• Kennt hier irgendjemand den genauen Wortlaut der Aussage des TA? Ich nicht.
    Und - auch wenn es jetzt rote Bömmels hageln wird - ich kann den Aussagen der Threatstarterin in dieser Situation und in dieser psychisch angespannten Lage nicht wirklich dafür heranziehen. Diese können in der Situation falsch verstanden worden sein oder sie können in dem ersten Schock nur noch selektiert beim TS angekommen sein.
    So nach dem Motto A sagt, B versteht.

    Was wenn der TA nun nur von Röntgenaufnahmen gesprochen hat, über die er seinen Tastbefund bestätigt sieht - zum Beispiel ein Bild einer metastierten Lunge und nicht expliziet von dem Tumor selber?
    Ich kann das ja nur von unserm Fall sagen, das wir dort auch noch kein gezieltes Bild des Wirbelkanals hatten, auf dem normalen Bild aber schon Veränderungen der Bandscheibe sehen konnten, was wir ja schon wussten, aber halt auch die Lunge, die nur noch "verwolkt" war. Dort hat der TA und schon gesagt, das es keine Heilungschance mehr gibt und zum einschläfern geraten, hat aber trotzdem noch weitere Untersuchungen (Myographie und CT) gemacht um uns dann zu sagen, das sich seine Diagnose bestätigt hätte und was er nun tun solle. Ich habe auch erst einige Tage später alles richtig realisiert, weil ich am Ende auch nur noch selektiv zugehört hatte.

    Der Ta kann sich ja leider hier nicht zu den Vorwürfen äußern und so ...

    Aber das steht ja nun auch alles nicht zur Debatte, der TS will einzig und allein wissen, was sie machen kann und das wurde mehrfach gesagt.
    Tierärztekammer und/oder Anwalt und bei einer TK vielleicht auch noch an die Leitung der TK.
    Oder um es medienwirksam zu gestalten, Sat1 Akte

  • Eine ganz schön verfahrene Kiste hier.

    Maggie, ich glaube auch, im Forum lässt sich dein Anliegen nicht klären.
    Du hast offene Ohren gefunden und auch einige Vorschläge erhalten.

    Deine Trauer, deine Wut und auch den Vertrauensverlust gegenüber Tierärzten im allgemeinen kann ich nach vollziehen.

    Wenn du gegen den besagten Tierarzt vorgehen willst, wirst du einen Anwalt brauchen, der die nötigen rechtlichen Schritte einleitet.
    Vielleicht hilft dir auch schon Brief an die Tierklinik, in dem du deine Bedenken schilderst und um Klärung bittest.

    LG, Friederike

  • Zitat

    Nach dem ersten Schock ein paar Wochen später möchte sich der Besitzer die Röntgenaufnahmen natürlich ansehen, aber es gibt angeblich plötzlich keine. Der behandelne TA widerspricht sich und teilt mit das er gar keine Röntgenbilder machen brauchte, weil er den Krebs durch abtasten ja schon gefühlt hatte. Was macht man in so einem Fall?

    Also ich blick hier auch nicht durch. Ein paar Wochen später, ähm??
    Ich versteh auch nicht warum es nur noch um das Röntgenbild gehen soll. Also auf Grund von Telefonaten und noch nicht gesehenen Aufnahmen etc. lasse ich meinen Hund nicht einfach so einschläfern. :???: Zur Not schlaf ich da nochmal drüber, red mit anderen, geh notfalls noch zu einem anderen TA.

    Ich musste auch vor einem Jahr meinen Hund (mit 15) einschläfern lassen und wir haben uns den Tag, an dem es plötzlich so weit war, alle freigenommen und alles genau abgewogen. Und der TA kam nicht zu uns, wir mussten noch 1 h warten, extra in die Klinik fahren, warten bis wir dran waren, Zweifel uns plagten, unsere Nerven waren gebeutelt, bleiben wir dabei bis zum Schluss ja oder nein? Wir waren am Ende und haben es dann durchgestanden und waren bei unserem Hund dabei in seiner letzten Minute. Da spielt Zeit keine Rolle..

    Man kann doch nun dem TA nicht anlasten, evtl. übereilt oder falsch gehandelt zu haben? Und ein TA muss dafür doch auch medizinische Gründe vorliegen haben. Der TA muss das auch mit vertreten.

    Bin ehrlich gesagt etwas verwirrt. Weil ich mich vor so einer Entscheidung VORHER genau erkundige, ob das der LETZTE Ausweg ist und ggf. noch andere TÄ zu Rate ziehe.

