"Mag" er uns etwa nicht?

  • als Rückziehort könntest du doch vielleicht, wenn du noch einen Laufstall deiner Kinder hast, den nehmen. Dein Mann kann sich dann gleich mal handwerklich betätigen und ihn aus und einbruchssicher gestalten und deine 4jährige kann auch helfen ein Hundekinderzimmer einzurichten:D
    Oder du kaufst eine Transportbox und richtest ihm darin seinen Ruheplatz ein. Auch an die box muss er sich erst gewöhnen.

    Erwarte keine VERNUNFT von dem Hund, das er selber weis wann das spielen zu viel wird, verordne ihm ruhezeiten. Du wirst erstaunt sein, wieviel schlaf er plötzlich braucht und wieviel ruhiger er werden wird. Und lass ihn nicht abends alleine in der Küche schlafen, da hat ein Hund angst, so weit weg von seinem Rudel, stell ein Körbchen neben euer Bett, das tut ihm gut.

    Einige dich mit deinem Mann, dass der kleine erstmal zu hause bleibt. Du kannst, ihn beruhigen, die beiden werden noch früh genug Kumpels werden, ohne das sie jetzt schon die ganze Zeit zusammenhängen und die Kumpelschaft muss er sich nicht mit Leckerlies erkaufen, sondern erarbeiten. Ein Hund will, genauso wie Kinder, gelenkt und geführt werden und braucht eine Person zu der er Respekt hat. Vielleicht ist es bei euch auch so, du ärgerst dich den ganzen Tag mit den Kindern rum, weil die nicht hören, kaum erscheint der Papi verwandeln sie sich in kleine Engel die superguthören. So ist es auch bei Hunden.

    Wenn du etwas zu erledigen hast. kann er ihn ja mitnehmen oder Du bringst ihn ihm und du holst ihn dann wieder ab, damit er nicht dort nicht zulang Zeit verbringen muss. Für den Kleinen ist der ganz Tag in der Firma, super stressig und deshalb reagiert er beim nach hause kommen gereizt. Wenn dein Mann von der Arbeit kommt, es war viel zu tun oder es gab ärger, wird er auch nicht fröhlich und aktiv sein, sondern braucht erstmal ne zeit zum entspannen und runterkommen!

  • noch ein Punkt: warum schläft ein frisch eingezogener Welpe nachts allein in der Küche? Wie soll der denn eine Bindung zu Euch aufbauen, wenn er nachts alleine sein muß? Ich habe meine anfangs immer im Schlafzimmer nächtigen lassen (muß ja net Dein Bett sein!) stell Dir vor, das wär ein Baby, und Du gehst mal eben 4 Stunden einkaufen und läßt es allein daheim. Was meinst, wie dem kleinen Kerle zumute ist da alleine so lange Zeit??
    Wenigstens anfangs würdet Ihr Euch leichter tun, wenn der Kleine näher bei Euch sein darf, damit er versteht, IHR seid jetzt sein Zuhause, er kann Euch vertrauen. IHR paßt auf ihn auf, er muß dies nicht selbst tun (siehe auch Thema anfassen durch alle Leute im Büro!). Es kann nämlich sein, daß er Hund auch deswegen mal schnappt, weil IHR ihn nicht ausreichend beschützt, wenn er zu erkennen gibt, daß es ihm zu viel wird. Schaut z.B. der Hund weg von den Leuten, geht er weg von ihnen, verkriecht er sich ins Eck, dann sorgt dafür, daß er RUHE bekommt, und keiner ihn mehr anfaßt, dann wird´s ihm zu viel. Wie auch schon vorherige Schreiber anmerkten: gönnt dem Hund daheim und im Büro ein Eckchen, in dem er Ruhe hat, ein Körbchen o.ä., das v.a. auch für die Kinder absolut TABU ist (das kann auch ein 4jähriger schon verstehen!). Stell Dir vor, Du wirst, während Du schläfst, dauernd von irgendwem angetascht, gestreichelt, gepiekst etc. Spätestens beim dritten Mal würdest Du ´nen Schrei loslassen, total gefrustet, weil Du schlafen willst. Genauso geht´s dem Hund. Beschütze DU ihn, gib ihm die Ruhe, die er braucht, dann braucht er sich nicht mit Schnappen selbst zu verteidigen. Mußt eben ein bißchen beobachten, WIE er zeigt, wenn´s ihm zu viel wird, ist nicht ganz einfach anfangs, das zu "lesen", was der Hund mit seiner Körpersprache sagen möchte.
    Versuch auch, wenn Du mit ihm sprichst, den Ton zu wählen, auf den der Hund am besten reagiert, leise lockend, liebevoll. Wenn er kommen soll, Leckerli in die Hand nehmen und geben, wenn er da ist, ganz toll loben dabei. Und nicht nur spazieren, auch mit dem Hund spielen, liebevoll raufen, knuddeln (Körperkontakt hilft, eine Bindung aufzubauen oder zu intensivieren) oder einfach mal auf den Boden neben ihn setzen beim Fernsehen o.ä., das beruhigt und gibt das Gefühl, dazuzugehören. Letzten Endes gib ihm Zeit, wenn Ihr der 4. Besitzer seid, kann es schon sein, daß er etwas vorsichtiger ist, "warum an Euch binden, wenn er eh wieder woanders hin kommt", hat er bisher gelernt. Zeigt ihm, daß er bleiben darf, nach einer Weile bei Euch wird er kapieren, daß er nicht auf einen erneuten Wechsel zu warten braucht und lernt, Euch zu vertrauen, daß er dableiben darf.
    Wünsche euch viel Spaß mit dem Süßen, Ihr schafft das schon, laßt Euch durch die schwierigen ersten Wochen nicht verunsichern!
    LG,
    BieBoss

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