Der ist doch so klein, den muss man nicht erziehen...
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Ich muss mir mal den Frust von der Seele schreiben.
In dem Haus in dem ich lebe hält sich recht häufig ein Jack Russel auf, der Hund einer Verwandten, die oft da ist und auch sehr oft ihren Hund mal hier lässt(nicht bei mir, aber im Haus). Nun ist das Tier aber überhaupt nicht erzogen! Man kommt rein und der kleine setzt sich vor einen, knurrt und bellt einen an. Mit einem erschrockenem Blick Richtung Frauchen erntet man ein: "Du hast ihn nicht begrüsst, deswegen bellt er, jetzt musst du ihn streicheln." .... ähm.. hallo?
Er macht mit seinen 13 Monaten nach wie vor Pfützen in alle Ecken. Am Tisch beim wird gebettelt, aber laut! Es wird gebellt und gewinselt und geknurrt bis Frauchen aufsteht und Wurst schneidet, das Gebelle wird darauf lauter und schlimmer, bis der kleine seinn Futter hat...
Nun wollte ich am Wochenende mit meinem Hund raus und dachte auch nehm ich das kleine Ding mal mit.
Gesagt getan, Hunde an die Leine und los! Der kleine JR vorne weg am "ziehen" meiner brav neben mir. Ich bin also immer mal stehen geblieben, irgendwann fand der Kleine JR es wohl etwas zu doof und fing an hinterher zu trotten, nach hinten zu "ziehen". Immer wenn ich mich umgedreht habe um den Kleinen zu locken und zu rufen, tappelte er halbwegs lieb ein stück hinter mir. Hab ich ihn ignoriert und bin einfach gelaufen, wurd gezogen. Und ich hatte ehrlich den Eindruck das es dem kleinem total die Laune verhagelt hat das ich nicht auf ihn geachtet habe!!
Naja, also den kleinen im Schlepptau weiter, da dreht er sein Köpfchen doch tatsächlich aus dem Halsband und rennt wie von einer Tarantel gestochen los... Ich dachte nur noch "Sch :zensur: " und gerufen wie blöde! Von wegen Hund dreht sich nichtmal um! Geschweige denn er würde mitbekommen das ich wo anders langlaufe oder sonstiges. Die Straße lang... es kommen nicht viele Autos da vorbei, aber es kommen welche! Panik... was passiert wenn dem Hund etwas zustößt?? Ich also im Trab mit meinem Hund hinterher. Gerufen, gebrüllt.. nichts. Gut er ist schnurstracks heim gelaufen und ich hab ihn dann rein gebracht. Aber was soll das nur??
Ich bin dann mit meinem Hund weitergelaufen, brav bei Fuß.
Wieder zurück gehe ich zu dem Ersatzfrauchen von dem JR und erzähle ihr alles. Weil ich weiß das meine Versuche Frauchen und Ersatzfrauchen zu Vernunft in Sachen Hundeerziehung zu bringen unmöglich ist habe ich nur einen Kommentar gelassen wie schön es ist das wenigstens mein Hund hört. Was bekomme ich zur Antwort? "Der ist so klein, er muss nicht erzogen werden, der tut ja eh nichts!" Mir blieb doch glatt der Atem weg!
Mal davon abgesehen das auch ein kleiner Hund unter ein Auto passt, finde ich das Verhalten des Hundes schon durchaus auffällig...
Wie würdet ihr das denn sehen wenn euch ein Hund anbellt und anknurrt weil ihr ihn nicht begrüßt habt oder abhaut weil ihr ihn nicht mit permanenter Aufmerksamkeit überschüttet?
Der kleine schnappt und beisst zum Beispiel auch dauernd nach Füßen.
Ehrlich ich habe schon öfter versucht irgendwie mal beide zur Einsicht zu bringen, aber es brin nichs... ausser das ich mir wieder anhören darf wie furchtbar wild und gefährlich mein großer, schwarzer Hund ist... :irre: meiner läuft prima an der Leine, bleibt auf seinem Platz wenn Besuch kommt, knurrt nie und kommt wenn man ihn ruft!!! Klar haben wir auch noch die ein oder andere Baustelle, aber er ist seit dem 4tem Monat stubenrein...Aber ein JR ist ja soooo klein und soooo süß! Die brauch man ja weder erziehen noch auslasten... *seufzt* ist ja nur ein süßes Spielzeug....
