Anknurren/Bellen von fremden Hunden - jaulen daheim

  • Hey,

    haben bisher gut Glück das wir um einen Hundetrainer bisher herum kamen - haben uns mit anderen Haltern gut ausgetauscht und viel gelesen.

    Jedoch habe ich inzwischen eine weitere Frage.

    Unsere Hündin (9 Jahre, Golden Retriever, weiblich, seit 4 Wochen bei uns) jault inzwischen wenn sie im Treppenhaus andere Hund hört. Die anderen Hundehalter gehen eben normal raus, Paula sitzt dann vor der Tür und jault umher. Sie kennt die Hunde und spielt 1-2 mal die Woche mit ihnen. Nun ist halt meine Angst das es hier im Haus zur Last wird wenn sie jault da wir tagsüber nicht da sind. Wie könnte man das in Griff bekommen?

    Ebenso herrscht nach wie vor das Problem mit anderen Hunden draußen. Ich zeige Paula meist die anderen Hunde bevor sie diese sieht. Sie beginnt jedoch dann mit fixieren, stellt die Ohren und ist aufgedreht. Alle Ablenkung und abdrehen in die andere Richtung bringt dann nicht viel. Umso näher wir den anderen Hunden kommen umso hippeliger wird sie, sie knurrt, bellt, legt sich ab und an aber auch auf den Boden.

    Es ist schon manchmal peinlich.... andere Hundehalter laufen genüsslich ohne Leine an uns vorbei, aber Paula macht so ein Terz.

  • Zitat

    haben bisher gut Glück das wir um einen Hundetrainer bisher herum kamen

    Wieso Glück ? Ein Hundetrainer ist doch etwas positives ... kein Psychodoktor für Unfähige !!
    Beim Reiten ists immer selbstverständlich, daß man Unterricht nimmt.

    Warum nehmt ihr nicht einfach mal ein paar Einzelstunden und laßt euch vieles zeigen, Unklarheiten erklären, eine Anleitung geben. Ich finde das eher sehr clever und interessiert, selbst manch "Profi" nimmt die Hilfe eines Trainers in Anspruch, um sich mal "auf die Finger schauen zu lassen".

    Anfangs lassen sich solche Problemchen schnell in den Griff kriegen.

    Gruß, staffy

  • Zitat

    ....
    Ebenso herrscht nach wie vor das Problem mit anderen Hunden draußen. Ich zeige Paula meist die anderen Hunde bevor sie diese sieht. Sie beginnt jedoch dann mit fixieren, stellt die Ohren und ist aufgedreht. Alle Ablenkung und abdrehen in die andere Richtung bringt dann nicht viel. Umso näher wir den anderen Hunden kommen umso hippeliger wird sie, sie knurrt, bellt, legt sich ab und an aber auch auf den Boden.

    Warum machst du dein Hundi auf die entgegenkommenden Aufmerksam, wenn du doch weißt, was sie für einen Aufstand macht :???:

    Dir wäre es doch lieber, wenn sie sich normal Verhalten würde?
    Halte dich einfach mal zurück. Evtl. stachelst du sie mit deinem Verhalten sogar noch an...

    Zitat


    Es ist schon manchmal peinlich.... andere Hundehalter laufen genüsslich ohne Leine an uns vorbei, aber Paula macht so ein Terz.

    Den gewünschten ZUstand erreichst du sicher schneller, wenn du den von Staffy gegebenen Rat befolgst ;)

  • Naja, habe gelesen das der Hund durch Bellen und folgendes Verhalten aufmerksam auf andere "Feinde" machen möchte. Daher zeige ich ihm als erstes entgegenkommende Hunde. Bei Katzen, Vögeln und anderen Wildtieren brachte das gewünschte Erfolge.

    Ein Hundtrainer bedeutet für mich zunächst mal die Suche nach dem Richtigen, im weiteren dann natürlich die entstehenden Kosten.

    Dem Ganzen stehen die Bücher, die ich bereits gelesen habe, entgegen. Ebenso das ich nicht denke das wir hier ein richtig großes Problem sondern einfach nur eine Feinheit zu "bearbeiten" haben.

  • Zu Anfang mag es nichts praktischeres als eine Theorie geben.
    Aber bei deren Umsetzung geht nichts über die Hilfestellung erfahrener Hände. :D

    Auch wenn deine Methode beim KLeintier (vorerst) geholfen haben mag, bei Hunden ist es eine andere Situation.
    Gleichgesinnte.
    Spielpartner.
    Sozialverhalten.

    Der Ausgangspunkt ist definitiv ein anderer.
    Und was jetzt im Ansatz noch nicht als Problem deinerseits betitelt wird, kann sich über einen längeren Zeitraum durchaus manifestieren.
    Und dann?
    Wird es über den Umweg "lästiges Verhalten" zum Problem. ;)

  • Hallo,
    es kommt ja nun auch auf die Lektüre an..
    Bellen kann auch ein Ventil sein um seine Aufregung rauszulassen.

    Und ich stimme den anderen völlig zu- Praxis und Theorie- immer so ne eigene Sache (ich bilde mich grad reiterlich weiter, mit Buch und Unterricht- man ich brauche beides...)

