Hab ich wirklich alles falsch gemacht?

  • Ich bin momentan ziemlich gefrustet.
    Bevor meine Ausbildung heute anfing, hatte ich noch zwei Wochen frei. Diese Zeit habe ich genutzt, um mal einige HuSchus zu besuchen..

    Die Trainer fragten mich nach Ayu aus, was wir bisher machten und wieso ich da war. Danach gings mal schauen, was Ayu kann. Die meisten waren geschockt, weil Ayu nicht perfekte hören würde in dem Alter. Ich hätte sie doch schon solange, da müsste das wesentlich besser funktionieren.. Auf die Frage hin, was ich denn die ganze Zeit mit ihr gemacht hätte und ich antwortete, dass ich versucht habe Ayus Unsicherheit in den Griff zu kriegen waren fast alle geschockt. Einer lachte sogar und meinte "Das regelt sich in der Hundeschule doch von selbst"..

    Ich habe schon viel hier über Ayu geschrieben, auch wie sie auf andere Hunde reagierte (und immernoch reagiert wenns ihr zuviel wird). Ich hatte sogar mal eine Trainerin angeschrieben, die eine Sozialisierungsgruppe leitet. Diese war aber vollkommen dagegen Ayu zum damaligen Zeitpunkt einfach in die Gruppe zu stecken. Zu gefährlich für die anderen Hunde und zuviel stress für Ayu.

    Wem soll ich nun glauben? 13! Trainer meinten, so etwas legt sich automatisch wenn der Hund regelmäßigen Hundekontakt hat. Bisher hat mich nur die eine Trainerin bestätigt, dass "Ayu ins kalte Wasser werfen" genau das schlimmste seien würde, was ich hätte tun können...
    Ich bin so verwirrt.. Hab ich die letzten Monate meine Zeit verschwendet? Hätte ich sie besser nutzen können? Hätte sich das mit der Zeit gelegt?

    Ich hätte nie geglaubt, dass mich die Aussagen von anderen so treffen könnten...

  • Hola!

    Hör auf Dein bauchgefühl!
    Kein trainer der Welt kennt Deinen Hund! DU kennst Deinen Hund am besten und DU weißt was Du zu tun und zu lassen hast!

    Carina ist z. Bsp. jetzt 10 Monate alt. Sie ist auch nicht perfekt erzogen ... ich will auch keinen perfekt erzogenen Hund haben. Sie soll auchnoch nen eigenes Leben haben. So viel dazu!

    Lass Dich nicht verunsichern! Du machst alles richtig!

  • Ja es legt sich automatisch, aber nicht in dem man den Hund ins kalte Wasser wirft, sondern in dem man den Reiz, der die Unsicherheit auslöst, ganz langsam und ganz kontrolliert steigert.

    Ich kenne nun nicht die Geschichte deines Hundes, aber einen Unsicheren Hund mit seiner größten Angst eiskalt zu konfrontieren geht meist nach hinten los und manchmal braucht es Monate wenn nicht sogar Jahre, bis eine solche Situation wirklich als Okay zu beurteilen ist.
    Der Hund allein ist es, der entscheidet, wann es Zeit für den nächsten Schritt ist.
    Der Reiz, welcher zu Unsicherheiten oder zur Angst führt, sollte kontrolliert und in kleinen Dosen mit gehörigem Abstand begegnet werden. Erst wenn dieses okay ist, verringert man den Abstand und so tastet man sich dann Schritt für Schritt nach vorne. Desto kleiner die Schritte, desto größer ist auch meist der Erfolg.

  • hi,

    ich habe letztens erst einen vortrag über angst und stress beim hund gehört und da war auch ganz klar der tenor, das ein hund nicht einfach so mit seinen ängsten konfrontiert werden soll, sondern das man immer nur so weit gehen darf, wie es für den hund eben keinen stress auslöst (sprich so lange er entspannt wirkt) und dann die übung beendet.

    der vortrag war echt super und ich habe unglaublich viel über die ängste und deren anzeichen bei meinen hunden gelernt und kann damit jetzt besser umgehen.

    ich würde auch auf meinen bauch hören! ich habe mir von einem trainer (sogar einem sehr bekannten) mal anhören dürfen, das mein hund eh irgendwann meine kinder beißt und das hat er nach nur einer übung mit meinem hund erkannt...
    damals war ich total verunsichert und habe den hund abgegeben! das würde mir heute nicht mehr passieren, aber ich habe auch eeeeewig nach einer guten huschu gesucht.

    lass dich nicht verunsichern!

