Warum sind kleine Hund immer so giftig?

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  • Huhu,

    bei uns hält es sich die Waage. Genauso viele giftige Große wie Kleine.
    :D Meine Hunde wandern nie auf den Arm. Sie sind zwar mit 4,5-6 kg sehr leicht, aber das mal sieben. Hui, da hätt ich ganz schön was zu tun. :lachtot:
    Mein Rudel war nur ein einziges Mal giftig. Da wurde eine meiner Hündinnen von einem Schäfermix angefallen. Die restlichen 6 sind auf den großen drauf und haben ihn vertrieben. Aber das war normal. Sie sind ein eingespieltes Rudel, wo jeder seinen Platz hat und jeder einzelne verteidigt wird. Sonst vertragen sie sich mit allem. Es sei denn eine der Mädels ist heiß. Dann gehe ich aber mit beiden Rüden extra, so beuge ich dem Stress vor.
    Die angegriffene Hündin hat bei dem Angriff leider ihren Schwanz verloren. Ein Shih Tzu ohne Schwanz. Ganz schön gewöhnungsbedürftig. :p

    LG

  • Das größte Problem ist - und das sehe ich als Kleinhundbesitzerin so -, dass kleine kläffende, knurrende und pöbelnde Hunde als "giftig" eingestuft werden, dafür aber große Hunde mit dem gleichen Verhalten direkt als gefährlich.

    Das IST ein Problem. Und es hat viele Facetten. Ich musste mich immer damit herumschlagen, dass andere Leute sich schlicht und einfach über meine Hundeerziehung hinwegsetzen. Bestes Beispiel: Mein Dackel geht zu Leuten hin, die auf einer Bank im Wald Rast machen und etwas essen. Ich rufe meinen Hund da weg, bzw. vorher schon. Aber weil der Hund ja sooooooooooo niedlich ist, wird mit Wurstbrot und Crackern gelockt und gesäuselt. Und ja, in Anbetracht des angebotenen Wurstbrotes schert sich mein Hund einen Dreck um mein "Beifuß!". Ich versuche den Leuten ruhig zu erklären, dass sie den Hund nicht füttern und nicht locken sollen, gleichzeitig kommt ein "Ups! Jetzt ist mir das Wurstbrot aus der Hand gefallen!". Na so ein Zufall...

    Umgekehrt mit einem großen Hund passiert sowas einfach nicht. Niemand käme auf die Idee, sich einen Schäferhund ranzulocken und mit Wurstbrot zu füttern. Im Gegenteil, wehe dem, der Schäferhund macht keinen großen Bogen und hört nicht beim ersten Wort des Besitzers.

    Ich finde diese Einstellung einfach unmöglich, dass kleine Hunde in vielen Situationen und vor allem bei bestimmten Altersgruppen einen Freifahrtschein haben. Und damit wird man als Besitzer eines kleinen Hundes wirklich in den Wahnsinn getrieben. Dass auch ein kleiner Hund eine potentielle Gefahr darstellen könnte - Mal ehrlich, welcher Schäferhundbesitzer macht sich schon Gedanken darum, dass der entgegenkommende Mops vielleicht ernsthaft gefährlich sein könnte. Welcher Fußgänger empfindet einen Dackel als Bedrohung?

    Selbst hier die Threadstarterin sagt nichts von "gefährlich", sondern greift auf "giftig" zurück.

    Und dann gibt es da einfach auch noch ein anderes Problem: Angstkläffer. Ein kleiner Hund ist einem großen nunmal körperlich unterlegen. Und die meisten kleinen wissen das auch, haben es im schlimmsten Fall sogar schon deutlich zu spüren bekommen. Stellt euch mal vor, jemand der dreimal so schwer und dreimal so goß ist wie ihr selbst, kommt auf euch zu getrabt. Ganz egal wie die Körperhaltung ist, die Situation ist erstmal bedrohlich. Der eine Kleinhund reagiert selbstbewusst, der andere bekommt Angst, der nächste denkt sich "Angriff ist die beste Verteidigung!". Und dann muss man auch noch sehen, was sich am anderen Ende der Leine abspielt, denn das Verhalten des Besitzers wirkt sich unzweifelhaft auf das des Hundes aus.

    Ein großer Hund der sich bei einer Begegnung mit einem kleinen Hund hinlegt, unterwirft sich nicht, nur weil er sich hinlegt(wie es hier mal irgendwo gestanden hat). Meine Beobachtungen an meinem kleinen Hund waren eigentlich immer, dass sie große Hunde, die sich hingelegt haben einfach nicht einschätzen konnte und unsicher wurde.

