Wie ging es euren Hündinnen in der Zeit nach der Kastration?
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Hallo,
Paula (8,5 Monate alt) hat aktuell starke Schwierigkeiten mit der Scheinträchtigkeit, die bereits 1,5 Wochen nach Ende der ersten Läufigkeit mit starken Verhaltensauffälligkeiten einsetzte (ich habe in einem anderen Thread darüber berichtet).
Diese momentanen starken Probleme und auch das, was sich da vermutlich langfristig anzeichnet, lassen uns zu einer Kastration tendieren. Wir wollten nie eine Kastration, haben aber gesagt, dass wir darüber nachdenken, wenn es gesundheitlich indiziert sein wird. Die Indikation sehen wir nun gegeben auch vor dem Hintergrund, dass es bei meiner letzten Hündin ähnlich war und später dann notkastriert werden musste, weil sie irgendwann nur noch starke Probleme hatte, die Gebärmutter um ein vielfaches vergrößert war. Kastration verlief hier unproblematisch, Hündin war danach viel aktiver (wohl eher eine Ausnahme).Dennoch ist ja eine Kastration nicht so ohne und ich bekomme gerade etwas Angst, mich definitiv dafür zu entscheiden.
Ich glaube, ich brauche einfach mal ein paar Erfahrungen, wie es euren Hündinnen nach einer Kastration erging und ob es dadurch mal Probleme gab oder eher alles gut ging.
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Zitat
Hallo,
Paula (8,5 Monate alt) hat aktuell starke Schwierigkeiten mit der Scheinträchtigkeit, die bereits 1,5 Wochen nach Ende der ersten Läufigkeit mit starken Verhaltensauffälligkeiten einsetzte (ich habe in einem anderen Thread darüber berichtet).
Nunja, eine Hündin, die nach der ersten Hitze keine Verhaltensänderung zeigt, dürfte ziemlich selten sein. Verändertes Verhalten würde ich also nicht als "auffällig" bezeichnen, sondern als völlig normal.
ZitatDiese momentanen starken Probleme und auch das, was sich da vermutlich langfristig anzeichnet, lassen uns zu einer Kastration tendieren.
Was ist denn langfristig zu erwarten?
ZitatDennoch ist ja eine Kastration nicht so ohne und ich bekomme gerade etwas Angst, mich definitiv dafür zu entscheiden.
Das würde ich auch so sehen. Es ist eine ziemlich massive Operation mit erheblichen Folgen für den Körper und die Seele.
ZitatIch glaube, ich brauche einfach mal ein paar Erfahrungen, wie es euren Hündinnen nach einer Kastration erging und ob es dadurch mal Probleme gab oder eher alles gut ging.
Meine Teak wurde damals mit ca. einem dreiviertel Jahr katriert. Nach der Operation traten Probleme auf. Die Wunde entzündete sich und es dauerte sehr lange bis das wieder in Ordnung kam...
Vom Verhalten her wurde sie zu derzeit ziemlich aggressiv und baute fortan eine "Todeszone" von gut fünf bis zehn Metern um sich auf. Das Problem schleppen wir bis heute mit, obwohl ich immer für viele Hundekontakte gesorgt hatte. Sie ist sozial unfähig und reagiert häufig aggressiv.Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Nunja, eine Hündin, die nach der ersten Hitze keine Verhaltensänderung zeigt, dürfte ziemlich selten sein. Verändertes Verhalten würde ich also nicht als "auffällig" bezeichnen, sondern als völlig normal.
Paula zeigt kein "verändertes Verhalten", sondern massiv auffälliges Verhalten mit starken Fluchttendenzen, Überdrehtheit, Jaulen, Bellen, Unberechenbarkeit. Dies sind nur ein paar Beispiele. Ich dramatisiere es also nicht, denn es IST nicht das "normale" veränderte Verhalten.ZitatWas ist denn langfristig zu erwarten?
Ich denke, dass langfristig mit weiteren Schwierigkeiten zu rechnen ist, wenn dies nun schon so beginnt. Alles andere ergibt sich daraus, denn eine stark problematische Scheinträchtigkeit geht nicht spurlos an Körper und Psyche der Hündin vorbei.
ZitatMeine Teak wurde damals mit ca. einem dreiviertel Jahr katriert. Nach der Operation traten Probleme auf. Die Wunde entzündete sich und es dauerte sehr lange bis das wieder in Ordnung kam...
