Leinenführigkeit mal wieder ...

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  • Wir gehen jetzt seit 2,5 Monaten 2 x die Woche in die Hundeschule! Sitz, Platz, Bleib, abrufen (klappt leidlich) ist soweit ok und wird auch besser. Aber... an der Leine hängt ein Monstrum. Ist nicht ganz klar, an welcher Seite :???: aber ich verliere langsam die Nerven. Lili ist jetzt 6 Monate, wiegt gepflegte 26 kg und ist ein Muskelpaket. Wir haben Leinenführigkeit von Anfang an geübt und es will nicht gelingen. Ich habe (auch im Forum) so ziemlich alles gelesen, was es zu lesen gibt, aber nichts hat geholfen. Leckerli, Richtungswechsel, Stehenbleiben, Strenge (also extrem kurz halten) , und und und. Das Vieh (Lieblingskuschelvieh) hängt an der Leine wie ein Bulldozzer!! Und ich kann kaum noch dagegenhalten, ich wiege selbst nur 55 kg und bin nach einer halben Stunde Gassi rennen... fertig! Wo will der Hund nur hin? Warum hat sie es immer so verdammt eilig? Ich meine, ich weiß, dass wir von einem jungen Hund reden, aber so langsam geht mir - im wahrsten Sinne des Wortes - die Puste aus. Hat jemand eine Idee? Ich weiß echt nicht mehr weiter!!!

  • Naja,
    indem du weitergehst, wenn dein Hund ziehst belohnst du sie ja dafür. Wenn das nun schon ein halbes Jahr so geht, braucht es natürlich Zeit und vieeeeeeel viel Geduld das wieder rauszubekommen.
    Ich würde ganz klar sagen, sobald der Hund zieht, geht es nicht weiter. Gelaufen wird nur noch an lockerer Leine. Sobald die Leine locker ist würde ich dann schön loben, damit sie weiß, wie sie es richitg macht.
    Richtungswechsel etc. können das ganze noch vereinfachen. Aber im Grunde musst du es eigentlich nur so machen und das konsequent (!), auch wenn man grade eigentlich nicht so viel Zeit dafür hat.

    Aber stell dich auf einiges ein. Ich habe damals für die Runden das 4fache an Zeit gebraucht, weil Madame anfangs meinte alle 2m erneut mit dem ziehen anzufangen. :roll:

    Ich wünsch dir dann mal viel Geduld und Erfolg dabei :gut:

  • ach ja das kommt mir nur zu bekannt vor. mein mann hatte sich schon geweigert mit unserer süssen rauszugehen.

    ok was haben wir gemacht. das normale programm hatte bei ihr auch nichts gebracht.

    erstmal haben wir sie 2 tage hungern lassen.
    dann futterration in die tasche und halsband und leine angezogen und raus. natürlich das geziehe wie gewohnt.
    sie auf die fussseite gebracht und sitz machen lassen, erstmal ein böckchen, dann ganz langsam losgelaufen und noch bevor sie ziehen konnte, gelobt und futterbelohnung. und so weiter und soweiter, eeeeeeeewig weiter.
    sie lernte, dass es nur futter beim, bei fuss gab und da sie schon eine süsse fressmaus ist, lerne sie es ganz schnell, ich denke mal so eine woche hat es gedauert.

    was wir auch ab und an mal machten, fängt sie an zu ziehen, trete ich in ihren weg und das noch bevor sei mit ihrem popo an meinen beinen vor bei ist, also ziemlich zeitig.

    heute reicht es nun, wenn ich einfach nur stehen bleibe, dann geht sie von alleine auf bei fuss und dann weiss sie, es geht weiter.

    also nur geduld, dann wird das schon.

    g meifu

  • Es ist immer schön ,das auch andere solche Probleme haben.Mir haben auch an manchen Tagen die Arme/Schultern tierisch geschmerzt.
    Seit gut einer Woche clicker ich wenn er neben mir läuft,klappt schon ganz gut,ohne größere Ablenkung.
    Ist noch eine Menge Arbeit,aber wir geben nicht auf.
    LG Gaby

  • Danke für die Tips. Also das mit dem Hungern lassen, haben wir noch nicht probiert. Auch wenn es mir das Herz bricht, ich werd`s versuchen. Denn die Sache mit den Leckerli funktioniert ja auch meistens nicht, wenn Madam satt ist. Bin mal gespannt, ob das was bringt.

  • Immer "schön" zu sehen, dass andere die gleichen Probleme plagen... ;)

    Emily zieht eigentlich nicht an der Leine, zwischendurch aber, da packt sie mal der innere Schweinehund und sie hängt sich rein. Bleibe ich dann nur stehen, hält sie dagegen. Konsequent. Mache ich aber einen Richtungswechsel, folgt sie und findet es suuuuuper um mich herum zu hopsen und wird aufmerksam. Da lacht der ganze Hund. Ich kann sie dann bei zwei, drei kontinuierlichen Wechseln auch vom Gehopse ins Fuss befördern. Dauert halt mal ein paar Freudensprünge lang....

