• Wie lange hast du ihn?
    Hilf mir mal, was heißt HSH? (Howawart-Schäferhund?)
    Korrigier mich, wenn ich falsch liege
    Ich denke, ihm gehts doch gut: Er bestimmt wos langgeht, wird bespaßt.
    Warum soll er was ändern? Mit zwei Jahren ist er ja auch kein Welpe mehr.
    Versuch mal, ihn die nächsten zwei Wochen - besonders in der Wohnung - komplett zu ignorieren, nur sein Fressen hinstellen und gut ist.
    Kein Spielzeug, keine Spiele, dafür tägliches Training auch in der Wohnung, (Sitz, Platz, Komm) Wenn er das gut macht, Lob. Außerhalb des Trainings keinerlei Streicheleinheiten!
    Ins Bett sowieso nicht und runter von der Couch. Ruheplatz auf den Fußboden verlegen, in einer hinteren Zimmerecke.
    Sein Freuen, wenn du kommst, ignorieren. Einfach ins nächste Zimmer gehen, ihm auch mal die Tür vor der Nase zumachen..

    Dreimal wöchentlich in den Hundeverein zu Obedience.
    Nur Lob, wenn er folgt.

    Draußen kannst du ihn an eine Schleppleine (20m) hängen: Er hat genügend Freilauf, aber wenn er nicht reagiert, hast du die Möglichkeit, zu korrigieren.
    Wenn er gerne schnüffelt: Suchspiele, Fährten legen... ihn auch draußen für dich arbeiten lassen ;-)

    Jede Wette, dass das wirkt :-)

  • hallo Sascha
    finde hier sind schon einige gute Tipps vertreten ,habe auch noch was. Ich habe mit meinem Hund in der Wohnung angefangen das KOMM zu üben. Hab mich in einem Zimmer (Z.B. hinter der Tür, im Schrank oder oder...) versteckt, Leckerli in die Hand und gerufen, wenn er mich gefunden hat, grosses "Buhei" , nicht mehr als 2-3Mal hintereinander und immer DU beendest das Spiel. Später hab ich mir einen schönen Wald gesucht, wenn Hund vorausläuft, drehst du ab und stellst dich hinter den nächsten Baum rufst ihn und wenn er kein Streuner od. "Weglaufhund" ist wird er dich suchen. Das kann man dann später erweitern, indem man während des Spaziergangs immer mal die Richtung wechselt, er lernt dann (hoffentlich), dass es gut ist immer ein wachsames Auge auf dich zu haben, weil du sonst ab und an mal plötzlich weg bist. Ansonsten bin ich auch ein Fan von Unterordnungs-und Gehörsamsübungen.Klingt doof ist aber wichtig für die Bindung.
    Viel Erfolg wünscht dir
    anna

  • Sich interessant machen...ob das der richtige Weg ist? Da müsste man bei einigen Hunden ja ein Reh durch die Lüfte schwingen, damit man dann auch mal interessant ist.
    Ich würde kurz und knapp vorschlagen: Gehorsam intensivieren und generalisieren, das ganze an der Schleppleine! Fertig aus.
    Ist doch nichts gegen einzuwenden, wenn er eigenständig schnüffelt, er sollte nur sofort gehorchen, wenn du was sagst (ihn rufst, ihn zum Warten aufforderst..)

  • Zitat

    Ich lasse meinem einfach mehr Freiraum und seitdem klappt es viel besser.

    So würde ich es wohl auch versuchen :^^: Aber ich habe auch ein Exemplar hier, das genau das Gegenteil ist - auch nicht umbedingt toll :roll:

  • Zitat

    Gehorsam intensivieren und generalisieren, das ganze an der Schleppleine! Fertig aus.


    Und mit welchen Methoden kriegst du das hin ?

    Und wieso schließt sich das mit dem "Interessant-machen" aus ? Es geht darum die Motivation des Hundes zu fördern und ihn dazu zu bringen, mehr auf dich zu achten.

    Wenn ich "zufällig" auf dem Boden ein Leckerchen finde, wenn Mücke mal wieder ignorant vor mir her trabt und mich nicht beachtet, bin ich im Anschluß wieder die Größte für ihn. Warum sollte ich mir das nicht zunutze machen ?

  • Hallo Melanie,
    Du hast sicherlich recht, was die Motivationserhaltung angeht. :-)
    Das ZIEL sollte aber schon vermehrtes Gehorsamstraining sein ;-)
    Dazu gehört natürlich auch Abwechslung... meine würde mir sicherlich auch den Vogel zeigen, wenn ich nicht Spiel- und Sucheinheiten einbauen würde.
    Aber die sind halt nicht vorrangig...


    Sascha:

    Zitat

    *Sascha* hat Folgendes geschrieben:
    Wenn man auf dem Spaziergang einfach weggeht, weil er nicht reagiert, dann schnüffelt er in aller Seelenruhe zu Ende und kommt dann später nach.