  • Zitat

    hi,

    ich habe letztens erst einen vortrag über angst und stress beim hund gehört und da war auch ganz klar der tenor, das ein hund nicht einfach so mit seinen ängsten konfrontiert werden soll, sondern das man immer nur so weit gehen darf, wie es für den hund eben keinen stress auslöst (sprich so lange er entspannt wirkt) und dann die übung beendet.


    Das sollte man nicht so pauschalisieren.....manchen Hunden kann man nur ihre Aengste nehmen indem man sie diesen Aengsten aussetzt und sie damit konfrontiert......und dies bedeutet eben Stress fur den Hund.

  • Ich schließ mich den anderen an!

    Viele Trainer wollen einfach "nur" Kundenfangen und viele haben auch nichtmal von Stressabbau oder Angststörungen gehört.
    Weder beim Menschen noch beim Hund! ;)

    Hör auf dein Bauchgefühl! Der Körper eines jeden Menschen spricht und erinnert sich, hör nur zu! Dann weißt du was richtig ist!

    Würdest du einen Nenschen mit Angststörungen direkt mit der Angst konfrontieren und zwar voll in die Gruppe "werfen"?
    Nein? Wieso dann den Hund?
    Selbst Konfrontationstherapien gehen "langsam" und behutsam vor! Ein Arachnophobiker wird NIEMALS direkt mit ner lebenden Vogelspinne auf der Hand konfrontiert! Der wäre vorher aus dem Fenster gesprungen ehe die Spinne auf der Hand sitzt! Oder er erschlägt die Spinne! Wieso sollte ein Hund das nicht tun? Angst und Stress löst in unseren Körpern eine ziemlich gleiche Reaktion aus, selbst die Stresshormone wie z.B. Adrenalin sind die gleichen ;)

    Wenn ein Hund "nur" etwas unsicher ist im Umgang mit anderen Hunden kann es gut sein ihn mit tollen und gut sozialisierten, ruhigen Hunden umgehen zu lassen und ihm so zu helfen diese unsicherheit abzubauen.
    Heißt aber nicht, schmeißen wir ihn in eine Huschugruppe rein und überlassen ihm seinem Schicksal - zumal bei vielen nichtmal eingegriffen wird oder du nen Schutzwall bieten darfst (SStichwort: Die regeln das unter sich!).
    Und für nen Hund der arge Probleme hat kann das Gift sein! Wenn der immer wieder lernt: Es geht über seine Grenzen hinaus und er kann nicht anders und MUSS sich wehren und ist überfordert und muss wegbeißen wird er diese Strategie weiter festigen und weiter fahren!
    Genauso würde es ein Mensch auch tun.

    Klar muss man die Grenzen austesten und die Grenznähe auch mal andängeln und ggf. kurz überschrieten und sofort wieder nen schritt zurück in Sicherheit gehen, nach dem motto: guck mal es geht ja doch!
    Das alles hat aber NICHTS damit gemein: in die gruppe zu werfen ;)

    Mach dir bitte bitte keine Gedanken, was ich von dir gelesen habe finde ich gut! Ich finde es toll wie viel Mühe du dir gibst und schau: es trägt ja auch früchte, WIESO sollte das so falsch sein? DIR hilft, es Ayu hilft es und es tut euch beiden GUT wie ihr das macht!
    Nur weil sie "langsamer" ist oder manche Dinge noch nicht kann: JA UND?
    Ihr wollt doch keine Preise gewinnen und es GIBT keinen Katalog wannw as gekonnt werden muss! Ihr seid der Schlüssel und es ist EUER gemeinsames leben und das habt ihr Zeit um zu erarbeiten was auch immer ihr erarbeiten könnt und wollt!

