Welpe das 1.Lebensjahr nicht von der Leine lassen

  • Ich hab letztens mitbekommen, wie eine Hundetrainerin Welpenbesitzern geraten hat, den Hund das erste Lebensjahr nicht von der Leine zu lassen und zwar nicht einmal für 5 Minuten...
    Die HT begründete es, dass der Hund nie einen Jagderfolg haben darf (okay, das war ja noch einleuchtend) und der Hund so eine Bindung zu seinem Menschen aufbaut, der Mensch soll quasi der Nabel der Welt für den Hund sein...
    Sie hält auch nichts von einer 10 oder 20m Leine, sondern der Hund soll wirklich nur eine normale 2m-Leine haben, denn so ist er immer bei seinem Menschen... (die Umwelt hat den Hund hierbei weniger zu interessieren)


    Habt ihr sowas schon mal gehört? :???:

  • Absoluter Quatsch !

    Wie soll der Hund denn lernen auf seinen Menschen zu achten und ihm zu folgen, wenn er gar nicht die Chance hätte weg zu können ??

    Erziehung fängt am ersten Tag an, bereits dem Welpen/Junghund bringe ich bei, auf KOMM verläßlich zu kommen. Einen Hund 1 Jahr an der Leine zu lassen ist Tierquälerei ...

    Wiedermal ein Beispiel für unqualifizierte Hundeschulen.
    Obwohl, geschäftstüchtig ist die Frau, denn an so einem Hund wird sie jahrelang verdienen :D

    Gruß, staffy

  • Klar, wenn man einen asozialen Hund haben will, den man die restlichen geschätzten 12 Jahre ohne viel Arbeit auch nicht mehr von der Leine lassen kann, ist das natürlich die beste Methode. :)

  • Hallo,

    absoluter Schwachsinn...!!!

    Was macht der Hund dann, wenn er ein Jahr alt ist und von der Leine darf...???

    Solche Ratschläge sind nix wert...damit richtet man nur Schaden an.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Mir tun vor allem die Leute leid die auf solchen Schwachsinn auch noch reinfallen. :sad2: Hoffentlich war das nicht die einzige Meinung die sie sich dazu eingeholt haben. :/

    LG Tanja mit Luna

  • Ich weiß ja nicht, um was fürn Hund es sich dabei gehandelt hat, aber meiner Meinung ist das der größte Quatsch! Man muß natürlich aufpassen, das der Welpe nicht irgendwo "unter die Räder" kommt, wenn man ihn frei läßt, aber gerade ein ganz junges Tier orientiert sich erstmal an seiner Bezugsperson, sprich am Halter.
    Skadi hab ich von Anfang an ohne Leine laufen lassen. Und zwar fast ausschließlich. Wir hatten natürlich auch das Glück, dass wir zu dem Zeitpunkt fast direkt am Feld wohnten, also keine Auots und gut überschaubare Flächen. Skadi hat sich nie weiter als 10 Meter von mir Entfert. Warum sollte sie auch? Ich war ja ihre "Sicherheit".
    Auch die spätere Gewöhnung an die Leine ging super. Sie hat ein paar mal ausprobiert, ob man die blöde Strippe nicht doch losreißen kann, und dann war ihr klar: Ok, nun kann ich halt mal nicht rennen, wo hin ich will. Ist ja auch egal, ich darf ja sonst.

