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ZOS (Ziel-Objekt-Suche) auch für ängstliche Hündin ?

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    Hallo.


    Die Hundeschule in der ich zu Anfang war, bietet sogenannte ZOS
    Kurse an. Hierbei handelt es sich um 1 Woche (Mo.-Fr.) Theorie für
    € 69,00 und anschließend 1 x pro Woche (10 Wochen) Trainingsstunden
    mit Hund für € 129,00.


    Luzy ist ja nun ein echter Schisser, aber ich möchte trotzdem gern
    etwas mit Ihr arbeiten. Die HUSchu sagt, gerade ZOS sei etwas für
    Hunde mit Problemen. Trozdem habe ich ein bisschen Bedenken, weil
    Luzy ja so sehr ängstlich ist. Wenn ich den Kurs dann abbrechen muss,
    ist die Kohle natürlich futsch...


    Macht hier jemand ZOS und kann mir vieleicht erzählen wie das so
    zu Anfang funktioniert und was auf Luzy da so zu kommt ?


    LG Britta

    Britta mit Luzy
    FOTOGALERIE DER USERHUNDE SEITE 12

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  • Hallo Britta,


    ich macht zwar (noch) kein ZOS, habe mich aber in letzter Zeit intensiv damit beschäftigt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es gerade für ängstliche Hunde sehr gut ist, da sie im Regelfall wohl sehr schnell Erfolge haben wird. Damit wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt.


    Da ZOS langsam aufgebaut wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein Problem für eine ängstliche Hündin darstellt.


    Ich kann ja mal versuchen, mein theoretischen Wissen mitzuteilen.


    Du hältst in der einen Hand das Objekt, das der Hund später suchen soll (z.B. ein Feuerzeug), in der anderen einen Clicker und einige Leckerlie (die Leckerlie befinden sich in der geschlossenen Hand).


    Lass den Hund dann sitzen und halte beide Hände für sie unerreichbar nach oben. Wenn der Hund aufmerksam wird, hältst Du beide Hände mit dem Kommando, das Du später zur Suche geben möchtest (z.B. Feuerzeug go) so vor den Hund, dass er beide Hände aus seiner Position erreichen kann.


    Wenn der Hund die Clicker-Han berührt, passiert gar nichts. Irgendwann wird er dann mal nachschauen, was in der anderen Hand ist und das Feuerzeug mit der Nase berühren. Dann gibt es Click (innerhalb einer Sekunde) und die Clicker-/Futterhand bewegt sich zum Feuerzeug und öffnet sich dort. Der Hund darf dann in unmittelbarer Nähe des Feuerzeugs einige Leckerlie fressen (es sollten noch Leckerlie in der Hand übrig bleiben, da die Aufmerksamkeit dann besser erhalten bleibt).


    Während der Belohnung soll auch stimmlich gelobt werden.


    Nachdem er sich einige Leckerlie nehmen durfte, verschwinden wieder beide Hände nach oben (wie ganz zu Anfang).


    Das gleiche dann noch 2-3 mal (je nachdem wie lange das Futter in der Hand reicht), dann werden neue Leckerlie genommen.


    Hat der Hund das Prinzip verstanden, kann der Abstand zwischen beiden Händen vergrößert werden.


    Damit der Hund lernt den Gegenstand länger mit der Nase zu berühren, erfolgt nun der Zweifach-, Dreifach- oder sogar Vierfach-Klick.


    Berührt der Hund das Feuerzeug erfolgt der Klick und die Bestätigung (Leckerlie) bleibt bewusst aus. Nach kurzer Irritation wird der Hund das Feuerzeug erneut berühren und es erfolgt ein erneuter Klick und dann auch die Bestätigung.


    Ziel ist, dass der Hund den Gegenstand immer wieder mit der Nase berührt bis die Belohnung erfolgt.


    Danach erfolgt die räumliche Erweiterung.


    Der Hund wird ins Sitz/Bleib gebracht und der HH hält in kurzer Entfernung das Feuerzeug kurz über dem Boden und gibt das Startkommando. Berührt der Hund das Feuerzeug mit der Nase: Klick und Leckerlie (unmittelbar neben dem Feuerzeug).


    Nach erfolgreichen Wiederholungen (und wieder Mehrfach-Klicks) wird der Gegenstand auf den Boden gelegt und nach und nach wird die Hand vor dem Startsignal weiter weg vom Feuerzeug zum Körper hin gezogen.


    Ist das sicher, wird dem Hund beigebracht, dass er den Gegenstand durch "Platz" anzeigen soll.


    Ich kann auch das gerne noch erklären, denke aber, dass die Erklärung bis hierhin erstmal reicht.


    Wichtig noch zum Clicker. Wenn man bereits mit Clicker arbeitet, sollte man für ZOS einen anderen Clicker benutzen. Denn der Hund ist ja für das normal Clicker-Training darauf konditioniert, dass die Übung mit dem Klick beendet ist und schaut daher den HH nach dem Klick erwartungsvoll an. Gerade das aber will man bei ZOS ja vermeiden.


    Die Erklärung zur ZOS ist übrigens aus dem Buch: "Ich lauf schon mal vor" von Thomas Baumann.


    LG Verena und Meggie

    Liebe Grüße aus Berlin


    Verena mit Meggie und Pepe

  • Ist geeignet für deine Maus.


    Eine Freundin hat das auch mit ihrer ängstlichen Hündin angefangen. Sunny hat es sehr viel Spaß gemacht und sollte eigentlich an den Meisterschaften bei Baumann teilnehmen. Hatte Frauchen aber keine Lust.


    ZOS hat Sunny, unter anderem, geholfen Selbstvertrauen aufzubauen.