Mal ehrlich, reagiere ich über oder würde euch sowas auch aufregen, wenn dann auch noch dauernd auf euren Hund geschimpft wird?
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Hi,
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Tja,
da wir unser Heim u.a. mit zwei Russells teilen kann ich natürlich ein Lied davon singen.Ich meine, klar bellen meine Hunde wenn Besuch kommt und sie werden auch meistens von dem Besuch dann begrüßt und vorgestellt und gut ist!
Ich meine wenn der Hund frei im Haus rumläuft udn es kommt rein, klar passt der Hund auf!
In der Regel sollen sie das ja auch.
Aber es kommt halt aufs bellen an.
Ankündigen und laut geben, bellend begrüßen oder VERbellen, das ist ein Unterschied.
Das sehe ich nicht so eng, immerhin kommunizieren Hunde auch so.
Außer meine Hunde verbellen Jemanden oder werden extrem Böse, dann geh ich dazwischen bzw. schicke sie weg. Oder wenn sie sich vor Freude gar nicht einkriegen dann sorge ich natürlich auch für Ruhe.Wir kriegen nur selten Besuch und wenn dann sind es Leute die wir kennen und da ist das eh kein Problem.
Außerdem ist es IMMER etwas anderes obs nur ein hund ist oder eine Gruppe.
Was ich allerdings erwarte ist lockeres gehen an der Leine, auf abruf kommen und noch ein paar andere kleine Regeln, die allerdings mehr der Sicherheit dienen, als irgendwie Vorzeige-Kadavergehorsam zeigen sollen.
Allerdings werde ich häufig drauf angesprochen wenn Erziehungsmaßenahmen greifen bzw,. ich eben die Hunde nicht einfach so rumtoben und rumrennen lasse oder das sie andere einfach so anbrummen oder "Raufereien" beginnen.
Da treffe ich auch häufig auf das Unverständnis von den Leuten "Wollen nur spielen", "der ist ja frech, lassen sie ihn doch, der kann doch ruhig frech sein, meiner ist stark genug!" Sowas.
Oder wenn ich vobn leuten angesprochen werde wieso ich auf ordentliches an der Leinegehen bestehe, es wären doch zwei kleine Hunde und somit kein thema.
Die Kleinen, Süüüßen, die dürfen meistens alles (besonders Clou), die werden zum Betteln und zum Anspringen animiert, on mass!
Und unser großer, der darf den meisten Leuten nicht zu nahe kommen und wenn der mal nicht spurt oder unsicher reagiert (er sieht langsam nur noch schlecht) dann gibts gleich Mecker, aber die Kleenen, die dürfen das!
Kleine Hunde müssen doch nicht erzogen werden!
Und Tricks oder Hundesport? das ist doch Tierquälerei, sowas liegt nicht in der natur des Hundes und vorallem wieso bei den kleinen? Die sind doch klein, die brauchen das nicht...
Tja, so ist das...Oft höre ich aber auch das gegenteil, wenn sie denn bellen und knurren heißt es von großhundebesitzern es seien lästige Fußhupen, nicht erzogen und am rumspinnen und alte "Kläffer". Alle Russells und kleinen Hunde sind Kläffer und wenn meine denn EINMAL bellen oder EINEN Hund anmachen (wieso und warum das fragt keiner, ist ja nicht so das meine Kleenen im letzten halben Jahr beide oft heftig gebissen wurden und deswegen unsicher sind, DAS ist egal, hauptsache sie erfüllen das Klischee!) oder aus unsicherheit ne Bürste haben von Anfang an erstmal, bis ich die Situation langsam entsressen konnte bzw. bis sie selbst langsam Stressfreier geworden sind...heißt es: Guck, typisch Jackies, immer frech imemr am bellen, alte Mistkläffer sind das und sowas von unerziehbar...
Man hats schon schwer. -
Hallo,
das ist das alte, leidige Thema

"Große gefährliche Bestien" und "kleine, nervtötende Fußhupen" und die ganze Palette dazwischen.
Klar muss man kleine wie große Hunde erziehen - und ja, oft sind die kleinen schlechter erzogen. Warum?
Ich nehme an, weil ein großer, unerzogener Hund "gefährlich" ist, ein kleiner unerzogener Hund meistens "nur" nervtötend.
