Welpengruppe, muss mal was loswerden...

  • Hallo,

    ich denke, das erste und zugleich schwerste mit dem wir Trainer und insbesondere die Welpentrainer auf dem Hundeplatz klarkommen müssen, ist damit zu arbeiten, was wir haben.

    Es ist an uns die Leute "unten" abzuholen, egal wie dusselig ein Anfänger sich auch anstellen mag. Aller Anfang ist schwer, wir haben alle auch mal angefangen.

    Ob dann letztendlich der Hund zum Halter passt oder nicht, ist völlig egal. Der Hund ist angeschafft, wird in seiner Familie geliebt, dort wird üblicherweise alles für ihn getan, sonst wäre man ja nicht auf dem Hundeplatz, sondern würde es sich einfach machen und ihn abschieben, wenn Problemchen auftreten. Das können wir nicht beeinflussen. Wir können nur versuchen, das bestmögliche aus dem Team herauszuholen und auf Grundlegendes bzgl. der individuell zu erwartenden Probleme hinweisen und versuchen entgegenzusteuern. Damit müssen wir leben (lernen).

    Wenn Du die Halter ansprichst, dass es nciht passt, so werden sie dadurch weder fitter noch jünger, daran können sie nichts ändern. Abgeben werden sie den Hund sicherlich nicht, vielmehr werden sie Dir wegbleiben mit der Konsequenz, dass Du keine Einflußmöglichkeit mehr hast und die Erziehung/Auslastung gar nicht mehr steuern kannst.

    Letztendlich solltest Du die Leute vielleicht darauf aufmerksam machen, dass der Boder viel Beschäftigung braucht und dann konstruktiv! Tipps geben, was man mit ihm üben kann. Ich geb zum Beispiel in meinen Stunden immer zwei Hausaufgaben, eine ruhiger Art und eine aktiver Art bzw. im Winter eine für drinnen und eine für draußen. Insoweit kann man einen Hund auch auslasten, wenn man nicht so fit ist. Man muss den Leuten nur zeigen wie und das ist Deine Aufgabe!

  • Hach, ich muss noch was los werden:

    Eigentlich hat man doch erst als älterer Mensch richtig Zeit für Hunde. Vorher gibt es wichtigers: Ausbildung, Beruf, Kinder und deren Förderung. Als meine Kinder noch bei uns wohnten, hatte ich genug mit ihnen zu tun. Da lief der Hund nur so nebenher, wurde mal gassi geführt, aber das wars dann auch schon.

    Erst jetzt habe ich Zeit, mich voll auf die Hunde einzustellen. Sie stehen im Mittelpunkt, werden gefördert und trainiert. Ich verbringe viel Zeit auf dem Hundeplatz und nächstes Jahr beginne ich vielleicht noch eine Zucht. Soll ich dann Welpenkäufer wegschicken, die genau so alt sind wie ich selbst?

    onyxvl hat es sehr schön beschrieben. Holt die Leute da ab, wo sie sind und zeigt ihnen, wie sie ihr neues Leben mit Hund meistern können.

  • Ich hab letztens nen Welpen an eine 70 jährige vermittelt !!!

    Erst war ich auch skeptisch ... aber:
    Die Dame war noch sehr fit, wanderbegeistert und sehr aktiv. Sie hat den ganzen Tag Zeit, kümmert sich richtig um den Kleinen, ist kompetent und durch den Hund noch aktiver.
    Ein gegenseitiges Geben und Nehmen, nicht zu Lasten des Hundes. Darüber, daß der Hund sie evtl. überleben wird wurde auch vernünftig gesprochen. Ihre Tochter wohnt mit Familie gleich ums Eck, mit eigenem Hund und der uneingeschränkten Bereitschaft, zu helfen und ihn evtl. irgendwann ganz zu übernehmen.

    Nach dem Besuch war mit klar, daß dieser Hund es wunderbar getroffen hat.

    Älter heißt nicht automatisch unfähig.

    Gruß, staffy

  • Zitat

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute viel Ahnung von Hunden haben, das hat man irgendwie "gespürt" und auch wie mit dem Hund umgegangen wurde.
    LG Ulli

    Aber genau dann ist es doch Aufgabe einer HuSchu, den Leuten ein Gefühl für ihren Hund zu vermitteln. Irgendwann fängt doch jeder mal an.

    Ich finde, daß gerade Menschen, die nicht viel Ahnung von Hunden haben, vom Trainer unterstützt werden sollen. Deshalb geht man doch - unter anderem - in eine HuSchu.

    Vielleicht machen gerade diese beiden eine Entwicklung, die absolut in die richtige Richtung geht und werden ein gutes Team mit ihrem Hund bilden.

    Liebe Grüße von Birgit und Barny

  • ...und wenn sie nun gar nicht die Besitzer sind?
    Sprich für Tochter, Sohn oder wen auch immer, die Welpengruppe besucht haben?
    Könnte ja sein.
    Haben wir bei uns in der Gruppe auch.
    :roll:

    Ganz egal, Kommunikation und Information stehen ihnen doch zu?!