  • Hallo Duna,

    wir gehen auch in die Welpen-Früherziehung und der HT hat als erstes mit uns geübt, dass der Welpi IMMER gelobt wird, wenn er sich beim An-der-Leine-gehen an uns orientiert, sprich: bei jedem Blick, den meine Hündin mir während des Spaziergangs zuwirft und sie auf mich achtet, wird sie gelobt und bekommt Leckerchen.
    Unser Trainer meint auch, dass man den Hund so lange an der leine führen soll, bis er sicher abrufbar ist. Das würde heißen, dass tatsächlich im ersten jahr nix ist mit "ohne Leine". Da ich mit meiner Kleinen sehr intensiv geübt habe, darf sie im Wald und auf dem Feld frei laufen: und, siehe da: alle paar Minuten kommt sie im fliegenden Galopp auf mich zu, macht ne Vollbremsung und setzt sich brav vor mich. Holt sich quasi ihr Leckerchen ab.
    Allerdings hat sie auch Zeiten, wo alles andere interessanter ist als Frauchen, dann versteck ich mich hinter dem nächsten geeigneten Gegenstand...und siehe da, sobald sie merkt, dass Frauchen nicht zu sehen ist, bnin ich wieder das interessanteste für sie, was es auf der Welt gibt und sie sucht mich. Was denkst du, wie die sich freut, wenn sie mich dann gefunden hat :D
    Seit letzten Sonntag kann ich sie sogar abrufen, wenn ein anderer Hund des Weges kommt. Auch das haben wir vorher geübt, indem sie sich immer hinsetzen musste, wenn Fußgänger, Hund ; Radfahrer o.ä. vorbei kamen. Meine Kleine ist jetzt 4 1/2 Monate alt und ich möchte niemals die Lebensfreude vermissen, die sie ausstrahlt, wenn sie frei durch Wald und Felder laufen darf! Aber, wie geschrieben, wir haben vorher sehr viel geübt!

    So, nun wünsch ich dir und deinem Hundi viel Freude und gutes Gelingen ;)

  • Na, da bin ich über eure Antworten aber wirklich froh. :smile:
    Bin zwar keine Welpenbesitzerin, aber das Ganze hörte sich für mich doch reichlich komisch an...
    Vor allem die Hundeschule rät auch zu einem Halsband und nicht zu einem Geschirr, denn mit Halsband ist der Hund näher am Hundeführer (Aussage der HT)
    Sah für mich furchtbar aus, als die Hunde am Hals so durch die Gegend gezogen werden...

    Und das schlimme daran ist, diese Hundeschule ist wirklich gut besucht :schockiert:

    Ich war dort als Zuschauer um mal zu kucken, ob das denn für uns was wäre. Bin ich aber schnell davon abgekommen. :/
    Die Hundehalter haben dort gelernt ihre Hunde als Belohnung an der Brust zu reiben, die meisten der Hunde haben dabei ganz stark beschwichtigt, als ihre Menschen sich so über sie gebeugt haben...
    Könnte noch einige andere Ungereimtheiten aufzählen....

  • Einen Hund ein Jahr lang an der kurzen Leine zu führen ist ja fast schon Tierquälerei. Da kriegt der Hund ja einen Klapps fürs Leben. Und dann macht man nach einem Jahr die Leine weg und das soll funktionieren? :headbash:

    Vielleicht hat huier auch jemand was falsch verstanden. Mir hat man auch mal gesagt, wenn der Hund die ersten beiden Lebensjahre kein Jagderlebnis hat, wird er nicht jagen.

    Mein Hund war 18 Monate, als er das erste Mal jagen ging. Insofern wäre müsste man also 2 Jahre den Hund an der kurzen Leine führen, um das zu verhindern. Aber bis dahin ist wohl jeder Hund reif für die Klappsmühle und gelernt hat er dann in dieser Zeit auch nichts.

  • Eben.
    Das Abrufen muss man ja üben – und das kann man ja nur ohne Leine machen zumindest nicht mit einer so kurzen Leine. (Wie soll ich mit einem Hund wirklich abrufen üben, wenn er ja schon fast neben mir steht...)

    Wenn´s geheißen hätte "nicht von der Leine lassen" und dabei auch eine 10 oder 20 m Schleppe akzeptiert worden wäre – dann wär´s für mich ja einleuchtend gewesen.
    Aber es wurde wirklich zu dieser kurzen Leine geraten, wg. Hund soll immer um einen rum sein – ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine gute Bindung dadurch aufbaut, dass man seinen Hund "quasi unter Zwang" um einen rum behält.

    Es ist doch toll, wenn ein Hund so richtig schön über die Wiese fetzen kann.
    (Fällt ansonsten ja wirklich schon fast unter Tierquälerei...)

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