Kastration vor der 1. Läufigkeit???
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Hallo Foris,
ich hab mal eine Frage.
Seit 2 Wochen ist ja nun Akita unser neues Familienmitglied und bevor dei nächste Impfung ansteht, wollte ich gerne mit ihr mal zum Tierarzt, einfach nur umschauen und kennenlernen und schnupern und so.
War auch alles ganz prima und relaxd.Er hat sie ein bißchen untersucht und auch Fragen gestellt und erklärt.
Dann hat er mcih drauf angesprochen, ob ich denn mal über ihre Geschlechtsreife nachgedacht hätte und ob wir denn Nachwuchs von ihr wollen.
Natürlich will ich das nicht und ich hatte mich auch schon im Vorfeld ein bißchen informiert und mit Leuten gesprochen und im Internet rumgesucht, ob etwas dafür/dagegen spricht.
Naja, ich bin jetzt ein bißchen unsicher weil der Arzt gemeint hat, dass es eigentlich keinen Grund gibt, das nicht zu tun.
Bei Hündinnen hätte das keine Auswirkungen auf ihr Verhalten (wie z.B. bei Rüden) und es hätte, medizinisch gesehn, nur Vorteile, da so die Gefahr der Tumore der Milchdrüsen gegen Null geht. Der Schnitt ist auch noch sehr klein, wenn sie noch so jung sind und sie stecken das wesentlich besser weg, als ältere Hündinnen.
Und die einzige Gefahr wäre, dass es (zwar selten, aber dennoch) mal vorkommen kann, dass sie das Wasser nicht mehr so gut halten können.Was sagt ihr dazu? Habt ihr Erfahrungen damit?
Ich bin echt unsicher - einerseits wäre es ja schon eine große Erleichterung, wenn sie gar nicht erst läufig werden würde - aber wie groß kann der Schaden sein???
Könnt ihr mir helfen???
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Huhu!
Hier ein sehr informativer Link zum Thema Kastration, und insbesondere Frühkastration: http://www.eurasier-online.de/wissen_kastration_d.htm
Ich finde die Nachteile einer Frühkastration viel zu gravierend, als dass sie die Krebsvorsorge rechtfertigen würde.
Wenn es um Empfängnisverhütung geht, gibt es grundsätzlich 2 Möglichkeiten:
Entweder, Du passt auf den Hund während der Läufigkeit auf - das ist wirklich kein großartiger Stress, und nur ein paar Tage im Jahr. Ich habe meine Hündin während dieser Zeit immer an der Leine (Schleppleine, Flexi...).
Oder - wenn dies Dir nicht möglich ist, weil Du zB mehrere Hunde hast - Du lässt sie sterilisieren.Und zur "Erleichterung" - das hast Du hoffentlich nicht so ganz ernst gemeint, oder?

Schau Dich doch mal hier im Forum um, zum Thema (Früh-)Kastration gibt es schon einige Threads.
LG, Caro
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Danke Caro für deine schnelle Antwort.
Natürlich war das mit der "Erleichterung" in Anführungsstrichen zu sehen.

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Also ich finde es immer schade, wenn Tierärtze so in eine Richtung drängeln (und das meist zu einer Kastration). Ich fände es besser wenn sie über Vor- und Nachteile aufklären würden und man sich dann eigene Gedanken machen kann.
Meine Tierärtze raten weder zu einer Kastration noch raten sie ab. Aber sie würden nie vor der ersten Läufigkeit kastrieren. Sie meinten, dass das eine Mode aus den USA wäre und dass man so dem Hund die Chance nehmen würde, sich zu entwickeln.
Informier dich gut zu dem Thema. Hier im Forum wirst du viel dazu finden. Ich rate dir, warte auf jeden Fall die erste Läufigkeit ab. Dann wirst du auch sehen, wie problemlos so eine Läufigkeit ist!
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Laut Studien ist das Krebsrisiko folgendermaßen (ich habe leider die Quelle vergessen, ich werd sie abr suchen wenn es denn wer genau wissen will)
Für eine Kastration vor der ersten Läufigkeit spricht:
- die Wahrscheinlichkeit eines Gesäugetumors oder eines Tumors der Geschlechtsorgane ist extrem gering, nach der ersten Läufigkeit ist die Gefahr schon wesentlich größerGegen eine Kastration vor der ersten Läufigkeit spricht:
Die Hormone gehen durcheinander, auch wenn die Eierstöcke drin gelassen werden.
