haben und es an seinem Platz steht. Erst dann wird Ronja frei gegeben und darf fressen.

    2. Wir üben uns im geduldigen "platzen" beim Gassi-Gehen. Einfach mal auf ne Bank setzen und den Hund ins Platz schicken. Hund wird hibbelig, will weiter. Wieder ins Platz schicken und dann nicht dumm sein: Ich stell mich einfach auf die Leine, so dass sie nicht aufstehen kann. Die Leine ist dann lang genug, dass sie gucken kann. Will sie aber aufstehen, so wird sie von der Leine unter meinem Fuss gehindert und wenn sie nicht unbequem stehen will ( Kopf nach unten ), dann muss sie sich halt wieder hin legen. Kommt dann ein Hund und wir können uns grad nicht verdrücken oder ausweichen, bleibe ich weiter auf der Leine stehen, eventuell sogar noch weiter drauf, so dass sie noch weniger Bewegungsfreiraum hat. Sie kann ja fürs erste gerne kläffen und drohen, aber bitte im Platz und nicht mehr in die Leine steigen!
    Fazit für mich: Mit ner Flexi funktioniert das nicht gut, rutscht unterm Schuh wenn Ronja in die Leine steigt. Also: Wieder die Longe von meinem Pferd nehmen, da funzt das perfekt!

    2a ) Begwegnungen mit anderen Hunden, wenn wir ausweichen können: Hund fängt an Randale zu machen, wir drehen um. Hund muss Platz machen, wir gehen dann wieder zurück Richtung Hund. So lange, bis es klappt, dass wir wenigstens im Bogen in Ruhe an dem Hund vorbei gehen können ( oder der andere HH schon mit seinem Hund gegangen ist *fg ).

    3. Der Hund hat zu Hause da zu liegen, wo wir das meinen. Und vor allem auch da zu bleiben, egal ob es an der Tür bimmelt oder die Katzen vor Ihren Augen rumtanzen. Steht Ronja auf, wird sie wieder ins Platz gebracht. Reagiert sie auf das Kommando nicht, wird sie ohne Worte in das Platz gedrückt oder halt wie beim Gassigehen am Halsband sanft nach unten gezogen, so dass die Kopf-unten-Haltung unbequem ist. Dann legt sie sich auch hin und bleibt auch liegen. Nach mehrmaligen Wiederholungen sind wir nun so weit, dass sie neben dem Tisch liegt und sich auch nicht mehr weg bewegt bis ich sie frei gebe.

    4. Laut Hundetrainerin schaut Ronja bei jeder Aktion nach uns, was wir dazu sagen. Sobald wir sie in dem ungewünschten Verhalten schon allein ansehen, bestätigen wir sie schon in Ihrem Verhalten. Also wird sie nur noch angesehen und somit bestätigt, wenn sie etwas positives macht ( lieb liegen, bleiben, Katzen beobachten aber nicht hin rennen, usw. ). Nicht erwünschtes Verhalten wird höchstens noch mit einem "Nein" quittiert wenns zu derb ist und ansonsten missachtet.

    5. Mit uns gespielt wird nur noch nach unserer Aufforderung. Stöckchen am Wegesrand, der Ball zu Hause, auf uns rumklettern, usw. wird nur noch geduldet, wenn wir anfangen. Alles andere wird mit einem Aus quittiert und der Hund wird ins Platz gebracht.

    Alle positiven Aktionen werden natürlich mit einem Lob oder einem Leckerchen belohnt. Soll ja schliesslich auch merken, wenn sie was richtig macht.

    So, das wars erst mal. Jedenfalls fällt mir grad nicht mehr ein, was wir nun so umsetzen.
    Passt das so ? Ist das zu streng ? In manchen Situationen bin ich schon in Versuchung da weich zu werden, aber ich sollte das wohl weiterhin so durchziehen, damit Madame nicht meint uns auf der Nase rumzutanzen ( Denn Trainerin sagte, dass sie uns absolut nicht als Rudelboss ansieht ) und sich auch nicht unterwirft.
    Habt Ihr noch weitere Tipps und Anregungen ? Findet Ihr das zu derb ? Stimmt Ihr überein ? Möchte einfach noch ein paar Meinungen hören, ob ich das auch korrekt umsetze, bin ich zu hart ? Zu weich ? Aaaargh......