  • Sorry, ich komm mir irgendwie wieder wie in einer Märchenstunde vor.

    Angeblich wurden ZUSÄTZLICH noch Aufnahmen zum Ausschluss einer HD und des Bauchraumes in Auftrag gegeben und nach dem Tod des Hundes besprochen (dafür war man nicht durch den Wind), aber die Aufnahmen des Tumors, der ja angeblich Grund für das Einschläfern des Hundes war, ausgerechnet nicht ? Deswegen wurde der Hund doch angeblich sogar in Narkose gelegt - und nicht wegen der HD-Aufnahmen ...

    Die besprochenen Aufnahmen (HD u. Bauch) schienen nicht auffällig gewesen zu sein, sonst wäre dies sicher hier auch erwähnt worden. ICH zumindest hätte meinem abbauenden Hund KEINE Narkose zugemutet und erst reicht keine HD-Untersuchung.

    Schade, dass der behandelnde Tierarzt hier nicht auch seinen Senf dazu geben kann. Ér könnte sicher dazu beitragen, LICHT in diesen dunklen Thread reinzubringen.

    Was mich nur noch interessieren würde, wo sass denn der Tumor überhaupt ....

  • Ich versuche es mal verständlicher zu verfassen:
    Mittwoch morgen bemerkte ich am Kiefer meines Hundes eine Schwellung und mir war augenblicklich klar, das wir sofort zum TA müssen. Innerhalb weniger Stunden war mein Hund für mich nicht mehr wieder zuerkennen, er konnte nicht mehr alleine die Treppen gehen, schlief nur noch und kam auch nicht mehr alleine aus dem Auto, als wir am Mittwoch frühen Abend bei der Praxis ankamen. Dennoch machte mir der TA Hoffnung. Dann erklärte er folgendes: Für die Untersuchung und Behandlung des erkrankten Bereiches (Kieferbereich) müsste mein Hund geröntgt werden, um überhaupt eine Diagnose stellen zu können, so der TA. Er sagte mir das der Hund aber für eine Narkose nüchtern sein muss und das war er ja nicht, daher machten wir einen Termin für den nächsten Morgen aus. Er sollte dann um ca.7:30 Uhr geröntgt werden. Diese Uhrzeit mit Einberechnung von 1er Std. Fahrtzeit zur Praxis hin und wieder zurück überschnitt sich mit meiner Arbeit. Ich rief bei meiner Arbeit an, um für den nächsten Tag frei zu bekommen, aber ich bekam kein frei. Dies weil wir generell unterbesetzt sind und mir war schon vor dem Anruf klar, das ich es mir auch ersparen könnte. Daher mussten wir meinen Hund in der Praxis lassen, damit er gleich am nächsten morgen auch geröntgt werden konnte.
    Ich sprach dann noch an ob es möglich wäre, wenn er schon einmal in Narkose gelegt werden muss ob dann nicht auch ein HD Röntgen & Brustbild (wegen dem Herzen) möglich sei. Dies machten wir aber abhäng vom Befund des Kiefers, wo die Erkrankung saß. Das heißt vorrangig war das Röntgen des kranken Bereiches.

    Unlängst wollten wir HD ausgeschlossen haben und wissen ob sein Herz ok ist, damit man frühzeitig unterstützen könnte. Ich wollte ihm dadurch nur eine weitere Narkose ersparen, weil er mit 13 J. nun mal nicht mehr der Jüngste war, denn über kurz oder lang hätte man ein HD Bild machen müssen, weil er mit dem Po schwerer hoch kam.

    Am nächsten Tag rief mich der TA an, ich stellte das Telefon auf laut damit auch mein Lebensgefährte mithören konnte. Wir arbeiten auf der gleichen Stelle und konnten dazu in den Pausenraum gehen. TA bekam Nr. von meiner Arbeit. Folgendes teilte er am Telefon mit: Er habe immer und immer wieder geröntgt, um sich seiner Diagnose sicher sein zu können das es Knochenkrebs sei. Zudem habe er auch seinen Kollegen hinzugezogen und sie hätten sich zusammen über die Bilder beraten. Anhand dieser Bilder habe er mit seinem Kollegen sehen können das der Knochen vom Krebs so zerfressen sei, das man nicht mehr helfen könne. Auch Amputation käme nicht in Frage. Es käme nur Leid beenden in Frage, weil es auch unzumutbar wäre ihn in diesem schon geschwächten Zustand wieder aus der Narkose zu holen. Ich war schockiert das zu hören. Im gleichen Moment gingen mir die Bilder durch den Kopf wie sehr er doch verändert war und wie schwach er doch war und ich fragte mich innerlich ob ich ihm das antun möchte? Daher stimmte ich einer Erlösung zu. Und das habe ich mir gewiss nicht leicht gemacht!!!! Wir besprachen noch das wir in die Praxis nach der Arbeit kommen, weil wir uns von ihm verabschieden möchten und uns auch die Bilder ansehen wollen.

