Wie ging es euren Hündinnen in der Zeit nach der Kastration?

  • Hallo,

    ich kann jetzt nur von der Hündin meiner Eltern berichten. Dolly ist nach der 2. Läufigkeit kastriert worden.

    Meine Eltern wollten ungewollten Nachwuchs ausschließen und zu der Zeit wohnten nur intakte Rüden in der Nachbarschaft, die sich mit der Warterei vor der Gartenpforte abwechselten (ich glaube, die haben Nummern ausgegeben).

    Verändert hat sich Dolly nicht wirklich. Sie ist mit dem Alter etwas runder um die Hüften geworden. Das war aber erst mit 9-10 Jahren so.

    Nach der OP war sie für ein/zwei Tage neben sich, wollte am dritten Tag den Staubsauger schon wieder jagen, die Wunde ist superklasse verheilt. Die Narbe war später kaum zu sehen.

    Es gab keine Fellveränderung, keine Wesensveränderung nichts in der Richtung.

    Doch, die Rüden aus der Nachbarschaft haben die Gartenpforte nicht mehr blockiert.

  • Ich kann mich Igelfrauchen nur anschliesen.
    Haben Kiwi auch nach der ersten Läufigkeit kastrieren lassen (Wg. Krebsrisiko /Scheinschwangerschaft). Die ersten 2 Tage war sie schlapp. Aber am 3 Tagen konnte sie schon wieder ordentlich ziehen an der Leine.
    Sie ist auch nach ca. 1/2 Jh. ruhiger gworden. War vorher seeeehr quirlig.
    Aufpassen muß ich jetzt mit dem Futter. Neigt dazu ein paar Kilos zu viel drauf zu haben.
    Ich bereue es nicht, das ichs gemacht habe.

  • All unsere Hunde Damen sind nach der ersten Läufigkeit Kastriert worden und verändert haben sie sich eigentlich nicht groß artig. Das einzigste was jetzt anders ist das sie nicht Läufig und Scheinschwanger werden. :p

    Sie sind weder Dick noch agressiv gegenüber anderen Hündinnen geworden. Auch das Fell hat sich nicht geändert und chrakterlich sind sie immer noch so toll vor der Kastration.


    Nach der OP waren die Mädels 1-2 Tage wollten sie einfach nur ihre ruhe haben, aber ist ja beim Menschen nicht anders.

  • Hi,

    unser Huskymädel zeigte 4 h nach der OP bereits wieder an, nach draußen zu müssen, war den Rest des Tages etwas müde.
    Bereits am nächsten Tag war sie der Meinung, wieder fit zu sein und Gassi gehen zu wollen.
    10 Tage können sehr lang sein...

    Keinerlei Probleme.

  • Hallo Katja,

    unsere Pudelhündin Sissi wurde letzten Donnerstag kastriert, weil sie Probleme mit Gebärmutterentzündungen hatte. Sie ist jetz drei Jahre alt.
    Heute nach 8 Tagen springt sie schon wieder rum, als wäre nie etwas gewesen. Wir haben ihr einen Body angezogen und nach fünf Tagen war die Wunde so super verheilt, das wir ihr den Anzug wieder ausziehen konnten.
    Veränderungen können wir noch nicht erkennen. Sie mäkelt wie immer an ihrem Futter herum. Und ist rotzfrech wie immer :smile:

    Für unseren Hund war die Kastration eine gute Entscheidung.

    Viele Grüße
    Andrea und Sissi

  • Hallo!

    Also ertsmal finde ich eine extreme Unsicherheit bei einer Hündin während/nach der ersten Hitze vollkommen normal.
    All meine Schnauzermädels hatten das mehr oder weniger ausgeprägt. Unser jetziges Schnauzermädel fremdelte enorm, war unsicher und reserviert bei Hundebegegnungen und traute Veränderungen im Umfeld/auf der tägl. Morgenrunde gar nicht mehr über den Weg. An Schutzdienst war gar nicht mehr zu denken. In ungewohnter Umgebung war sie sichtlich nervös und hatte die Tendenz einem ständig auf den Arm zu hüpfen (toll, bei einem Riesenschnauzer :roll: ) oder wollte flüchten.
    Gut, das war bisher die verwirrteste Hündin, die wir hatten :D
    Sie hat eitwas mehr als ein halbes Jahr gebraucht sich wieder zu stabilisieren. In dieser Zeit haben wir trotzdem die Morgenrunde durchgezogen, auf wenn plötzlich irgendwo ein Motorrad parkte oder die Mülltonnen rausgestellt worden waren :lachtot: . Die anderen Runden haben wir abwechslungsreich im weiteren gewohnten Umfeld gemacht, Hundekontakte mit vernünftigen Hunden gefördert und regelmäßig dosiert auch "Neuland" betreten. Das hat hervorragend geklappt, die Hündin verhält sich vollkommen normal, arbeitet wieder gern und freudig und zeigt keine Ängste mehr. Ihre Neigung zu ausgeprägter Scheinschwangerschaft haben wir mit deutlicher Futterreduktion bereits während der Hitze, viel Bewegung danach und vielen Zerr- und Beutespielen im Griff. Den Zustand milchgebend in die nächste Hitze zu gehen und auch auf Hormone nicht anzusprechen gibts nicht mehr, man merkt nichts mehr von den hormonallen Vorgängen nach der Hitze.
    Sie ist übrigens mittlerweile 4 Jahre alt.

