Was soll ich nur mit meinem Hund machen?

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  • Hallo liebes Forum,

    ich bin stolze Mama eines ca 1 1/2-jährigen kleinen Mischlings. Er ist jetzt seit einem halben Jahr bei mir. Anfangs war er sehr lieb, draußen verspielt, zu Hause ruhig. Er war ser freundlich zu allen Hunden, wollte immer mit allen spielen. Das hat sich geändert. Plötzlich fing er an, wie wild überall zu buddeln. Seit dem wird er immer aggressiver anderen Hunden gegenüber. Sobald einer auch nur in die Nähe seiner Löcher kam, wurde er übelst angeblafft. Ich habe ihm das Buddeln jetzt verboten. Dann hatte er sich auf Stöckchen spielen fixiert. Das hat ihm wirklich tierisch Spaß gemacht. Nur, brachte er meist nicht das Stöckchen, sondern lief damit weg vor mir und wenn ein anderer Hund in seine Nähe kam, da fingen die ersten Keilereien an. Also habe ich auch damit aufgehört, vor allem, weil er mit dem Stock vor mir weglief. Neulich gab es einen Vorfall, wo er eine schlimme Keilerei mit einem ihm wohlbekannten Rüden hatte, weil ich mit diesem schmuste.
    Auf der Hundewiese können wir uns kaum noch blicken lassen, alle gucken immer schon doof, wenn wir kommen und die Gespräche verstummen. :-(((
    In der Woche ist er 4 Tage bei unserem Hundesitter. Da ist er in einem kleinen Rudel integriert, wo er sich super mit allen versteht. Als wir dieses Rudel mal privat trafen, hat er alle Hündinnen, mit denen er sonst den ganzen Tag spielt, weggebellt, als sie mich begrüßen wollten.
    So langsam bin ich ein wenig verzweifelt. Die Tatsache, dass er die 4 Tage bis abends bei dem Hundesitter ist, macht mich traurig, zum Glück ist es nur noch bis August. Aber die anderen Sachen....was ist los mit meinem Hund? Was könnte ich falsch machen? Sind es die Hormone? Ich weiß nicht, was ich mit ihm spielen soll, wenn wir draußen sind. Wenn ich ihm was werfe und es kommt dann ein anderer Hund, geht Theater los. Habt ihr irgendwelchen Tipps für mich? Zu Hause ist er wirklich ein Engelchen und ganz lieb, verschmust und anhänglich, draußen ist er ein Platzhirsch. Für HuSchu fehlen mir leider momentan Zeit und Geld :-(((((((

  • Das ist schwierig von aussen zu beurteilen. Da könnte ein Teil Dominanz drinne stecken (böses Wort) im Sinne von Territorialverhalten, Ressourcenverteidigung. Letzteres auch für die Ressource Frauchen.

    Wenn Hundeschule für dich zu teuer ist, dann versuch wenigstens einen Trainer für 1-2 Stunden zu bekommen, der mal über euren Tagesablauf und das Verhalten deines Hundes dir gegenüber drüber schaut.

    Ich kenne es von meiner, dass sie anfängt, mich zu beschützen und ich arbeite da sehr stark gegen, indem ich sie konsequent wegschicke und den anderen Hund streichele. Es wird jetzt auch langsam wieder besser. Meine Madam ist knappe 2 Jahre, Tierheimhund und dieses Beschützen hat angefangen, als ich sie 1/2 - 3/4 Jahr hatte.

  • Hi,

    ist jetzt nur sone Idee - ich kann damit auch völlig falsch liegen, daher würd ich unbedingt vor Ort mal nen Hundetrainer drauf gucken lassen (müssen ja nicht x-Stunden sein wenn das Geld knapp ist)

    also ... vielleicht hat bei Euch der Hund die Hosen an und er betrachtet Dich als seine Recource?
    Auf die Idee komm ich weil Du schreibst das er Theater gemacht hat, als Ihr mal gemeinsam die Hunde getroffen habt mit denen er sich sonst immer gut versteht.
    Läuft er Dir immer nach? Sucht extrem Deine Nähe? Bestätigst Du das weil Du wegen der Hundepension ein schlechtes Gewissen hast?

