Mein Hund wird ständig attackiert.

  • Bei Goldies sehe ich es definitiv auch super oft.. Flat coated sind glaube ich etwas höflicher...

    Beagles haben es mitunter auch....

  • Zitat

    Hallo.

    Seit drei Wochen wird mein Rüde ( 8.5 Monate ) ständig von anderen Rüden attakiert. Er selbst ist zu allen freundlich und unterwirft sich sofort bzw. versucht zu flüchten. Leider lassen die anderen nicht von ihm ab, es sei denn ich greife ein.

    Beschreib' doch mal ganz genau diese Attacken.........Du sagst wenn er sich (nachdem er sich ruepelhaft benommen hat) unterwirft lassen andere Hunde trotzdem nicht ab.
    Es ist normales huendisches Verhalten einen Ruepelhund solange unter sich zu fixieren bis er sich beruhigt hat.....steht er sofort wieder auf und flitzt weg ist's kein unterwuerfiges Verhalten, das waere das stille liegen bleiben .

  • Moin.

    Das habt ihr jetzt gründlich mißverstanden.
    Mein Hund ist kein Rüpel, sondern geht auf jeden anderen Hund freundlich zu, um mit ihnen zu spielen. Er hat bis jetzt keinen anderen Hund angebellt, oder sonst irgendwie blöd angemacht.
    Es ist einfach nur so, dass von ca. 10 Rüden die wir treffen, ungefähr 8 ihn attakieren. Das sieht im Regelfall so aus. Beide Hunde beschnüffel sich. Meiner zeigt dabei freudiges Verhalten, der andere meist auch. Dann aber stürzt der andere sich auf meinen und drückt ihn runter. Meiner unterwirft sich dann, aber der andere läßt ihn nicht wieder aufstehen. Manchmal zwicken sie ihn auch in den Hals.
    Falls der andere HH nicht eingreift, weil er vielleicht zu weit weg ist, greife ich selbstverständlich ein und stelle mich zwischen beiden Hunden, bzw. scheuche den anderen weg.
    Es ist auch schon vorgekommen, dass meiner seine Rute einklemmt, bevor der andere Hund in direktem Kontakt mit ihm kommt. Dann läuft der andere hinter ihm her und bringt ihn zu Fall.
    Das passiert leider in den letzten drei Wochen sehr oft, obwohl die anderen HH immer behaupten ihr Hund sei " lieb". Davor hatten wir solche Probleme nicht.
    Ich weiß ja das es normal ist, dass ältere Rüden so hibbelige Junghunde gerne mal zurecht weisen und das ist auch okay so. Das versteht mein Hund auch. Nur für mich sehen diese Situationen eher nach Machtgehabe aus, obwohl mein Hund garnicht nach " Macht" strebt.
    Ich kann meinen Hund nur auf der Freifläche von der Leine machen, weil ich in der Stadt wohne und ich denke das er diese sozialen Kontakte auch braucht. Nur artet es im Moment dort leider für uns in Streß aus.
    Ich dachte das es an der Pubertät liegt und hatte gehofft das mir jemand sagen kann, ob es mit anderen Junghunden auch solche Konflikte gab.


