Wie ging es euren Hündinnen in der Zeit nach der Kastration?

  • Hallo,

    wir haben unsere Hündin nach der ersten Läufigkeit auch kastrieren lassen! sie hat direkt nach der läufigkeit angefangen nur zu piensen, hat nix gefressen und und und! sind dann zum TA weil ihr Gesäuge dick wurde! die haben uns auch sofort solche hormonspritzen gegeben damit die Scheinschwangerschaft weg ging! der TA hat uns dann gesagt das unser Hund unter dieser Scheinschwangerschaft total leidet, grad weil sie bei ihr so schlimm war, und der hund stress ausgesetzt wäre!
    Darauf hin haben wir uns dazu entschlossen sie kastrieren zu lassen!

    Sie war am nächsten tag nach der OP schon wieder fit, wollte laufen rumtoben und und und! es war sehr schwer sie ruhig zu halten! sie hat es auch trotz genügend aufpassen, zwei shirts und einem body geschafft sich ihre fäden selber zu ziehen, ist dann beim Ta getackert worden! und trotz dem fädenselberziehen ist die wunde super verheilt man sieht nur noch einen kleinen Knubbel von dem tackern!

    auch vom Verhalten her hat sich kaum was verändert, beim spielen wird sie manchmal etwas wilder, knurrt einen auch mal an, aber wenn man ihr das verbietet und gleich was sagt ist sie wieder ganz lieb!
    Es kommt mir auch so vor, das sie ihr revier ( Haus und Garten ) mehr verteidigt als vorher, also auf jeden fall Katzen gegenüber! Aber das finde ich persönlich nicht sooo schlimm!

    anderen hunden und Menschen gegenüber ist sie noch sehr lieb! meine Tante hat vor einer Woche einen 9 Wochen alten Beagle bekommen, mit dem versteht sie sich super, und ist nicht zu wild mit ihm! Trotz vorheriger bedenken!

    Also ich würde es jeder zeit wieder machen, sobald ich bemerke das mein Hund mit einer Scheinschwangerschaft Probleme hat es ist besser für den hund!

  • Katja,
    ich dachte es geht um Kastration, nicht um andere organische Krankheiten und schon gar nicht um Tumore.
    Habe ich also falsch verstanden. Großes sorry. :ops:

    Friederike

  • Zitat

    Katja,
    ich dachte es geht um Kastration, nicht um andere organische Krankheiten und schon gar nicht um Tumore.
    Habe ich also falsch verstanden. Großes sorry. :ops:

    Friederike

    Ja, es geht um Kastration. Tumore gibt es nicht, aber das Risiko steigt bekanntlich, wenn es schon bei Läufigkeit und Scheinträchtigkeit erhebliche Probleme gibt. Und das ist die aktuelle Situation bei uns. Die Sache mit dem Tumor war nur ein Vergleich von mir, weil du meinstest, dass du die "Hormonspinnerei" als etwas zum Hund gehöriges ansiehst.

    Fakt ist aktuell, dass Paula große Probleme hat, ständig abwesend ist und Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Sie ist sehr unausgeglichen, leidet, muss Hormone nehmen. Wenn das etwas ist, was durch eine Kastration behoben werden kann, dann ist es für uns mehr als eine Überlegung wert. Darum ging es mir.
    Und das ist für mich was anderes als einfach zu sagen "Meine Hündin spinnt etwas rum, daher möchte ich sie kastrieren lassen."

  • Also wie gesagt, diese Unsicherheiten nach der ersten Hitze gehören zum normalen Erwachsenwerden einer Hündin.
    Aber warum nimmt der Hund jetzt noch Hormone? Die Tropfen gegen die Milchbildung haben doch gewirkt, dann gibt man die doch nicht noch lange weiter, zumal diese Medikamente fatale Nebenwirkungen haben können und den Hormonhaushalt auch nicht grade stabilisieren.

    Was habt ihr denn außer der Hormongabe gegen die Scheinträchtigkeit unternommen?
    Hormonell gesehen ist ja nunmal jede Hündin nach der Hitze trächtig. Wenn man weiß, dass die eigene Hündin zu einer ausgeprägten Scheinträchtigkeit neigt, kann man da bei den meisten Hunden problemlos gegensteuern und die ganze Sache vermeiden.
    Wenn es tatsächlich zu Milchbildung kommt, sollte man zwar das Gesäuge beobachten, weil ja keine Mastitis übersehen werden darf, aber auch da kann man energisch gegensteuern ohne Medis zu geben.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Paula ist nicht meine erste Hündin und das, was sie hier durchmacht ist kein normales Erwachsenwerden. Es begann keine 2 Wochen nach Ende der Läufigkeit.