    Kritisch wird es, wenn andere Hunde kommen und wir nicht die Möglichkeit haben, einen Bogen zu laufen o.ä.. Dann schmeissen sich 22 Kilo in die Leine (ich wiege 50 kg) und das ist wirklich nicht witzig. Dabei haben wir von Anfang an trainiert, dass WIR entscheiden, wann sie zu anderen Hunden geht - inklusive absitzen lassen, bevor die Leine abgemacht wird, an der Leine wird nicht gespielt etc. Aber sie freut sich so dermaßen über jeden Hund, dass sie dennoch in der Leine hängt.

    Seit wir Ihr Futter mit auf den Weg nehmen und sie eigentlich nur noch draußen gefüttert wird, wird es besser und ich kann sie leichter ablenken und bei mir halten. Zieht sie dennoch, kann ich das durch ein, zwei, drei Richtungswechsel korrigieren und ihre Aufmerksamkeit zurück holen. Schwierig wird es nur, wenn es den anderen HH egal ist, ob ich da gerade was übe und sie ihre Hunde auf mich zupreschen lassen. Dann ist kein Halten mehr... :sad2:

  • Man kann nicht immer konsequent sein.

    Du kannst aber z.B. zum Leinenführigkeit Üben ein Halsband nehmen, und wenn du es eilig hast, und nicht alle 2 Meter stehen bleiben willst, machst du die Leine an ein Geschirr.

    So erkennt dein "Monster" :smile: den Unterschied und du kannst konsequent trainieren (am Halsband), oder auch mal unkonzentriert mit einer Ziehmaus unterwegs sein (am Geschirr). Je nachdem...

    Hauptsache, sie lernt das ordentlich Laufen am Halsband. Wenn du einen ordentlich laufenden Hund brauchst, befestigst du später die Leine am Halsband und dann weiß sie, was erwartet wird.

    Ansonsten und bis dahin: Geduld, Geduld und die´üblichen Tipps befolgen :smile:

  • Hey,

    auch wir nein ICH ( bei meinem Freund lief sie komischerweise immer 1a) hatte dieses Problem am Anfang mit Alanna. heute passiert es nur selten, dass sie beginnt zu ziehen. Dabei merkt sie es dann selber und kommt automatisch in die "Fuss" position.

    Aber mit ca 1 Jahr hatte sie die schmlimmste Sturm und Drang Phase. Da hing ich wie ein Fähnchen am Ende der Leine.

    HAbe dann auch mit Richtungswechseln gearveitet, stehenbleiben und eben das "in den Weg Treten!

    Hachja waren das Zeiten ...heute kann ich drüber schmunzeln. Aber damals war ich den Tränen nahe vor Frust und Wut. .

  • Tja, die Probleme habe ich mit dem Rüden auch noch, aber langsam wird es besser. Wenn er zieht halte ich an oder gehe ein paar Schritte zurück. Das ist zwar sehr zeitaufwendig, aber so wird es halt besser. Da der Rüde seine 60 kg hat, hat er zur Sicherheit immer das Halti um, das ich anwende, wenn er unbedingt irgendwo hin will und wirklich wie ein Ochse zieht. Das wird auch seltener und ohne Halti könnte ich ihn in bestimmten Situationen nicht halten. Ich war auch oft total frustriert, aber ich denke Schritt für Schritt wird das schon. :gut:
    Viele Grüße Kerstin

  • Liebe Lilibeth,

    tröste dich, bei meinem zweiten Hund habe ich 4 1/2 Jahre (!) mit dem Problem gekämpft; alle üblichen Tricks haben nicht funkioniert und ich bin schier wahnsinnig geworden. Bis ich verstanden hatte, dass er anders lernt als andere Hunde. Ihm muss ich zeigen, was ich von ihm will, er muss genau wissen, wo soll ich sein und was soll ich da tun.

    Deshalb habe ich letztes Wochenende folgendes gemacht: Er schießt an der Leine vor, ich drehe mich um und gehe in die andere Richtung. Sobald er von hinten aufschließt und mit seinem Kopf knapp auf gleicher Höhe wie mein Bein ist, einen Schritt schräg vor ihn gesetzt - ihm sozusagen den Weg abgeschnitten, ohne ihn dabei zu berühren oder mit der Leine zu rucken. Natürlich versuchte er dann, auf der linken Seite an mir vorbei zu kommen - schwupp, schräger Schritt nach links vorne. Das ganze ca. 10 Mal, dann hatte er es für diesen Spaziergang verstanden. Beim nächsten Leinengang musste ich ihm nur noch 2 Mal den Weg abschneiden, und auf dem Rückweg hat er sich sogar schon selber zurückfallen lassen, wenn er mit seiner Nase vor meinem Bein war.

    Er läuft seitdem so entspannt mit mir an der Leine - davon hätte ich nie zu träumen gewagt. Ohne dass ich ihn hungern lassen musste, ohne Zwang, Druck, Rucken, ständigem Stehenbleiben und Umdrehen.

    Ist für dich ja vielleicht auch mal einen Versuch wert?

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