    Machst du das öfter hintereinander oder weiß dein Hund:Richtungswechsel, ok, dann gehts halt jetzt zurück ("oh, wie langweilig!")
    Dein Hund reagiert ja schon, aber nicht so schnell, wie du gerne hättest.
    Das kannst du dir doch wunderbar zunutze machen:
    Wenn meine Hündin vor mir hertrabt, wechsel ich die Richtung. Die kommt schon angesaust... keine Sorge.. und wenn sie dann wieder voran läuft, das gleiche Spiel. Das muss man halt öfter machen. Und du wirst sehen, dass der Abstand zu dir immer kleiner wird... und der Hund immer schneller (grins)
    Wenn sie auf meiner Höhe landet, kriegt sie Lob/oder Leckerli. Dann werf ich auch den Ball, DANN darf sie Leckerlis auf dem Boden suchen. -

    Außerdem übe ich bei jedem Gassigehen "komm" und "bei Fuß"
    Und ich wette mit dir: ICH hab den längeren Atem ;-) :D

    Zuhause solltest DU ihm einen neuen, nicht so dominanten Platz zuweisen, nicht im Eingangsbereich. Außerdem: scheuch ihn vom Platz am Freßnapf weg. Da hat er nix zu suchen.. (man kann einfach Gegenstände -hoppla-fallen lassen, das machts ihm ungemütlich an dem Platz.)

    Ansonsten sieht dein Wauwi wunderhübsch aus: Haste noch mehr Fotos?

  • Hallo Jana,

    was macht der Herr denn am Allerallerallerliebstesten?
    Schnüffeln gehen? Im Aas wälzen, vom Rehefangen Träumen?

    Mach eine Liste, oder noch besser in neudeutsch ein "Ranking" also eine Liste gestaffelt nach Wichtigkeit.
    SChreib alles drauf, auch Sachen, die er keinesfalls darf, die er aber eben sooooo gerne machen würde.

    DAnn überlegst Du für jeden einzelen Punkt, ob, und wenn ja wie, Du diesen seinen Wunsch doch erfüllen könntest - als Bestärkkung für ein von Dir gewünschtes Verhalten. Am Besten funktioniert, wenn Du was findest, was er liebt, und Du "mitmachen" kannst, z.B. "schnüffeln gehen". Häng ihn an eine Schleppe und tu ganz interessiert an dem, was er da so aufspührt.
    Wenn er z.B. Mäusebuddeln liebt, geh auf seine lieblingsmäusebuddelwiese und mische lächerlich einfache Aufgaben mit "geh Buddeln" ab! Wenn er gerne Eichhörnchen auf die Bäume scheucht, kannst Du an Eichörnchenverseuchten :D stellen "Fuß" üben, gute auführung markern und zur Bestärkung Eichhörnchen mit ihm scheuchen.
    Google "Premack-Prinzip"

  • Puh, ich arbeite mich mal von oben nach unten durch :D

    muecke
    Ich nehme Sascha eigentlich überall mit hin und so erleben wir ständig neue "Abenteuer" zusammen. Seinem Selbstbewusstsein hat das bestimmt gut getan ; ), ich hab auch das Gefühl, dass er sich in meiner Nähe sicher fühlt. Zu sicher wahrscheinlich. Wenn er Angst hat, dann kommt er zu mir und ich kann ihm auch seine Ängste nehmen. Ich denke, wir haben prinzipiell schon eine gute Bindung, ich glaube, er ist sich einfach zu sicher, dass ich immer für ihn da sein werde. So ähnlich drückte sich auch meine Hundetrainerin mal aus, dass er gerade, weil er sich so auf mich verlässt, so selbstständig ist.
    Routine gibt es bei uns eigentlich kaum. Hier ist kein Tag wie der andere. Allerdings fällt mir auf, dass er bei Dingen, die zur Routine geworden sind, meist deutlich verlässlicher ist, aber ich denke, das macht die vermehrte Übung. Überhaupt fällt mir häufig auf, dass gerade die Dinge, die automatisch von ihm ausgeführt werden, am sichersten sitzen. Vielleicht weil er sich hier sicher ist, was ich von ihm erwarte? Je ungewohnter eine Situation desto selbstständiger und unansprechbarer wird er meist. Außer eben, er ängstigt sich, dann orientiert er sich an mir.
    Ja, absolute Konsequenz ist bei ihm auch sehr wichtig, wobei ich mein Augenmerk doch mittlerweile mehr auf die Motivation lege, denn wenn er keine "Lust" hat, dann verweigert er total und wenn ich total sage, dann meine ich auch total. Er macht dann einfach gar nichts mehr. In der Hundeschule scherzen wir z.B. immer über die Frage: "Hast du heute Sascha dabei oder seinen Bruder." Denn während "Sascha" völlig desinteressiert an allen Leckerlies, Spielies oder sonstigen Motivationsversuchen ist, überschlägt sich "sein Bruder" bei dem Versuch möglichst alle Wünsche prompt zu erfüllen. :irre: Man könnte annehmen, es würde sich tatsächlich um zwei verschiedene Hunde handeln!