Vom Verhalten her wurde sie zu derzeit ziemlich aggressiv und baute fortan eine "Todeszone" von gut fünf bis zehn Metern um sich auf. Das Problem schleppen wir bis heute mit, obwohl ich immer für viele Hundekontakte gesorgt hatte. Sie ist sozial unfähig und reagiert häufig aggressiv.Mmmh - war dieses Verhalten ansatzweise absehbar? Warum hast du sie kastrieren lassen?
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Paula zeigt kein "verändertes Verhalten", sondern massiv auffälliges Verhalten mit starken Fluchttendenzen, Überdrehtheit, Jaulen, Bellen, Unberechenbarkeit. Dies sind nur ein paar Beispiele. Ich dramatisiere es also nicht, denn es IST nicht das "normale" veränderte Verhalten.War sie vor der Läufigkeit ein selbstsicherer Hund, der keine Probleme hatte?
ZitatMmmh - war dieses Verhalten ansatzweise absehbar? Warum hast du sie kastrieren lassen?
Tja, warum... weil ich blöd war und es praktisch fand. Es war auch "Vorassetzung" vom Tierheim.
Als ich sie bekam war sie gegenüber anderen Hunden ein ganz normaler junger Hund. Die Probleme begannen zu der Zeit, zu der sie eigentlich hormonell hätte erwachsen werden müssen. Ob das absehbar war? Keine Ahnung, ich habe damals noch nicht so viel gedacht... Heute sehe ich es als den größten Fehler an, den ich in all der Zeit gemacht habe seit sie bei mir ist.
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War sie vor der Läufigkeit ein selbstsicherer Hund, der keine Probleme hatte?
Insgesamt ist sie noch nicht ausgereift, d.h. sicher noch nicht besonders selbstsicher. Aber davor war sie in den Situationen, in denen sie nun massiv unruhig wurde, selbstsicher, ja. Z.B. zeigte sie nach der Läufigkeit ÜBERALL außerhalb unserer Wohnung starke Fluchttendenzen. Auch in Räumen, die sie schon kannte und auch bei Personen, die sie gut kannte.Weißt du, ich möchte das Beste für Paula. Ich möchte ihr vor allem auch diese schwere Zeit ersparen. Sie bekommt nun Hormone, die das Ganze besser werden lassen. Aber auch unter diesen Medikamenten leidet sie.
Ich habe einfach Angst, dass ich durch eine falsche Entscheidung Schwierigkeiten in der Zukunft "provoziere".
Wenn wir sie kastrieren lassen, habe ich Angst, dass sich das negativ auf sie auswirkt. Wenn wir sie nicht kastrieren lassen, habe ich Angst, dass der kleine Körper und die kleine Seele weiter so stark leiden wir jetzt, Hormone haben muss und dann zudem noch Gebärmutterprobleme (Entzündungen, Vereiterungen, Tumore) kommen.
Das sind meine Ängste ... :/ . -
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Mmh, ist natürlich eine schwere Entscheidung...
Meine Teak hatte ich wenige Wochen vorher aus dem Tierheim geholt - sie wurde auf der Straße gefunden. Sie hatte zu der Zeit schon Probleme mit ihrer Umwelt. Ich denke, ich habe das durch die Kastration noch mehr "forciert". Wenigstens in diesem Bereich hätte ich ihr aus meiner heutigen Sicht eine ganz normale Entwicklung gewünscht.
Ein unsicherer Hund verhält sich nach einer Läufigkeit immer noch massiver "anders" als einer, bei dem alles Optimal läuft. So erlebe ich es auch in meiner Hundeschule immer wieder. Trotzdem halte ich es immer noch für den besseren Weg, dem Hund die Chance einzuräumen den Schritt in das Erwachsenenleben zu machen. Wie wäre es, wenn Du noch eine Läufigkeit abwartest und dann entscheidest?
Wenn Deine Hündin derzeit besonders empfindlich reagiert, könnte eine solche OP auch traumatische Folgen haben.
Viele Grüße
Corinna -
Hallo,
also wir haben unsere Lola (jetzt 8 1/2) damals schlechten Gewissens mit 11 Monaten kastrieren lassen. Sie war noch nicht läufig gewesen und wir mussten sie für 14 Tage irgendwo unterbringen (ging nicht anders) und keine Hundepension oder so wollte sie als quasi "tickende Zeitbombe" aufnehmen.