    Schau mal, ich werde zeit meines Arvbeitens (nachdem ich umgestellt habe und anders arbeite) belächelt, belacht, beschimpft und als Theoretiker (keiner weiß was und wieviel ich mache...und bereits gemacht habe..) beschimpft weil ich "neue Erkentnisse" aus Büchern gezogen habe und anwende. Man alcht über mich, man beschimpft mich - viele Hundetrainer tun das.
    Wenn ich dann noch erwähne das ich Soz.Päd. bin ist es ganz vorbei. Auf der einen Seite als theoretiker/Akademiker verschiren und auf der anderen Seite als BlablaSülzPädagoge... was wirklich dahinter steckt wissen die wenigsten. Deren Problem (rede ich mir erfolgreich ein*grins*) :p
    ABER, Mir tut es gut meinen Hunden tut es gut und es fühlt sich GUT und richtig an und es macht sinnd. ABER es funktioniert auch.
    Ich konnte vielen Hunde-Mensch-Teams bereits helfen, neue Blickwinkel und Perspektiven geben, Anregung schaffen und denen tut es auch gut und es gefällt ihnen.

    Wieso sollte man nicht etwas tun was gut tut, sich gut und richtig anfühlt UND zudem noch funktioniert aber auch SINN macht, wenn man sich gewisse Zusammenhänge anschaut.

    Also DU auch!
    Mach weiter so und Notfalls OHNE Huschu!

    Nina

  • ach pandura,
    ich kann dich so gut verstehen. als ich mit unserem rüden den ersten termin bei einer "hochdekorierten" trainerin hatte, hat mich ihr urteil fast aus den schuhen gehauen. es war so niederschmetternd.
    wir durften aber einzelstd. bei ihr nehmen :D
    jetzt habe ich einen trainer, der uns ernst nimmt und uns hilft. als er uns das erste mal sah (1. std. einzelunterricht), meinte er nur, dann komm mal morgen wieder, das wird schon.
    als wir dann zur zweiten std. kamen, war ein zweiter hund dabei. mir blieb fast das herz stehen. gearbeitet wurde in sehr großer entfernung zueinander.
    der trainer hat immer alles erklärt und meinen hund und mich im blick gehabt. hatten wir zu viel streß, wurde der abstand vergrößert. ging alles gut, wurde der abstand veringert. dadurch bekam ich auch mehr sicherheit.
    in der zwischenzeit arbeiten wir mit 2 anderen hunden und alles läuft ohne durchdrehen meines hundes.

    es kam auch vor, dass ein hund mit uns arbeiten sollte, bei dem meiner nur durchgedreht ist, er stand nur unter streß. der hund kam dann in eine andere gruppe.

    was ich ganz wichtig finde, wir wurden nie ausgelacht, uns ist nie das gefühl gegeben worden, etwas nicht zu schaffen. wir - hund und ich - wurden immer gestärkt.

    privat drehe ich auch ab, wenn meiner streß aufbaut, beim anblick eines hundes. der abstand wird immer kleiner. mir ist egal, wie lange wir brauchen, mir ist egal, was andere dazu sagen. wir beide sind ein gutes team geworden und ich werde immer nach meinem bauchgefühl handeln.

    such dir eine hundeschule/-platz, wo du dich wohl fühlst, wo du ernst genommen wirst und wo du deinem trainer vertraust, alles andere kommt von allein.
    laß dich nicht unterbuttern von dummen sprüchen ;)

    gruß marion

  • hallo Pandura,
    was hälst du von deiner Maus. Empfindest du sie als nicht erzogen (weil sie noch nicht so weit wie manch anderer Hund ist)? Fühlst du dich überfordert mit ihr? Bist du frustiert weil deine Maus anders ist als andere Hunde?

    Ich behaupte mal das du das alles mit nein beantworten wirst.

    Also kannst du auf die Einstellung mancher HuSchulen Pfeifen.

    Du weist was du alles schon geleistet hast. Du lebst mit deiner Maus und kennst sie wie kein Anderer (Trainer oder HH). Du entscheidest wie weit du mit ihr sein willst, wie du mit ihr den Weg gehen willst.

    Und nur das zählt.

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