  • Ich finde das Programm teilweise viel zu unflexibel.

    1. Das zieh-nicht-an-der-Leine Programm finde ich absolut sinnvoll. Aber mach dir keine Illusionen: Dieses "wenn zu ziehst musst du sitz machen" hat bei uns ÜBERHAUPT nicht funktionniert. Weil Daika dadurch in keinster Weise kapiert hat, dass sie nicht ZIEHEN soll. Ich drehe bei jedem mal ziehen um und gehe in die Gegenrichtung. In der zweiten Stufe gehe ich nur mehr rückwärts, bis sie hinter mir ist, und dann wieder vorwärts weiter. Inzwischen geht sie auf Druck am Halsband schon selber zurück und weicht so dem Druck aus (sprich sie vermeidet von sich aus zu ziehen!).

    In der Treppe müssen alle meine Hunde hinter mir gehen, einfach weil alles andere mir zu gefährlich ist.

    2. Ein bombenfestes Platz in jeder Situation ist immer praktisch. Dieses "den Fuss auf die Leine stellen" macht aber allen meinen 3 Hunden echt Angst (sie versuchen dann wie verückt den Kopf freizukriegen), ich mache es deswegen nicht. Ziel soll ja auch nicht sein, dass ich den Hund ins Platz zwinge und ihn dann körperlich dort festhalte. Er soll sich SELBER hinlegen und von SELBER liegen bleiben. Das geht nur durch sehr, sehr viel üben. Am Anfang ohne Ablenkung und dann ganz langsam immer mehr. (Berny ist ein alter Raufer, auf Platz fallt er aber inzwischen SOFORT inst Platz und schaut mich an --> wir üben seit 8 Jahren :D ).

    3. Mache ich überhaupt nicht und will ich auch nicht machen. Jeder Hund soll sich hinlegen wo es ihm Spass macht, solange er niemanden dabei stört. Ich will ja nicht, dass der Hund den ganzen Tag nur im Platz herumliegen muss. Ich übe also separat alles, was sein muss. Du sollst nicht den Berny (Senior) ärgern. Du sollst nicht versuchen mit der Katze zu spielen. und so weiter...

    4. Prinzipiell wäre die Idee ja nicht blöd, aber wie willst du ihr beibringen nicht die Katze zu jagen, wenn du sie ignorierst??

    5. Okay, Spiel geht nur von dir aus. ABER: warum soll denn bitte der Hund ins Platz gehen, wenn er mit der Spielen will aber du keine Lust hat???? Schicke ihn doch einfach weg und sag ihm er soll was anderes machen! Wenn er im Platz liegen muss (und du ein Auge auf ihn haben musst, damit er nicht einfach so aufsteht), hat er ja erst wieder deine Aufmerksamkeit!


    Also wie gesagt, ich finde viele Ansätze nicht schlecht, das ganze aber zu starr. Rudelführer heisst nicht, dass bestimmte, allgemein gültige, Regeln immer eingehalten werden müssen ("Man muss immer als erster durch die Tür gehen"). Es heisst dass man seine EIGENEN Regeln, die einem selber wichtig sind durchsetzen kann, und dass der Hund meinen Privatraum achtet.

    Heisst bei MIR: Mein Hund hat mich nicht einfach so anzurempeln (sich an meinen Beinen vorbeiquetschen weil er vor mir durch die Tür will). Wenn er kommt und was will (essen, spielen,...) und ich hab keine Lust, schicke ich ihn weg und er geht dann auch weg (machen die Hunde ja untereinander auch). Was er dann genau macht, ist mir aber vollkommen egal! Wenn ich einen Hund aus dem Bett schmeisse, geht er sofort raus und bleibt dann auch draussen. Kein Hund springt mich an, ausser ich sag ihm er soll es tun. Wenn ich sage "hör auf" soll Daika aufhören mit mit Roots zu spielen oder der Katze mit Spielversuchen auf den Nerv zu gehen.

    Ich finde euer "andere Hunde ankläffen" Problem hat nicht unbedingt was mit deiner Beziehung zum Hund zu tun. Ich finde das muss man echt separat üben. Der Ansatz den du dazu hattest finde ich nicht so schlecht. Ich würde an der Leine GAR keinen Hundekontakt erlauben, solange ihr das offentsichtlich so einen Stress macht (dem Berny hat das Sicherheit gegeben, weil er in Wirklichkeit Angst vor den Hunden hatte und das Problem so gelöst war).

