Liegt da was im argen??

  • Ok.

    Und wie hättet ihr reagiert??

    Und noch eine Frage:
    Lasst ihr den 500g Knochen auf einmal fressen oder lasst ihr ihn in Etappen fressen?

    So machen wir es nämlich, wir lassen ihn vll. 1 Std. knabbern und dann geht der Knochen wieder in die Kiste. Sonst gibt es Durchfall...

    Ergo, nehmen wir den Knochen öfters weg, nur heute war Theater

  • In dem Moment hätte ich die ältere Hündin aus dem "Gefahrenbereich" geholt und wäre mit ihr rausgegangen.

    500 g-Knochen? Gibt es bei mir nur, wenn ich sie zufällig geschenkt bekomme. Da kein Durchfall-Problem besteht bei meinen beiden, lass ich ihnen den Spaß, bis sie von selber keine Lust mehr haben, was für gewöhnlich nach 1- 1 1/2 Std. der Fall ist. Dann wird abgeräumt.

    Da es heute Theater gegeben hat - in Zukunft trennen.

    cazcarra

  • Ja wahrscheinlich habe ich den Gaul von hinten aufegzogen...

    Aber passiert ist passiert...

    Und was hättest du getan, wenn dich dein Hund auf einmal anknurrt und fletscht?
    Weg gehen´? Tauschen? Dir das gefallen lassen?

    Die Hunde werden definitiv demnächst getrennt...

  • Ich tausche immer, wenn es um was besonders Wichtiges geht - z.B. um ne tote Maus, nen Pferdeapfel (wenn schon drei "Pralinchen" genascht wurden), irgendwelche anderen (für mich) ekligen Sachen oder Dinge, von denen ich nicht weiß, worum es sich handelt.

    Zuhause teile ich die Ressourcen aus, demnach weiß ich, was die Hunde im Maul haben, muss es ihnen also nicht wegnehmen.

    Das Tauschen habe ich natürlich vorher aufgebaut (so wie Pandora das hier schon beschrieben hat), also erstmal tauschen, Teil angucken, zurückgeben usw. Wenn dein Hund das Vertrauen hat, dass er das Teil entweder wiederbekommt oder aber was anderes Gutes, dann gibts dir gegenüber auch kein Geknurre und Gefletsche mehr. Wesentlich stressfreier für alle Beteiligten und dementsprechend angenehmer für die Beziehung insgesamt. Fördert den Vertrauensaufbau im Gegensatz zum puren Wegnehmen unter allen Umständen.

    Dass dich dein Hund anknurrt, wenn du ihm den Knochen wegnehmen willst, lag in diesem Fall mit Sicherheit daran, dass er sich schon Gedanken gemacht hatte, ob deine Hündin ihm den abspenstig machen will - und dann kommst du auch noch. In dem Fall, wie gesagt, hätte ich nicht versucht, dem Hund den Knochen abzunehmen, sondern die Hündin aus dem Raum zu bringen. Fertig. Kein Theater, kein Vertrauensmissbrauch.

    cazcarra

  • Zitat

    Und was hättest du getan, wenn dich dein Hund auf einmal anknurrt und fletscht?
    Weg gehen´? Tauschen? Dir das gefallen lassen?

    Also, der Dielemann und der Hobbit haben hervorragend auf beleidigtes Wegdrehen reagiert - nämlich Knochen etc. liegen lassen und um Frauchen kümmern/zurück erobern. Aber die Zwei waren/sind ja auch nicht "normal" was ich hier immer so lese.

  • Lesetipp: "Das Alpha-Syndrom" von Anders Hallgren.

    Da steht auch zu diesem Thema etwas drinn und auch noch so einiges Anderes.

    Im Moment hatte eher ein Machtkampf (von dir initiiert) stattgefunden als Erziehung (das Führen im Alltag).

    UO ist ein feine Sache um es spielerisch mit einzuflechten. Hat aber im Endeffekt nichts damit zu tun, das man damit die Führung übernimmt (besonders weil ja ohne Futter evtl. eh nicht gearbeitet wird).

    Meine Reaktion?
    Ich hätte die alte Dame auch aus seinem Dunstkreis entfernt. Und in dem Fall, wenn ich einen Knochen wegnehmen möchte und Hundi knurrt, würde ich weggehen, Hund abrufen und ihn mit Ansprache (los gibt mal her z.B.) von der Seite und nicht direktem anstarren den Knochen "geben" lassen.

    Das kann dauern, aber für mich ist wichtig aus der Situation zwar als "Sieger" herauszukommen aber ohne Macht demonstriert zu haben (im Notfall würde nämlich der Hund gewinnen).

