• Direkt Spielen mit der Schlepp würde ich auch nicht, eben wegen dem verwickeln. Wobei Lena damit (weil selber Schleppleinenträger teilweise) ganz gut klarkommt bei anderen Hunden ohne Verwickelungen.

    Das mit dem Losmachen zum Spielen und dann wieder fest machen ist doch prima. Dass er dann loszieht zum Jagen ist natürlich blöd, kann ich aber nachvollziehen :D

    Aber ihr habt es ja schon ganz gut raus, die Signale zu deuten, wenn er auf Jagen geht und ruft ihn dann entsprechend ab - zumindest lese ich das so aus deinem Text.

    Schleppabbau: Gemach gemach *lach* Unkoordiniert ist das sicher nicht bei euch, aber das mit dem Schleifen lassen würde ich dennoch mal versuchen um einen Schritt weiter zu kommen.

    Das Buch AntiJagtTraining ist super, hab ich auch. Dummi ist prima, Reizangel ist eine Steigerung davon, davon bin ich jetzt nach einigen Monaten AJT immer noch meilenweit entfernt. Also nicht als erstes Ziel setzen (klang ein wenig so in deinem Post als ob du das parallel überlegst). Longieren geht natürlich parallel, das baut ja auf etwas ganz anderem auf und hat ganz andere Ziele als Dummi und Reizangel.

    Ich muss sagen: Ich habe einen Jäger. Der auch schon 3 richtig heftige Hetzerfolge hatte. Und ich weiss, wie weit sie hetzt (1km weit über die Felder wenn es sein muss). Aber mein Ziel ist es dennoch, irgendwann die Schlepp nicht mehr zu brauchen und "normal" Gassi gehen zu können. Ohne dieses Positive Ziel würde ich das Training nicht schaffen, denn das plättet mich mehr als den Hund.

    Wenn ich da ran gehen würde mit dem "Wissen" ich kann die eh nie laufen lassen, würde ich damit erst gar nicht anfangen, mir das sparen, ne gute Leine kaufen und mir wildfreie Gassirunden suchen für immer mal zwischendurch. Ich brauch die Motivation des "Großen Zieles".


  • Mein Ziel ist es auch ohne Leine zu gehen, aber wenn ich das irgendwann immer machen kann, nur im Wald nicht, soll´s mir recht sein.
    Damit könnte ich gut leben.
    Wobei ich bei den Riesen-Fortschritten in der kurzen Zeit immer mehr daran glaube, dass er mit der Zeit (mit steigendem Alter und viel Training) auch überall freil laufen kann. (Außer an der Straße)

    Mal eine Frage zum Mitnehmen der Schleppleine:
    wie macht ihr das?

    Ich geh mit den normalen kurzen Leine, die am Halsband eingehängt ist. Geschirr hat er trotzdem schon mal an. Die Schleppleine hab ich in einer Plastiktüte im Rucksack.
    Wenn wir auf der Wiese sind, tausche ich die normale Leine gegen die SL.

    Auf dem Rückweg, wenn die SL voller Matsch und Wasser und Blättern ist :D , packe ich sie wieder in die Tüte in den Rucksack.
    Aber ich finde das so unpraktisch...

    Wenn ich mal spontan rennen will oder mit meinem Hund fangen spielen will, dann finde ich den Rucksack total lästig...

  • Ich habe ne Bauchtasche mit, da sind Leckerchen und Leine drinnen :)

    Also wenn ich mit der Schlepp jetzt durch die Richtungswechsel sowieso nicht vom Fleck komme dann könnte ich ja auf ne Freilauffläche auch gehen und dort auf der Wiese üben?

  • Ja, Schlepp ist lästig.

    Ich wohne direkt am Feld, ich gehe also oft hier ohne Führleine raus, hänge sie direkt an die Schlepp und sie muss im Fuss über den Garagenhof vorbei am Kinderspielplatz laufen, dann stehe ich schon in der "Natur" (also was halt so Natur zwischen den letzten Häusern und dem Autobahnwall ist *hust*). Hier kann ich 2 verschiedene Runden gehen, jeweils so 30-60 Minuten jenachdem wie viele Hunde wir treffen - was mache ich eigentlich täglich Montag - Donnerstag.

