Großes Chaos in der Nacht

  • Hallo!

    Bevor ich zum eigentlichen komme, vielleicht erst kurz die Vorgeschichte:
    Wir haben Ella seit einem Jahr (aus dem Tierheim) und von Anfang an war uns klar, dass sie im Schlafzimmer nichts zu suchen hat. Weder am Tag noch in der Nacht. Das hat immer super geklappt - wenn wir ins Bett gegangen sind, hat sie sich auf ihrem Platz schlafen gelegt. Im Mai sind wir in eine neue Wohnung umgezogen und auch hier gelten ja die gleichen Regeln. Auch kein Problem gewesen. Ende Juni haben wir Nachwuchs bekommen und sie hat das Baby super akzeptiert. Sie schaut immer wieder nach, ob der Kleine noch da ist, schnuppert oder leckt ihm über die Hand, wenn er auf dem Arm ist. Vor vier Wochen hatte es eines Nachts stark gewittert. Sie hat versucht, die Tür zum Schlafzimmer zu öffnen, weil sie Angst hatte. Da sie aber gern Türen öffnet, haben wir vorgesorgt und von innen einen kleinen Haken angebaut ;)
    Sie hat dann so lange Krach gemacht, bis Herrchen zu ihr gegangen ist und auf der Couch geschlafen hat, damit Ruhe ist. Der dümmste Fehler, den wir machen konnten :kopfwand:
    Dann ging es nämlich jeden abend so los. Was einmal geklappt hat, wird schließlich immer wieder klappen. :sauer:
    Nachdem ich in einer Nacht 2 Stunden versucht hab, sie zur Ruhe zu bringen, haben wir beschlossen, sie nachts mit der Leine an ihrem Schlafplatz festzumachen (natürlich mit Wassernapf daneben). Wir wussten uns wirklich nicht mehr anders zu helfen. Ich habe alles probiert: schimpfen hat nichts gebracht, das hat sie gar nicht als schimpfen verstanden, sondern sich gefreut. Ich hab sie auf zu ihrem Platz gerufen, dann Kommando sitz und bleib, mit Leckerli belohnt und wollte wieder schlafen gehen. Kaum den Rücken zugedreht, kam sie mir schon wieder hinterher :datz:
    Das Anbinden hat dann prima geklappt, sie hat sich auch hingelegt und es war Ruhe. Nun war das Baby krank und ich war mit ihm 10 Tage im Krankenhaus. Nun sind wir wieder zu Hause und das Spiel geht von vorn los. Nur mit dem Unterschied, dass sie trotz anleinen anfängt zu winseln und dann alles um sich herum auseinander nimmt (wo sie rankommt, versteht sich).
    Wir sind echt ratlos, was wir noch anstellen sollen, weil wir absolut nicht verstehen, was da auf einmal los ist. Ella kommt trotz des Babys nicht zu kurz. Sie hat genau die gleichen Gassigänge wie sonst, wir spielen mit ihr, wenn wir draußen sind und nachmittags sind wir meist zusätzlich 2 Stunden mit Hund und Kinderwagen unterwegs.

    Vielleicht kann mir jemand sagen, woran das liegen könnte und was wir jetzt tun können. Wir selber können uns das nicht erklären und sind so langsam mit unserem Latein am Ende.

    Sorry, dass es so lang geworden ist... :ops:

  • Ich kann euer "hausgemachtes " Theater ehrlich gesagt nicht ganz verstehen.
    Was euer Hund verlangt ist das normalste von der Welt. Er möchte bei dem Rest des Rudels schlafen.

    Sicherlich gibt es Hunde, die das nicht so wichtig finden, bei uns ist es so, dass Mücke 100 qm Wohnung + Foyer der Firma + 2 große Büroräume zur Verfügung hat und er jede Nacht dann doch wieder in unserem (relativ kleinen ) Schlafzimmer landet.
    Und bei Gewitter schon mal erst recht.
    Da sitzt er dann neben dem Bett und legt seinen Bumskopf auf s Bett.
    Da haben viele Hunde Angst und suchen einfach den Schutz und die Nähe ihrer Leute.