Ich habe einen Kleinen und der ist schon erzogen. Allerdings gebe ich zu, dass man einfach manchmal nachsichtiger reagiert. z.B. Wenn der Kleine mal beim Bürsten knurrt oder schnappt. Natürlich bekommt er eine auf den Deckel, aber man erschreckt sich einfach ungefähr so sehr, als wenn ein Meerschweinchen schnappt. Das ist wohl der entscheidende Unterschied.
Kurz: Alle Hunde gehören erzogen - aber es sind längst nicht alle kleinen Hunde nervtötende Kläffer, ebensowenig wie alle großen Hunde mordende Bestien sind.

Liebe Grüße
Bianca
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Hallo,
ahje.. ich kenne auch so einen Fall (Chiuahuha) "Oh, aber Paris ist doch ein Toy-Hund... die braucht, wenn es kalt ist, keinen Auslauf. Sie hat ja in der Wohnung ihre Katzenkiste, wo sie reinmacht".
Paris hat natürlich auch Kleidung - allerdings hilft ihr das Ballettröckchen nicht über die kältere Jahreszeit hinweg. Wie gut, dass sie da nicht raus muss!
Liebe Grüße
Susanne -
Oh Gott!! Die arme Paris!!
Nun ja, ich zieh meinem Zwergpinscher auch mal ein Mäntelchen an, wenn es draußen dolle kalt ist, das hat dann aber eher ähnlichkeit mit ner Pferdedecke als mit nem Ballettröckchen, glaub alles andere wäre beim Rüden auch eigenartig - schlimm genug, dass solche Sachen überhaupt hergestellt werden!! :kopfwand:ansonsten, Erziehung?! Es gibt doch nichts nervigeres als nen Terrorzwerg. meiner genießt eine konsequente Erziehung und wird in dem Punkt behandelt wie ein Großer - und er scheint damit sehr glücklich zu sein. ihm macht die Arbeit Spaß, wenn ich ihn mal an nem Tag kaum forder, wird er sogar nervig und dann gibt's ne Übungseinheit, damit ich Ruhe habe
Muss auch sagen, er kann mit seinen 5,5 Monaten auch schon recht viel. Mein Vermieter hat nicht schlecht gestaunt, war er doch der Meinung, dass man kleine Hunde gar nicht erzeihen kann!
ach ja, und meiner kläfft auch nicht, der unerzogene Yorkie kläfft wegen jedem Pups im Treppenhaus, meiner pennt weiter
gebellt wird nur, wenn jemand Fremdes in die Wohnung kommt, oder plötzlich vor einem steht. Bei der 2. Begegnung sieht das schon ganz anders aus.
Ich bin auch überrascht, wenn er mal andere Hunde anbellt, kommt eigentlich nur als Aufforderung vor, ... Aggressiv, oder sagen wir eher abwehrend wird er erst, wenn die Großen zu stürmisch sind und es ihm nur weh tut. Verständlich sage ich, ... -
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Ich erwarte ja echt nicht das sie einen Robothund erziehen der auf alles sofort hört. Aber wenigstens stubenrein könnte er ja sein... ihm wurd ein Katzeklo gekauft, das nutzt er aber nicht. Macht ja nix, die Pfützen und Haufen sind so klein, die hat man ja schnell weggeputzt :kopfwand:
Gut zu wissen das es Menschen gibt die das ähnlich bescheuert finden wie ich

Die kleinen unerzogenen sind im übrigen nicht nur nervtötend. Der Trainer unserer Hundeschule erzählte das gerade die Kleinen die schlimmeren Verletzungen verursachen. Da sie entweder in die Hände oder in die Knöchel/Wade beissen erwischen sie sehr häufig wichtige Adern und Sehen. Und eine durchgebissene Sehne braucht mal eben ein paar Monate zum verheilen.