    bungee
    Ich hab Sascha von Welpe an, also mit etwas über 8 Wochen bekommen, heute ist er 2.
    HSH heißt Herdenschutzhund ; ) Sascha ist aber kein HSH sondern ein Schäferhund-Labrador Mix.
    Wo hast du denn herausgelesen, dass Sascha bestimmen würde, wo es langgeht? Ich bin weder jemand, der seinen Hund rund um die Uhr bespaßt, noch würde ich mir von ihm auf der Nase herumtanzen lassen :D Ihm würde es sicher gefallen, wenn er tun und lassen könnte was er wollte, das darf er aber natürlich nicht. Und Regeln werden auch konsequent durchgesetzt. Wir betreiben auch keinerlei "Erziehungskittung", wenn ich ein Problem mit seinem Verhalten habe, dann wird da direkt dran gearbeitet und nicht einfach umgangen.
    Das absolute Ignorieren habe ich auch schon einmal ins Auge gefasst, jedoch werde ich es hier nicht durchsetzen können, da sowohl meine Eltern, als auch meine Oma, die hier mit auf dem Hof wohnen, regelmäßig Umgang mit ihm haben und die werden das niemals tun oder durchhalten ; ) Diese Möglichkeit ist also leider keine Option.
    Warum soll ich ihn von Bett oder Sofa schmeißen? Mal davon abgesehen, dass er außer dem Sofa im Flur sowieso kein Sofa/Sessel/Bett nutzt. Und wie gesagt, wenn ein Mensch sich auf "sein" Sofa setzt, dann geht er eh runter. Spielzeug hat er nur 2 Bälle und ein Baumwolltau. Die zwei Bälle liegen eigentlich nur rum und werden gar nicht benutzt. Alleine spielt er sowieso nicht wirklich, er sucht sich immer einen menschlichen Spielpartner, aber natürlich gehen wir nicht immer auf seine Spielaufforderung ein. Zumal er es meist dann versucht, wenn wir gerade anderweitig beschäftigt sind und dann gehen wir natürlich nie drauf ein. Das Baumwolltau nehmen wir für Zerrspiele und Suchspiele. Er liebt dieses Tau, kann aber auch mit diesem nur dann wirklich etwas anfangen, wenn er einen Menschen findet, der mit ihm spielt bzw. ein Mensch auf die Idee kommt mit ihm zu spielen (So rum ist es häufiger). Also, die Sachen liegen zwar in der Kiste neben seinem Korb, aber ich könnte sie auch in eine Schublade packen und es würde keinen Unterschied machen.
    Mit dem Unterordnungstraining ist es, wie gesagt, so eine Sache, da er daran sehr schnell den Spaß verliert bzw. den Sinn in diesen Sachen nicht erkennt. Ich schaffe es mittlerweile an guten Tagen schon zu einigen Wiederholungen, aber grundsätzlich wird sein Gehorsam mit jeder Wiederholung schlechter und nach einiger Zeit verweigert er absolut den Gehorsam und dann geht es nur noch über Druck und Zwang, DAS kann es ja auch nicht sein und das will ich auch nicht.
    Warum soll ich das Freuen ignorieren? Welchem Zweck dient das?
    An der Schleppleine ist er außerorts eh, weil er ein Jagdproblem hat. Innerorts läuft er ohne Schleppe. Korrigieren lässt er sich auch ohne Leine immer, nur würde ich eben gerne an den Punkt kommen ihn nicht ständig korrigieren zu müssen. Ich würde so gerne mal dreißig Sekunden in die andere Richtung schauen können und wissen, dass mein Hund immer noch das macht, was ich von ihm erwarte.
    Er schnüffelt sehr gerne und auch ganz gut, deswegen machen wir bereits sehr viele Suchspiele und auch die eine oder andere Fährte hab ich ihm schon gelegt. Allerdings habe ich schon den Eindruck, dass er eine richtige Aufgabe braucht, ich muss da auf jeden Fall noch mehr machen. Aber mein Tag dreht sich nicht 24 Stunden nur um ihn, er ist zwar meist dabei, jedoch zumeist nur der Nebendarsteller. Deswegen ist es für mich umso ärgerlicher, dass er so unzuverlässig ist, denn aus diesem Grund muss er häufig an die Leine oder kann gar nicht mit raus.

    goldau
    Ich nenne das Spiel immer "Häng den Hund ab" :D Jupp, all diese Dinge hab ich bis zum Abwinken mit Sascha gemacht und mache ich auch heute noch. Leider kann ich es mittlerweile nicht mehr immer und überall so durchziehen, da er sowohl ein Streuner als auch ein Jäger ist.

    schnullii
    Jupp, häufig käme man bei Sascha wohl wirklich nur mit einem Reh weiter, wenn überhaupt. Ja, grundsätzlich würde es wohl reichen, wenn er einfach auf mich hören würde, da aber meist das eine das andere ein wenig bedingt ... Problem ist, ich kann nicht immer und überall meine Augen zu 100% beim Hund haben und deswegen hätte ich es gerne, dass er sich an mir orientiert und ich mich einfach darauf verlassen kann, dass er in der Nähe ist und bleibt.

    @Zoe
    Wir können ja mal für 2 Wochen die Hunde tauschen :D Aber ich sag schon immer, der nächste Hund wird ein Border Collie *stöhn*

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