    Am frühen Abend kamen wir dann kurz vor Praxisschluß dort an, wir waren erst ca. 15 Minuten bei unserem toten Hund, da kam der TA herein, Sprach mit uns und erzählte uns selbiges wie der andere TA am Telefon. Ein paar Minuten später hörten wir die Schreie eines Hundes, es war schrecklich. Die Sprechstundenhilfe kam herain und bat den TA der bei uns war mitzukommen, weil die Kollegen Hilfe bei einem verunfallten Hund bräuchten.

    Da sagte der TA zu uns noch auf die Schnelle das wir uns die Bilder immernoch später ansehen können, weil er nun zu dem Notfall (Autounfall) müsse und natürlich ist man dann nicht so egoistisch und besteht darauf sofort die Bilder zu sehen, wenn nebenan ein Notfall schreit. Das ist der Grund gewesen, weshalb wir die Bilder nicht sofort anschauen konnten und mit dem TA besprochen haben diese etwas später anzuschauen. Wir vertrauten ihm, daher war es in Ordnung für uns. Früher kamen wir dann nicht mehr in die Praxis die weiter weg ist, weil gleich darauf unsere verbliebene Hündin erkrankte und ihre Pflege vor ging.

    Ca. 2 Wochen später konnten wir dann endlich nochmal in die Praxis fahren, weil die TÄ in unserem Ort bei unserer Hündin nicht mehr weiter wussten. Der TA war schon darauf vorbereitet das wir nun endlich die Bilder sehen wollten und hatte einen großen Umschlag dabei, aber daraus kamen nur die Bilder von der Hüfte und der Brust. Er erklärte das er HD frei war, für sein Alter aber noch ein gutes Herz hat und die Lungen frei von Wasser & Metastasen sind. Nachdem wir über diese beiden Bilder aufgeklärt wurden fragte ich ganz selbstverständlich nach den Bildern vom Kiefer und bekam zu hören: Vom Kiefer musste ich keine Bilder machen, denn ich habe es schon ertasten können. Aber komischerweise konnte er die von mir angefragten Bilder machen, ich war nur noch geschockt darüber und es hatte mir regelrecht die Sprache verschlagen. Ich konnte einfach nichts sagen in diesem Moment. Meinem Freund viel dies nicht auf, soweit konnte er das gesagte in der Praxis nicht bearbeiten. Erst ein paar Tage später konnten wir uns zusammensetzen und darüber sprechen. Meine Freundin die mit dabei war verstand es in dem Moment auch, traute sich aber nicht uns darauf anzusprechen, weil sie nichts noch schlimmer machen wollte als was es war.


    Wieviel Schuld ich bei mir selbst sehe kann ich nicht in Worte fassen, was alles unerträglich & unverzeihlich für mich macht. Ich sehe mich versagt zu haben, nicht gekämpft zu haben, sondern ich empfinde mich als bequem, weil ich diesem TA blind vertraut habe. Ich bzw. wir kennen ihn seid Jahren, niemand von uns hat ihm misstraut! Wenn man vertraut, dann hat man keine Zweifel oder ist das bei euch anders? Das ist für mich unverzeihlich und die größte Schuld trage ich.

    Doch Fakt ist das wir nun mal belogen wurden und realisiert habe ich das zu spät, denn ich war zu geschockt von dem Tod meines Hundes. Dann baute kurz darauf unsere Hündin vor lauter Trauer auch noch ab, wir haben gekämpft und auch sie noch verloren, nur 8 Wochen später verstarb auch sie.

    Ich muss hinzu erwähnen das ich nicht alleine war, als man uns den Sachverhalt schilderte, weswegen man nur noch Euthanasie in Erwägung ziehen kann. Hier müssten sich dann vier bzw. sechs Ohren verhört & die Aussage des TA falsch verstanden haben und das gleich doppelt & von zwei verschiedenen TÄ, welche in dieser Praxis arbeiten. Man hat es uns am Telefon mitgeteilt und an dem Abend als wir uns von unserem Hund verabschieden durften, hat ein zweiter TA uns selbiges erzählt.

