Probleme mit Hundegruppe

  • Hallo ,

    ich habe ein Problem und da ich so unerfahren bin, weiß ich mir nicht selber zu helfen. Ich kann Hundekommunikation noch nicht ganz so gut deuten :ops: und daher hoffe ich hier auf Tipps. Ich schließe mich momentan abends einer Hundegruppe an, die gemeinsam im Park spazieren geht. Tubo ist mit seinen 5 Monaten der jüngste und auch der "neuste" in der Gruppe. Die Hunde sind zwischen 1 nem Jahr bis 7-8 Jahren alt. Bisher habe ich mich nur 2 mal angeschlossen und habe gemerkt, dass einige andere Hunde den Tubo angiften. Insgesamt sind es drei die das tun. Ein kleiner, der tut es aus Futterneid, weil seine Besitzerin dem Tubo was gesteckt hat :roll: . Der andere, ein Shepherd, jagt ihn andauernd bis sich Tubo auf den Rücken legt und mag ihn dann nicht mehr aufstehen lassen. Dann ist da noch ein Schäferhund, der sich mit Tubo versteht, aber wenn der Shepherd den Tubo jagt, macht der auch mit und geht dem Tubo dabei immer an den Nacken. Ich will natürlich, dass Tubo so viel wie möglich Kontakt zu anderen Hunden bekommt, aber so?? Soll ich weiterhin in der Gruppe mitgehen oder sollte ich lieber Abstand halten? Was ist besser für Tubo :hilfe: ?

    Weiß wirklich nicht was ich tun soll und wie ich reagieren soll.

    Hoffe ich bekomme HILFE

    Lg Tubofrauchen

  • Hallo,

    aus Deiner Beschreibung geht nicht so ganz hervor, ob das Ganze noch spielerisch ist oder bereits ernst. Aber da Du sagst, daß Du das Verhalten selbst nicht recht deuten kannst, ist das auch verständlich.

    Futterneid ist ja eigentlich klar. Sollte aber so nicht sein. Das Frauchen von dem kleinen Hund mü0te an der Stelle auf ihren einwirken, da sie ja die Ressource "Futter" verteilt. Das sollte Aufgabe von Frauchen sein, zu bestimmen, wer wann von wem Futter bekommt. Das sollte der Hund nicht regeln sollen/müssen. Prinzipiell würde ich grade bei einem solchen Verhalten komplett auf Futter verzichten in so einer Hundegruppe. Genauso auf Spielzeug wie Bälle, Bringsel oder so. Das kann immer zu Streitereien führen.

    Der andere Hund, der Deinen anscheinend massiv unterwirft, sollte ebenfalls von dem Halter angeleitet werden, dies nicht zu tun. Spielerisches Unterwerfen finde ich okay...da liegt mal der eine, mal der andere auf dem Rücken, aber eigentlich nie mit eingeklemmter Rute oder gar lautem Quiecken. Danach wird wieder weiter getobt. Läßt der andere Deinen Kleinen allerdings nicht aufstehen und besteht somit auf die Unterwerfung, sollte da ebenfalls der Halter eingreifen. Ich find es okay, wenn meine Hündin sich unterwirft, steht der andere allerdings knurrend über ihr und duldet nicht mal ein Augenzwinkern, hört es für mich auf. Zumal Deiner erst 5 Monate alt ist. Solch negative Erfahrungen sollte er nicht machen.

    Der Schäferhund scheint ein Mitläufer zu sein, der sich vom Jagdverhalten des Shepherd anstecken läßt. Wie massiv geht er Deinen Kleinen denn an? Packt er ihn richitg, knurrt dabei oder deutet er das Nackengreifen nur an...?

    Generell solltest Du Dein Bauchgefühl entscheiden lassen. Das tu ich auch. Wenn ich der Meinung bin, ein Hundekontakt tut meiner Maus nicht gut, laß ich es sein. Gibt hier auch einige Hunde, wo ich Ronja nur kurz zum Begrüßen/Schnüffeln hinlasse, aber ohne Leine toben lasse ich sie mit denen nicht, weil ich weiß, daß es eskaliert und meine wieder quieckend auf dem Rücken liegt oder mit eingeklemmter Rute die Flucht ergreift.

