ANTI-JAGD-TRAINING oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde

  • Hast du schon mal probiert, ob sie ruhiger wird, wenn du mal gar nichts mit ihr machst und die Spaziergänge auch mal ganz langweilig "gestaltest"?
    Ich habe am Anfang auch ständig versucht, meinen Hibbeljagdhund abzulenken und ständig mit Dummy etc. zu bespaßen. Auch Futter gab´s lange nur draußen. Die hat sich nur noch mehr hochgefahren und war für die Außenreize dann noch empfänglicher.
    Das Um-/Ablenken funktioniert meiner Meinung nur bei Hunden, bei denen das jagdliche Interesse eignetlich nur aus Langeweile heraus geschieht und auch der Stresslevel nicht so hoch ist.
    Natürlich gehört der Hund auch "jagdlich ausgelastet", aber du musst schauen, dass du was findest, sie draußen erstmal runterzufahren. Erst dann kann man vernünftig arbeiten.
    Meine Hündin denkt draußen zwar immer noch ständig ans Jagen, trotzdem ist sie insgesamt ruhiger geworden und ich kann sie auch mittlerweile ab und zu mal ableinen.
    Darf dein Hund in eingezäuntem Gelände regelmäßig auch mal Dampf ablassen? Das finde ich für SL-Hunde schon immens wichtig.

    Im übrigen finde ich das, was du machst, gut (Blickkontakt und Vorstehen clickern etc.)!

  • Mist, ich kann meinen ersten Beitrag leider nicht mehr editieren, tut mir leid, dass alles klein geschrieben ist.. (oder kann ich das doch noch irgendwie ändern??)

    Danke, für eure Antworten!

    irre36, dass ich nicht der Einzige bin, der so einen Hund hat, weiß ich aber nur aus dem Internet - "da draußen" seh ich sowas nie.. Aber es ist schon beruhigend, das zu lesen! Auch wenn es mir natürlich für alle Schleppleinen-verdammten Hunde leid tut..

    friedapaula, ja, die ersten Monate die ich sie hatte habe ich sie während der Spaziergänge nicht sehr intensiv beschäftigt, da habe ich nur Apportierübungen gemacht. Aber eben eine "Übungseinheit" und dann weiterspaziert. Da war ihr Verhalten auch schon so..
    Machst du mit deinem "Hibbeljagdhund" was anderes, ruhigeres draußen? Oder auf Spaziergängen dann gar nichts mehr? Oder einfach weniger/seltener?

    Ein eingezäuntes Gelände gibt es in der Nähe zwar nicht, dafür aber ein wildarmes Spaziergehgebiet, wo wir öfter hingehen. Da kann sie stellenweise von der Leine und tobt auch richtig - dort hört sie auch richtig gut. Und im Park um die Ecke, aber da nur bei gutem Wetter, wenn es hell, trocken und windstill ist und sie da am Tag vorher kein Kaninchen/Eichhörnchen gesehen hat...
    Also, ja, sie kann auch regelmäßig Dampf ablassen, aber (leider) auch nicht täglich..

    Auf Rat unserer ex-Hundetrainerin wollen wir uns auch demnächst ans Longieren rantasten. Habt ihr da Erfahrungen in Bezug auf Jagdverhalten, also, hat sich das irgendwie verändert/verbessert?

  • Grundsätzlich verbessert Longieren die Distanzkontrolle, insofern macht das schon Sinn, auch wenn das meiner Meinung nach nur ein kleiner Teil des komplexen "Problems" ist. Aber Sinn machts und ne gute Beschäftigung ist es ebenfalls, wenn man richtig angeleitet wird.

  • Zitat


    Machst du mit deinem "Hibbeljagdhund" was anderes, ruhigeres draußen? Oder auf Spaziergängen dann gar nichts mehr? Oder einfach weniger/seltener?

    ...

    Auf Rat unserer ex-Hundetrainerin wollen wir uns auch demnächst ans Longieren rantasten. Habt ihr da Erfahrungen in Bezug auf Jagdverhalten, also, hat sich das irgendwie verändert/verbessert?

    Naja, so viel mache ich bei den normalen Spaziergängen nicht mehr. Aber "normales" Laufen mit so einem Hund ist ja irgendwie doch auch immer Training, d.h. man bestätigt Anzeigen, Anschauen, reagiert entsprechend bei Wildsichtung etc. Meine Hündin kann sich auch gut mit Mäuseln beschäftigen. Das würde sie im Moment pausenlos machen, wenn ich sie lassen würde. Ab und zu verlier ich was und sie sucht und bringt und sowas halt zwischendrin, aber das hab ich wirklich runtergeschraubt.
    Das Tollste für sie sind so Sachen wie z.B. einer getropften Duftspur oder sowas zu folgen; das machen wir dann aber mal extra.

    Warum sollte sich durch Longieren das Jagdverhalten verändern? Meinst du, weil der Hund dann mehr ausgelastet ist? In der Hinsicht würde ich mir da nicht zu viele Hoffnungen machen. Wenn es deinem Hund und dir Spaß macht, dann spricht aber doch nichts dagegen. Wir machen Agility und Trailen und auf das Jagdverhalten hatte das keinen Einfluss.

    Edit: Mit der Distanzkontrolle hat Hummel natürlich recht.

  • Zitat

    Grundsätzlich verbessert Longieren die Distanzkontrolle, insofern macht das schon Sinn, auch wenn das meiner Meinung nach nur ein kleiner Teil des komplexen "Problems" ist. Aber Sinn machts und ne gute Beschäftigung ist es ebenfalls, wenn man richtig angeleitet wird.


    seh ich genau so

    dieses Rennen dürfen, auf Frauchen Achten und Impulskontrolle war etwas, was Luna sehr geholfen hat

  • Huhu,

    habe mal wieder eine Frage ;)

    Lasst ihr eure jagenden Hunde Fliegen fangen?
    Bei meiner Hündin ist es mir ja schnuppe, aber bei Bob? Hm. Geschmeckt hat sie ihm gerade jedenfalls.

    Gesendet von meinem HTC One mit Tapatalk 2

  • Klar, dürfen die zwei Fliegen jagen, ich bin ja froh wenn Emma die blöden brummenden Riesenfliegen vom Fenster wegschnappt & Emma ist da wirklich hartnäckig, die Fliege wird verfolgt bis sie erledigt ist! Ich glaube das gebrumme stört sie genauso sehr wie mich.
    Den Unterschied zwischen Fliege & Biene/Wespe erkennen die Hunde hier übrigens, woher auch immer, gestochen worden sind sie meines Wissens nach nämlich noch nie.

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