    Sie die ganze Nacht anzubinden finde ich persönlich nicht so prickelnd, viele Hunde haben auch nachts mal das Bedürfnis, sich zu bewegen oder den Schlafplatz mal zu wechseln.

    Vor allem nicht mit einem KOMMANDO! Das würde doch bedeuten, dass sie die ganze nacht "Sitz" und "Bleib" machen muss :schockiert: . Das ist doch utopisch. Es ist doch völlig klar, dass sie das KOmmando nicht einhalten kann.

    Ich habe mir auch schon oft Gedanken gemacht, ob ich unsere Schnarchnase wirklich im Schlafzimmer haben möchte, ABER es hat sich bewährt, weil in den seltenen Fällen, wo er mal nachts raus musste ( wegen Durchfall beispielsweise ) haben wir es so gemerkt, wenn er sich gemeldet hat.
    Hätten wir ihn ausgesperrt, wäre das nicht so gewesen.

    Vielleicht denkt ihr nochmal drüber nach :???: ;)

    Ich finde echt, man kann eurem Hund da keinen Vorwurf machen...andernfalls müsst ihr ihr Theater dann in Kauf nehmen...ich würde es nicht übers Herz bringen :|

  • Hallo,

    ich sehe es genauso. Ihr habt ein Problem, das eigentlich gar keines sein müßte. Auch wenn es bisher gut geklappt hat, daß sie in nem anderen Raum schlief, denke ich, daß sie durch das Gewitter und ihre Angst nun ein leichtes Trauma erlitten hat. Sie hält es einfach nicht mehr aus, in der für sie beängstigenden Situation allein zu sein.

    Ich verstehe ganz allgemein nicht, warum es so viele Hunde gibt, die nacht s alleine schlafen müssen. Das erschließt sich mir nicht und wurde mir bisher auch noch nie schlüssig begründet, sorry.

    Was spricht gegen ein Körbchen im Schlafzimmer? Hundi ist bei Euch, fühlt sich sicher und hat keinen Grund, Theater zu machen, Türen zu öffnen oder gar zu Jaulen und zu Winseln. Anbinden würde ich sie nachts auf gar keinen Fall.

    Bitte denkt doch nochmal drüber nach und richtet ihr einen Schlafplatz bei Euch ein und das Problem ist gelöst. Ansonsten schreib doch bitte mal, was denn genau dagegen spricht (das interessiert mich wirklich).

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Vielen Dank für eure Antworten!

    Von der Seite hab ich es, um ehrlich zu sein, noch gar nicht betrachtet. :???:
    In der alten Wohnung ist sie immer gleich ins Bett gesprungen, wenn die Schlafzimmertür mal offen war und deshalb wollten wir das nicht. Also haben wir sie gar nicht reingelassen, damit sie nicht nachts auch noch mit im Bett liegt.

    Wir haben jetzt aber beschlossen, die Türen einfach aufzulassen. Vielleicht will sie ja nicht mal vor dem Bett liegen, sondern einfach ab und zu mal gucken kommen, ob noch alles ok ist. Oder sie schläft eben vor dem Bett. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass die Nächte jetzt ruhiger werden.
    Menno, die Lösung ist so einfach und ich bin nicht darauf gekommen :kopfwand:

    Vielen Dank nochmal!