    Kannst du denn- wenn du statt die Hunde zu zeigen- ein Alternativverhalten anbietest die Aufmerksamkeit deiner Hündin auf dich lenken?

    Mittels eines Spielzeugs, Leckerlies, eines Kommandos oder so?

    Wie bist du denn bisher vorgegangen wenn dein Hund sowohl drinnen als auch draußen tobt?

  • Zitat

    Wieso Glück ? Ein Hundetrainer ist doch etwas positives ... kein Psychodoktor für Unfähige !!
    Beim Reiten ists immer selbstverständlich, daß man Unterricht nimmt.

    Warum nehmt ihr nicht einfach mal ein paar Einzelstunden und laßt euch vieles zeigen, Unklarheiten erklären, eine Anleitung geben. Ich finde das eher sehr clever und interessiert, selbst manch "Profi" nimmt die Hilfe eines Trainers in Anspruch, um sich mal "auf die Finger schauen zu lassen".

    Anfangs lassen sich solche Problemchen schnell in den Griff kriegen.

    Gruß, staffy

    Timbow, weisst du noch die Handschuhe? Hast mir auch erst geglaubt, als die Schlepp dir durch die Finger gerutscht ist.
    Ich versuche auch schon die ganze Zeit, dir mit Engelszungen ein paar (vll.5?) Trainerstunden nahezulegen.

    Kann staffy nur beipflichten. Jetzt, wo ihr den Hund "neu" habt, lassen sich Anfangsproblemchen schnell beheben, später können sich die Problemchen zu ausgewachsenen Problemen mausern.
    Noch besser: Einige Problem tauchen gar nicht erst auf! Ihr vermeidet einfach Anfängerfehler. Wer sagt dir, ob deine Interpretationen bzw. dein daraus resultierendes Verhalten nicht ggf. das Gegenteil bewirkt?

    Eigentlich braucht nämlich nicht der HUND das Training, sondern IHR :D
    Timing kann man nur ganz schlecht aus Büchern lernen.
    Reaktionen können wir nur aus deiner Beschreibung erahnen, aber wenn jemand den Hund und dich in Interaktion beobachtet, dabei ist, kann er die Situation viel besser beurteilen.

    Staffy kennt ne Menge guter Trainer. Vll. kann sie dir jemanden in deiner Nähe empfehlen (vll. gibts ja auch "Studententarife"?;))

  • Zitat


    , Paula sitzt dann vor der Tür und jault umher. Sie kennt die Hunde und spielt 1-2 mal die Woche mit ihnen. Nun ist halt meine Angst das es hier im Haus zur Last wird wenn sie jault da wir tagsüber nicht da sind. Wie könnte man das in Griff bekommen?


    Flurtür zu?

    Zitat


    Ich zeige Paula meist die anderen Hunde bevor sie diese sieht. Sie beginnt jedoch dann mit fixieren, stellt die Ohren und ist aufgedreht. Alle Ablenkung und abdrehen in die andere Richtung bringt dann nicht viel.


    Durch dein Zeigen machst du die anderen Hunde zu etwas besonderem. Du musst ihr beibringen, dass die anderen etwas normales sind, wie das Laub auf der Straße. Das heißt du musst dich auch so benehmen. Du schreibst ja selber, die anderen HH laufen normal an euch vorbei, ohne euch groß Aufmerksamkeit zu schenken. So musst du das auch machen. :smile:

    Zitat


    Ein Hundtrainer bedeutet für mich zunächst mal die Suche nach dem Richtigen, im weiteren dann natürlich die entstehenden Kosten.


    Sieh das nicht als Zeitverschwendung. Es kann dich nur voranbringen. Man kann dadurch mal über seinen eigenen Tellerrand sehen, und wenn du verschiedene konsultierst, kannst du gut vergleichen, was macht der eine besser, was macht der andere besser, und kannst dir viele neue Anregungen holen. Du musst ja nicht gleich einen zur Einzelstunde nach Hause kommen lassen, es reicht doch erstmal, wenn du zu nem normalen Gruppenunterricht gehst, auch da ergibt sich ab und an die Gelegenheit, unter vier Augen über "spezielle" Problemchen zu reden. ;)

  • Hallo Timbow!

    Ich denke auch, einen Trainer zu nehmen, bedeutet kein Eingeständnis von Schwäche... ;)

    Ich kann nur dazu raten.... wir haben eben einen TH-Hund und ich fand es wichtig, dass mal jemand "vom Fach" draufschaut, d.h. wir haben Hilfestellung erhalten, wie wir die Grunderziehung richtig aufbauen, hatten den ersten von ihr begleiteten Freilauf auf der Auslaufwiese, um mal sein Sozialverhalten zu beurteilen.

    Als dann später größere Probleme im Verlauf auftauchten, fand ich es schön, dass sie mit uns schon bekannt war.

    Würde ich persönlich immer wieder so machen, in vielen Bereichen gibt eine gute Anleitung vor Ort erheblich mehr Sicherheit.

  • Zitat

    Ein Hundtrainer bedeutet für mich zunächst mal die Suche nach dem Richtigen, im weiteren dann natürlich die entstehenden Kosten.


    Wo sollte der "Richtige" denn her sein ?

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