Notfall: alte Hündin schnappt: Einschläfern?

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  • Hallo Marionabc,


    DU POSTEST:

    Zitat

    Jetzt brauche ich eure Hilfe:

    Woran kann das liegen? Alterserscheinungen?

    Wie sollen wir uns verhalten? Meine Mutter möchte morgen zum Tierarzt und sich mit Ihm beraten, sie geht aber davon aus, dass es nötig ist, den Hund einzuschläfern, weil es ein Tabu ist, dass ein Hund sein Frauchen/Herrchen beißt.

    Ich brauche also dringend Rat! Was macht man in solchen Situationen??

    Vielen Dank schonmal!


    Meine Empfehlung wäre:

    1 . RUHE BEWAHREN !!!!!

    2. Die AUGEN untersuchen lassen, weil ich glaube das der Hund im sehen eingeschränkt / vielleicht schon blind ist. Hoffentlich nicht!!!!!

    3. Es macht sicherlich Sinn allen Stress wegzuhalten. Wenn ich das verhalten von Frauchen/Anhang lese habe ich da große Zweifel ob die menschlich in der Lage sind "einigermaßen vernünftiger mit dem Hund umzugehen" (nach dem Eindruck durch die Schilderungen) komme ich zu der Einschätzung!

    Das "Ihr Euch nicht mit Ruhm bekleckert habt" wird an Selbsterkenntnis schon außreichend vorliegen.
    Sollte mich sehr wundern wenn das zu NEUEM Handeln führen würde, weil man DAS JA IMMER SCHON SO GEMACHT HAT.

    Für den auch schon älteren Hund lohnt es sich bestimmt.


    WUFF


    MASSAvonSAMMY

  • Hallo Marionabc,

    ich kann nur zu gut verstehen, dass euch das Verhalten eures Hundes Angst macht. Wenn es bisher solche Vorfälle noch nicht gab, kommt es für euch scheinbar aus heiterem Himmel... Aber ich bin sicher, es gibt einen Grund dafür! Der Gang zum Tierarzt ist ja schon geplant, gut.
    Mein Hund (habe ihn bald 2 Jahre, er ist 10) hat nach 5 Monaten meinen Freund angefallen, scheinbar unerklärlich, ich vermute, es war ein `Beschützerding`, ich mit Hund im gleichen Raum, er kommt dazu usw..
    Vor einem Jahr hat mein Hund mich in die Kniekehle gebissen, so außer sich, wie du euren Hund beschreibst. Damals hatte er Schmerzen in der Hüfte, das wusste ich und habe ihn trotzdem angefasst.. Quasi `meine Schuld`.
    Danach hatte ich große Angst vor ihm, weil ich nicht wusste, ob das wieder vorkommen könnte. Und habe auch in den ersten 3 Tagen nach dem Schock über sowas nachgedacht wie ihr jetzt.. Um ehrlich zu sein. Denn so ein Verhalten macht einem Angst, auch wenn ich wusste, weshalb es passiert war..
    Ich habe es nicht getan, bin ziemlich kurz danach für 4,5 Monate nach Irland ins geplante Auslandssemester gegangen und mein Hund war in der Zeit bei meiner Familie Zweithund. Als ich wiederkam, hat er sich riesig gefreut und sich total wieder an mich angeschlossen. Trotzdem- es hat von Januar 08 an ca 9 Monate gedauert, bis ich meinen Hund wieder `gedankenlos,bedenkenlos`anfassen konnte. Zumal mein Hund danach auch `Angst` vor mir hatte, weil ich bin doch seine Liebste :p

    Wir haben einiges geändert. Beobachte deinen Hund mal, wenn er euch so dominant von seinen Liegeplätzen vertrieben will, dann vermeide alle Situationen, wo er das tun wollen würde. Kein Bett, kein Sofa. Ihr kennt euren Hund doch schon lange, dann wisst ihr wahrscheinlich, was geht und was nicht..
    Und zum Tierarzt sind wir damals auch gegangen, es gibt auch Gehirntumore, die solch Verhalten auslösen können, glaube ich..