    Bisher háben wie eine Riesenschnauzerdame im Alter von 6 Jahren kastrieren lassen müssen (Pyometra, Not-OP nachts am Feiertag...), sie wurde sehr schnell danach inkontinent und unverträglich mit Hündinnen und kastrierten Rüden.
    Eine weitere unserer Hündinnen wurde mit 4 Jahren kastriert, weil sie starke Störungen im Hormonhaushalt hatte, die Läufigkeit dauerte 3 Monate (Blutungszeit!), nach 2 Monaten ohne wurde sie wieder heiß, medikamentöse und naturheilkundliche Behandlungen änderten nichts. Veränderungen konnten wir bei ihr nicht feststellen, sie ist kurz danach an einer Vergiftung gestorben.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Danke euch für die Antworten.

    Die Frage ist wirklich: noch eine Läufigkeit warten oder nicht. Auf die Hormone reagierte sie sehr gut, allerdings weiß ich nicht, was die langfristig genau machen. Sie haben die Milchproduktion gestoppt, aber wir sollten die Tropfen nur 5 Tage verabreichen.

    Jetzt flippt sie seit gestern wieder rum und wir werden gleich mit dem Tierarzt besprechen, was da wohl wieder los ist.

  • Ich sage es gleich, ich habe nur Erfahrung mit nicht kastrierten Rüden und da ist das "Durchgeknalltsein" mitunter sehr lang.
    Ich habe es hingenommen als mit zum Hund gehörig.
    Nie bin ich auf die Idee gekommen eine chirurgische Lösung zu suchen.

    Vielleicht informierst du dich noch eingehender über das Zusammenspiel der Hormone im Hundeorganismus und gibst Paula wenigstens noch die Chance zum Erwachsenenwerden und einer 2. Läufigkeit.
    Bis dahin kann sich auch erzieherisch einiges tun und möglicherweise reagiert Paula dann auch ganz anders.

    Friederike

  • Naja, ich sehe es etwas anders bzw. denke nicht, dass ich eine "Rummspinnerei" chirurgisch entfernen lassen möchte.

    Fakt ist doch, dass ich mir Sorgen mache und dass mehr dahinter steckt als "nur eine Spinnerei".

    Ich beschäftige mich viel mit Paulas Erziehung und habe hier viel Geduld etc. Wenn ich aber weiß, dass da hormonelle Probleme im Hintergrund sind, die langfristig ernste gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können, dann ist das ne ganz andere Geschichte. Ebenso weiß ich nicht, ob da noch ein anderes gesundheitliches Problem vorliegt.

    Sie benimmt sich wie aus dem nichts sehr komisch und ist wie ausgewechselt.
    Wenn ein Hund z.B. einen Tumor hat, sagst du dann auch, dass dieser zum Hund zugehörig betrachtet werden sollte?

    Wenn ein Hund massiv leidet und z.B. zuhause nur noch zusammenklappt, weil er nirgendwo außerhalb der eigenen Wohnung ansatzweise zur Ruhe kommt, mache ich mir schon ernsthaft Gedanken, die zum einen die jetzige Situation betreffen und auch die Zukunft. Und Paula alleine hier zurücklassen und alleine weg gehen, kommt nicht für mich in Frage. Den ganzen Tag zuhause bleiben sicher auch nicht.

    Ich war immer gegen Kastration, aber es ist ein zwiespältiges Thema und unter bestimmten Bedingungen ist diese mit Sicherheit sehr sinnvoll. Und da bin ich offen für "die andere Seite".

  • Kyra hat mittlerweile ihre zweite Läufigkeit hinter sich.
    Leichte Verhaltensänderungen vor, während und nach der Läufigkeit waren natürlich da, aber alles im Rahmen, also vermehrte Anhänglichkeit, ein bißchen Rumgezicke, etc.

    Mit Scheinschwangerschaften haben wir keine Probleme.

    Ich habe mich auch entschieden, Kyra nicht kastrieren zu lassen.
    Wenn sie allerdings starke Probleme hätte mit z.B. ausgeprägter Scheinschwangerschaft oder so krassen Verhaltensänderungen, hätte ich mich wohl oder über dazu entschieden, sie kastrieren zu lassen.

    Ich denke man sollte den Stress, der bei solch hormongeplagten Hündinnen auftritt, auch nicht unterschätzen.

    Natürlich kannst nur du entscheiden, was das Richtige ist.
    Allerdings würd ich den Zeitpunkt dann so wählen, sie kastrieren zu lassen, wenn der Hormonspiegel wieder normal ist, also ca. 3 Monate nach einer Läufigkeit.

    Ob du die zweite Läufihkeit abwarten solltest, ist schwer zu sagen. Eventuell würden die Probleme so ja nicht wieder auftreten.

    Ich denke ich würde ihr noch einmal die Chance geben und dann im Sinne des Hundes entscheiden.

    Gute Besserung für deine Kleine!

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