    Ich würde da parallel zwei Sachen üben:
    1. Platz (oder Sitz oder sonst was) auf Kommando mit Blick auf mir. Das ganz gezielt aufbauen, am Anfang ohne Ablenkung, dann langsam steigern. Wenn ein Hund entgegen kommt, auf Distanz gehen (ins Gebüsch/Wiese, weg vom Weg), Hund abliegen lassen und im besten Fall kapiert er noch nicht mal, dass ein Hund vorbei geht weil er mit seiner Aufmerksamkeit voll bei mir ist.

    2. Sozialverhalten: Den Hund möglichst viel ohne Leine mit anderen (geeigneten) Hunde zusammenbringen, damit er seine Angst verliert.

    Ich hoffe das hilft dir vielleicht.

  • Zitat

    2. Sozialverhalten: Den Hund möglichst viel ohne Leine mit anderen (geeigneten) Hunde zusammenbringen, damit er seine Angst verliert.

    genau

  • Würdest du dich - an stelle des Hundes - als eine kompetente, souveräne, verläßliche Führungsperson ansehen, der du dich bedingungslos anschließt, unterordnest, vertraust ?

    Eine gewisse konsequente Haltung ist sinnvoll, für mich wäre eine souveräne Führung wichtiger !

    Gruß, staffy

  • Ich finde es schwer, was dazu zu sagen, denn wir sind hier in einem Forum und kennen deinen Hund nicht. Der Trainer hat den Hund und die Halterin aber gesehen und kann das besser beurteilen.

    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr sinnvoll sein kann, so ein "verkrampftes" und "unflexibles" Programm zusammenzustellen, weil es vor allem dem Halter Sicherheit gibt, weil er in dem Moment weiß, was zu tun ist und mit der Zeit auch mehr Ruhe ausstrahlt.

    Gut, Leinenführigkeit würde ich in jedem Fall anders üben, aber die anderen Situationen... warum nicht.

    Denn: zu sagen "Du musst einfach ein souveränder Führer sein" ist sehr einfach. Es einem Menschen aber so nahe zu bringen, dass er es auf einmal wird, ist eine andere Sache und da ist so ein fester Plan schon ein guter Anfang, einfach damit eine Basis geschaffen wird und sich erste Erfolge einstellen, auf denen man dann aufbauen kann.

    Insofern würde ich der Trainerin schon vertrauen, solange du dich damit gut fühlst was sie dir gesagt hat. Hier im Forum bekommst du nur Ferndiagnosen...

  • Zitat

    Ich finde es schwer, was dazu zu sagen, denn wir sind hier in einem Forum und kennen deinen Hund nicht. Der Trainer hat den Hund und die Halterin aber gesehen und kann das besser beurteilen.

    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr sinnvoll sein kann, so ein "verkrampftes" und "unflexibles" Programm zusammenzustellen, weil es vor allem dem Halter Sicherheit gibt, weil er in dem Moment weiß, was zu tun ist und mit der Zeit auch mehr Ruhe ausstrahlt.

    Gut, Leinenführigkeit würde ich in jedem Fall anders üben, aber die anderen Situationen... warum nicht.

    Denn: zu sagen "Du musst einfach ein souveränder Führer sein" ist sehr einfach. Es einem Menschen aber so nahe zu bringen, dass er es auf einmal wird, ist eine andere Sache und da ist so ein fester Plan schon ein guter Anfang, einfach damit eine Basis geschaffen wird und sich erste Erfolge einstellen, auf denen man dann aufbauen kann.

    Insofern würde ich der Trainerin schon vertrauen, solange du dich damit gut fühlst was sie dir gesagt hat. Hier im Forum bekommst du nur Ferndiagnosen...

    ferndiagnose schön und gut!