    Ich hoffe, meine Einschätzung war ein wenig hilfreich. Bin gespannt, was andere dazu sagen und es wäre schön, wenn Du auf die einzelnen Dinge nochmal spezieller eingehen kannst. Wie verhält sich Dein Hund und wie die anderen...? Körperhaltung ect...

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • So wie du schreibst, würde ich es mir gut überlegen da öfters mit zu laufen. Gerade aus dem Grund wo du selber unsicher bist. Oft ist es halt gerade wenn mehrere zusammen sind, daß es einen oder zwei in der Gruppe gibt, die "Mitläufer" sind. Finde es von den anderen Hundehalter auch nicht so toll, das die das wohl nicht so eng sehen.

  • Also meine Kleine hole ich da sofort raus, wenn sich diese Gruppendynamik entwickelt und sich alle auf sie stürzen! Das passiert gelegentlich, sie ist normalerweise auch sehr standfest, aber manchmal wirds zuviel, dann bin ich da! Das lasse ich nicht zu, dass sich alle so über sie her machen! Meine Hündin ist allerdings bald zwei Jahre alt und somit langsam auf dem Weg zum Erwachsen werden. Sie nimmt nicht mehr alles so gelassen hin wie vorher, sondern verschafft sich wenn es sein muss, schon mal ordentlich Resoekt bei den Anderen! Aber wie gesagt, manchmal wirds zuviel, dann braucht sie meine Hilfe!

    Mein Großer unterwirft in letzter Zeit die Jungspunde auch schon mal, allerdings sind diese älter als Deiner! Eben schon in der Rüpelphase, dann macht meiner seine Grenzen deutlich klar. Allerdings sehr im Rahmen! Ich sehe mir das an und wenn ich merke, er lässt nicht locker, auch weil der jeweilige Hund darunter nicht so klein bei gibt, wie vielleicht gewünscht, dann hole ich hin da weg!

    Generell habe ich ständig die Augen bei meinen Hunden und greife ein, wenn ich meine, dass es zuviel wird. Bei so einem jungen Hund wie Deinem würde ich das auch tun. Er ist noch zu jung um dem Allem gewachsen zu sein und ich halte gar nichts von dem üblichen Spruch, dass die Hunde alles unter sich regeln. Ich würde Dir raten auf Dein Bauchgefühl zu hören, das hat nämlich meistens recht!

    LG, Steffi

  • Danke Leute, dass ihr so schnell geantwortet habt. Heute abend ist nämlich wieder die Runde und ich wollte es noch einmal versuchen. Dabei werde ich dann besser beobachten und auf die Dinge achten, auf die ihr mich aufmerksam gemacht habt. Also mit dem Shepherd ist es so, dass der dem Tubo immer hinterherjagt und Tubo sich dann immer gleich auf den Rücken wirft. Wenn Tubo dann liegt, bellt der andere ihn andauernd an und es schnappt irgendwie in die Luft. Aber in Richtung von Tubo. Und sobald Tubo wieder versucht aufzustehen, fängt er an ihn wieder zu jagen und so schmeißt sich Tubo dann jede 2 Meter wieder hin. Und der Schäfer deutet das Nackengreifen nur an. Das mit dem Futter war echt blöd. Die Besitzerin von der Fußhupe hat Leckerlies verteilt und dabei dem Tubo auch eins gegeben und das war ihrem Hund wohl zuviel. Sie macht das aber schon so, dass sie ihren Hund an die Leine nimmt, wenn er so giftet. Aber bei dem Shepherd ging das echt ne Weile gestern bis ich Tubo dann zum weitergehen animiert habe. Später haben die Besitzer den Shepherd auch an die Leine genommen. Tubo hat dann auch immer Distanz zu diesem gehalten. Aber mit dem Schäfer hat er später wieder getobt. DAher weiß ich nicht, ob er ein Mitläufer ist oder ob er wirklich nur spielt. Also es sieht für mich echt nach mobben aus. Tubo spielt echt super gerne mit anderen Hunden, aber ich werde heute den lezten Versuch starten und wenn ich sehe, dass das nichts ist, werde ich da nicht mehr mitgehen.

    Yvonne: Warum :???: ?