  • Zitat

    Viele kleine Hunde sind allein deshalb "giftig" weil sie zu viel Bekanntschaft mit asozialen grossen Hunden gemacht haben und jetzt nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" agieren!

    So is et!

    Und machst du dann Resozialisierungsversuche, schön an der Seite sitzen, den anderen anschauen und "unkommentiert" vorbeilassen, kommt garantiert der nächste Depp mit "die sitzen so nett, die sind sicher friedlich! Da kann mein ...ja mal schnuppern." Bevor du "bitte nicht, gehen sie einfach weiter", sagen kannst ist dein Erfolg dahin, du fängst von vorne an und musst auch noch die Giftzwergkommentare hören.

    Mich wundert auch immer wieder, wie wenig kritisch manche Leute ihre eigenen Hunde sehen. Der Aussie oder Border Collie Besitzer beteuert wie friedlich der eigene Hund ist, während der das Gegenüber äußerst unhöflich fixiert, der Labbi Besitzer findet sein Riesenbaby nur niedlich während der mit seinen freundlichen 40kg meinen Zwerg platt macht...

    Ich finde das alles nur bedingt lustig. Nach freundlicher gegenseitiger Absprache ist ein Kontakt durchaus möglich, aber ich möchte gefragt und nicht überrannt werden!

    LG

  • HuHu
    ich bin auch der Meinung das viele kleine Hunde nicht sozislisiert
    sind.Ich habe einen großen,einen mittleren und einen Zwerg
    In der Familie haben wir 3 Zwerge und mit denen klappt es super.
    Das hochnehnem im Welpenalter ist manchmal von Nöten wenn ein schwerer Hund spielen möchte.
    So ein Zwerg mit 1 bis 3 kg ist schnell platt.

    LG Gaby und die 12 Pfoten.

  • Zitat

    Ich mache das genau so
    Wenn ein großer seinen Mund aufmacht, passt meiner genau darein :schockiert: . Ich warte lieber, bis der besitzer kommet und es bestätigt, dass der Großer nichts gegen Kleinen haben kann. Und dann lasse ich meinen ohne Leine laufen un es geht meistens mit dem Spielen weiter...
    Ich habe wirklich das Gefühl, dass die Besitzer großer Hunde viel mehr Intollerranz zeigen, als die von den kleinen :/ Das finde ich wirklich schlimm, denn jeder weisst, dass es solche und solche gibt... Ist es dann eine leichte Form der Rassismus, aber nur auf Hunde bezogen????? :hilfe:

    Ich kann euch da nicht so richtig zustimmen.
    Erst einmal erwarte ich von einem unangeleinten Hund das er gut sozialisiert ist, wenn er ohne Leine laufen darf.
    Klar, man kann sich nicht drauf verlassen, deshalb halte ich es so, wenn ein Hund auf meine zukommt und der andere Halter zu weit entfernt ist, muss Mara zu mir kommen und absitzen oder evtl. an die Leine und wir warten bis der andere kommt und man sich verständigen kann. Egal, ob da nun ein großer oder kleiner Hund kommt.
    Ich würde in diesem Fall nie auf die Idee kommen sie auf den Arm
    zu nehmen.
    In diesem Fall muss ich ihr doch die Sicherheit geben, dass der andere keine Bedrohung ist.
    Wenn sie auf dem Arm wäre, würde das doch in eine völlig falsche Richtung gehen.

    Trotzdem haben wir teilweise auch unsere Schwierigkeiten. Meine meint zur Zeit leider auch alles anbellen zu müssen, was größer als sie ist.
    Hat sie als Welpe nie gemacht. Jetzt leider ja. :gott:
    Ich denke, dass das Unsicherheit ist. Sobald sie den anderen beschnüffeln kann hört das aber auch sofort wieder auf.
    Leider habe ich aber jetzt manchmal die Situation, dass das gar nicht zustande kommen kann, weil sie durch ihr Gekläffe die Halter der Großhundebesitzer verschreckt.
    Von wegen: Oh nee, nen Kläffer, schnell weiter!

  • Meiner Meinung nach ist das völliger Blödsinn dass es mehr giftige Kleine gibt als Große! Ich wohne direkt hier am Feldrand inklusive Hundeplatz.
    Die die das größte Fass aufmachen wenn du mit deinem Hund vorbeikommst sind die Schäferhunde und Dobermänner, um das auch mal zu verallgemeinern! ;) Rentner aufm Fahrrad der seinen riesigen Hund kaum halten kann, aber man muss die ja abrichten wie nachm Krieg! :roll:
    Hundeerziehung ist keine Frage der Größe!