    Auf was am Anfang nur geachtet werden musste: es durfte während des Trainings nicht zuviel Ungewohntes um sie herum passieren (ZOS ist bei uns während des normalen Trainings). Die Teilnehmer und der Trainer mussten am Anfang Abstand halten.


    Das gab sich dann mit der Zeit.


    Ich würde (bei den Preisen) allerdings eine "Schnupperstunde" machen um zu sehen ob dein Hund auch wirklich Spaß daran hat. Sunny hat das Suchen interessiert (Leckerli wurde halt gern mitgenommen).


    Blacky, von meiner anderen Freundin, der war nur auf die Leckerli scharf und den hat das ZOS direkt gar nicht interessiert. Mit ihm mussten wird nach 4 Std. aufhören.


    Öhm, was lernt man denn in einer Woche Theorie? Bei uns wird sofort mit den Hunden begonnen (HH und Hund lernen also zusammen).

    LG Terry mit Ashkii - sowie Nia, Barry, Brinky, Miez, Balu und Jimmy im Herzen
    - Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen. Wir hören zu um zu antworten / Verfasser mir unbekannt -

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  • Verena
    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung ! Prima...



    Terry
    Was in der Woche Theorie passiert muss ich nochmal erfragen. Ich hatte
    mich vor geraumer Zeit auf eine Interessentenliste setzen lassen, wenn
    neue Kurse zu stande kommen und hab jetzt den Anmeldebogen per Post
    bekommen, da war das halt so aufgeführt. Telefonieren muss ich
    diesbezüglich also eh noch, ich dachte nur es fallen mir vieleicht gleich
    noch ein paar Fragen ein, je nachdem was ich hier von euch lese :D

    Britta mit Luzy
    FOTOGALERIE DER USERHUNDE SEITE 12

  • Hab grade mal versucht anzufangen. Der Clicker, den ich habe, ist aber zu groß und lässt sich schlecht "auslösen". Dadurch gestaltet es sich etwas schwierig.


    Ich kann nur raten eine Button-Clicker zu benutzen (möglichst klein).


    Außerdem stupst Meggie das Feuerzeug nicht nur mit der Nase an, sondern leckt ihn ab. Bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das trotzdem bestätige (sie berührt ihn ja zuerst mit der Nase und fängt dann erst an zu lecken).


    Habe aber am Mittwoch Schnupperstunde im Hundezentrum Baumann (ZOS und Longieren), dann lass ich mir das nochmal genau zeigen.


    LG Verena

    Liebe Grüße aus Berlin


    Verena mit Meggie und Pepe

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zitat von "megarafrauchen"


    Damit der Hund lernt den Gegenstand länger mit der Nase zu berühren, erfolgt nun der Zweifach-, Dreifach- oder sogar Vierfach-Klick.


    Berührt der Hund das Feuerzeug erfolgt der Klick und die Bestätigung (Leckerlie) bleibt bewusst aus. Nach kurzer Irritation wird der Hund das Feuerzeug erneut berühren und es erfolgt ein erneuter Klick und dann auch die Bestätigung.


    Hallo Verena, eine super tolle Erklärung. :gut:
    Aber sag mal, dass was du schreibst vom Click ohne Leckerlie (siehe Zitat) ist das nicht eher kontraproduktiv für andere Sachen, die man mit dem Clicker erarbeitet?
    Es heißt doch beim Clickern immer, auf JEDEN Click muss eine Belohnung erfolgen? :???:


    Fragende Grüße
    Ute

  • Genau, deswegen sollte man auch am besten einen anderen Clicker für ZOS benutzen.


    Der Hintergrund ist folgender (ich beschreibe es mal mit Meggie in der Hauptrolle).


    Ich sage "Meggie Sitz". Meggie setzt sich - Klick - Meggie schaut mich an (weil sie ja eine Belohnung erwartet) - Meggie bekommt Leckerlie.


    Meggie läuft voraus - schaut sich um - Click (weil ich im Moment angucken clicker) - Meggie bleibt stehen oder kommt zu mir, um sich ihre Belohnung abzuholen - Meggie bekommt Leckerlie.


    Das Anschauen ist aber beim ZOS nicht erwünscht. Der Hund soll mit der Nase am Objekt bleiben. Das erreichst Du durch die Mehrfachclicks.


    Meggie berührt das Feuerzeug mit der Nase - click - nimmt die Nase wieder weg (beim ersten Mal noch keine Belohnung) - berührt das Feuerzeug wieder mit der Nase (hat doch sonst immer funktioniert) - click - Leckerlie.


    Ziel ist letztendlich, dass der Hund das Objekt im Platz anzeigt und den Blick nicht vom Objekt abwendet.


    Meggie versteht es langsam und macht einen Unterschied zwischen normalem Clicker und dem Clicker für ZOS.

    Liebe Grüße aus Berlin


    Verena mit Meggie und Pepe

  • Hallo Verena,


    danke für die ausführliche Erklärung, das leuchtet ein.


    Sag mal, da könnte man doch eigentlich was weiß ich z.B. ein Schnalzen mit der Zunge anstatt des Clickers nehmen, oder? Wenn ich meine Süße darauf konditioniere, wie zum Anfang beim Clicker? :???:
    Das hatte ich eh schon mal vor, weil, den Clicker hat man ja nicht wirklich immer und überall dabei.


    Liebe Grüße
    Ute und Lucy

  • Mit Ashkii mache ich das ohne Clicker. Ich möchte ihn darauf erst gar nicht konditionieren. Ich lobe ihn nur. NOCH klappt das ganz gut. Mal sehen wie lange.

    LG Terry mit Ashkii - sowie Nia, Barry, Brinky, Miez, Balu und Jimmy im Herzen
    - Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen. Wir hören zu um zu antworten / Verfasser mir unbekannt -

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    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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