    Ich wünsch euch viel Glück! Mein Hund und ich stehen uns jetzt näher als vorher, wenn man das so sagen kann.. Mit richtigem Verhalten von euch könnt ihr eine Menge bewirken!!

    GLG

    Inga

  • Hallo Marion,

    Ich finde es super, dass du dir hier Rat holst. Ich weiss, wie schwierig es ist, sich in so einer Situation zurechtzufinden und sich evtl. auch gegen die Meinung des Tierarztes und der eigenen Eltern durchzusetzen. Ich hatte bei unserem Familienhund damals leider nicht die Möglichkeit dazu.

    Unsere Hündin (damals ca. 9-10 Jahre alt) wurde wegen eines "Gehirntumors" eingeschläfert, allerdings ohne dass dies genauer untersucht und eine zweite Meinung eingeholt wurde. Ich wohnte wegen des Studiums nicht mehr bei meinen Eltern, aber die Hündin zeigte immer mehr Absonderlichkeiten und Verhaltensänderungen. Ein Check beim Tierarzt ergab Verdacht auf Hirntumor, und der Tierarzt war für sofortiges Einschläfern, weil der Hund Schmerzen hätte und sich quälen würde. Meine Mutter war in dem Moment total überfordert und verliess schliesslich ohne den Hund die Praxis... Später rief sie meinen Vater und mich total aufgelöst an, dass Lucy tot sei. Es tat ihr so unendlich leid, aber sie hatte in dem Moment total die Nerven verloren weil dieser blöde TA sie so gedrängt hat... :zensur:
    Das alles ist schon lange her und ich habe meiner Mutter schon lange verziehen, und sie sich selbst hoffentlich auch. Aber trotzdem, so eine Geschichte wünsche ich keinem. Informiere dich deshalb so gut du kannst über mögliche Krankheiten, Erziehungsdefizite etc. , und wenn es geht, geh am besten mit zum Tierarzt. Lass nicht zu, dass dir oder deiner Mutter eine "schnelle Lösung" eingeredet wird, die angeblich das beste für den Hund sei. Einschläfern (weswegen auch immer) kommt nur in Frage, wenn alles andere probiert wurde. Denn wenn der Hund erst mal tot ist, macht ihr euch hinterher schlimme Vorwürfe, von dem viel zu frühen Verlust eines Familienmitglieds ganz zu schweigen.

    Viel Glück und noch viele schöne Jahre mit Eurer Süssen

    -----------------------------------------------------
    LG Alexandra (die ihre Lucy sooo vermisst)

  • Zitat

    Hallo,

    also euer Hund ist noch nicht wirklich alt und ich würde auch zum Tierarzt gehen um sie durchchecken zu lassen.

    Ist da alles ok, dann lasst einen Hundetrainer kommen, der euch hilft.

    Ist es nichts Körperliches was unheilbar ist, dann gibt es meiner Meinung nach keinen Grund den Hund einzuschläfern.

    Seh ich auch so! Ich kann nicht nachvollziehen, wie man schon von vornherein davon ausgehen kann, das Tier einzuschläfern, wenn man noch so gar nicht weiß, was es überhaupt hat und warum diese Vorfälle passiert sind. :motzschild: Ich hoffe nur, der Tierarzt tut das nicht.
    Lasst ihn bitte erstmal gründlich durchchecken, ehe ihr an so etwas überhaupt nur denkt. Ich weiß, das haben hier schon viele geschrieben, aber ich bin entsetzt, das musste jetzt nochmal raus.
    Gruß Noora und Jerry