    lg Angelika

  • Hallo Angelika, ich hatte dich schon richtig verstanden und dir meine Sicht von der anderen Seite geschildert. Denn ich hatte einen Rüden, der überwiegend Labbis in dem Alter, in dem sich deiner jetzt befindet, umwerfen musste.
    Meine Meinung und bitte, dies ist keine Entschuldigung, denn ich dulde das Verhalten keineswegs, der andere Hund wirkt auf dich freudig, weil er ein wenig die Rute bewegt aber wenn du genau schaust, dann wird die Rute des anderen Rüden nicht weitschwingend wedeln sondern kurze, zuckende Bewegungen machen. Der andere Rüde wird auch nicht freudig mit dem ganzen Körper wackeln sondern eher steif an deinem Hund schnüffeln, wenn es überhaupt zu einem Schnüffeln kommt und dann liegt deiner auch schon. Dieses Umwerfen hat nichts mit Rangordnung zu tun und damit, dass der andere deinen Unterwerfen will sondern mit Territorialaggression. Dies bedeutet, dass der andere deinen einfach nicht in seiner Nähe dulden will und deiner dies aber nicht versteht. Dein Hund kann sich da unterwerfen wie er will, der andere will ihn nicht unterwerfen sondern ganz klar einen Platzverweis erteilen.
    Beobachte die anderen Rüden im Vorfeld mal ganz genau und du wirst schnell erkennen, dass beim anderen Rüden nix von Freude zu sehen ist. Im Gegenteil du wirst sicher schnell merken, dass der andere Rüde, deinen von weitem schon fixiert und in diesem Moment reagieren die meisten Rüden ausweichend nur leider oft Labbis erkennen dies nicht oder zu spät und laufen schwanzwedelnd weiter auf den anderen zu. Dieser deutet das natürlich als frech und gibt ihm saures.
    Bitte nochmal, dies soll keine Entschuldigung sein.
    Unser Paul war so ein Rüpel und wir haben hart gearbeitet, damit Labbis wie deiner von ihm nicht umgeworfen werden.
    Dir bleibt wirklich nichts anderes als genaues Beobachten und Scannen der anderen Rüden und deines Rüden übrig und je besser du lernst sie zu lesen, je früher kannst du reagieren und deinen zurückrufen. Ich denke nur so kannst du ihn am Besten schützen, denn leider die wenigsten Hundehalter sehen in dem Verhalten ihres Hundes ein Problem und arbeiten daran. Leider.
    Suzah: Ja es ist typisch Labbi aber auch Goldis gehören dazu wobei bei Paul der Goldi nicht ganz so schlimm war wie der Labbi.
    LG
    Ulli

  • Zitat

    Bei Goldies sehe ich es definitiv auch super oft.. Flat coated sind glaube ich etwas höflicher...

    Beagles haben es mitunter auch....

    Ich habe einen Flat mix, sie kommt sehr nach dem flat und leckt auch allen anderen hunden das maul ab und möchte mit jedem spielen und rennt auch zu jedem hin. manchmal merkt sie auch ned das der gegenüber böse ist, aber wenn sie dann angegriffen wird interessiert sie das auch kaum. sie steigt dann mit ein und wenn alles vorbei ist tut sie so als sei nichts gewesen und spielt z.b. einfach weiter wie davor auch. bei manchen merkt sie es aber schon.. mal so, mal so

  • agil:

    Wie habt ihr genau daran gearbeitet? Rechtzeitig abrufen, nicht hinlassen? Meiner wäre in so einer Situation noch nicht abrufbar, bzw. lässt es die Situation dann auch nicht zu sich sofort zu entfernen.
    Giaco ist auf jeden Fall auch ein Jungrüden(insb. Labbi)-Umwerfer. Ich finde es nicht so wild, passiert ja nichts, nur überflüssig.

  • So lange er nicht sicher Abrufbar ist musst du dich absichern - z.b. mit Schleppleine.
    Bei Paul hatten wir ein riesen Glück, weil er ist kein Wasserfreund. Wir haben immer eine Wasserpistole dabei gehabt und immer genau in dem Moment, in dem er lospreschen wollte konnten wir ihn mit ner Ladung Wasser stoppen. Für ihn war dadurch schnell klar, dass wir ihn immer kriegen und nu ist er soweit, dass er uns anschaut und mit seinem Blick zeigt, den würd ich gern, darf ich :roll: - er findet es nicht klasse, wenn wir nein sagen aber er akzeptiert es.
    Bei einem Hund, der sich mit diesem Hilfsmittel nicht stoppen lässt, den würde ich bis zu dem Punkt, dass er in solchen Situationen sicher abrufbar ist, an der Schleppleine lassen.
    Wichtig ist halt, dass man dem Hund zeigt, dass man ihn immer kriegt und er keine Chance hat. Er wird es aufhören - aber es geht nicht von heute auf morgen. Wir haben einen ganzen Sommer und einen Winter gebraucht aber dann hatten wir es im Griff.