    aber der beschreibung nach ist das verhalten dem geschriebenen nach sehr überspitzt.
    und ein trainer muss nicht unbedingt ein guter trainer sein, heute gibts schon so viele selbsternannte trainer.
    und ein bisschen feingefühl sollte schon da sein, regeln schön und gut, sind wichtig aber so :???:
    es handelt sich hier um ein lebewesen aus fleisch und blut und dem startthread zu folgen ist die devise momentan parieren und ansonsten keinen mucks :/

    kann mich staffy nur anschliessen

  • Danke schon mal für Deine weiterführenden Tipps und Ansichten Iris + Berny

    Die Leinenführung haben wir seit Samstag erst im Programm aufgenommen. Vorher hatte ich so ein Geschirr, wo sie nicht zieht. Sobald man sie aber am HB nimt, zieht sie wie ein Ochse. Seit dem ersten Tag wird es schon besser. Ich spreche sie dabei auch immer wieder an, damit wir Blickkontakt bekommen und sie mehr auf mich achtet.
    Das Problem mit dem Bombensicheren Platz ist erst mal bei uns, dass sie den nicht beherscht. Also nicht immer "platzt" auf Komando. Von daher wurde uns zu dieser Methode geraten, damit sie merkt, dass wir es auch ernst meinen wenn wir es sagen. Erstes Erfolgserlebnis gabs da auch schon. Mein Freund, der das noch nicht so gemacht hat, sagt mehrmals Platz. Sie ignoriert es. Ich sage Platz und das Hundchen liegt. Wenn wir das noch weiter vertiefen und dass nun auch mal unter leichter Ablenkung zuverlässig klappt, dann können wir diese Methode fallen lassen und es weiter so machen, wie es auch sein sollte. ohne Zwang!

    Die weiteren Anregungen stimmen ja mit den anderen überein und ich werde weiter unten darauf eingehen.


    Zitat

    das mit dem aufs futter warten ist schon wieder so verkrampft und stressig

    Das Problem ist einfach, wenn Ronja nicht still in der Nähe sitzt, dann geht es drunter und drüber. Madame ist viel aufgedrehter als wenn ich sie Platz oder Sitz machen lasse. Lasse ich sie während des Futter fertig machens laufen, hängt sie mit der Nase im Katzenfutter ( was sie sonst nicht anfasst ), springt an der Anrichte hoch, springt an mir hoch, usw. Sie steht ständig unter stress, selbst in dieser Situation. Also wird sie in diesem Moment ein wenig zur Ruhe "gezwungen".


    Zitat


    für was soll das gut sein das ihr euch wo hinsetzt, sie ins platz muss und nicht mehr aufstehen darf, verkrampft eure situ noch zusätzlich

    Ebenfalls ein Problem von einer nicht ruhen wollenden Ronja. Die Trainerin sagte mir, dass sie durch die vielen Umwelteinflüsse total gestresst und auch oft verängstigt ist. Ich hab das bisher als hyperaktivität oder sowas abgetan. Aber nach den Erklärungen klingt stress und Angst für mich einleuchtend.
    Sie soll sich auch daran gewöhnen, dass draussen sein nicht immer rennen, spielen, pieseln und Haufen machen heisst. Sie soll die Umwelt beobachten können, merken, dass sie keine Angst mehr haben muss und auch mal stressfrei in der Gegend rumliegen kann.
    Somit bauen wir durch das Hinsetzen während des Spaziergangs auch eine Ruhephase ein. Natürlich wird während des gassi-Gangs auch gespielt und wenn keine Hunde in der Nähe sind, wird sie auch mal abgeleint um richtig toben zu können, aber Hundchen muss auch mal wieder runterkommen.

    Wir haben mal aus Spaß gesagt: Ronja wird noch mal an Freude sterben, weil sie sich immer so aufregt und nen halben Herzkasper bekommt. Wir erhoffen uns, dadurch auch mal ein bisschen mehr Ruhe in den Hund zu bekommen.

    Zitat


    auch recht verkrampft und ich finde das ihr damit sicher mal vorbei kommt an anderen hunden aber nicht das sie andere dann so toll findet

    Sie soll andere Hunde an der Leine ja auch nicht toll finden. Sie soll an der Leine auch keinen anderen Hundekontakt haben. Alles, was ich möchte, ist das sie gesittet an anderen Hunden vorbei gehen kann, ohne das sie sich wie ne Axt im Walde benimmt.
    Hundekontakt zum Spielen hat sie in "Ihrem" Rudel am Stall, bestehend aus 6-7 Hunden, die alle frei rumlaufen, inklusive Ronja.