    Ich gehe dann also mit Schlepp los, auf der großen Wiese wo sie spielen darf, wo sich alle Hundehalter der Ecke hier treffen hänge ich die Schlepp an einen Ast am Baum. Dann hab ich zwar keine Leine, aber Lena trägt ja Geschirr, so kann ich sie eh besser festhalten, wenn mal irgendwas sein sollte. Und selbst mit Führ-Leine müsste ich ja erst mal an sie ran zum festmachen.

    Auf diesen Mittagsrunden nehme ich die 7-8 Meter (KA, nicht genau gemessen) Schlepp und sie schleift immer, so dass ich "langsam" rufe, wenn sie etwa 5-7 Meter von mir weg ist, ich kann also noch drauf treten. Festschnüffel gibts bei mir weniger, ich hab ein (leider - Tierheim) frühkastriertes Mädel, die ist da eh nicht so heiss drauf. Und auf "weiter" hört sie sehr gut. Ausserdem entscheide ich immer ein wenig nach Gefühl und Gefahrenlage. Direkt an den Kaninchen darf sie maximal 4 Meter vor, wo die Gefahr gegen Null tendiert aber Schlepp halt dran hängt lass ich sie auch mal grad schnuppern und gehe weiter, wissen, dass sie gleich kommt. Würde aber halt keine 10 Meter weiter gehen.

    Freitags gehe ich mit meiner Mama immer und deren Hund - da nehme ich die 15 Meter Gurtband-Schlepp und die Hunde laufen auch hie und da mal 30 Meter voraus, da habe ich also im Notfall keinen Eingriffsmöglichkeiten mehr, aber das ist eher selten, dass sie so weit vorlaufen und sie kommen dann auch direkt wieder zurück. Da sie in den Momenten aber ja durch den Hund meiner Eltern abgelenkt ist (der den Rehen nachglotzt als wären sie Ufos) habe ich damit kein Problem, wenn die im Spiel sich mal für ein paar Sekunden so weit entfernen. Dauerhaft würde ich es nicht erlauben, dass sie so weit vorläuft.

    Bei den Runden habe ich immer einen Tasche bei, wo ich Schlepp und Führleine und Dummi reinpacke. Genauso wie am Wochenende, wo wir halt immer mal woanders gehen.

    Ja, es ist nervig, aber ich habe mittlerweile kein Problem, meine Tasche, Jacke, Schlepp etc. einfach auf einen Haufen zu schmeissen und mit meinem Hund über die Wiese zu toben. Oder ich hänge die Schlepp an einen Baum, auf der Hundewiese landet der Dummi in einem Astloch (sonst hab ich laufend die anderen Hunde am Hintern) und ähnliches.

    Manchmal gehe ich ganz gezielt auf eine Wiese zum üben, dann habe ich alle Utensilien in einem Korb dabei. Sieht lustig aus, aber mir doch egal. Solange ich alleine bin, wird geübt, kommt ein Hund zum spielen wird der Korb weggestellt, Jacke drüber oder in den Baum gehängt.

  • Zitat

    Ich habe ne Bauchtasche mit, da sind Leckerchen und Leine drinnen :)

    Also wenn ich mit der Schlepp jetzt durch die Richtungswechsel sowieso nicht vom Fleck komme dann könnte ich ja auf ne Freilauffläche auch gehen und dort auf der Wiese üben?

    Klar kannste auf einer Wiese üben.

    Ich bin immer auf einer Wiese, weil es bei mir gar nix anderes gibt. Wenn ich in den Wald o.Ä. will, muss ich mit dem Auto fahren.

    Oder hab ich jetzt deine Frage falsch verstanden?

