"Mag" er uns etwa nicht?

  • wir haben ja beagle snoopy seit knapp einer woche und grüble immer mehr. er kommt kein stückchen zu uns her, will nicht gestreichelt werden (ausser ich geh mal zu ihm, streichle ihn, aber manchmal schnappt er sogar), er freut sich garnicht, wenn er mich nach ein paar stunden (wenn er mit meinem mann in der firma war) wieder sieht, er geht überhaupt nicht auf meine mädels zu (2 und 4) und bellt sie wenn dann eben nur an und schnappt nach ihnen (ist aber weniger spielaufforderung wie es aussieht).
    usw. usw.
    nachts schläft er ja alleine in der küche, fragt nicht nach uns und so lebt er einfach auch sein leben neben uns her. heut das erste mal, dass er mit mir gespielt hat (kong werfen und bringen), aber so denk ich hat er uns weniger gern...

    oder muss er sich noch an uns gewöhnen, einleben? oder sollte schon von anfang an die große liebe da sein???

    klar ist es nicht einfach, wir sind die 3. besitzer incl. züchter schon in seinem kurzen hundeleben (er ist ja erst 4 monate), dachte aber eher er würde sich von anfang an mit uns anfreunden können und nicht immer mehr seine bösen feinde in uns sehen (so verhält er sich ja oft gegenüber uns).


    lg, sandra

  • Hallo Sandra, ein bisschen habe ich bei all Deinen Postings das Gefühl, dass Du den Kleinen noch nicht wirklich verstehst. Und die Einstiegsfrage in diesem Thread hier bestätigt meine Vermutung.

    Bitte bedenke, dass Beagle Snoopy schon allerlei hinter sich hat in seinem kurzen Leben - kein Wunder, dass er nicht gerade vor Zuneigung den Menschen gegenüber sprüht! Auch wird es für ihn nicht einfach sein, sich in eurer Familie einzuleben - Deine zwei Mädels sind ja nun in einem Alter, wo auch nicht immer alles in Ruhe und Frieden abläuft ;) .

    Bitte versetze Dich mal in Snoopys Lage - welche Veranlassung hat er denn, euch nach so kurzer Zeit schon zu "lieben"? Du solltest nicht zuviel von ihm verlangen und Deine Erwartungen, die Du an den kleinen Kerl hast, noch einmal überprüfen.

    Nur Geduld und das Wissen um Bedürfnisse, Ausdrucksweise und Entwicklung des Hundes bringt Dich hier weiter!

    Alles Gute für euch!

    Wauzihund

  • Hi!

    Das klingt ganz schön nach Schwierigkeiten! Du hast zwei kleine Kinder und einen 16 Wochen alten Beagle, der nach Dir und den Kindern schnappt und euch anbellt?

    Hm...also ich finde es superwichtig, dass ihr in die Hundeschule geht, in eine GUTE, vielleicht könnt ihr hier ja mal einen Thread in eurem PLZ- Bereich eröffnen und nachfragen?
    Wichtig ist auch, dass Du ganz viel positives mit dem Hund machst, er also viel Gutes mit Dir verbindet...

    LG

  • Ich muss, jetzt schon mal nachfragen: "Warum ist der Kleine mit bei deinem Mann in der Firma?"
    Es doch, nach all den Besitzerwechsel und ZUHAUSE gewechsel, eh schon schwierig, dass er sich eingewöhnt. Vielleicht, sollte er sich ersteinmal, an die Wohnung gewöhnen und dann, wenn das wirklich, RICHTIG geschehen ist, dann, ABER ERST DANN, sollte er einen neuen Bereich, die Firma kennenlernen.

    Außerdem, gibt es jetzt plötzlich 4 neue Menschen in seinem Leben, die er erstmal kennenlernen muss, ganz in Ruhe und eine Bindung zu Euch aufbauen, nicht nur zu einem nein gleich zu 4 Menschen und das dauert einfach etwas. Meiner hat erst nach über einer Woche, angefangen mir immerhin mal nachzuschauen, wenn ich jemanden anderes die Leine halten lies und weg bin. Was glaubst Du wie ich mich da gefreut hab. Meiner verbringt aber den ganzen Tag mit mir, deiner erst mit deinem Mann, dann mit Dir, also wie soll er jetzt wissen zu wem er als erstes eine Bindung aufbauen soll. Er braucht eine feste Bezugsperson, die sich hauptsächlich um ihn kümmert, zu den anderen Menschen baut er nach und nach eine Bindung auf und zu jedem wird sie anders sein.
    Und in der Firma deines Mannes gibt es bestimmt ne Menge Leute die da rumhupfen, den Kleinen anschauen, dein Mann zeigt ihn bestimmt voll stolz rum, jeder tätschelt in mal und redet auf ihn ein. Alles riesen große Leute die er nicht kennt. Ich würd sagen, dass überfordert den Liliput total!!!