Wie dem auch sei, ich bin nicht allein das freut mich

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zudem wenn ein kleiner Hund ein Kind anfällt ist der Schaden auch nicht ganz klein, ...
aber da ergibt sich das nächste problem, die kleinen Hunde, obwohl meistens temperamtvoller, sollen viel geduldiger sein. Denn ein Schäferhund wird wohl nicht einfach so angetatscht und hochgehoben, oder??!! Und dann ist meiner plötzlich unerzogen und aggressiv, wenn ihm dass nicht gefallen will, dass er wie ein Stofftier behandelt wird??!! :motz: da werd ich dann teilweise zur Bestie und schrei die Kinder an, was ihnen einfällt. Und die Mütter gleich dazu. Ist doch kein Wunder, wenn meiner in so einer Situation plötzlich schnappt, oder??!! Egal, wie gut erzogen er ist, wie gut sozialisiert. Ich bin der Meinung, eine solche Behandlung brauch sich kein Hund gefallen lassen, ... :zensur:
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Jaja, die kleinen Hündchen, die müssen nicht erzogen werden. Das haben wir schon in der Welpen- und Junghundeschule mitbekommen. Wir waren da die einzigen HH mit Fußhupe, die über längere Zeit teilgenommen haben. Alle anderen sind nach wenigen Stunden weggeblieben, weil Hundi dreckig geworden war oder die hochhackigen Designerpumpserl vom Frauli ein paar Pfotentapser abgekriegt haben.
Die Jackies haben eine ungeahnte Beisskraft, von wegen "tut nix". Wenn ich mir unsere Fellwurst ansehe, was die zerbeissen und zerlegen kann, wenn sie darf, ich würde keinen JRT streicheln müssen, der mich anknurrt und verbellt.
Leider tragen diese erkenntnisresistenten Kleinhundehalter dazu bei, dass eine eigentlich wunderbare Rasse wie der JRT immer mehr in Verruf kommt.
Hundeführerschein für alle wäre da durchaus sinnvoll.
Gruss
Joe -
Leider ist diese Einstellung nicht nur unter Besitzern kleiner Hunde beliebt. Ich habe schon vom Besitzer einer Deutschen Dogge gehört: "Die muß man nicht erziehen, Deutsche Doggen sind ganz sanfte und friedliche Tiere." Leider meinte dieser Hund dann, daß es ok ist alle Menschen anzuspringen. Ansonsten, ich habe mich daran gewöhnt Leute dieser Kategorie einfach zu ignorieren, inclusive der dazugehörigen HUnde. Wenn nötig "erziehe" ich den Hund auch. Mic hbeißt kein Hund in die Füße, egal ob er das bei allen anderen darf. Ich habe keine Probleme damit einem fremden Hund meinen "Blick" zu geben. Der hat ibsher noch jeden Hund zur Vernunft gebracht.
Aber ich kann Dich voll und ganz verstehen, daß Du Dich darüber königlich ärgerst. Das würde ich auch machen. Und zwar kräftig! -
Hallo Nassi,
bei mir rennst Du damit offene Türen ein...
Ganz ehrlich, ich bin wirklich über jeden kleinen Hund hocherfreut, wenn er auch nur einigermaßen erzogen ist und drücke dem Besitzer auch ungefragt meine Hochachtung dafür aus - denn in meiner Gegend sind "Fußhupen mit Benehmen" leider die Ausnahme!
Mir begegnet hier fast jeden Tag ein neues Beispiel vom Klischee des "Rentners mit Kläffer".
Meine absolute Lieblingssituation: Ich habe Rabauke an der kurzen Leine. Uns kommt eine Fußhupe an der bis zum Anschlag ausgefahrenen Flexi entgegen und stürmt laut bellend mir vor die Füße auf meinen Hund zu, knurrt, macht eine Bürste und stellt den Schwanz hoch. Wenn mein Hund, der ja direkt neben mir steht, dann zurückpöbelt (was seltenst vorkommt) muss ich mir auch noch anhören, Rabauke bräuchte ja wohl einen Maulkorb...
Auf meine Anregung, die Gegenseite könnte ja mal den eigenen Hund ein wenig erziehen, folgt auch sogleich die Standartantwort: "Warum, der ist so klein, der tut doch nix!"
Nöööö, aber wenn ihm dann selbst was getan wird, weil Frauchen zu faul war, rechtzeitig Einsatz zu zeigen, ist das Geheule wieder groß...Meine Oma war ja leider genauso - nicht die mit den Collies, sondern die andere - "Peggy", ihr letzter Pudel war das verzogendste und giftigste Viech, was mir je begegnet ist. Und wenn Peggy mal wieder zugeschnappt hat, waren generell die frechen Enkel schuld, die das arme Tier ja so geärgert haben...
Wirklich schade, dass diese Einstellung die Generationen offenbar überdauert hat.
LG, Sub.
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