  • Huhu, schön, dass noch so viele geantwortet haben.

    Ja, es wäre eine Möglichkeit, dass der Hund den Kindern oder so gehört, denn wie gesagt, die Leute hatten so irgendwie garkeine Ahnung und wie Angst vor dem Hund und den anderen Welpen... Ich hoffe doch, dass das nicht der eigene Hund ist.

    Zu der Sache mit den 40-Kilo Hovawarts - ich spreche hier von einer Welpengruppe mit max 14 Wochen alten Welpen, von denen keiner mehr als 10kg gewogen hat. :roll: Da wird man nicht umgehaun *g*

    Und ich habe auch nicht gesagt, dass ältere Leute nicht geeignet für Hunde sind! Bin ich eher der gegenteiligen Meinung. Denn diese haben meist viel mehr Zeit und wissen ihre Lebensumstände besser *g* Aber hier war offensichtlich zu erkennen, dass das Ehepaar nicht mehr so fitt auf den Beinen war und sicherlich auch keine Schafsherde besitzen.

    Wir werden auf jeden Fall vermitteln und unterstützen, wenn die nochmal wiederkommen - was ich doch hoffe. Denn die kleine Bordermaus hats doch verdient nicht als Schoßhund in der Ecke zu sitzen oder bald vor Langeweile die Möbel zu zerkauen...

    LG Ulli

  • ich glaub auch dass ein hund es bei älteren menschen die dafür viel gedult und zeit haben besser hat als bei jungen die sich nicht mit ihm beschäftigen.

    es ist jedoch nicht immer so. "mein" balu gehört auch einem ehepaar ca um die 80jahre. er ist ende juni ein jahr alt geworden und ein sehr agiler nicht kastrierter (was mit abhaun und so probleme macht) reinrassiger dalmatiner.

    eigentlich wollten sie keinen hund mehr (was ich in dem alter und bei der verfassung auch gut finde) aaaber ihr super über intelligenter sohn hat ihnen den hund zum geburtstag geschenkt.hintergrundidee: er wollte dass seine eltern "frisch" bleiben.
    :irre:
    natürlich versprach er sich um den hund zu kümmern was anfangs auch funktionierte.dann dürfte er doch draufgekommen sein wie anstrengend so ein welpe sein kann.nach 3hundeschul-besuche wars vorbei und das tägliche spaziern gehn beschränkte sich auf zwei-mal bis einmal in der woche :kopfwand: das ehepaar selbst kann nicht mehr mit ihm gehn weil er eben sehr zieht.sie hatte gerade eine schwere operation und er einen schlaganfall.

    ich fands nur noch schrecklich und der hund tat mir leid.seit gut 5monaten geh ich regelmäßig heißt täglich mit ihm 2stunden spaziern.is zwar nicht ganz leicht da die besitzer ziemlich kompliziert sind.aber ich tu's halt für ihn denn mittlerweile ist mir der hund einfach total ans herz gewachsen und einen tag halt ich auch fast nimma ohne ihn aus.

    trotzdem war es eine hirnrissige idee vom sohn.der hund wird einfach viel zu wenig ausgelastet.
    ich würd ihn ja sofort nehmen doch hergeben wolln sie ihn nicht und wir haben leider zu wenig zeit (er müsste bis zu 6stunden alleine sein und ist es nicht gewöhnt).


    naja kann man nichts machn.
    aber nicht jedes alte ehepaar ist ungeeignet für einen hund.


    lg anna & balu

  • gaia: Ich finde es ganz toll, wenn sich ältere Leute noch so eine schöne Lebensaufgabe stellen ... wenn ich da an ältere leute in meiner umgebung denke, die sollten sich da mal nen beispiel nehmen ... ist doch klar, wenn man dann immer schlechter laufen kann ... :???:

    mir wurde auch schon oft gesagt, ich solle lieber mit meinem hundewunsch warten ... wegen langer arbeit und so ... nun gut, die idee fand ich dann doch doooof :D ich will ja meine jetzige zeit genießen!

    wegen dem border ... helft einfach wo ihr könnt und seht es vll so, diesem border könnt ihr wenigstens helfen, da er zu euch gekommen ist! so habt ihr wenigstens die chance ... das die leute vll hätten doch drüber nachdenken sollen, steht nun mal leider nicht mehr zur Debatte! :|

    kannst ja mal weiter berichten...

    Lg Nine und kayla

  • Hallo

    ich würde mir in dem Alter keinen Welpen mehr anschaffen. Wenn es denn ein Rassehund sein soll, würde ich mich an den Tierschutz wenden. Dort gibts ja inzwischen auch Organisationen die nur eine bestimmte Rasse oder deren Mischlinge vermitteln. Ich persönlich würde einen Hund ab 3 Jahre wählen.

    Aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema.

    Ich würde so handeln.

    Denn Rassehund zu sein ist heute auch keine Garantie mehr dafür nicht im Tierheim sitzen zu müssen. *leider*

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