Suprelorin, chemische Kastration Erfahrungsbericht

  • Das ist auch genau der Grund warum bei mir auf jeden Fall immer zuerst der Chip getestet wird, bevor irgendwas unwiderruflich abgeschnitten wird.

    Meiner war unter dem Chip ja anders als nach der Kastration (wurde wegen einer Perinealhernie kastriert).

    Ari zB kaum. Der hat sich mit der Kastra maximal noch ein bisschen mehr in die positive Richtung entwickelt die er unter dem Chip schon gezeigt hat und die eine nervige Sache unter dem Chip (die explodierte Rüdenaggression) hat sich zwar nicht verzogen, aber doch wieder deutlich beruhigt.

    Ich weiß aber, es gibt Fälle bei denen es sich deutlich unterschieden hat, aber meistens bekommt man doch trotzdem einen guten Eindruck. Das scheint ein sehr kleiner Teil zu sein.

    Ich frag mich, ob der Abstand zwischen Chip und Kastra auch einen Einfluss haben kann, ich glaube Lisko war deutlich jünger als er den Chip hatte bevor er tatsächlich kastriert wurde, oder?

    Wäre mal interessant zu wissen was da alles Einfluss drauf haben kann wie stark sich das Ergebnis unterscheidet. :denker:

  • Dadurch, dass er weder beim Chip, noch bei der Kastration in einer Entwicklungsphase war, kann man das besonders gut vergleichen, finde ich.

    Die meisten Rüden werden ja in der Entwicklung zum adulten Hund gechipt. Finde ich schwierig da rauszupellen was wovon kommt.

  • Bezüglich der Kastra würde ich denke ich dann den Zeitpunkt wählen, zu dem der Chip noch wirkt und die Bömmel hoffentlich klein sind in der Hoffnung, dass das ganze leichter verheilt. Und um das Auf und Ab der Hormone zu verringern.

    Im Mai wird er geimpft,da werde ich das Thema glaube ich mal mit dem Tierarzt besprechen. Ich hätte die Wirkung ja am liebsten jetzt gleich, um ihm den Leidensdruck zu nehmen, aber das geht nunmal nicht. Also muss er da jetzt durch. Mit ganz viel Leberwurstbrot und Würstchen.

  • Wir auch, wobei der Chip ja bei uns schon nach drei Monaten deutlich aufhörte zu wirken, da wurde das mit der Qastra echt Zeit.

  • Hier mal ein "negativ Bericht".. Samson hat den Chip seit dem 4. Januar. Was besser wurde: kein Pippischnupfen mehr, kein Pippi schlecken mehr, kein zerren von Pippistelle zu Pippistelle und er frisst 1a. Aber: schreckhaft und ängstlicher draußen, nervös drinnen (meldet jeden sch..), fremde Hunde draußen sind fast alle kacke, da explodiert er sofort, fremde Leute (draußen) sind gruselig (aber nicht alle, Männer schlimmer wie Frauen), und drin sind plötzlich auch Leute die er eigentlich kennt blöd (nicht alle). Ich bin sehr hin und her gerissen, weil ich denke, das einiges davon auf meine Kappe geht. Habe mir jetzt auch mal das Buch vom Gansloßer bestellt, um mich etwas besser einzulesen. Tendenz geht aber in Richtung auslaufen lassen.

  • Vor dem Chip: Aufreiten von allem, was weiblich ist, an Schlafen im Haus nicht mehr zu denken, draußen cool.

    Unter dem Chip: im Haus schlafen und cool; draußen nervös, unsicher, Freak

    Viel, viel Arbeit investiert, damit er sich draußen nicht völlig ins Jenseits schießt etc.

    Chip läuft derzeit aus bzw ist offiziell am 24.01. Ausgelaufen. Auslaufchaos hält sich dank Puur Hypersex Tropfen in Grenzen. Drinnen und draußen ne recht coole und entspannte Socke. Interesse an Mädels grundsätzlich da, aber bleibt kontrollierbar und stresst ihn nicht.

  • Eine Frage an die Experten unter euch.. kann sich das mit intensivem Training legen, das er verstärkt unsicher auf (manche) Männer reagiert? Auch mit Chip? Wie sind eure Erfahrungen in dieser Sache mit Markertraining? Kann es sein, das der Chip "schuld" ist an seiner verstärkten Meldefreude? Wie würdet ihr da Ran an das Thema gehen? Ich darf ihn ja jetzt mit zur Arbeit nehmen, aber wenn er jedes Geräusch im Hausgang kommentiert weiß ich nicht wie lange noch.. wie kann ich ihm hier helfen?

  • Max war vor dem Chip reizoffen, und war es danach auch noch. Aber er war deutlich zugänglicher, und so konnten wir viel besser trainieren. Bei uns ging viel über Zeigen & Benennen, Belohnung für Blick bzw Kontaktaufnahme zu mir. Und damit geht viel, was vorher garnicht ging.

    Wo er vorher grundsätzlich immer nach vorne ging, dreht er sich heute zu mir um und "fragt" wenn er unsicher ist. Ansonsten bleibt er schön bei mir und ignoriert sehr vieles, was ihn früher zum Ausrasten gebracht hat.

    Also SamsonsMama es geht schon auch unter dem Implantat, wenn der Hund es "gut verträgt". Wenn er damit schlechter drauf ist, nicht nur als Erstverschlimmerung, sondern dauerhaft, dann wird es sicher schwierig werden.

  • Jetzt sind wir nach nem nachbarschaftsfreien Wochenende heim gekommen, der Bub hat endlich mal mit Appetit gefressen, kommt uns beim Abendpipi die nächste läufige Hündin entgegen :verzweifelt:. Momentan bin ich ja verhalten optimistisch. Klar, er wollte hin. Aber jetzt daheim... Er hat sich einfach neben mir zusammengerollt und schläft.

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