  • Hi, vielleicht kann ich ein paar Ideen einbringen:
    was hat Dein Hund im Laufe der Jahre gelernt? "Wenn ich aufs Bett gehe, werde ich liebevoll (!) heruntergelockt und krieg auch noch ein Stück Käse dafür!"?? Es könnte sein, daß Du Dir damit ´ne saubere Handlungskette aufgebaut hast: wenn ich auf´s Bett springe, krieg ich ´ne Belohnung - und das trotz evtl. Schimpfen, WEIL er auf dem bett ist - meinst nicht, daß dies den Hund verunsichern könnte? Einerseits runternehmen vom Bett, andererseits die Belohnung (als Bestechung auch noch vorher schon gezeigt, während er noch DRAUFLIEGT! Was belohne ich damit? Das DRAUFLIEGEN. Nicht das Runtergehen, und schon gar nicht das Nicht-Raufgehen! Beim Belohnen ist timing alles! Bestechung kennt der Hund nicht - Du zeigst ihm das Leckerli in dem Moment, wo er draufliegt, also ist Draufliegen toll. Dann geht er runter, um das für´s Draufliegen verdiente Leckerli schneller zu kriegen...).
    Wenn ich meine Hund runterscheuchen will (Bett oder Sofa), dann gibt´s nur eins: "Eeeey - rrrrunter!!" mit einem nachdrücklichen Handzeichen - und wenn das nicht SOFORT befolgt wird, setz´s einen (dem jeweiligen Tier angepaßten) deutlichen Schubs, der ein bißchen nachhilft (ähnlich dem Decke-Wegziehen von Dir neulich, schöne Idee *gg). Das Bett/Sofa ist MIR, da geht´s nur nach expliziter Einladung drauf, und genau so lange, wie´s MIR behagt. Und da gibt´s keine Diskussion, und schon gar kein Runterlocken à la "Bittebitte verlaß mein Sofa". Beim Ansatz zum Draufspringen schon ausbremsen. Wenn Du nicht da bist, keine Chance geben, doch wieder draufzugehen (aussperren aus dem betreffenden Zimmer). Der Hund darf keinen Erfolg mehr haben mit Draufspringen. Wenn er gelernt hat, daß Sofa/Bett tabu sind, dann hat er keinen Grund mehr, es zu verteidigen.
    Mit dem Erbrochenen ebenso verfahren. Üb mal mit Futter: Napf wegnehmen, aber so, daß der Hund lernt, daß das nix Negatives ist. Sprich, wegnehmen, sofort was tolles reinlegen und wiedergeben. Das Ganze mit ´nem Kommando verknüpfen. Kauknochen (Rinderhaut) geben, wegnehmen und dafür Wienerle geben o.ä., immer etwas geben, das toller ist als das Weggenommene. --> Verknüpfung: wegnehmen ist toll, da kommt was Besseres nach. Wenn Du dann nach einer ganzen Zeit KEINEN tollen Tauschgegenstand gibst, weil nicht dabei (z.B. Hund hat unterwegs was Widerliches im Maul), danach aber doch wieder, dann führt diese variable Bestätigung letztlich dazu, daß das Abgeben trotzdem gerne getan wird vom Hund, weils ab und an was dafür gibt (Lotto-Effekt: ich KÖNNTE ja diesmal wieder was Tolles kriegen-da reicht schon die kleinste Chance, was zu kriegen, damit Du immer weiter spielst). Aber erst dann, wenn sich duch Üben verfestigt hat, daß "HERGEBEN" was Tolles bedeutet. Wenn´s oft mal was Besseres für´s loslassen gibt, warum sollte ich das schlechtere noch verteidigen?
    Der Hund wird das kapieren, wenn Du konsequent bist, da spielt das Alter keine Rolle. Er wird evtl. noch 1-2mal austesten, ob Du´s ernst meinst, aber er wird es akzeptieren. Ansonsten: der Tip mit dem Tierarzt ist super, wenn der Hund nämlich altersbedingt schlechter hört/sieht, kann es sein, daß er einfach nur erschrocken war, und im Reflex um sich beißt.
    Falls Du Angst hast, ihn in so einer Situation anzufassen: mach ´ne kurze Hausleine dran (keine Schlaufe, damit Hundi nirgends hängenbleiben kann), mit der Du ihn vom Bett ziehen kannst, ohne in Reichweite der Zähnchen zu kommen. Aber eigentlich sollte er dann dazu ja gar keine Gelegenheit mehr kriegen....
    So, vielleicht kannst ja das ein oder andere einbringen - teste mal, und berichte, wie´s weitergeht.
    LG, viel Erfolg!
    BieBoss

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