Die Gefahr von fast allen anderen Krebsarten steigt stark an. -
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Na, da bist Du ja an einen echten Spezialisten in Sachen Umsatzvermehrung geraten, wenn ich das mal so böse sagen darf: Allein die Frage, wollen sie Welpen?, als Einleitung zum Kastrationsthema ist ja schon ziemlich daneben, und die Aussagen, dass es bei Hündinnen keinerlei Auswirkungen auf ihr Verhalten hat, und dass es medizinisch gesehen nur Vorteile hat, stimmen schlichtweg nicht, z.B. ist spätere Inkontinenz bei Kastration von Hündinnen, egal wann man sie kastriert, immer ein mögliches Risiko.
Yohanna hat ja schon einige Vor- und Nachteile zusammengefasst. Daneben gibt es hier im Forum noch eine ganze Reihe von Threats, die sich damit befassen (auch wenn die Kastrationsgegner dort meist die Oberhand haben :D). Im Netz findest Du auch noch weitere Informationen dazu.
Ich an Deiner Stelle würde diese Thematik auch noch mal mit einem anderen TA besprechen, der nicht gleich zur Kastration drängt, sondern Dich möglichst objektiv über die Vor- und Nachteile aus seiner Sicht aufklärt.
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:kopfwand:
Genau, die Inkontinenz. Ich habe überlegt ohne Ende und mir viel nicht ein was das andere war... -
Sorry, aber vor der ersten Läufigkeit empfinde ich das schon fast als Tierqälerei. Der Hund hat gar keine Möglichkeit, sich richtig zu entwickeln.
Auch eine spätere OP macht, finde ich, nur Sinn, wenn die Hündin gesundheitliche Probleme hat und/oder andauernd Scheinträchtig ist. Denn auch Hündinnen verhalten sich danach etwas anders als vorher. Meine Hündin wurde mit 7 Jahren kastriert, nachdem man Krebs festgestellt hat. Seitdem ist sie nicht mehr so lauffreudig und zugenommen hat sie leider auch.
Ich würde sie erst mal "Erwachsen" werden lassen. Wenn sie keine Probleme mit der Läufigkeit hat, besteht auch eigentlich kein Grund.
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Zitat
Meine Hündin wurde mit 7 Jahren kastriert, nachdem man Krebs festgestellt hat. Seitdem ist sie nicht mehr so lauffreudig und zugenommen hat sie leider auch.
Das mit dem Zunehmen ist sehr üblich. Man muß die Futtermenge daran anpassen. Eine kastrierte Hündin hat einen geringeren Energiebedarf (warum auch immer). Ich will es nicht schwören, aber mir spukt so eine Zahl von 10% weniger im Kopf rum. -
Zitat
Das mit dem Zunehmen ist sehr üblich.
Meine Hündin wurde mit 9 Jahren aus medizinischen Gründen kastriert und auch sie hat danach gehörig zugelegt. Ich konnte kaum die Trockenfuttermenge so weit reduzieren, so dass sie nicht mehr in die Breite ging, denn dann hat sie ständig gebettelt, alles geklaut, was ihr in die Quere kam, und sogar angefangen, jeden Krümel auf der Strasse aufzulesen (was sie vorher nicht gemacht hat). Erst ein Umstellung auf BARF hat da zumindest abhilfe geschaffen.
Was die Frühkastration angeht, empfinde ich es nicht unbedingt als Tierquälerei. Bei meiner jetzigen Hündin habe ich mich vorab auch noch mal schlau gemacht und hätte ich sie kastrieren lassen, dann früh, da nur so alle Vorteile, die eine Kastration denn bringen könnte, auch ausgeschöpft werden. Bei einer späteren Kastration hätten für mich die Nachteile eindeutig die Vorteile überwogen.
Wie auch immer, ich habe sie nicht kastrieren lassen, da für mich die Nachteile doch zu gravierend sind und man diese Entscheidung nicht rückgängig machen kann. Zumal hatte ich schon vorher eine Hündin, somit war mir klar, dass ein so gravierender Eingriff nicht wirklich nötig ist, nur um die paar Tage im Jahr gut zu überstehen.
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