    Zitat

    für was das denn?
    warum muss sie dort liegen wo ihr meint? und warum darf sie nicht aufstehen?
    das ist tyrannisieren aber gewiss nicht den hund erziehen, da tut mir der hund beim lesen schon leid.
    lasst das mal lieber. ein lebewesen bewegt sich nun mal und funktioniert nicht auf knopfdruck


    Sie soll nicht auf Knopfdruck reagieren, ganz und gar nicht. Natürlich darf sie sich auch frei in der Wohnung bewegen. Aber grade wenn wir zum Beispiel essen, soll sie liegen. Sonst fängt sie an uns zu bedrängen und zu betteln. Ebenso, wenn wir auf der Couch mal ne Kuschelstunde einlegen, also mein Freund und ich, dann will sie sich immer dazwischen drängeln. Wenn es uns zu viel wird, muss sie liegen. Sie darf auch mit der Katze spielen, die beiden haben sichtlich Spaß dran. Wenn es aber der Katze zu viel wird und sie abhaut, dann sieht Ronja das nicht ein und rennt hinterher und jadt sie dann durch die Bude. Auch das ist eine Situation, in der sie dann ins Platz gelegt wird um erst mal wieder runter zu kommen. Den Rest der Zeit darf sie tun und lassen, was sie will. Hätte ich vielleicht schon mal dazu schreiben sollen ;)


    Zitat


    und was erwartest du davon?
    warum darf der hund euch nicht auch auffordern, wenn ihr keine zeit oder keine lust habt dann reagiert nicht drauf, aber von haus aus sagen das der hund das nicht darf, naja
    :???:

    Ronja lässt sich noch nicht weg schicken. Sie sieht dieses dann als weitere Spielaufforderung. So weit sind wir noch nicht, dass sie das nein in diesem Moment umsetzen kann. Und da sie das nein nicht akzeptiert oder durch unwissen nicht umsetzt, wird sie halt wieder ins Platz gebracht.
    Es werden regelmäßige Spieleinheiten am Tag, auch in der Bude, eingebaut. So wird zum Beispiel morgens im Bett ein wenig getobt wenn wir die Augen aufmachen. Das weiss sie auch schon und sitzt schon wartend vor uns bis einer die Augen auf macht :D

    Zitat

    zwischen richtig machen und richtig machen liegt ein unterschied....der hund wird noch sehr, sehr viele fehler machen wenn ich mir den drill von dir/euch so ansehe


    Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden. Ohne Fehler lernt man nicht, auch ein Hund nicht.

    Zitat

    mit diesem drill wird sie dich vielleicht als "boss" ansehen, aber ihr wird es an bindung zu dir fehlen, sie wird früher oder später wenn nicht schon jetzt keine freude mehr haben wenn du dich mit ihr befasst und der zwang wird dazu führen das sie sich weitere unerwünschte ersatzhandlungen sucht um stress abzubauen.

    gewisse regeln ja, aber das was du machst ist viel zu streng und meiner meinung nach nicht geeignet für ein lebewesen.

    Über mangelnde Bindung kann ich mich absolut nicht beklagen. Ich hätte nie gedacht, dass sich ein Hund so schnell an einen Menschen binden kann. Meiner Meinung nach, sucht der Hund nach Anleitung. Sie ist sehr unsicher in allem was sie tut, auch schon als sie zu uns gekommen ist. Und sie wird immer sicherer und selbstbewusster, von Tag zu Tag. So jedenfalls beobachte ich das.

    Zitat

    2. Sozialverhalten: Den Hund möglichst viel ohne Leine mit anderen (geeigneten) Hunde zusammenbringen, damit er seine Angst verliert.

    genau[/quote]

    Das passiert 3-4 mal die Woche, siehe oben

  • mal vorweg: sorry wenn das von mir geschriebene etwas böse rüber kam!
    wenn man details nicht kennt und nur so grob den rohschliff sieht kann vieles falsch gedeutet werden.

    jetzt nachdem du erweitert hast erinnert mich das geschriebene von dir an chili!
    die ist im grunde auch so eine stressnudel und kann dir ein wenig aus erfahrung schildern :D


    Zitat

    Das Problem ist einfach, wenn Ronja nicht still in der Nähe sitzt, dann geht es drunter und drüber. Madame ist viel aufgedrehter als wenn ich sie Platz oder Sitz machen lasse. Lasse ich sie während des Futter fertig machens laufen, hängt sie mit der Nase im Katzenfutter ( was sie sonst nicht anfasst ), springt an der Anrichte hoch, springt an mir hoch, usw. Sie steht ständig unter stress, selbst in dieser Situation. Also wird sie in diesem Moment ein wenig zur Ruhe "gezwungen".

    fängt sie an zu zappeln und (zu) stressig zu werden, schnapp sie am halsband und wirf sie aus dem raum raus, türe zu!
    ohne ein wort von dir!!!!