    Mach ihm klar das er nur der Hund ist! Schick ihn in seinen Korb und mach auch in seiner Anwesenheit öfters mal Dein Ding, er hat sich dabei ruhig und unauffällig zu verhalten.
    Stöckchen werfen ist eh sch*** - wegen der Verletzungsgefahr. Aber auch sonst ist es immer klug Recourcen wie z.B. Spielzeug wegzuräumen sobald andere Hunde im Spiel sind, das ist oft ein Anlass zum Streit.
    Sein Superduper-Lieblingsspielzeug würd ich schon mitnehmen auf die Hundewiese, wenn Du z.B. Deinen Racker abrufen willst - allerdings würd ich es auch niemals aus der Hand geben sondern nur gemeinsam mit ihm spielen.

    Also sich öfters mal rar machen ... aber wenn, dann sehr konzentriert mit ihm spielen. Qualität hoch, Quantität runter.
    Und Du bist der Boss .... wenn er irgendwo im Körbchen ne Strichliste liegen hat auf der er abhakt wie oft er's geschafft hat Dich zu was zu manipulieren, dann haste verloren. ;)

    lg
    susa

  • Vielleicht ist der Kleine ja auch "unterbeschäftigt"?

    Vielleicht reichen die normalen Gassigänge nicht aus. Leika hatte sich auch zum Stöckchenjunkie entwickelt. Das haben wir durch Ignorieren und umlenken des Interesses "ausgetrieben". Jetzt passiert auf Spaziergängen halt immer mal was Interessantes. Leckerchen werden versteckt, z. B. in Baumrinden, im losen Laub und so, kleine Tricks eingeübt, etwas Unterordnung geübt usw. Das klappt ganz gut.

    Ich sehe bei unseren Nachbarshunden ein ähnliches Verhalten wie bei Deinem "Erdarbeiter". Die beiden sind auch Erzfeinde von Leika, weil sie nur Buddeln wollen. Die beiden - eigentlich sehr netten - Hunde sind auch immer sehr lange alleine und kommen dann nur kurz raus in den Wald (an der Flexi, weil sie sonst abhauen oder andere Hunde vermöbeln).

    Probiers mal mit "Ersatzbeschäftigung".

    Der Tipp mit dem Trainer, der sich das Verhalten mal anschaut und Dir Hinweise gibt ist natürlich sehr gut und wichtig. Vielleicht findet sich ja ein erfahrener Fori aus Deiner Nähe, der Dir helfen kann, ohne dass Deine Kasse gleich leer ist.

    Gruss
    Gudrun

  • Gerade die Einzelstunden sind ja so teuer:-( Aber ich glaube, ich komme nicht mehr drumherum. Er wird tatsächlich anderen Hunden immer dominanter gegenüber. Auch seine "Freunde und Freundinnen" dürfen nicht in die Nähe von irgendwelcher imaginärer Beute. Das kann z.B. auch ne Tüte sein, die ich da abgestellt habe. Ich will mal wieder spaß haben mit meinem Hund, aber ich weiß eben nicht so richtig was machen. Ich werde mir heute auf jeden Fall mal einen Platz suchen, wo keine anderen Hunde sind und mal nur mit ihm üben und spielen. Was weiß ich allerdings noch nicht. Mir gegenüber ist er übrigens nicht beuteaggressiv. Er gibt alles ohne wenn und aber her.
    Was er auch manchmal macht: Er rennt zu Männern hin, ohne ersichtlichen Anlass, wenn die vorbeilaufen oder rumliegen und bellt die einfach an!
    Susami: Ja, das stimmt tatsächlich! Er verfolgt mich zu Hause auf Schritt und Tritt, ist mein ewiger Schatten. Beim Hundesitter ist es genauso.
    Unterbeschäftigt...hmhm...ich weiß nicht. In der Woche ist er ja bei seinem Rudel und geht mit dem jeden Tag zwei Stunden auf die Wiese. Ich will ihn ja beschäftigen, aber ich weiß nicht so richtig wie...:-/ Alleine ist er nur sehr selten und kurz.

  • :???: also für mich liest es sich so als wäre deinem kerlchen einfach nur stinklangweilig, hat überschüssige energie, ist unterfordert.

    mach was mit ihm!
    unterordnung, obidance oder sowas in die richtung

    Zitat

    Unterbeschäftigt...hmhm...ich weiß nicht. In der Woche ist er ja bei seinem Rudel und geht mit dem jeden Tag zwei Stunden auf die Wiese.

    das mag manchen hunden reichen, vielen aber gar nicht.

    zu hause ruhe einfordern wenn er sie sich selbst nicht gibt. es ist ungemein stressig für den hund bei jedem schritt frauchen zu verfolgen. das tut ihm gar nicht gut auch wenn er es nicht weiss

  • Um welchen Mix handelt es sich?