    Bedenke bitte auch, ein Welpe muss ersteinmal die Welt kennen lernen. Die Strasse, Autos, Fahrräder, Menschen, andere Hunde, Gras, Bäume, Geräusche (hast du mal drauf geachtet wieviel Geräusche es gibt, die an uns weil sie für uns selbstverständlich sind vorbeiplätschern? Vogelgezwitscher, ein Auto wird angelassen, ein Moped startet, ein Rolladen wird raufgezogen usw.) usw usw usw. Also mein Welpe und der ist 5 Monate, hat keine schlechten Erfahrungen gemacht, war bisher nur in seinem Rudel und hat am Strand gelebt, für den ist jeder noch so kleine Ausflug von 20-30Minuten ein riesen Erlebnis, der bleibt oft stehn und setzt sich hin und schaut sich erstmal alles um ihn herum an, die Tauben, die Menschen und die Geräusche und dann läuft er irgendwann weiter, wenn wir heimkommen ist er immer fix und foxi und braucht seine Ruhe.

    Ich habe, all deine Posts verfolgt und weis dass, du dich wirklich ehrlich bemühst den Kleinen zu verstehen.
    Versuchs doch mal so:

    Er ist ein Baby, das laufen kann und feste Nahrung zu sich nehmen kann, aber ein Baby, das DICH NICHT KENNT und Du IHN NICHT. Ich sprecht nicht die gleiche Sprache. Das geht nicht von jetzt auf gleich, erstmal kennenlernen und eine Verständigungsebene finden und dann kommt so nach und nach das Vertrauen. Du vertraust doch auch nicht jedem gleich, der dir begegnet und wenn dann noch nicht mal ne Kommunikations statt finden kann...

    Als Baby braucht er ein Zuhause, da er aber schon viele hatte, traut er sich erstmal garnicht sich einzugewöhnen, könnt ja sein, das er gleich wieder weg muss. Da ihr es ihm nicht erklären könnt, kann nur die Zeit ihm die Sicherheit bringen, hier darf ich bleiben, hier darf ich mich wohl fühlen. Auch Menschen die schlechte Erfahrungen gemacht haben, haben danach Probleme zu vertrauen und dafür hast Du bestimmt Verständnis, dieses RECHT hat auch ein kleiner Hund.

    Nun kommen wir mal zur Vergangenheit deines Beagels, weißt Du viel darüber? Vielleicht ist er oft sehr geschimpft worden, wenn er was falsch gemacht hat! Vielleicht gabs kein RICHTIG oder FALSCH, weil es ihm nicht gezeigt wurde, oder das Ganze wurde launisch gehandhabt? Wer weiß was da alles schon kaputt gemacht wurde und nur mit gaaaaaaaaaanz viel Geduld und Liebe und erst mit der Zeit gut gemacht werden können.
    Wichtig sind jetzt klare Strukturen, geregelter Tagesablauf ohne von einem Ort zum anderen gebracht zu werdenl. zu Hause, zum Kindergarten und zurück. Das reicht vollkommen aus. Erstmal. Und dann ist es ganz wichtig, das du und dein Mann, wie in der Kinderziehung an einem Strang ziehen. Wozu Du NEIN sagst muss auch dein Mann NEIN sagen.

    MERKESATZ der mir sehr geholfen hat: falsches verhalten, ignorieren! richtiges verhalten, loben und belohnen! unerwünschtes verhalten, Nein sagen und zeigen wie es richtig ist.
    also wenn er in die wohnung macht und du siehst es nicht, wegputzen. macht er draussen, party feiern, weil ers richtig gemacht hat. siehst du ihn wiährend er in die wohnung machst, nein sagen und mit ihm rausgehen. wegputzen ohne schimpfen.

    Was deinen Mann angeht, schätz ich ihn, ohne es böse zu meinen, als jemanden ein, der richtig richtig gern einen Hund hat, zum Fahrradfahren, mit in die Arbeit nehmen, durch den Garten toben (also ich seh da eher einen richtig großen Hund vormir) , aber er muss unbedingt erkennen, das er mit all seinen Aktivitäten und Unternehmungen warten MUSS bis der Hund soweit ist. Selbst wenn der Hund nicht schon rumgereicht worden wäre, wäre das Ganze viel zu viel und viel zu schnell.