  • Hallo

    Ich war auch der Meinung ein Hund braucht unbedingt Hundekontakt zu vielen Hunden (Neuling halt). Ich war dann auch immer in einem Gebiet wo sich viele Hunde getroffen haben und bin in den Gruppen mitgelaufen. Leider kannte meine andere Hunde nicht (war schon fast ein halbes Jahr als ich sie bekam) und sehr ängstlich. Nach 2x tackern, mehren Hetz- und Mobbingattacken (wie ich im nachhinein erkenne), habe ich einen Hund der jeden anderen angiftet und versucht in die Flucht zu schlagen und dabei echt rabiat wird, also von mir sehr eingeschränkt werden muss. Ich denke, ich hätte einen Hund mit besserem Sozialverhalten bekommen, wenn ich die Hundebegegnungen sorgfältiger ausgewählt hätte.

    VG Yvonne

  • Hallo,

    ich kann Yvonne nur zustimmen. In einer solchen Gruppe entwickelt sich schnell eine "Rudeldynamik". Wenn die Gruppe schon eingespielt ist und ein neuer dazu kommt (wie Tubo jetzt), artet daß so aus, wie Du es beschreibst.

    Meine Ronja ist sehr unsicher und ängstlich. Sie liebt Hundebegegnungen und freut sich nen Keks über jeden Hund. Allerdings suche ich die Begegnungen sorgfältig aus. Sie wurde schon ein paar Mal arg gemobbt. Ich will nicht, daß sie wegen solch negativer Erfahrungen zu einer Zicke oder gar zum Angstbeißer wird (wie Yvonne es bereits erfahren mußte).

    Das In-Die-Luft-Schnappen in Richtung anderer Hund ist schon bedenklich. Ich würde das als ganz klare Bedrohung gegen Tubo sehen. Der andere bellt und schnappt und macht deutlich "Eine falsche Bewegung und ich zeig Dir, wo der Frosch die Locken hat...". Absolutes "No-Go" für einen 5 Monate alten Welpen. Würd ich wirklich meiden an Deiner Stelle.

    Berichte mal, wie es heute gelaufen ist.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    PS.: Ich habe mir wegen solcher Situationen selbst hier im Forum vor einiger Zeit Rat geholt und bin froh, so kompetente Antworten bekommen zu haben. Jetzt weiß ich es besser und Ronja hat gottseidank noch keinen Schaden genommen.

    Hier der Link zu dem Threat...: https://www.dogforum.de/ftopic49955.html
    Da hab ich einige Hundebegegnungen beschrieben und sehr gute Antworten bekommen, danke nochmal an Suoma.

  • Also ich wollte mal berichten wie das gestern gelaufen ist mit der Hundegruppe. Tubo hat sich natürlich super gefreut wieder so viele Hunde auf einem Haufen zu sehen. Ne Weile ging es auch gut, aber dann hat dieser Shepherd wieder angefangen meinem kleinem hinterherzujagen. Und dazu hat sich noch eine Hündin gesellt. Tubo lag dann teilweise auf dem Rücken und die haben den die ganze Zeit angebellt und geknurrt. Die anderen HH meinen immer nur: ja, das ist normal. Der kleinste kriegt es immer drauf. Das war bei uns am Anfang auch so als wir neu waren. Nun ja ich konnte das meinem Hund aber nicht antun. Ich kann da nicht mit stoicher Ruhe zuschauen. Die Besitzer beider Hunde haben ab und zu versucht die Hunde abzurufen, aber die Hunde hören nicht. Und wenn ich Tubo rufe, lassen sie ihn einfach nicht zu mir. Also habe ich Tubo dann angeleint und wollte einfach nur noch weg von denen. Dann kamen wieder beide haben gebellt und immer noch versucht irgendwie an Tubo ranzukommen. Dann habe ich aber auch malgeschrien: Aus, jetzt ist aber mal Ruhe hier!!! :motz: . Hab mich umgedreht und bin weg. Dann lieber alleine und ab und an mal andere Hunde treffen mit denen er sich wirklich versteht. Ich hatte einfach das Gefühl die beiden Hunde haben kein richtiges Sozialverhalten und ich möchte nicht, dass sich der Tubo sowas abschaut und irgendwann auch so fies wird zu anderen Hunden. Das war das letzte Mal. Ich dachte einfach, dass ich meinem Hund was gutes tue indem ich ihm soviel Hundekontakt ermögliche, weil er ja so ungemein gerne spielt, aber das war wohl nichts.

    Danke nochmal für eure Beiträge. Sonst hätte ich einfach auf die anderen HH gehört und gedacht, dass das wirklich normal ist und er es lernen muss.

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