    Ich war zu beschäftigt mit meiner Trauer und dem Kampf um meine Hündin, ich habe es nicht eher gesehen, weil ich einfach nicht zur Ruhe kam, mal über alles was sich ereignet hat nachzudenken und weil ich zu traurig war. Ich bin nur ein Mensch, nicht perfekt wie es hier scheinbar so mancher Forenuser von den Usern hier erwartet. Auch liegt dies nicht allein an euch, sondern an mir, ich habe aus lauter Verzweiflung diesen Thread eröffnet und war nicht fähig klar nieder zuschreiben, damit jeder verstehen kann worum es geht bzw. wie es sich zugetragen hat.

    Dennoch haben mir eure Frage geholfen, denn in meiner Traurigkeit habe ich viele Dinge nicht hinterfragen können, doch ihr habt diese hinterfragt und das hilft mir in meinem weiteren vorgehen.

    Zitat

    Was wenn der TA nun nur von Röntgenaufnahmen gesprochen hat, über die er seinen Tastbefund bestätigt sieht - zum Beispiel ein Bild einer metastierten Lunge und nicht expliziet von dem Tumor selber?


    Cerridwen: Eben nicht, denn seine Lunge war frei, es waren keine Metastasen vorhanden! Ebenso war er HD frei.

    Zitat

    Kennt hier irgendjemand den genauen Wortlaut der Aussage des TA? Ich nicht.
    Und - auch wenn es jetzt rote Bömmels hageln wird - ich kann den Aussagen der Threatstarterin in dieser Situation und in dieser psychisch angespannten Lage nicht wirklich dafür heranziehen. Diese können in der Situation falsch verstanden worden sein oder sie können in dem ersten Schock nur noch selektiert beim TS angekommen sein.
    So nach dem Motto A sagt, B versteht.


    Es kennen noch zwei weitere Personen den genauen Wortlaut des TA bzw. beider TÄ!


    Ich weiß nun was ich tun werde und bedanke mich für euer Hinterfragen.

  • Hallo Maggie,
    es tut mir sehr leid das du deine beiden Lieblinge so verloren hast.

    Eine Frage stellt sich mir immer noch. Warum sollte der Tierarzt, wenn er durch 'ertasten' schon einen nicht operablen Tumor bei deinem Hund diagnostiziert hat, ihn noch in Narkose legen um die dann in dem Fall wirklich blödsinnigen Bilder von Herz und Hüften zu machen... das ist echt kaum zu glauben. Vielleicht hat er einfach nur die Aufnahmen des Kiefers 'verbummelt' und kann sich jetzt nicht mehr richtig an den Fall erinnern. Wäre natürlich auch eine riesige Schlamperei, aber es erscheint mir so unwirklich einen Hund in Narkose zu legen und dann nicht die entscheidende Stelle zu betrachten.
    Ich kann gut verstehen wenn nach diesem Chaos dein Vertrauen zu diesem Tierarzt nicht mehr vorhanden ist. Aber das sollte deine Entscheidung ob du irgendwann wieder einen Wuffel bei dir aufnimmt nicht beeinflussen. Es gibt noch so viele andere, gute Tierärzte. Du kannst dir doch Zeit nehmen die richtige Praxis für dich zu finden.
    Mach dir selbst bei all dem auch nicht zu viele Vorwürfe. Wenn man so eine Diagnose bekommt ist man zuerst einmal emotional völlig überfordert. Und natürlich glaubt man da zuerst einmal dem behandelnden Tierarzt, vor allen Dingen wenn der auch noch versichert sich mit einem Kollegen beraten zu haben.
    Ich bin mir sicher bei einem ähnlichen Fall würdest du nun auf jeden Fall auf eine weitere Meinung bestehen.
    Eine 100%ige Aufklärung des Geschehens wirst du heute vermutlich leider nicht mehr erreichen.
    Kein Tierarzt den ich in meiner Zeit als Tierhalterin kennen gelernt habe schläftert gerne einen Hund ein. Meistens wird eher zu lange gewartet und weiter behandelt. Er wird sich bei der Diagnose bei deinem Hund (wie er sie nun auch erstellt haben mag) sehr sicher gewesen sein. Und mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit war es das Beste für deinen Hund an dem Tag schnell einschlafen zu dürfen. Das solltest du bei all der Unsicherheit und all dem verlorenen Vertrauen zu dem Tierarzt nicht vergessen.
    Ich hoffe du kannst deine zwei Lieblinge in guter Erinnerung behalten und findest die Kraft wieder in die Zukunft zu schauen.

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