  • agil:
    Das Ding bei Giaco ist, der entscheidet das spontan. Nicht jeder Junghund ist doof, und wenn dann auch erst wenn geschnuppert wurde und der kleine sich nicht benommen hat in seinen Augen... Selten findet er einen sofort doof, das sehe ich dann, und lasse ihn nicht hin.
    Immer wenn meine Trainerin dabei ist, sind natürlich alle Junghunde "spielbar". Manchmal schmeisst er auch einen erstmal um oder knurrt rum, und spielt danach ausgelassen.
    Insg. ist das vielleicht 5 mal passiert bis jetzt.
    Ja, ich glaube ich fahre eher weiter die Taktik potenzielle Opfer zu meiden. Mit Schleppleine eckt man hier irgendwie immer an.
    Ich denke irgendwie wird es sich vielleicht auch ein wenig legen, wenn er a. gehorsamer ist und b. selber nicht mehr so unsicher, erwachsener.
    Und es passiert auch nicht, wenn wir in ständiger Bewegung sind, sondern nur wenn wir auf Wiesen rumstehen. Das vermeide ich eh.
    Naja, vielleicht zück ich doch noch mal die Schleppe, schaden tut es ja nicht... :roll:

  • Hallo Ulli.

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Das hilft mir sehr weiter, denn so wie du es beschrieben hast, ist es tatsächlich. Anscheinend kann ich die anderen Hunden noch nicht lesen, aber im nach hinein fällt mir auf, dass es so ist wie du es erklärt hast.
    Im Moment habe ich eine kleine Gruppe von HH im Park, mit denen sich Jack gut versteht. Ich werde versuchen zeitlich es so ein zurichten, dass ich immer dazu stoße.
    Ansonsten werde ich meine Augen offen halten und Jack zurück halten.

    Danke noch einmal.

    lg Angelika

  • Zitat

    Moin.

    Das habt ihr jetzt gründlich mißverstanden.
    Mein Hund ist kein Rüpel, sondern geht auf jeden anderen Hund freundlich zu, um mit ihnen zu spielen.

    Schon nach diesem Satz muss ich schmunzeln... denn für die meisten andersrassigen Hunde ist genau das ein respektloses Verhalten. Spielen tut man normalerweise erst miteinander, wenn man sich besser kennt, wenn man sich höflich begrüßt hat, den anderen einschätzen kann usw... Sowas ist den meisten Labradoren aber eben nicht geläufig - sie kommen gleich spielen-wollend auf andere zu und bekommen dafür oft mal einen Satz heiße Ohren.

    Zitat

    Er hat bis jetzt keinen anderen Hund angebellt, oder sonst irgendwie blöd angemacht.
    Es ist einfach nur so, dass von ca. 10 Rüden die wir treffen, ungefähr 8 ihn attakieren. Das sieht im Regelfall so aus. Beide Hunde beschnüffel sich. Meiner zeigt dabei freudiges Verhalten, der andere meist auch. Dann aber stürzt der andere sich auf meinen und drückt ihn runter. Meiner unterwirft sich dann, aber der andere läßt ihn nicht wieder aufstehen. Manchmal zwicken sie ihn auch in den Hals.

    Schwer zu sagen, was da passiert. Vielleicht eskaliert es jedes Mal, weil Dein Hund nicht gelernt hat wie man sich in einer solchen Situation verhält. Das "nicht aufstehen lassen" gehört mit zum Ritual und sollte nicht unterbrochen werden. Solange er noch "zappelt" wird der andere ihn immer wieder ermahnen und nicht hochlassen. Das ist normal!


    Zitat

    Es ist auch schon vorgekommen, dass meiner seine Rute einklemmt, bevor der andere Hund in direktem Kontakt mit ihm kommt. Dann läuft der andere hinter ihm her und bringt ihn zu Fall.

    Wegrennen ist auch nicht so die gute Idee... Er muss lernen, dass man still hält :wink:

    Zitat

    Das versteht mein Hund auch. Nur für mich sehen diese Situationen eher nach Machtgehabe aus, obwohl mein Hund garnicht nach " Macht" strebt.

    Nein, das eher nicht. Aber er hat auch die Regeln noch nicht verstanden. Ich habe immer mal wieder Hunde in meinen Gruppen, die die auch nicht verstehen. Meist regelt sich das dann, wenn Kontakt mit souveränen Althunden bei uns hergestellt wird und die Besitzer nicht eingreifen, wenn es gar nicht nötig ist. Ich gebe zu, da die Grenze zu sehen ist wirklich schwer. :wink:

    Viele Grüße
    Corinna

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