    Zitat

    Ebenfalls ein Problem von einer nicht ruhen wollenden Ronja. Die Trainerin sagte mir, dass sie durch die vielen Umwelteinflüsse total gestresst und auch oft verängstigt ist. Ich hab das bisher als hyperaktivität oder sowas abgetan. Aber nach den Erklärungen klingt stress und Angst für mich einleuchtend.
    Sie soll sich auch daran gewöhnen, dass draussen sein nicht immer rennen, spielen, pieseln und Haufen machen heisst. Sie soll die Umwelt beobachten können, merken, dass sie keine Angst mehr haben muss und auch mal stressfrei in der Gegend rumliegen kann. das kommt mit der zeit, sie ist noch nicht so lange bei euch
    Somit bauen wir durch das Hinsetzen während des Spaziergangs auch eine Ruhephase ein. Natürlich wird während des gassi-Gangs auch gespielt und wenn keine Hunde in der Nähe sind, wird sie auch mal abgeleint um richtig toben zu können, aber Hundchen muss auch mal wieder runterkommen. kommt auch mit der zeit

    Wir haben mal aus Spaß gesagt: Ronja wird noch mal an Freude sterben, weil sie sich immer so aufregt und nen halben Herzkasper bekommt. Wir erhoffen uns, dadurch auch mal ein bisschen mehr Ruhe in den Hund zu bekommen.

    sie wird ruhiger werden, wenn sie die sicherheit hat und das kommt nicht von heute auf morgen, noch kann man das mit kommandos erzwingen, die kommandos stressen den hund noch zusätzlich weil er unsicher ist

    Zitat

    Sie soll andere Hunde an der Leine ja auch nicht toll finden. Sie soll an der Leine auch keinen anderen Hundekontakt haben. Alles, was ich möchte, ist das sie gesittet an anderen Hunden vorbei gehen kann, ohne das sie sich wie ne Axt im Walde benimmt.
    Hundekontakt zum Spielen hat sie in "Ihrem" Rudel am Stall, bestehend aus 6-7 Hunden, die alle frei rumlaufen, inklusive Ronja.

    sehe ich auch so, hundekontakt ist an der leine nix.
    würde sie so kurz an die leine nehmen das sie nicht rumhüpfen kann, gar keinen bogen machen oder sonst was sondern einfach stur dran vorbei, egal was sie für einen terz macht.
    lass dich auf keine diskussion ein.
    ;)

    Zitat

    Sie soll nicht auf Knopfdruck reagieren, ganz und gar nicht. Natürlich darf sie sich auch frei in der Wohnung bewegen. Aber grade wenn wir zum Beispiel essen, soll sie liegen. Sonst fängt sie an uns zu bedrängen und zu betteln. Ebenso, wenn wir auf der Couch mal ne Kuschelstunde einlegen, also mein Freund und ich, dann will sie sich immer dazwischen drängeln. Wenn es uns zu viel wird, muss sie liegen. Sie darf auch mit der Katze spielen, die beiden haben sichtlich Spaß dran. Wenn es aber der Katze zu viel wird und sie abhaut, dann sieht Ronja das nicht ein und rennt hinterher und jadt sie dann durch die Bude. Auch das ist eine Situation, in der sie dann ins Platz gelegt wird um erst mal wieder runter zu kommen. Den Rest der Zeit darf sie tun und lassen, was sie will. Hätte ich vielleicht schon mal dazu schreiben sollen

    bedrängt sie oder bettelt sie sofort aus den raum werfen, genauso wenn sie sich versucht sich zwischen dir und deinen freund zu drängen.
    ohne worte wieder schnappen und auf wiedersehen.
    das platz ist wieder aufmerksamkeit und ich finde es nicht gut den hund immer wieder mit kommandos zu belegen, da erzieht man sich schneller einen hund ran der nie weiss wie er sich gesittet verhält.

    auch wenn sie die katzen hetzt. merkst du die katze will nicht mehr dann einmal den hund ermahnen, ist keine ruhe, dann wieder abgang und türe zu.