  • ERWARTEN SOLLTE man von einem freilaufenden Hund, daß er gut sozialisiert ist, das stimmt! Aber: auf der Welt gibt es sooo viele Spinner, die schert es einen Dreck, was ihr Hund gerade treibt. Traurig, aber wahr. Und hier aufm Dorf ist es einfach so, daß viele Hunde, zum größten Teil Hofhunde, alleine unterwegs sind und leider nie wirkliche Erziehung genossen haben. Ne ne, das Spiel ist mir zu riskant. Es geht schließlich um das Leben meines Hundes.
    und solange man es ausgleicht durch genügend anderweitige Kontakte, ist das in meinen Augen in Ordnung.

    Übrigens: auf dem Arm vermittle ich meinem Hund die Sicherheit, daß alles in Ordnung ist. Das kommt ja selten vor, meistens kennen wir die hunde, denen wir begegnen oder diese sind angeleint, dann hab ich natürlich auch kein Problem und lasse Kontakte zu bzw. fördere sie auch.

    Kurze Frage: wie kannst du deinem Hund denn die Sicherheit geben, daß alles ok ist, wenn ein großer fremder Hund alleine auf euch zu kommt, wenn du das selbst nicht weißst? Echt, wär mir viel zu heikel, EIN Biss oder Nckenschütteln kann reichen, und meiner spaziert über den Jordan. Ich weiß, ich bin da ein Hasenfuß.
    Aber ich denke, an der Leine, wenn der Hund meine Angst spürt, ist schlimmer und verunsichert den Hund mehr, als wenn ich ihn cool auf den Arm nehme und somit signalisiere: alles ok, ich regle die Situation auf meine Weise und entscheide nachher, ob du mit dem andern spielen darfst oder nicht.

    Also mein Hund vertraut mir total, was evtl. nicht so wär, würde er in meiner Anwesenheit von nem anderen angegriffen und ich steh daneben und kann nicht viel tun...

  • Meine Kleine zeigt nicht dieses Verhalten, aber der Yorkie meiner Eltern tut das.

    Und das liegt rein an der Erziehung. Chipsy ist nie mit anderen Hunden in Kontakt gekommen, außer ihrer Mutter und die zwei haben sich überhaupt nicht verstanden.
    Dazu kommt, dass meine Eltern, weil sie es süß fanden, beim Spielen und Toben immer Knurr- und Belllaute von sich gegeben haben, weswegen unser Hund das auch macht - Immer. Sie knurrt sowieso gerne.

    Also wird der Hund eigentlich immer geschimpft, wenn er unpassend bellt (Türklingel, bellt Besucher oder andere Hunde an), andererseits aber beim Spielen oder wenn meine Eltern Eindruck schinden wollen zum bellen angestachelt ("Pass auf", "wo ist die miezi") und dann gelobt.. die hat doch keine Ahnung mehr was richtig ist :irre:

    Als ich am Wochenende nun Zuhause war kamen meine Kleine und die Große zusammen.. Chipsy war völlig überfordert, hat die Kleine angeschnappt und geknurrt (aber nur in die Luft.. nie direkt angegriffen!)

    Die Kleine hat es gut gemacht und immer wieder beschwichtigt, aber Chipsy kennt diese Zeichen nunmal nicht, leider.

    Ich schieb das jetzt wirklich mal auf den Halter und nicht auf die kleinen Giftzwerge.. :D

  • Ich finde nicht das man generell sagen kann das kleine Fusshuepchen giftiger sind als grosse Rassen.

    Was man allerdings oft beobachten kann ist das den winzigen Rassen weniger Erziehung zukommt und weniger Sozialisation mit Artgenossen (wahrscheinlich aus Angst der HH's die Kleinen mit grossen Rassen agieren zu lassen).....also ist es doch eher erziehungsbedingt und nicht rassebedingt.

    Wir treffen im Hundepark auch fast immer auf Chihuahuas, Papillons, Westies, Yorkies etc und die sind genau so ausgeglichen wie die grossen Rassen.

  • Ja, WENN sie Hund sein dürfen!!!
    Und da liegt meistens der Hase im Pfeffer!

    Könnt weinen, wenn ich die kläffenden und ziehenden Dackel und Yorkies an Omas Flexileine sehe, ohne Freilauf und ohne Kontakt zu artgenossen. Wär ich Hund, würd ich mich da auch zur Wehr setzten!

    Fazit: Rasse schnuppe, solange HH intelligent genug ist, auf die Bedürfnisse seines hundes einzugehen!

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