    Diese "Verhaltensweisen" sah ich schon oft bei der Rasse, die am meisten gezüchtet wird und in allen sozialen Schichten vertreten ist. Bei der oftmals vergessen wird, dass sie Arbeit und Forderung braucht. Und ich denke, dass dies auch hier der Fall ist. Der Hund braucht eine sinnvolle Beschäftigung, sobald er bei dir ist. Du selbst fragst dich ständig, was du denn mit ihm tun sollst? Tja, es gibt da soviel gute Bücher auf dem Markt, auch mit guten Hundespielen zuhause...

    Denke, er ist einfach klassisch unterfordert. Was ist z.B. mit Suchspielen? Hund irgendwo in Wohnung/Haus ablegen, Spielzeug bzw. am besten Lieblingsspielzeug irgendwo verstecken. Kann auch in Ecken sein, die er nicht grade bevorzugt, wie z.B. Waschmaschine :D Wenn er´s gefunden hat, ihn gut loben... er wird stolz sein wie Oskar ;)

  • Für mich ist das eine Verkettung vieler verschiedener Ursachen.
    An erster Stelle steht, der Hund hat keine Erziehung und ist rotze frech.
    Er akzeptiert dich als Führer nicht und deswegen verteidigt er dich.
    Er kennt seine Grenzen nicht
    Er hat jetzt ein Alter erreicht, wo er Alles und Jeden in Frage stellt usw. usw.
    Für mich gehört hier an erster Stelle der Mensch erzogen und in die Hundeschule. Wenn du einen guten Trainer findest, der dir die Problematik richtig vermitteln kann, dann bist du schon mit wenigen Stunden fertig und musst es nur noch weiter umsetzen.
    Mach dich nicht fertig, du kannst es wieder in den Griff bekommen. Auch wir hatten ähnliche Probleme mit unserem Paul, der in dem Alter meinte er müsse jeden Rüden auf den Rücken drehen. Wenn wir auf die Hundewiese kamen, dann kam schon der Spruch: Ach da kommt ja wieder der Paul - echt blöde Situation - aber wir haben hart an der Problematik gearbeitet und nach kurzer Zeit hatten wir es im Griff.
    Also nicht aufgeben, es lohnt sich daran zu arbeiten und ein guter Trainer zahlt sich ganz schnell aus.

  • Ja, das kenne ich :-( Mein Hund wird "der Vergewaltiger" genannt :-( Suchspiele haben wir schon ein paar mal gemacht und das gefällt ihm auch. Will jetzt demnächst mal mit ihm schwimmen gehen. Gestern war ich mal mit ihm alleine draußen(sonst gehen wir immer mit einer Nachbarin) und das hat richtig Spaß gebracht! Ich habe mit ihm fangen gespielt und Übungen gemacht: Komm! Bleib! Sitz! Platz! usw. Er war richtig fröhlich und das hat echt Spaß gemacht. Glaube, ich muss einfach mehr Zeit mit ihm intensiv verbringen.
    Er ist schon ruhig zu Hause, nur er läuft mir immer überall hin nach. Morgens nervt er allerdings todes. Wenn ich mich fertig mache, sitzt er gerne auf dem Klodeckel und fiept mich an. Ich schicke ihn neuerdings auf seinen Platz und da bleibt er dann auch, bis ich ihn rufe.
    Ich habe keine Ahnung, was für ein Mix er ist. Ich versuche mal später ein Bild hochzuladen. Er jagt gerne und ist sportlich, schmusig und anhänglich, er hat Bluemerlefaktor und ist wild gefleckt.

    Vielen Dank für eure Tipps! Ich werde versuchen ein paar Einzelstunden rauszuschlagen.

  • Hallialo :-)

    Wenn du die Stunden nimmst, mach dir vorher gut Gedanken. Schreib alles auf, was dir nicht gefällt. Zähle aber auch auf woran er Spaß hat. Mach dir Gedanken, warum er so reagiert und frag die Trainerin, ob deine Beobachtungen/Einschätzungen richtig sind - dann siehst du gleich, ob du deinen Hund verstehst. Wenn du gut vorbereitet bist spart das Zeit und Geld =)

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