    Aber wenn du auf der Freilaufwiese übst und dort sind andere Hunde, dann bedeutet das halt Ablenkung für deinen Hund. Vor allem, wenn die Hunde nicht hören und einfach auf deinen zugestürmt kommen (davon könnte ich ein Lied singen).
    Am Anfang des Trainings solltest du möglichst in ablenkunsarmer Umgebung trainieren.

    Faesa:

    Wenn bei euch Bäume sind, dann hast du es natürlich gut. Bei uns ist weit und breit nur Wiese. Also auch nichts zum Verstecken, wenn Hundi mal abhaut...
    Klar, ich hab kein Problem damit den Rucksack mal schnell in die Wiese zu schmeißen und dann mit Hundi zu rennen.
    Aber das ändert ja auch nichts daran, dass ich ihn trotzdem immer dabei habe. Denn ich muss ja erst mal zur Wiese kommen, ich wohn da leider nicht gleich daneben.

    Naja, dann ist das eben so, dass ich bis zum kompletten Weglassen der SL (in 10 Jahren oder so :hust: ) immer eine Rucksack dabei habe, den ich total lästig finde.

  • Zitat

    Aber wenn du auf der Freilaufwiese übst und dort sind andere Hunde, dann bedeutet das halt Ablenkung für deinen Hund. Vor allem, wenn die Hunde nicht hören und einfach auf deinen zugestürmt kommen (davon könnte ich ein Lied singen).

    Was heisst nicht hören. Ich lass meinen Hund auf der Freilaufwiese laufen. Und ich sehe es nicht ein, meinen Hund dauerhaft bei mir im Fuss zu halten, nur weil ein Hundehalter in der Mitte der Wiese meint, er müsse jetzt Platz und Bleib üben. Oder Bällchen werfen.

    Die Freilaufwiese ist für Hunde zum Spielen da, wer üben will, kann das am Rand tun, eventuell ruf ich meinen dann mal ab, aber wenn ich keine Lust habe, dann nicht. (kommt einfach drauf an, wie derjenige sich anstellt und welchen Raum er einnimmt und welchen Reiz seine Übungen auf die anderen Hunde ausüben). Üben kann man auf jeder Wiese, aber wie gesagt, ich sehe es nicht ein, meinen Hund auf einer extra ausgewiesenen Freilaufwiese dauerhaft zu rufen nur damit er einen Hund der üben soll nicht belästigt.

  • Ach so, wenn die Wiesen extra als Freilaufwiesen für Hunde ausgewiesen sind, dann würd ich meinen Hund auch einfach laufen lassen.

    Aber bei uns gibt´s sowas gar nicht, bei uns gibt´s halt einen riesengroßen weitläufigen Wiesengrund. Ist aber keine ausgewiesene Hundewiese. Hier lege ich schon Wert darauf, dass andere Hunde nicht einfach zu mir angestürmt kommen, die wehre ich dann immer ab.

    Wenn Momo mir mal wegläuft und zu einem anderen Hund läuft, entschuldige ich mich auch immer bei dem anderen HH.

  • Wiesen gibts hier auch viele. Aber sie sprach von einer Freilaufwiese. Und das ist für mich eine Wiese, wo Hunde hingehen, um frei laufen zu können. Und da sehe ich es halt nicht ein, dass mein Hund es nicht darf, weil einer meint, üben zu müssen.

  • Wir freuen uns ja auch wenn mal jemand zum spielen Vorbeischaut :)

    Außerdem haben wir schon im Garten wo keine anderen Hunde waren geübt, und gestern hats trotz Ablenkung schon ganz gut funktioniert mit dem hier :)

  • Hey, ist doch super, wenn es schon klappt!

    Ich versuche zur Zeit auch auf verschiedene Wiesen zu gehen oder eben am Wochenende zu verschiedenen Plätzen (Wald usw.) zu fahren, damit er nicht ortsbezogen lernt.

    Aber das scheint nicht der Fall zu sein bei Momo, denn wenn ein Kommando auf unserer "Stammwiese" gut klappt, hat es bis jetzt woanders auch immer geklappt.

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