    Zitat

    Ronja lässt sich noch nicht weg schicken. Sie sieht dieses dann als weitere Spielaufforderung. So weit sind wir noch nicht, dass sie das nein in diesem Moment umsetzen kann. Und da sie das nein nicht akzeptiert oder durch unwissen nicht umsetzt, wird sie halt wieder ins Platz gebracht.
    Es werden regelmäßige Spieleinheiten am Tag, auch in der Bude, eingebaut. So wird zum Beispiel morgens im Bett ein wenig getobt wenn wir die Augen aufmachen. Das weiss sie auch schon und sitzt schon wartend vor uns bis einer die Augen auf macht

    da sehe ich persönlich ein grosses problem, wenn nicht euer problem!

    in der wohung/im haus wird nicht getobt sondern da herrscht ruhe!!!
    kein toben kein spielen mit dem hund, kuscheln ok. :D ;)
    kann auch DAS problem mit unterstützen das sie ansonsten drinnen so hippelig ist.
    den hund grossteils ignorieren und nicht auf jeden furz vom hund reagieren. wird sie zu lästig dann raus

    Zitat

    Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden. Ohne Fehler lernt man nicht, auch ein Hund nicht.

    sollte in keinster weise ein angriff sein, war nur vom rohschnitt den du geschrieben hast betrachtet.

    Zitat

    Über mangelnde Bindung kann ich mich absolut nicht beklagen. Ich hätte nie gedacht, dass sich ein Hund so schnell an einen Menschen binden kann. Meiner Meinung nach, sucht der Hund nach Anleitung. Sie ist sehr unsicher in allem was sie tut, auch schon als sie zu uns gekommen ist. Und sie wird immer sicherer und selbstbewusster, von Tag zu Tag. So jedenfalls beobachte ich das.

    top, dann heissts nur das selbstbewusstsein in die richtige bahn zur eigenständigkeit zu lenken.

  • Zitat

    mal vorweg: sorry wenn das von mir geschriebene etwas böse rüber kam!
    wenn man details nicht kennt und nur so grob den rohschliff sieht kann vieles falsch gedeutet werden.


    Kein problem, hätte vielleicht auch ein bissl mehr ausholen müssen. Nur war es eh schon so viel und ich auf der Arbeit :(

    Zitat


    fängt sie an zu zappeln und (zu) stressig zu werden, schnapp sie am halsband und wirf sie aus dem raum raus, türe zu!
    ohne ein wort von dir!!!!


    Das wäre ne Idee. Ich glaub ich muss mal meine Türen in der Bude wieder einbauen ;) Denn ich hab nur eine. Aber is nen Versuch wert, werden wir mal testen, bzw. hab ich gestern schon als ich nach Hause kam.
    Hund flippt rum sobald die Haustür auf geht. Ich also wieder Haustür zu gemacht und ich bin draussen geblieben. Nach dem dritten mal hat se kapiert, dass sie nicht sooo doll rumflippen soll. Muss ich nun mal dran bleiben, die stirbt sonst noch mal am Herzinfarkt :D


    Zitat

    sehe ich auch so, hundekontakt ist an der leine nix.
    würde sie so kurz an die leine nehmen das sie nicht rumhüpfen kann, gar keinen bogen machen oder sonst was sondern einfach stur dran vorbei, egal was sie für einen terz macht.
    lass dich auf keine diskussion ein.
    ;)


    Ja, das hab ich auch schon probiert. Das doofe is nur, dass ich dann immer über den hund falle. Nehme sie ja auf die vom Hund abgewendete Seite und latsche einfach weiter. Sie zieht dann richtung anderen Hund, vor menie Füße und ich lieg fast auf der Nase. Das is ja auch AA. Aber gut, ist auch nen Versuch wert.


    Zitat

    in der wohung/im haus wird nicht getobt sondern da herrscht ruhe!!!
    kein toben kein spielen mit dem hund, kuscheln ok.
    kann auch DAS problem mit unterstützen das sie ansonsten drinnen so hippelig ist.
    den hund grossteils ignorieren und nicht auf jeden furz vom hund reagieren. wird sie zu lästig dann raus


    Ok, wird mir hinter die Löffel geschrieben. Muss ich nur noch meinem Schatz beibringen, der zockt immer so gern mit Ihr

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