    Sie nimmt nun wieder Hormone, da sie nach Absetzen dieser wieder einigermaßen normal war und nun wieder die gleichen Auffälligkeiten zeigt, wie zuvor. Nun bekommt sie erneut die Hormone, weil sie zudem weiterhin Ausfluss hat. Da vertraue ich schon der Ärztin, wenn sie das so anordnet.

    Wir haben ansonsten nichts dagegen unternommen. Oder aber ich verstehe die Frage nicht. Was genau meinst du damit?

    Ich weiß, dass man bei einer Hündin entgegensteuern kann, aber nicht bei allen geht das.

    ~edit: Wenn du meinst, ob wir sie mehr abgelenkt haben, dann muss ich sagen, dass wir uns zeitlich "wie immer" mit ihr beschäftigen, weil es zeitlich einfach schwierig ist, mehr zu machen. Außerdem sind wir viel unterwegs, wo Paula u.a. auch gefordert wird, d.h. sie ist beschäftigt. Während der Läufigkeit hat sie Globulis bekommen.

  • Aber ob es geht oder eben nicht, dass weiß man ja erst, wenn man es versucht hat :D
    Bevor ein Hund Galastop und Co. von mir bekommt, muss sehr viel passieren, weil die Folgen doch sehr unangenehm für die Hündin sein können.
    Auch sollte dir und deinem TA klar sein, dass, wenn du in diesem Zustand kastrieren läßt, dieser Zustand so bleiben kann. Die für die Scheinträchtigkeit (und das ist ja mehr als der Milchfluss) zuständigen Hormone werden durch die Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter nämlich nicht beeinflußt. Eine Kastration bringt nur etwas, wenn die Hündin tatsächlich den Anöstrus erreicht, ansonsten kann eine kastrierte Hündin über sehr lange Zeit dauerscheinträchtig bleiben.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Mir war schon klar, dass es hier kontroverse Meinungen geben wird.

    Ich sag mal so: ich denke nicht, dass wir leichtfertig unsere Hündin mit Hormonen vollpumpen. Wenn du alles gelesen hast, wirst du es vielleicht verstehen. Auch wirst du dann erkennen, dass ich mich durchaus schlau mache und nicht verantwortungslos und uninformiert irgendwas mache, was in Paulas Gesundheit eingreift.

    So auch eindeutig uns selbstverständlich für mich: ja, mir und dem TA ist natürlich klar, dass eine Hündin nicht jetzt kastriert werden kann und auch, dass der Zeitpunkt gut gewählt sein soll (nämlich genau das, was du sagst).

  • Du kennst aber schon die Risiken von diesen Mitteln? In den USA ist der Wirkstoff von Galastop nicht mehr zugelassen, weil dieses Mutterkornalkaloid zu schweren Herzklappenschäden führen kann. Außerdem öffnet es den Muttermund ond somit einer Pyometra Tür und Tor. Eine Not-OP ist nach dem Einsatz von Galastop und Co. gar nicht selten. Weiterhin verkürzt man mit Galastop den die Intervalle zwischen den Läufigkeiten, wenn es nicht sehr gezielt gegeben wird.

    Warum versucht denn nicht unterstützend deiner Hündin zu helfen? Eine Kastration kann in dieser Situation nun wirklich nicht das Mittel der Wahl sein, weil der Schuß nach hinten losgehen kann. Dieses Problem musst du doch sowieso anders lösen, bevor eine Kastration überhaupt sinnvoll ist.

    Und was sagt überhaupt der Züchter zu dem Problem? Hormonelle Eigenheiten werden oft vererbt und der Züchter hat dann schon viel Erfahrung mit dem richtigen Umgang.
    Der Zuchtwart der nächstgelegenen Ortsgruppe ist normalerweise auch ein wirklich erfahrener Ansprechpartner.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Ich weiß um die Nebenwirkungen von Galastop.

    Zitat


    Warum versucht denn nicht unterstützend deiner Hündin zu helfen? Eine Kastration kann in dieser Situation nun wirklich nicht das Mittel der Wahl sein, weil der Schuß nach hinten losgehen kann. Dieses Problem musst du doch sowieso anders lösen, bevor eine Kastration überhaupt sinnvoll ist.


    Niemand sagt doch, dass sie jetzt kastriert werden soll ...

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