Ich muss sagen, dass wir eigentlich fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht haben damit: Sie hatte sich nach ganz kurzer Zeit von der Operation erholt (das Hauptproblem war, sie für ein paar Tage ruhig zu kriegen), die Wunde heilte problemlos und da wir sie immer überall hin mitnehmen und mehrmals im Jahr im Wohnmobil unterwegs sind, kann ich nur sagen: Wir genießen es, dass sie nicht läufig wird. (Züchten wollten wir ohnehin nicht.)
Außerdem hatte die Hündin, die wir vorher hatten, jede Menge Kummer mit Gesäugetumoren und Lola bisher noch nie irgendwas in dieser Art. Kurz: Wiir würden das wieder machen lassen, und zwar vor der ersten Läufigkeit.
Ein "kleiner" Nachteil, den wir offen zugeben: Unsere Madame zeigt ein recht "dominantes" Verhalten seitdem sie etwa 2 Jahre alt ist. Sie hebt beim Pinkeln das Bein, markiert gerne an fremden Straßenecken und lässt sich von (ausgewachsenen) Hündinnen überhaupt nichts "sagen". (Zugegeben, sie "zickt", hört aber, wenn wir es ihr verbieten.) Mit Rüden kommt sie in der Regel prima klar und mit Junghunden sowieso.
Also: Das stört uns persönlich überhaupt nicht. Die Sache mit den Tumoren halte ich nach der Erfahrung, die wir machen mussten, für sehr wichtig!
Elise.
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Hallo,
Shiva wurde mit 8 Monaten nach der ersten Läufigkeit kastriert. Es war ein Freitag. Den Tag selber ging es ihr natürlich sehr be.... aber am Montag war schon fast alles vergessen und als Mittwoch die Fäden gezogen wurden, war sie wieder komplett die alte. Auch bis jetzt (2 Monate danach) ist sie die Alte, also keine Wesensveränderungen oder übermässiges Freßverhalten.
Also im großen und ganzen haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht, aber im Enddefekt muß das jeder für sich selber entscheiden... -
Meine erste Hündin Nova wurde damals mit 7 Monaten vor der ersten Hitze kastriert. Sie hat die OP gut überstanden und war eigentlich schon einen Tag später wieder munter. Es war gar nicht so leicht sie bis zum Fäden ziehen 10 Tage später ruhig zu halten.

Bis dahin ging also alles gut, aber gut einen Tag nach dem Fäden ziehen viel mir auf einmal auf, dass ihr Bauch rund um die Narbe herum dick wurde und schließlich kurze Zeit später die Narbe ich wieder öffnete.
Natürlich packte ich Nova sofort ins Auto und war noch am selben Nachmittag beim TA. Sie war einer der Hunde der die im Inneren verwendeten Fäden nicht vertrug. Also folgten leider weitere 3 Wochen in denen wir den Bauch trocken und sauber halten mussten, während langsam die inneren Fäden nach außen durchrangen und Stückchen für Stückchen vorsichtig entfernt wurden.
Das ganze sah nicht gerade schön aus, der Bauch musste 2 mal puntiert werden um Wundwassser abzulassen. Aber Nova schien all das so gut wie nichts auszumachen... Einen 7 Monate jungen Labbi bringt anscheinend nichts so schnell aus der Ruhe.
Am Ende hat sie alles, trotz dieser Komplikation gut überstanden.
Sie war nicht inkontinent und was das Fressen angeht, verfressen sind Labradore sowieso. Sie ist aber mit Teilbarf nie dick geworden.Wie schon in einem anderen Thread erwähnt weiss ich noch nicht 100%ig wie es mit Kayleigh weiter gehen wird. Vor der ersten Hitze kastriert wird sie zumindest nicht. Ich bin diesmal fürs abwarten solange es nicht medizinisch notwendig sein sollte.
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Wir haben uns entscheiden, Emily (11 Monate) nach der ersten Läufigkeit zu kastrieren, um das Krebsrisiko zu senken und keine Scheinschwangerschaften entstehen zu lassen. Wir haben viel Kontakt zu anderen Rüden und wollten daneben sicher sein, dass sie keine Welpen bekommen soll.
Die OP war am Freitag, heute ist Montag und es geht ihr besser, sie war natürlich noch schlapp und hat viel geschlafen.
Sieht alles prima aus und in einigen Tagen werden die Fäden gezogen.Viele Grüße
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