  • gebe dir auch vollkommen recht.

    mein mann sieht den kleinen schon als seinen kumpel an, anfangs hat er ihm eben einfach nur so die leckerchen nachgeworfen, ihn wohl auch total überfordert. wollte ihm auch den ganzen tag das non-plus-ultra bespassungs-programm bieten.

    aber immer mehr stellen wir fest, dass der kleine auch nicht viel vernünftiger, belastbarer etc. ist als unsere beiden mädels mit ihren 2 und 4 jahren. finde immer mehr ähnlichkeiten bei den beiden, meiner maus mit 2 und dem kleinen mit seinen fast 5 monaten.
    :D
    zwei kleine kinder mit eigenem kopf, die ständig am suchen sind, was sie anstellen könnten, auch mal wenns not tut anderen weh tun, hören nur bei bedarf, ständig nach essbarem suchen usw. bei schimpfe rebellieren oder einfach weinen. :headbash: :headbash: :headbash:

    was wohl der punkt auch ist, uns fehlen wichtige wochen mit ihm, die ersten wochen. er kam ja zu uns als schon fast (von der größe her !) ausgewachsener hund, nicht mehr als kleiner, süßer kuschelwelpe...deswegen überschätzen wir ihn viell. gerne und sehen ihn so. nicht mehr als kleiner, süßer welpe, der einfach nur spielen will und mist baut. :???:


    DANKE FÜR DEINE AUSFÜHRLICHE ANTWORT; BIN NUN WIEDER EINEN SCHRITT WEITER... WÜRDE SO GERN IN EIN PAAR WOCHEN BERICHTEN KÖNNEN, DAS SICH DER KLEINE GUT EINGELEBT HAT...WERDE DÍE TIPPS BEFOLGEN.[/b]

  • Hallo Sandra,

    du hast ja schon viele gute Tipps bekommen.
    Ich selbst würd es aber noch so versuchen, dass ich dem Kleinen nicht soviel Beachtung drinnen schenke. Es hört sich so an, als wolltest du oft spielen, er weist aber ab.

    Was ist, denn du dich einfach auf den Boden setzt, vielleicht mit Leckerlies? Wird er neugierig, kommt er zu euch?

    Und dass er schnappt, ist völlig normal. Stell dir vor, dein kleines Kind wird in ein großes Museum alleine gebracht. Alles viel größer und ganz große Gestalten laufen da rum. Irgendwann geht eine Gestalt auf dein Kind los, beugt sich eventuell noch drüber (und macht sich somit noch gefährlicher) und streckt die Hand nach deinem inzwischen richtig verängstigten Kind aus.
    Klar verscht der Welpe, dich in dem Moment, wo ich ankommt zu schützen, für ihn ist es ja nichts anderes.

    Ich hab nicht gelesen, wie es bei euch ist (vielelicht auch überlesen, dann sorry). Hat euer Hund einen Rückzugsort? Also ein Körbchen oder so, wo er Ruhe hat, NIEMAND von euch reingreift und er Schutz hat?

  • Soweit ich das nach meiner Erfahrung beurteilen kann sind Beagles mit Futter ganz gut zu lenken.
    Mein Tip:
    Laß den Hund bei Euch zuhause leben (nicht mit Männe bei der Arbeit),
    und gib ihm sein Futter ausschließlich aus der Hand.

    Und nach einer Woche bei Euch kann man auch noch keine Wunder erwarten. Geduld! Das wird schon.

  • Hallo,

    mein Hund war auch mal so. Es ist Mißtrauen und Angst. Wenn man sich dem Hund zu sehr aufdrängt, findet er das sehr unangenehm und reagiert so. Ich würde ihn vorerst mehr in Ruhe lassen. Mein Sohn brauchte 3 Wochen bis er unseren Hund anfassen konnte. Er ist täglich dagestanden und hat rückwärts ein Leckerchen hingehalten. So oft, bis mein Hund es nahm. Heute sind die beiden die besten Freunde.

    Der Hund braucht Zeit. Er hat vermutlich schlechte Erfahrungen gemacht und wird aufgrund seiner Erfahrungen auch länger brauchen eine Beziehung aufzubauen. Weiß er denn, dass er länger bei euch sein wird? Er weiß nur, dass er immer wieder die Menschen verlassen muss, wo er war, und dass die vermutlich blöd waren.

    Wenn der Hund zwickt, dann hat er bereits gelernt, dass er damit Erfolg hat.

    Ich musste sehr lange sehr geduldig mit meinem Hund sein. Mit Futter habe ich alles gelobt was gut war. Ich habe eine gute Hundeschule besucht und gelernt, wie man Kommandos beibringt. Ich dachte immer, einen Hund zu erziehen dauert 3 Monate und gut ist es. Fehlanzeige, es dauert ein Leben lang.

    Sag deinen Kindern, dass sie den Hund in Ruhe lassen sollen. Kinder sind für HUnde keine ernst zu nemnde Partner. Sie sollen den Hund nicht ohne dein Beisein anfassen. Ich würde erstmal nur Futter geben.

    Dann beachte bitte, dass ein sich über den Hund beugen und Kopf streicheln für den Hund bedrohlich sein kann. Mach dich klein und gehe seitlich.

    Und habt bitte kein Mitleid mit dem HUnd. Ein Hund versteht da nicht. Und auch ich weiß nicht, ob mich mein Hund liebt. Kann ein Hund lieben?

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