  • find ich gut, dass du´s jetzt so probierst ;)
    ich wollte meinem auch am anfang nicht ins bett lassen-schlafzimmer war okay, war bei uns aber auch eine etwas andere situation; aber ganz ehrlich, nach mittlerweile fast 11 monaten mit hund im bett :ops: möcht ich ihn gar nicht mehr missen! er fühlt sich einfach richtig wohl, wenn er bei mir schlafen kann-und das ist die hauptsache!!
    auch tagsüber, wenn er ruhe haben will oder ihn was erschreckt hat, "flüchtet" er gleich hinter mein bett. er hat dort eine decke und für meinen pauli ist es einfach der ideale rückzugsort, und auch der ruhigste in der wohnung!
    ich denk mal, ihr werdet diese entscheidung nicht bereuen,
    grüßle, melissa

  • Also meine Hündin schläft auch ab und an in meinem Bett. Ich "vertreibe" sie aber meistens unabsichtlich im Schlaf wenn ich ihr zu nah auf die Pelle rücke. Das Lustigste: Ich habe ein Zweipersonenbett für mich alleine und wenn mein Hund neben mir schläft habe ich kaum Platz für mich allein :D Aber dieses "Problemchen" sollte bekannt sein.

    Wenn du dir sorgen um die Sauberkeit machen solltest: Wasch deinem Hund abends die Pfoten und die hintere Region ;) Hundehaare trägst du so oder so in dein Bett. Und falls sie stark haart eben öfter mal die Bettwäsche wechseln (wozu ich vor allem von Winter zu Herbst gezwungen werde). Ansonsten: Was dich nicht umbringt macht dich härter :D

    Aber musst sie ja nicht im Bett schlafen lassen.


    Berichte und doch mal in den nächsten Tagen wie und ob es geklappt hat. Würden uns darüber freuen.

  • also ich gehöre auch zu der fraktion die ihren hund nen platz in nem anderen raum eingerichtet haben, einmal weil nelli wenn ich nicht hin gucke tapete rupft und kabel nagt und wenn ich schlafe bekomm ich das nicht mit.
    ordentlich motzen etc. hilft da leider nicht, sie bekommt zwar mit dass das falsch war aber man findet ja ne andere stelle mit tapete oder ein anderes kabel (foto lampen, inet kabel, boxenkabel von der anlage, fernsehr usw usf)
    außerdem habe ich noch einen okh kater der nicht zu bändigen ist und mich nachts nicht schlafen lässt (maunzt wie am spieß egal ob du da bist, mit ihm spielst oder nicht, einfach so, reißt meine terrarien runter, räumt die regale aus, tobt mit nelli durch die wohnung, plündern zusammen den müll oder morden die klopapierrolle) und bei nellis gebrumme oder spielgebelle kann ich nicht schlafen, ergo pennen die beiden knäule zusammen im bad und ich hab meine ruhe, wenigstens für ein paar stunden.
    und da nelli auch mal zu blähungen neigt oder dann toben will wenn ich schlafen will gilt die devise: bett meins, sofa meins, generell alles meins, solange ich nicht was anderes sage

  • Hallo,

    manchmal sieht man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Lösung liegt so nah, daß man sie einfach nicht sieht.

    Aber dafür gibt es ja uns hier vom Forum...! :-)

    Bin auch gespannt, ob die letzte Nacht nun ruhiger war. Wenn sie nicht mit ins bett soll, braucht Ihr nur ein wenig Konsequenz und sie wird verstehen, daß ihr Platz am Boden oder auf ner Decke, in nem Korb oder so ist.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Hach, was für eine Nacht :roll: (mal abgesehen von Wickeln und Füttern ;) )

    Wir haben gestern die Türen aufgelassen und als Herrchen ins Bett kam, ist sie einfach hinterher, hat sich vor dem Bett hingelegt und geschlafen. Nachts war auch Ruhe - ich hab sie nur ab und an mal brummen gehört, wenn sie sich gestreckt hat :^^:

    Ich wollte sie auch nicht im Bett haben, weil unser Baby ab und zu auch nachts beim Stillen neben mir einschläft. Und wenn Ella sich dann auch noch breit macht, wirds eng (25 kg geballte Malinois-Größe :D ). Ich hätte auch etwas Angst, dass sie den Kleinen "überrollt".

    Ins Bett wollte sie auch nicht, nur früh, als der Wecker geklingelt hat und wir nicht sofort aufgesprungen sind, stand sie mit den Vorderpfoten im Bett. Aber das ist ja nicht so schlimm.

    Fazit: :2thumbs:

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