    So habe ich es mit einer Besuchshündin gemacht die mir fremd war und nicht ganz ohne. Ich werd einen Teufel tun und mich mit einem fletschenden Hund anlegen. Dadurch das ich das aber vor der Drohung mache (den Respekt haben Hunde wohl verdient) hat es noch kein Hund nötig gehabt sein Fressen zu verteidigen.

    Herzhaft zugreifen tue ich nur wenn Gefahr zu sehen ist. Also etwas auf der Straße Aufgenommenes. Da würde mich das knurren nicht interessieren da ich so zupacke das Hundi nicht beißen kann. Und meckern würde ich auch nicht da ich Depp eben nicht aufgepasst habe. War aber bei fremden Hunden noch nicht notwendig da abgesichert und meine hatten es noch nie nötig.

    Und da dein Hund es sich sonst auch wegnehmen lässt würde ich es nicht so verbissen sehen sondern einfach sehen wieder "vertrauensvoll" miteinander umzugehen.

    Ach und was mir noch einfällt: eine stabile Beziehung und den Führungsanspruch kann man recht gut erkennen wenn der HH es sich erlauben kann konsequent Inkonsequent zu sein :D

  • Zitat

    Was hättet ihr denn gemacht?


    Erstmal hätte ich die beiden beobachtet. Wenn Gefahr für die alte Hündin bestanden hätte, dann hätte ich die Hunde getrennt ...

    WENN mich einer meiner Hunde anknurren sollte, dann würde ich nicht mit brachialer Gewalt, menschlich typisch "Ich muß das jetzt gewinnen" meinen Willen durchsetzen. ICH würde mir Gedanken machen, was da schief gelaufen ist, warum mich mein eigener Hund anknurrt.

    Um dir in solch einer Situation den Knochen kommentarlos zu übergeben, muß der Hund Vertrauen in dich haben ... deine Aktion hat das nicht sonderlich gefördert !

    Gruß, staffy

  • Bei mir bekommen beide gleichzeitig ein Knabberteil oder Knochen. Jeder in seiner Ecke. Wenn einer der Meinung ist, zum anderen hinzugehen, wird er wieder in seine Ecke zitiert. So kann es gar nicht erst zu solchen Reibereien kommen.

    Und wenn jeder in seiner Ecke ist, dann kann ich auch nach einiger Zeit den Knochen wieder wegnehmen - auch ohne zu tauschen. Meine Hunde geben es freiwillig ab, wenn ich es möchte.

  • Zitat

    Ich bin ausserdem der Meinung, ich entscheide wann was gegessen wird und wann nicht...

    da liegst Du falsch.

    Auch in einem Rudel darf der Rangniedrigere sein Futter gegen einen Ranghöheren verteidigen. Der Ranghöhere wird das auch akzeptieren, solange kein absoluter Notstand (Futtermangel) vorhanden ist.

    Zitat


    Was wäre, wenn mal der Kleene einer Freundin ( 1Jahr) ihm was aus dem Maul nehmen will und Johnny spinnt rum!

    Dafür seit IHR ERWACHSENEN da, um aufzupassen, dass so was nicht passiert. Einfache Sache.

    Das Einzige, was dein Kleiner jetzt durch diese Aktion gelernt hat ist, dass er Dir nicht vertrauen darf. Tolle Sache, denn jetzt hast Du genau die Situation

    Zitat

    Ich denk nur, dass vll. in der Zusammenarbeit/leben was schief läuft!


    herbeigeführt.

    Wenn Dir wichtig ist, dass sich dein Kleiner alles wegnehmen lässt, solltest Du ihm das gezielt beibringen. Und nicht einfach dem Zufall überlassen. Bei solchen Sachen IMMER tauschen, v.a. bei einem jungen Hund. Wenn Hund mal älter ist, das Vertrauen wirklich gefestigt und Hund das Signal zum Hergeben absolut positiv verinnerlicht hat, dann, UND ERST DANN kannst Du das auch mal ohne tauschen verlangen.

    Meine Älteste bsp. hat mal was in der Werkstatt meines Vaters geklaut. Was, wusste ich in dem Moment nicht, hab sie nur kauen sehen. "Aus" und sie spukte sofort aus .... war zum Glück nur ein liegengelassenes Wurstbrot meines Vaters. Auf "ok, nimm's" hat sie es dann ganz bekommen. Also hat das "Aus" sich für sie in dem Fall auch wieder gelohnt. ABER, sie hat das gelernt. Und zwar NICHT zufällig, sondern gezielt.

  • hallo...
    ich bin der Meinung das du ihm jederzeit das essen geben und wieder nehmen kannst.
    ich hatte das das gleiche problem als meine kleine Maus noch jung war... wollte ihr schweineohr wegnehmen, sie knurrte und wollte sogar nach mir schnappen... das hat sie zwei mal gemacht und dann nie wieder... habe sie am nacken gepackt... (zwar nicht doll da sie ein chihuahua ist) aber bis sie sich ergeben hat...

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